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)DFKULFKWXQJ: ,QGXVWULH Studienjahrgang: IN 99 A Abgabetermin: 28.01.2002
Ich versichere hiermit , dass ich diese Studienarbeit selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe.
Die Kapitalwertmethode und die Grenzen ihrer Anwendung 1
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1. Vorwort 2
2. Investition und Investitionsentscheidung 2
2.1 Der Investitionsbegriff. 2
2.2 Investitionsarten 4
2.2 Investitionsentscheidung 4
3. Investitionsrechnung 5
3.1 Statische Verfahren. 5
3.2 Dynamische Verfahren. 6
4. Die Kapitalwertmethode 7
4.1 Finanzmathematische Grundlagen. 8
4.2 Formel zur Berechnung des Kapitalwertes. 10
4.3 Kapitalwertberechnung eines Investitionsobjektes (Alternative 1): 11
5. Das Auswahlproblem 12
5.1 Kapitalwertberechnung eines Investitionsobjektes (Alternative 2): 13
5.2 Vorteilhaftigkeitsvergleich unter Berücksichtigung der
Differenzinvestition (Alternative 1 2 3) 14
5.3 Ermittlung des kritischen Wertes der Differenzinvestition: 17
6. Prämissen der Kapitalwertmethode. 18
7. Kapitalwertfunktion 19
8. Grenzen der Anwendbarkeit der Kapitalwertmethode 21
9. Berücksichtigung unsicherer Erwartungen 23
10. Marktzinsmodell 25
11. Praktische Anwendung der Verfahren. 26
Literatur - und Quellenverzeichnis 27
Abbildungsverzeichnis 30
Die Kapitalwertmethode und die Grenzen ihrer Anwendung Seite 2
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In dieser Studienarbeit mit dem Thema „Die Kapitalwertmethode und die Grenzen Ihrer Anwendung“ sollte das Investitionsrechenverfahren der Kapitalwertmethode erklärt und die Chancen, die sich damit ergeben sowie die Risiken und Probleme, die daraus resultieren, aufgezeigt werden. Im weiteren Verlauf werden in dieser Arbeit mögliche existierenden Alternativen zur Kapitalwertmethode diskutiert.
Ein besonderes Augenmerk wird in dieser Studienarbeit darauf gelegt, dass es auch außenstehenden Dritten, die sich noch nie mit diesem Thema der Investitionsrechnung befasst haben, möglich sein muss, sich einen Einblick in diesem Verfahren der Investitionsrechnung zu verschaffen. Somit können die folgenden Ausführungen eventuell als Entscheidungshilfe dienen. Um dies zu gewährleisten, werden die Grundbegriffe der Finanzmathematik sowie die möglichen anderen Verfahren der Investitionsrechnung aufgegriffen, um die Kapitalwertmethode und Ihre Bedeutung einordnenzu können.
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In diesem Kapitel wird der Begriff der Investition, die verschiedenen Investitionsarten und die Entscheidung für oder gegen eine Investition ausführlich behandelt.
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Unter Investition wird Kapitalverwendung oder „langfristige Kapitalanlage zur Gewinnerzielung“ 1 verstanden, wobei die sprachliche Wurzel des Investitionsbegriffs aus dem lateinischen investire = ankleiden begründet ist. In der betrieblichen Praxis wird unter Investition nur die langfristige Anlage von Geldkapital im Anlagevermögen verstanden.
1 Perridon/Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 5.überarbeitete Auflage, München
1988, S.21
Die Kapitalwertmethode und die Grenzen ihrer Anwendung Seite 3
Dabei wird der „moderne Investitionsbegriff“ 2 auch auf das weitere Vermögen der Unternehmung, d.h. Sachinvestitionen, Finanzinvestitionen und immaterielle Investitionen ausgedehnt.
In der betriebswirtschaftlichen Literatur zeigt der Investitionsbegriff: ¾ gemischt finanz-leistungswirtschaftliche Aspekte (vermögensbestimmt), d.h. die Investition wird als Umwandlung von Kapital in Vermögen gesehen 3
¾ rein leistungswirtschaftliche Aspekte (kombinationsbestimmt), die Ballmann als „...die Umformung der transzendenten Unternehmensidee in die Gestalt der Betriebsapparatur, die durch eine Kombination von materiellen Anlagegütern erfolgt“ 4 , definiert ¾ rein finanzwirtschaftliche Aspekte (zahlungsbestimmt), die Ruchti folgendermaßen beschreibt: “Die Ausgaben für Anlagen, Stoffe und Dienste stellen Investitionen dar“ 5 .
Aufgrund der dem unternehmerischen Handeln zugrundeliegenden finanzwirtschaftlichen Zielsetzungen, dominiert der zahlungsbestimmte Ansatz, bei dem im weiteren Verlauf „unter Investition der zielgerichtete Einsatz finanzieller Mittel zur Beschaffung von Gütern des Strukturvermögens verstanden werden“ 6 soll.
2 http://home.arcor.de/nboeing/infin/INV-INFO.pdf, 21.12.2001, 17 Uhr, S.1
3 Vgl. le Coutre, W. : , Grundzüge der Bilanzkunde, Wolfenbüttel 1949, S.7
4 Ballmann, W.: Beitrag zur Klärung des betriebswirtschaftlichen Investitionsbegriffs und zur
Entwicklung einer Investitionspolitik der Unternehmung. Diss. Mannheim 1954, S.5
5 Ruchti, H.: Erfolgermittlung und Bewegungsbilanz, in: ZfhF 1955, S.500
6 Perridon/Steiner: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 5.überarbeitete Auflage, München
1988, S.21
Die Kapitalwertmethode und die Grenzen ihrer Anwendung Seite 4
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In der folgenden Abbildung 7 sind die verschiedenen Arten von Investitionen aufgeführt:
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Ob eine Investition durchgeführt wird, gleichwohl welcher Art, oder nicht, muss von den Entscheidungsträgern einer Unternehmung in einer sogenannten Investitionsentscheidung entschieden werden. Dabei kann es im Hinblick auf die Struktur zu folgenden Typen der Investitionsentscheidung kommen:
¾ Entscheidung über die Durchführung einer Investition ohne Rücksicht auf mögliche Alternativen, d.h. es wird nur darüber entschieden, ob die Investition durchgeführt oder abgelehnt wird ¾ Auswahl eines Objektes aus einer Menge sich ausschließender Alternativen
¾ Ermittlung der Nutzungsdauer bzw. des optimalen Ersatzzeitpunktes eines Objektes ¾ Bestimmung der Zusammensetzung eines optimalen
Investitionsprogramms, welches aus mehreren, sich nicht gegenseitig ausschließenden, Investitionsobjekten besteht
7 Vgl. http://www-stud.uni-essen.de/~sw0136/Lernzettel/Lern_IR.html#Investitionsbegriff,
17.12.2001, 22 Uhr, S.1
Die Kapitalwertmethode und die Grenzen ihrer Anwendung Seite 5
Um diese Entscheidungen treffen zu können, bedient man sich den verschiedenen Verfahren der Investitionsrechnung.
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Die Verfahren der Investitionsrechnung unterteilen sich in statische und dynamische 8 Verfahren, wobei die Frage der Vorteilhaftigkeit eines Investitionsobjektes von zentraler Bedeutung ist. Der wesentliche Unterschied zwischen statischen und dynamischen Verfahren ergibt sich aus der unterschiedlichen Berücksichtigung des Zeitmoments.
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„Statische Verfahren gehen von den durchschnittlichen Periodenansätzen aus und arbeiten entsprechend mit periodenbezogenen Kosten und Erlösen, die für die gesamte Investitionsdauer als konstant angenommen werden“ 9 . Der zeitliche Anfall von Zahlungsströmen bleibt dabei unberücksichtigt. In der Literatur werden diese Verfahren die einperiodischen Verfahren und nach Wöhe die „Hilfsverfahren der Praxis“ 10 genannt.
Je nachdem welche Rechnungselemente zugrunde gelegt werden unterscheiden wir den 11
¾ Kostenvergleich: Kosten, nicht aber Erlöse gehen in den Vergleich ein ¾ Gewinnvergleich: der Gewinn ist als Erlöse minus Kosten definiert ¾ Rentabilitätsvergleich: das Verhältnis Durchschnitts-Gewinn zu durchschnittlichem Kapitaleinsatz und den ¾ Amortisationszeitvergleich: der Wiedergewinnungszeitraum der
investierten Mittel wird berechnet (Pay-off-Methode).
8 Vgl. Schierenbeck, H.: Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre, 11. Auflage, München, S.316
9 Hahn, O.: Finanzwirtschaft, Landsberg/Lech, 1983, S.92
10 Wöhe, G: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 19 Auflage. München 1996,
S. 748
11 Vgl. http://www.fh-deggendorf.de/doku/fh/meile/bachelor/lehre/bwlii/f2/skript2.doc,
17.12.2001, 21 Uhr, S.2
Die Kapitalwertmethode und die Grenzen ihrer Anwendung Seite 6
Bei den statischen Verfahren wird also der Einfachheit halber nicht der jeweils tatsächliche Wert, sondern ein Durchschnittswert angesetzt.
Die statischer Verfahren 12 kann man folgendermaßen beurteilen: + einfache Handhabung, geringer Kosten- und Zeitaufwand, einfache Beschaffung relevanter Daten
- kurzfristige Betrachtungsweise; nur Vergleich zweier Zustände; Verwendung von Durchschnittswerten und meist unzweckmäßigen Rechnungselementen; keine Berücksichtigung von Veränderungen der Rahmenbedingungen
Diese Verfahren finden zur Lösung einfacher Investitionsprobleme bei kurzen Laufzeiten sowie bei kleineren und mittleren Unternehmen Anwendung. 13
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Im Gegensatz dazu wird bei den dynamischen Methoden das unterschiedliche, betragsmäßige, wie auch zeitliche (liquiditätswirksame) Auftreten der einzelnen Glieder der beiden Umsatzströme, während der gesamten Investitionsdauer berücksichtigt, d.h. hier liegen nicht Kosten und Erlöse, sondern Ein- und Auszahlungsreihen zugrunde.
Deshalb werden diese Verfahren auch als mehrperiodische Verfahren oder nach Wöhe, aufgrund der Implementierung der Zinseszins -und Rentenrechnung, als „finanzmathematische“ 14 Methoden bezeichnet.
Die drei klassischen Ansätze sind die der:
¾ Kapitalwertmethode ¾ Methode des internen Zinsfusses ¾ Annuitätenmethode
12 Vgl. http://www.phil.uni-erlangen.de/economics/bwl/lehrbuch/gst_kap2/invrech/invrech.PDF,
21.12.2001, 20.30 Uhr, S.2
13 Vgl. Biergans, E.: Investitionsrechnung. Verfahren der Investitionsrechnung und ihre
Anwendung in der Praxis. Nürnberg 1973,
14 Wöhe, G: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. 19 Auflage. München 1996,
S.754
Arbeit zitieren:
Dietmar Keitel, 2002, Die Kapitalwertmethode und die Grenzen Ihrer Anwendung, München, GRIN Verlag GmbH
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