Inhalt
1. Begründung der Wahl des Unterrichtsthemas und der gesetzten
Stundenziele 3
2. Zum Unterrichtsgegenstand 4
3. Didaktisch – methodischer Kommentar zum Unterrichtsablauf 7
4. Beschreibung möglicher Probleme, Risiken und Schwierigkeiten
und Erwägung möglicher Alternativen 9
5. Literatur 10
6. Stundenverlaufsplan 11
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1. Begründung der Wahl des Unterrichtsthemas und der gesetzten Stundenziele Mit dem Unterrichtsthema Erlebnisorientierte Abenteuerspiele unter Berücksichtigung von Teamfähigkeit, Kooperation und Wahrnehmung wird der Inhaltsbereich „Den Körper wahrnehmen und Bewegungsfähigkeiten ausprägen“ behandelt. Dies geschieht unter besonderer Berücksichtigung der Aspekte der P ädagogischen Perspektiven A (Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewegungserfahrungen erweitern), C (Etwas Wagen und Verantworten) und E (Kooperieren, Wettkämpfen und sich verständigen).
Die Schülerinnen und Schüler sind zwischen 16 und 18 Jahren alt und machen eine Ausbildung zum bzw. zur Fremdsprachenkorrespondent/in. Für diesen Beruf benötigen sie später Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit, sowie eventuell Teamfähigkeit, da Sie ja mit anderen Menschen zusammen arbeiten werden. Es gehören neben der S chulung der Teamfähigkeit, auch die Verbesserung der Kooperation- und Kommunikationsfähigkeit zu diesem Punkt.
Aufgrund der bereits vorausgegangenen Stunden, die alle auch auf Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeit abzielten, passt diese Stunde als Abschluss des Themas: „Wahrnehmungsfähigkeit verbessern“ dazu. Hier wird die bisher verbesserte Wahrnehmung noch weiter geschult, und ein weiterer Aspekt der Wahrnehmung angesprochen, indem ein Sinn „ausgeschaltet“ wird. Diese Aufgabe verlangt von den Schülern, dass sie äußerst konzentriert sein müssen. Solche als Schlüsselqualifikationen bezeichnete Kompetenzen werden in vielen Berufszweigen gefordert und gerade der Sportunterricht kann durch sein Wesen diese Kompetenzen vermitteln und fördern.
Die Schüler scheinen hinsichtlich neuer Themen, die bisher wenig Beachtung im Unterricht fanden, sehr interessiert. Die Gruppe besitzt keine Vorerfahrungen in diesem Bereich, doch ist die Behandlung dieses Themas müsste durchaus möglich sein.
Der zeitliche Rahmen ist mit 65 - 70 Minuten sehr begrenzt, trotzdem reicht die Zeit dafür aus, dieses Thema durchzuführen.
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2. Zum Unterrichtsgegenstand Erlebnisorientierte Abenteuerspiele werden der Abenteuer- und Erlebnispädagogik zugerechnet. Die Ursprünge der Erlebnispädagogik finden sich bei Rousseau (1712- 1778) und der Bewegung der Reformpädagogik Ende des 19. Jahrhunderts. Wesentliche Elemente daraus sind das unmittelbare Erleben durch die Sinne in der Natur, Lernen durch Erfahrung sowie eine Handlungsorientierung statt des üblichen „verkopften“ Lernens.
Als eigentlicher Begründer der Erlebnispädagogik wird Kurt Hahn (1886-1974) gesehen, der in seiner „Erlebnistherapie" verschiedene Aspekte aufgriff und vereinte. Zur Umsetzung seines Konzeptes gründete er verschiedene Landerziehungsheime und Kurzschulen. Grundlegend für die erlebnispädagogische Arbeit ist auch heute noch ein ganzheitliches, handlungsorientiertes Konzept.
Erlebnispädagogik versteht sich als Alternative und Ergänzung tradierter und etablierter Erziehungs- und Bildungseinrichtungen. Sie ist in der Reformpädagogik verwurzelt, geriet nach dem II. Weltkrieg fast völlig in Vergessenheit und gewinnt in dem Maße neuerlich an Bedeutung, je mehr sich Schul- und Sozialpädagogik kreativen Problemlösungsstrategien öffnen. Als Alternative sucht die
Erlebnispädagogik neue Wege außerhalb bestehender Institutionen, als Ergänzung wird das Bemühen erkennbar, neue Ansätze innerhalb alter Strukturzusammenhänge zu finden.
Eine bindende Definition von Erlebnispädagogik gibt es nicht, da sie in ihrem heutigen Erscheinungsbild sehr vielfältig und methodenreich ist. Abenteuerspiele beinhalten Aspekte aus der Spielpädagogik, der Gruppendynamik und der Erlebnispädagogik. Nachfolgende Abbildung soll dieses verdeutlichen:
Erlebnispädagogik, wie sie heute verstanden wird, ist ein noch relativ junger, zurzeit
viel diskutierter Bereich. In engerem Sinne steht sie für die Nutzung von Natursportaktivitäten zum Zweck der Persönlichkeitsförderung. In weiterem und auch ursprünglicherem Verständnis steht dahinter ein Ansatz, „der dem ganzheitlichen Lernen und der Werteerziehung verpflichtet ist“.
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Wenn man die analogen englischen Begriffe outdoor education, adventure education und experientel education
betrachtet, wird die Vielfalt dessen deutlich, was unter dem Begriff Erlebnispädagogik verstanden werden kann. Dieses weit gefasste Verständnis ist zusammen mit der geschichtlichen Entwicklung dafür verantwortlich, dass die Erlebnispädagogik im englischen Sprachraum eine höhere Akzeptanz besitzt als in Deutschland. Jedoch ist zu beobachten, dass immer mehr, gerade sozialpädagogische, Einrichtungen sich dieser Pädagogik bedienen um die Ziele soziales Lernen und
Persönlichkeitsförderung zu verfolgen.
Die Spielpädagogik betrachtet das Spiel als „Medium emotionalen und sozialen
Lernens“.
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Hier geht es nicht darum, Konkurrenzsituationen zu schaffen, sondern das Spiel als miteinander zu verstehen. Die besondere Aufmerksamkeit liegt hier auf den kooperativen Spielen. Aus der Spielpädagogik sind insbesondere die Kennenlern-, Warming-up - und Wahrnehmungsspiele entstanden. Des weiteren kommt aus dieser pädagogischen Richtung auch die Idee der Spieleketten, einer durchdachten Kombination einer Reihe von Spielen zu einem bestimmten Thema. Ein wichtiger Akzent liegt nach dieser Sichtweise auf dem Spaß am gemeinsamen Tun, auf Spontanität, und auf der Botschaft, dass ein Miteinander wichtiger ist als individuell erzielte Ergebnisse.
Die Gruppendynamik zielt darauf ab, Prozesse und Strukturen in Gruppen zu
erkennen und zu verdeutlichen. Gegebenenfalls könnten dadurch förderliche Veränderungen und Entwicklungen innerhalb einer Gruppe erreicht werden. Aus der Gruppendynamik sind eine Vielzahl von Übungen entstanden, die solche Erkenntnis- und Veränderungsprozesse auf spielerische Weise ermöglichen. In der Regel zeichnen sie sich durch komplexe Problemstellungen aus, die von der Gruppe in hohem Maße den Einsatz kognitiver und sozialer Fähigkeiten erfordern. Sehr wichtig
1 Gilsdorf/Kistner: Kooperative Abenteuerspiele Bd. I. S. 14
2 Gilsdorf/Kistner: Kooperative Abenteuerspiele Bd. I. S. 13
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Arbeit zitieren:
Sabrina Engels, 2002, Erlebnisorientierte Abenteuerspiele unter Berücksichtigung von Teamfähigkeit, Kooperation und Wahrnehmung, München, GRIN Verlag GmbH
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