I. Inhaltsverzeichnis
I. INHALTSVERZEICHNIS 1
II. EINLEITUNG 2
II.1. GESCHICHTE 2
II.2. ORTHOGRAPHIE UND GRAMMATIK 3
III. R. C. ABRAHAM: DICTIONARY OF THE HAUSA LANGUAGE 5
IV. ROXANA MA NEWMAN: AN ENGLISH-HAUSA DICTIONARY 12
V. BERNHARD CARON UND AHMED H. AMFANI: DICTIONNAIRE
FRANÇAIS-HAOUSSA: SUIVI D’UN INDEX HAOUSSA-FRANÇAIS 17
VI. ERGÄNZUNGEN 22
VII. SCHLUSS 25
VIII. BIBLIOGRAPHIE: 26
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Das Hausa ist nach Greenberg (1963) Teil der Afro-Asiatischen Sprachfamilie und gehört darin zur Tschadischen und weiter differenziert zur West Tschadischen Gruppe. Hausa ist Verkehrs- und Handelssprache in weiten Teilen Westafrikas. Besonders im Niger und im Norden Nigerias ist das Hausa verbreitet und dort leben auch die meisten Muttersprachler. Hausa ist zwar weder in Niger noch in Nigeria offizielle Staatssprache, hat aber in beiden Ländern den Status einer Nationa lsprache. Grobe Schätzungen gehen von einer Sprecherzahl von ca. 50 Millionen in den beiden Ländern aus, wobei der Anteil in dem bevölkerungsreichen Land Nigeria deutlich größer ist (Wolff 2). Leider gibt es derzeit keine offiziellen Zahlen und somit beziehe ich mich auf die Schätzungen, die Wolff (1990) in seiner Referenziellen Grammatik angibt. Tatsächlich dürfte die Zahl heute noch weit über dem genannten Wert liegen. Hinzu kommt außerdem, dass das Hausa als Handelssprache in viele verstreute Gegenden Afrika getragen wurde. Pilger oder Händler ließen sich während der letzten 500 Jahre zwischen dem Senegal und dem Sudan, so wie zwischen Tunesien und der Demokratischen Republik Kongo, nieder und gründeten dort Hausasiedlungen, die auch heute noch Hausa als ihre Muttersprache sprechen. Wolff nennt dies das „Diasporahausa“ (2). Seit ca. dem 13. Jahrhundert fand unter den Hausa eine starke Islamisierung statt. Damals wurden auch die ersten Orthographien in arabischer Schrift für das Hausa verfasst. Das ?àjàmi, wie die arabische Orthographie des Hausa genannt wird, wird heute fast nur noch für religiöse Texte verwendet (Wolff 19). Dagegen hat sich die latienische Form, das bookòo (abgeleitet aus engl. book), für den allgemeinen Gebrauch durchgesetzt (Wolff 19) . Allerdings wurde die Standardorthographie außschließlich von Europäern festgelegt (Philips Hausa Roman Orthography).
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II.2. Orthographie und Grammatik
Durch die unterschiedlichen Transkriptionen des Hausa in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts herschte lange Zeit Verwirrung über die genau Schreibweise. Die Konferenz zur Vereinheitlichung der Orthographie der wichtigsten grenzübergreifenden Nationalsprachen Westafrikas 1966 in Bamako und die 1980 stattgefundene Konferenz in Niamey, Niger legten schließlich eine wissenschaftliche
Vereinheitlichung des Standardhausa fest (Wolff 20-22). Als Standardhausa gilt der Kano Dialekt (Paul Newman 1), der orthographisch unmarkiert, also ohne Kennzeichnung von Tönen oder Längen, geschrieben wird. Nicht-Hausasprecher verwenden dagegen die in der Wissenschaft gängige Schreibweise, die sowohl Töne als auch Vokallängen markiert (Wolff 23). Das die Vokallängen und unterschiedlichen Tonhöhen Bedeutungsunterschiede hervorrufen können, und dass es im wissenschaftlichen Kontext und in der Lehre Sinn macht diese zu kennzeichnen, zeigen folgende Beispiele:
Auch grammatische Unterscheidungen sind in der unmarkierten Form nicht eindeutig festzustellen und nur von geübten Hausasprechern aus dem Kontext ersichtlich. Ein Nicht-Hausasprecher hat dagegen Schwierigkeiten zwischen den unterschiedlichen Modi zu
unterschieden, wenn diese nicht durch Länge und Töne gekennzeichnet sind:
1 Vokallängen kennzeichne ich mit einem Oberstrich (a#), Tieftöne kennzeichne ich
mit folgender Maßen: à; und Hochtöne und kurze Vokale bleiben unmarkiert.
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Bsp3:
Allerdings verwenden die Herausgeber der Wörterbücher, welche ich im folgenden besprechen werde, unterschiedliche Schreibweisen und Deskriptoren für Länge und Töne, auf die ich während der einzelnen Besprechungen näher eingehen werde.
Die Wörterbücher mit denen ich mich hauptsächlich beschäftige sind bilingual, d.h. Französisch-Hausa, Englisch-Hausa oder Hausa-Englisch. Konzipiert wurden sie vor allem für den praktischen Gebrauch, zum Erlernen und Nachschlagen der Sprache. Dabei hatten die Herausgeber jedoch meist das europäische Publikum im Auge. Der Autor eines Hausawörterbuches für Nicht-Hausasprecher, muss hinsichtlich einiger wichtiger grammatischer Kriterien seine Einträge soweit konzipieren, das bestimmte grammatische Informationen, die zur Bildung eines ordentlichen Syntax zu beachten sind, darin erschließbar sind. Ohne die Kennzeichnung das Genus eines Nomens, lassen sich keine Sätze bilden, da dem Subjekt eines Satzes immer ein zugehöriges Pronomen folgen muss, dass sich in Numerus und Geschlecht nach diesem richtet.
Aber auch die zugehörigen Adjektive richten sich nach dem Geschlecht des Nomens (Jaggar 2001 48-49).
2 Die Grammatischen Begriffe sind aus dem Englischen von Paul Newman (2000) The
Hausa Language übernommen
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Auch Verben verändern ihr Suffix je nach Art des Objekts auf das sie sich beziehen. Jaggar (2001) und Paul Newman (2000) verwenden dafür das System der Verbgrades (Jaggar 212 - 284; P. Newman 627 -681). Dieses besteht aus sieben Klassen plus den einsilbigen Verben. Es ist äußerst hilfreich wenn diese Tabelle bereits in den Wörterbüchern zu finden ist und innerhalb der einzelnen Einträge muss unbedingt auf die verschiedenen Formen verwiesen werden. Eine Übersicht über die verschiedenen Pronomen, je nach Tempus und Modus ist ebenfalls wichtig, da sie immer Bestandteil eines Satzes sind und wichtige grammatische Informationen tragen. Hinsichtlich dieser Merkmale werde ich die folgenden Wörterbücher Dictionnaire français-haoussa“ (1997) von Bernard Caron und Ahmed H. Amfani, das Dictionary of the Hausa Language (1962) von R. C. Abraham und An English-Hausa Dictionary (1990) von Roxana Ma Newman besprechen. Daneben verweise ich kurz auf andere Titel, wie das Hausa Comparative Dictionary von Neil Skinner(1996), Adam Mischlichs Wörterbuch der Hausasprache (1906) und das Dictionary of Hausa Craft (1996) von Michael Bross und Ahmad Tela Baba.
III. R. C. Abraham: Dictionary of the Hausa Language
Beginnen möchte ich mit dem ältesten der vier Werke: Abrahams Dictionary of the Hausa Language von 1962 war in der erst Ausgabe bereits 1949 erschienen. Das bilinguale Wörterbuch ist ausschließlich Hausa-Englisch, eine Englisch-Hausa Übersetzung gibt es nicht. Abraham verfasste dieses Werk während des zweiten Weltkrieges als er unter anderem in Russland und Ägypten stationiert war. Er forschte bereits zuvor mit G. P. Bargey Zusammen über Hausa und stützt sich
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auf dessen Hausa-English Dictionary (1934). (R. Newman, „Lexicographic Method” 79)
Das Wörterbuch produzierte Abraham fast vollständig ohne die Unterstützung des Staates. „Abraham produced this dictionary almost entirely without support from the government, compiled in his spare time while on war asignment to countries as distant as Egypt and Russia.“ (R. Newman „Lexicographic Method” Fußnote 79) Jaggar (2001) lobt dieses Wörterbuch als eines der „finest references dictionaries ever produced for an African language“ (3). Er bezieht sich dabei auf die Lexikographie. Doch tatsächlich gibt es viele Mängel im Hinblick auf die lexikographische Kriterien, die ich im folgenden behandeln werde.
In seiner Einleitung schreibt Abraham über das Hausa-Sprachgebiet, so wie über die Typologisierung. Außerdem gibt „Plan of the Dictionary“ eine kurze Einführung darüber wie er das Wörterbuch aufgebaut hat (Abraham vii - ix). Am Anfang steht eine kurze Einleitung und eine kleine Übersicht über die elementare Grammatik des Hausa in der vor allem Tempus und Modus besprochen werden (Abraham xi - xxvii). Abraham macht keine eigenen Angaben darüber, ob das Wörterbuch ein passives Wörterbuch für den englischsprachigen Benutzer ist oder auch rein aktives für den Hausasprecher, der englische Wörter nachschlagen will. Allerdings deuten viele Anzeichen darauf hin, dass Abraham den Englischsprecher als Zielgruppe erreichen wollte. Die Töne und Längen sind in Abrahams Wörterbuch markiert. Hochtöne bleiben unmarkiert, Tieftöne werden durch einen Unterstrich am betreffenden Vokal markiert, und Falltöne durch einen Unterpfeil. Die Länge wird dagegen durch einen Strich über dem gelängten Vokal gekennzeichnet. Kurze Töne haben keine Markierung.
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Arbeit zitieren:
Marion Geiss, 2004, Wörterbücher des Hausa, München, GRIN Verlag GmbH
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