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Facharbeit
Systematische Theologie
Zur Theodizee-Konzeption
von Harold Kuschner in seinem Buch
„Wenn guten Menschen Böses widerfährt“
Evangelische Missionsschule Unterweissach
Karsten Spilling
Abgabetermin: 24.07.2004
Inhaltsverzeichnis
A) Darlegung und Beurteilung ... 3
I Einleitung ... 3
II Zum Autor und seiner Intention ... 3
III Aufbau, Vorgehensweise (exemplarisch) ... 4
1. Herkömmliche Lösungsansätze und Beispiele ... 5
2. Kritische Beurteilung ... 6
IV Gott, Welt, Mensch ... 8
1. Grundlegendes und Mensch ... 8
2. Gott und Mensch ... 9
3. Der Realitätswert eines gedachten Gottes ... 10
4. Die Welt als Mauer und Katalysator ... 10
5. Weichenstellungen ... 11
6. Das Gebet ... 12
7. Kritische Beurteilung – Das Gebet und Gott ... 13
V Abschließende kritische Beurteilung ... 14
1. Allgemeines über die Klärung der Theodizee ... 14
2. Trinität und Eschatologie ... 16
IV Zusammenfassung ... 17
B) Anhang (Literaturverzeichnis) ... 19
A) Darlegung und Beurteilung
I EINLEITUNG
Die vorliegende Facharbeit1 beschäftigt sich mit Harold Kushners Theodizee-Konzeption in seinem Buch „Wenn guten Menschen Böses widerfährt.“ Ausgehend von der Infragestellung des Tun-Ergehens-Zusammenhangs fordert der Rabbiner Kuschner eine neue Sichtweise über das Verhältnis von Gott und Mensch2. In der Kürze dieser Ausarbeitung können nur einige wichtige Aspekte der betrachteten Konzeption fragmentarisch beleuchtet werden. Eine kritische Beurteilung wird hier um des Zusammenhangs willen teilweise direkt im Anschluss an die Betrachtung der einzelnen Gesichtspunkte angehängt.
II ZUM AUTOR UND SEINER UND INTENTION3
Der Verfasser des Buches, Harold Kushner, ist ein liberaler4 Rabbiner einer kleinen Gemeinde in den USA. Durch die tragische Krankheit5 seines Sohnes Aaron und dessen Tod im Alter von 14 Jahren wird Kushner, existentiell betroffen, mit der Frage der Theodizee konfrontiert. Kushner selbst durchlebt eine Vielzahl von herkömmlichen Antwortmustern auf diese Frage nach der Gerechtigkeit Gottes und zeigt in seinem Buch kritisch die Unzulänglichkeit der konventionellen Lösungsversuche auf. Erlebte und beobachtete Realität sowie die Auseinandersetzung mit seinem bisherigen Gottesverständnis veranlassen ihn, Gott, Welt und Mensch gedanklich neu zueinander in Beziehung zu setzen. Ziel des Rabbiners ist es, über die Verarbeitung des persönlichen Erlebens hinaus (13), vom Leid getroffenen Menschen seelsorgerlich Trost und wirkliche Hilfe anzubieten: Den Lesern soll es ermöglicht werden, Gott so zu begreifen, dass dieser auch im Leid als gütig und gerecht geglaubt werden kann6. Aufgrund dieser Grundintention verwendet der Autor eine allgemein verständliche Sprache sowie zahlreiche anschauliche Beispiele7. Um die Wirklichkeit sowie das menschliche Denkvermögen ernst zu nehmen, möchte Kushner auf eine Verteidigung Gottes bewusst verzichten8.
[...]
1 Fußnoten sind in der vorliegenden Ausarbeitung hochgestellt; die Seitenzahlen des Buches werden der leichteren Lesbarkeit des Textes und des Schriftbildes wegen im Haupttext ebenfalls hochgestellt und in Klammern gesetzt. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die Seitenzahlen auf Kushner.
2 Die Rolle der Welt ist ebenfalls von Bedeutung. Sie liegt aber, wie sich zeigen wird, im Rollentausch zwischen Gott und Mensch auf einer anderen Ebene.
3 Vorwiegend anhand des Kapitels „Warum ich dieses Buch schrieb“ (9-14).
4 Vom orthodoxen Judentum grenzt sich Kushner durch seine Wortwahl ab (102).
5 Progerie (vorzeitiges Altern mit frühzeitigem Tod).
6 Dieser Satz folgt einer Korrektur durch Thomas Maier, Studienleiter, Unterweissach.
7 In anonymisierter Form (141).
8 De facto verteidigt er Gott allerdings, indem er ihn als nahezu ohnmächtig erklärt und ihm somit vom Vorwurf, das Leid in irgendeiner Weise zuzulassen, freispricht.
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