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Erziehung und ihre Umsetzung im Nationalsozialismus

Essay,  2003, 7 Seiten
Preis: 3,49 EUR (E-Book)
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Details zum Text

Beschreibung

Veranstaltung:
Bildung und Erziehung
Institution / Hochschule:
Autor:
Archivnummer:
V29925
ISBN (E-Book):
978-3-638-31320-9
DOI:
10.3239/9783638313209
Dateigröße:
168 KB

Kategorie:
Essay
Jahr:
2003
Seiten:
7
Bibliografie:
~ 2   Einträge
Note:
2
Sprache:
Deutsch

Anmerkungen :
Dieser kurze Essay handelt vond er nationalsozialistischen Erziehung mit Hauptaugenmerk auf den schulischen Bereich. Erziehungsziele werden erläutert und verglichen mit den schulischen Erziehungszielen der heutigen Zeit.
Schlagworte:

Zusammenfassung / Abstract

Keine Zusammenfassung vorhanden

Textauszug (computergeneriert)

Otto-von-Guericke-Universität-Magdeburg
Fakultät für Geistes- und Erziehungswissenschaften
Sommersemester 2003
Essay zum Seminar: Bildung
Abgabe am: 18.06.2003
4. Semester

Essay zum Thema

Erziehung und ihre Umsetzung im Nationalsozialismus

vorgelegt von:

Oliver Zachert

Lostau, den 08.06.2003

 

 

1.Einleitung  2

2. Erziehungsziele und ihre Umsetzung im nationalsozialistischen Schulsystem  4

3. Ein kurzer Vergleich in der Zeit  6

4. Literaturverzeichnis  7

 

1.Einleitung

Im Mittelpunkt dieses Essays stehen die Erziehungsziele im Schulsystems des Dritten Reiches. Beispielhaft für dieses System ist folgendes Zitat:

„Meine Pädagogik ist hart. Das schwache muss weggehämmert werden. In meinen Ordensburgen wird eine Jugend heranwachsen, vor der sich die Welt erschrecken wird. Eine gewalttätige, herrische, unerschrockene, grausame Jugend will ich. Jugend muss das alles sein. Schmerzen muss sie ertragen. Es darf nichts Schwaches und Zärtliches an ihr sein. Das freie, herrliche Raubtier muss erst wieder aus ihren Augen blitzen. 
Stark und schön will ich meine Jugend. Ich werde sie in allen Leibeserziehungen ausbilden lassen. Ich will eine athletische Jugend. Das ist das Erste und Wichtigste. Ich will keine intellektuelle Erziehung. Mit Wissen verderbe ich mir die Jugend. Am liebsten ließe ich sie nur das lernen, was sie ihrem natürlichem Spieltriebe folgend sich freiwillig aneignen. Aber Beherrschung müssen sie lernen. Sie sollen mir in den schwierigsten Problemen die Todesfurcht besiegen lernen. Das ist die Stufe der heroischen Jugend. Aus ihr wächst die Stufe des Freien, des Menschen, der Maß und Mitte der Welt ist, des schaffenden Menschen, des Gottmenschen. In meinen Ordensburgen wird der schöne, sich selbst gebietende Gottmensch als kultisches Bild stehen und die Jugend auf die kommende Stufe der männlichen Reife vorbereiten. So kann ich das Neue schaffen!“
(Hitler 1940, zit. n.: Stahlmann/Schiedeck 1991)

Anhand dieses Zitas sieht man, dass Hitler eine Jugend nach folgenden Idealen prägen wollte. Sie sollte gewalttätig, grausam, schmerzunempfindlich, herrisch, unerschrocken, athletisch, beherrscht und nicht intellektuell gebildet sein.
Heutzutage weiß man, dass Hitler damit nur ein Ziel verfolgte: Er wollte Soldaten, die für seine Überzeugung kämpften. Sie sollten nicht intellektuell sein, damit sie Hitlers Ideologie nicht hinterfragen konnten. Sie sollten lediglich sportlich sein, damit sie ihrem Gegner körperlich überlegen waren. In Hitler`s Memoiren ist es erkennbar, dass die körperliche Ausbildung als wesentlich angesehen wird. Danach kommt die Charakterbildung, deren Krönung im ,,Rassenbewusstsein" zu sehen.

Die wissenschaftliche Ausbildung wird als nicht besonders wichtig betrachtet. Die Erziehung ist nicht mehr zeitlich bestimmt oder begrenzt. Somit können die Kinder und Jugendlichen von vornherein nationalsozialistisch erzogen werden. Es ist wichtig festzustellen, dass die Grenzen zwischen Erziehung, Bildung und Propaganda nicht mehr deutlich sichtbar waren.

Zur Verdeutlichung möchte ich dieses Prinzip am Beispiel der NS-Ausleseschulen kurz abhandeln. Sie stellen eine Extreme, eine Ausnahme zu den übrigen nationalsozialistischen Schulen dar und sie haben daher besonders mein Interesse geweckt. Hier wird nach dem Leitsatz: „Glauben, gehorschen, kämpfen“ gelehrt. Dadurch sollten nach meiner Ansicht Eigenschaften, wie Ehrgefühl, Einsatzbereitschaft und auch Opfermut, beim Schüler aufgebaut werden. Dies diente dem Zweck den politischen Kämpfer zu formen und einen Nationalsozialisten an allen militärischen Fronten zu bilden.

Zum Vergleich betrachtete ich die Gegenseite der Schulausbildung. Mir fiel dabei die Public School besonders auf, denn hier wurden die Schüler weniger nationalsozialistisch vereinnahmt, sondern vielmehr zu „liberalen-weltoffenen“ Gentlemen erzogen. Hier besteht ein Unterschied, wie „Tag und Nacht“, der für mich nicht ganz nachvollziehbar ist. Denn diese Public Schools passen nicht in die nationalsozailistischen Bildungs- und Erziehungsziele.

Dennoch galt in allen NS zeitlichen Schulformen ein bestimmter Grundsatz nachdem die Bildungspolitik ausgerichtet war. Er lautet: ,,Einheit vor Erziehung′′ Alles, was sie lernen, lernen sie für den Staat!

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