Summary
Inhalt der vorliegenden Bachlor-Abschlussarbeit ist der praktische Ansatz akzeptierender Drogenarbeit, der anhand seiner Prinzipien, Ziele und Methoden, verknüpft mit theoretischen Ausführungen ausgewählter sozialwissenschaftlicher Theorien und Methoden sowie ethischen Perspektiven in seiner Aktualität und Wichtigkeit dargestellt wird. Ziel der Arbeit ist es, einer oftmals vermeintlich angenommenen Willkür akzeptierender Drogenarbeit entgegenzutreten, indem die fundierten theoretischen und praktischen Überlegungen dieses Ansatzes abgebildet werden. Gleichzeitig wird die Theorie auf ihre Praxistauglichkeit getestet, indem ausgewählte Angebote akzeptierender Drogenarbeit betrachtet werden. Eine kritische Analyse der einzelnen Aspekte akzeptierender Drogenarbeit, insbesondere im Hinblick auf deren Realisierung in der aktuellen abstinenzorientierten drogenpolitischen Situation in Deutschland, ergibt ein realistisches Bild des Ansatzes.
Zu Beginn stelle ich durch die detaillierte Betrachtung ausgewählter illegaler Substanzen deren Wirkungen, Folgen und Umgangsregeln dar. Dies bildet die Grundlage der darauf folgenden medizinischen und sozialwissenschaftlichen Betrachtungen von Konsum und Abhängigkeit, die daraufhin in die Skizzierung der Menschenbilder, die den Ansätzen ‘akzeptierend’ und ‘abstinenzorientiert’ zu Grunde liegen, mündet. Das zweite Kapitel umfasst die Darstellung der aktuellen drogenpolitischen Lage in Deutschland im direkten Vergleich zur akzeptierenden Drogenarbeit. Diese betrachte ich detailliert in ihrer Entstehung, der praktischen und theoretischen Entwicklung sowie deren aktuellen Schwerpunkte. Im dritten Kapitel erläutere ich die handlungstheoretischen Grundlagen des Ansatzes: das hermeneutische Paradigma, die lebensweltorientierte Soziale Arbeit, die Verantwortungsethik und die Methode des Empowerment. Zentraler Aspekt ist dabei die Autonomie des/der Konsumenten/in zum verantwortlichen Handeln und die Aufgabe der Sozialen Arbeit, diese dazu zu befähigen. Abschließend verdeutliche ich die bisherigen Ausführungen in der Darstellung ausgewählter praktischer Angebote: den Konsumräumen, des Drugcheckings und der aufsuchenden Arbeit. Zentrale Ergebnisse der Arbeit sind die Widerlegung der Willkürlichkeit akzeptierender Drogenarbeit, die trotz der Zieloffenheit des Hilfeprozesses nicht stattfindet sowie die Erkenntnis, dass absolute akzeptierende Drogenarbeit in der aktuellen gesellschaftspolitischen Situation in Deutschland nicht möglich ist, ohne sich auch im Graubereich der Legalität zu bewegen.
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Inhaltsverzeichnis
Summary 02
1. Einleitung 05
2. Konsum und Abhängigkeit 07
2.1 Substanzgebundener Konsum illegaler Drogen 07
2.2 Drogenabhängigkeit - Krankheit oder selbstbestimmter Lebensstil ? 11
2.3 Konsument/innen als Inhaber/innen der Menschenwürde 15
3. Abstinenzorientierte Drogenpolitik vs. Akzeptierende Drogenarbeit ? 18
3.1 Abstinenzorientierte Drogenpolitik und Gesetzgebung in Deutschland 18
3.2. Akzeptierende Drogenarbeit 24
3.2.1 Die Anfänge des Ansatzes akzeptierender Drogenarbeit 25
3.2.2 Prinzipien, Ziele und Methoden akzeptierender Drogenarbeit 29
4. Handlungstheoretische Grundlagen und praktische Umsetzung akzeptierender
Drogenarbeit 37
4.1 Hermeneutisches Paradigma und lebensweltorientierte Soziale Arbeit 37
4.2 Verantwortungsethik und die Bedeutung für akzeptierende Drogenarbeit 42
4.3 Befähigung von Drogenkonsument/innen durch Empowerment 44
4.4 Beispiele praktischer Umsetzung akzeptierender Drogenarbeit 46
4.4.1 Konsumräume 47
4.4.2 Drugchecking 52
4.4.3 Aufsuchende Arbeit 55
5. Resümee 58
Literaturverzeichnis 60
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Anhang
I. Bundesministerium für Gesundheit (2009): Antwort von Marion Caspers-Merk auf die kleine Anfrage der Abgeordneten Monika Knoche, Karin Binder, Inge Höger, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. Gesundheitsschutz und Prävention durch “Drugchecking”, BT-Drs. 16/12765, Berlin
II. Bücheli, Alexander (2008): Sechs Jahre Drugtesting - Zeit für einen Rückblick. In: Infodrog (Hrsg.): SuchtMagazin. Fachzeitschrift für Suchtarbeit und Suchtpolitik, Ausgabe 1/2008, Bern, S.36-38
III. Contact Netz - Berner Gruppe für Jugend-, Eltern- und Suchtarbeit (2006): Konzept. Kontakt- und Anlaufstellen des Contact Netz im Kanton Bern, Bern
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1. Einleitung
In Gesprächen von und mit Kolleg/innen und Komilliton/innen der Sozialen Arbeit fiel mir oft auf, dass im Bereich der Arbeit mit Drogenkonsument/innen hauptsächlich eine abstinenzorientierte “Behandlung”, z.B. in stationären Therapien, bekannt ist. Dem Ansatz der akzeptierenden Drogenarbeit wird mit Kritik begegnet, in der Annahme, dass dieser die Wirkungen und Auswirkungen von Drogenkonsum verharmlosen und Drogen als etwas “Gutes” und “Unverfängliches” anpreisen würde. Ebenso bestehen Bedenken in der Professionalität der Sozialarbeiter/innen, wird doch mit der Zieloffenheit des Ansatzes eine Willkür in den Handlungen der Professionellen verbunden.
Mit der vorliegenden Arbeit möchte ich durch die Verknüpfung der Prinzipien, Ziele und Methoden akzeptierender Drogenarbeit mit sozialwissenschaftlichen Theorien und Methoden sowie ethischen Perspektiven der Annahme der Unprofessionalität entgegentreten. Gleichzeitig ist die vorliegende Arbeit eine kritische Betrachtung grundlegender Aspekte akzeptierender Drogenarbeit, an denen ich die Notwendigkeit eines Diskurses innerhalb der Gremien und Institutionen akzeptierender Drogenarbeit sehe.
Um dem Umfang der Bachelorthesis gerecht zu werden, ist es mir nicht möglich, alle Praxisfelder akzeptierender Drogenarbeit darzustellen. Aufgrund dessen habe ich mich auf die niedrigschwelligen Angebote beschränkt. (siehe Punkt 3.2.2) Exemplarisch betrachte ich davon im abschließenden Kapitel die Konsumräume, die Drugcheckings und die aufsuchende Arbeit. Diese Auswahl begründet sich auf meinen eigenen praktischen Erfahrungen im Bereich der aufsuchenden Arbeit sowie auf Besichtigungen je eines Konsumraumes und eines Drugchecking-Angebots auf einer Reise nach Bern (Schweiz). Eine weitere Eingrenzung nehme ich im Bereich des Konsums vor, indem ich mich nur auf substanzgebundenen Konsum der in Deutschland illegalen Drogen beziehe.
Die vorliegende Arbeit ist eine Betrachtung der aktuellen Situation akzeptierender Drogenarbeit in Theorie und Praxis. Dabei beziehe ich mich auf aktuelle Literatur des Ansatzes und der Sozialwissenschaften und beziehe unterschiedliche Bezugswissenschaften ein: die Medizin, die Ethik und das Recht. Insbesondere meine eigenen kritischen Passagen und Darstellungen der Praxisfelder beruhen auf eigenen Erfahrungen in meiner Arbeit mit Drogenkonsument/innen nach dem akzeptierenden Ansatz.
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In der verwendeten Literatur wird akzeptierende Drogenarbeit oft auch akzeptanzorientierte Drogenarbeit genannt und meist mit einem Artikel verwendet, z.B. die akzeptierende oder die akzeptanzorientierte Drogenarbeit. Ich verzichte in meiner Arbeit bewusst auf diesen, gibt es doch unterschiedliche inhaltliche Ausgestaltungen und Vertreter/innen des Ansatzes. Ich habe mich für die Ausdrucksweise ‘akzeptierend’ entschieden, da das Prinzip der Akzeptanz für mich grundlegend ist und lediglich eine Orientierung daran nicht ausreicht (‘akzeptanzorientiert’).
Ebenso strittig ist in der Literatur der Gebrauch der Bezeichnungen ‘des/der Konsument/in‘ und ‘des/der Abhängigen’. Da ich aus der Distanz nicht festlegen kann und möchte, welche Konsument/innen ein abhängiges Gebrauchsmuster praktizieren, habe ich mich für die Bezeichnungen ‘des/der Konsument/in’ und ‘des/der Gebrauchers/in’ entschieden. (siehe Punkt 2.2) Abgewendet habe ich mich auch vom Terminus des/der Klienten/in, da meiner Meinung nach nicht jede/r Konsument/in auch Klient/in ist. (siehe Punkt 2.2) Anstatt dessen spreche ich von dem/der Adressaten/in.
Der Aufbau dieser Arbeit folgt dem Prinzip des wissenschaftlichen Verstehens (siehe Punkt 4.1): Im ersten Kapitel stelle ich den Bereich der in Deutschland illegalen Drogen dar, auf welchen ich mich im Weiteren beziehe. Exemplarisch werde ich drei Substanzen genauer erläutern und deren Umgangsregeln für einen risikoärmeren Umgang benennen. Grundlegend für die theoretischen und praktischen Überlegungen akzeptierender Drogenarbeit sind die darauf folgenden Ausführungen zur Unterscheidung von Konsum und Abhängigkeit unter besonderer Betrachtung der Autonomie der Gebraucher/innen. Zur Untermauerung des Autonomieanspruchs gehe ich im abschließenden Punkt des ersten Kapitels auf den Grundwert der Menschenwürde ein, welchen auch Drogenkonsument/innen besitzen und den es zu achten gilt.
Unter diesem ethischen Blickwinkel betrachte ich im zweiten Kapitel die aktuelle Drogenpolitik in Deutschland und deren Rechtsprechung. Grundlegende Frage des Kapitels ist dabei, ob Drogenpolitik und akzeptierende Drogenarbeit aktuell noch in jeder Beziehung unvereinbar nebeneinander stehen oder bereits Gemeinsamkeiten erkennbar sind. Um dies einschätzen zu können, stelle ich im Weiteren des zweiten Kapitels geschichtliche, theoretische und praktische Entwicklungen und Standpunkte akzeptierender Drogenarbeit dar. Eine kritische Betrachtung lege ich dabei jedoch nicht nur auf die Vereinbarkeit von Drogenpolitik und akzeptierender Drogenarbeit, sondern auch auf deren ideologische Diskrepanzen, die eine absolute Praxis akzeptierender Drogenarbeit erschweren, wenn nicht sogar unmöglich machen.
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Zur wissenschaftlichen Untermauerung des Ansatzes akzeptierender Drogenarbeit widme ich mich im abschließenden dritten Kapitel der vorliegenden Arbeit sozialwissenschaftlichen Handlungstheorien: dem hermeneutischen Paradigma und der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit und stelle diese in Bezug zur akzeptierenden Drogenarbeit und der Menschenwürde. Einen weiteren ethischen Aspekt skizziere ich im darauf folgenden Punkt: die Verantwortungsethik in Verbindung mit dem Handlungsansatz des Empowerment. Durch die Befähigung der Konsument/innen zum verantwortlichen Handeln stelle ich die Verbindung zum Autonomieaspekt des ersten Kapitels her. Um abschließend einen Einblick in die Praxis akzeptierender Drogenarbeit zu erhalten, betrachte ich die Angebote der Konsumräume, des Drugcheckings und der aufsuchenden Arbeit.
2. Konsum und Abhängigkeit
Täglich konsumiert der Mensch diverse stoffliche Elemente (z.B. Essen) und nicht-stoffliche Elemente (z.B. Sport, Sex). Einige dieser Elemente (stofflich oder nicht-stofflich) können bei missbräuchlichem Konsum zu psychischer und/oder physischer Abhängigkeit führen. Bekannte stoffliche Elemente, deren Gebrauch in eine Sucht einmünden kann, sind u.a. legale und illegale Drogen, nicht-stoffliche Elemente sind u.a. Sex, Spielen, Kaufen. Neben der Gefahr einer Abhängigkeit ist diesen Elementen auch der Gelegenheits- und der Gewohnheitskonsum gemeinsam, bei denen die Substanz in kontrollierter niedriger Dosierung als Genussmittel fungiert. (siehe dazu Punkt 2.2)
In der vorliegenden Arbeit beschäftige ich mich mit den stofflichen Konsumformen von legalen und illegalen Drogen, wobei der Fokus auf den in Deutschland illegalen Drogen liegt.
2.1 Substanzgebundener Konsum illegaler Drogen
Im Betäubungsmittelgesetz (BtMG) ist festgelegt (vgl. Bundesministerium der Justiz (1), §1), welche Drogen in Deutschland als legal oder illegal gelten. Die Eingruppierung einzelner Substanzen kann sich im Laufe der Zeit verändern: Heroin war bis zur Verabschiedung des BtMG im Jahr 1971 ein verkehrs- und verschreibungspflichtiges Betäubungsmittel. (vgl. Hoffmann, 2000, 7ff) Weltweit variiert die Einstufung unterschiedlicher Substanzen in legale und illegale Stoffe. So ist z.B. in Bolivien der Anbau, Verkauf und Konsum von Koka (Blätter des Koka-Strauchs, aus dem Kokain hergestellt wird) erlaubt. Koka wird als natürliches Kulturgut angesehen und stellt nach bolivianischem Recht in seinem Ursprungszustand kein Rauschmittel dar. (vgl. edmund a. walsh school of foreign services :: center for latin american studies,
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Artículo 384) Unterschiedliche Handhabungen existieren auch im rechtlichen Umgang mit illegalen Substanzen. So gibt es in Deutschland (differierend je nach Bundesland) eine Regelung zum Besitz geringer Mengen zum Eigenverbrauch, bei dem von einer Strafverfolgung abgesehen wird - die Drogen werden jedoch einbehalten (vgl. Bundesministerium der Justiz (1), §31a). In den Niederlanden werden rechtlich illegale Substanzen unterschieden in harte (z.B. LSD, Heroin) und weiche (Cannabis und halluzinogene Pilze) Drogen. Bei letzteren ist ein öffentlicher Erwerb und Konsum an dafür vorgesehenen Orten (Coffeeshops) gestattet. Ebenso wird der Besitz weicher Drogen bis zu 30 Gramm als Eigenbedarf toleriert. (vgl. Ministerie van Volksgezondheit, Welzijn en Sport, 2003, 7ff)
Da die Anzahl legaler und illegaler Substanzen und deren Derivate (abgeleiteter Stoff ähnlicher Struktur) recht hoch ist, werde ich im Folgenden nur einige kurz darstellen, die vermutlich die bekanntesten sind. Im Bereich der legalen Drogen sind dies Alkohol, Nikotin und Medikamente (zum Teil legal). Allen Substanzen ist gleich, dass sie ein hohes Suchtpotential in Form von psychischen (bei Alkohol und bestimmten Medikamenten auch physischen) Abhängigkeiten besitzen. Insbesondere Alkohol wird in Deutschland als legitimes und geselliges Genussmittel konsumiert. 1
Substanzen aus dem Bereich der illegalen Drogen lassen sich in verschiedene Gruppen unterteilen: Opioide, Amphetamine, Halluzinogene, Cannabinoide, Kokain und Narkotika. Bespielhaft werde ich Heroin und Kokain (grundlegend für die Ausführungen unter Punkt 4.4.1) sowie Ecstasy (grundlegend für die Ausführungen unter Punkt 4.4.2) in deren Zusammensetzungen, Konsumformen und Wirkungsweisen darstellen. Als Brückenschlag zur akzeptierenden Drogenarbeit skizziere ich im Folgenden die Safer-Use (sicherer Umgang) Regeln der einzelnen Substanzen. (vgl. Arbeitsgruppe DRUGS 04, ³2007) 2 Heroin
Heroin (aus der Gruppe der Opioide) ist eine halbsynthetische Substanz, die aus Rohopium (einer aus Schlafmohn gewonnenen Substanz) hergestellt wird. Heroin wird als Pulver vertrieben, meist intravenös konsumiert, seltener geraucht oder gesnieft. Oft wird Heroin mit 1 Zur Kategorie der legalen Drogen zähle ich ebenfalls Koffein, welches sowohl in Kaffee, Limonaden, als auch
in illegalen Drogen (z.B. Speed) vorkommt. Wichtig zu erwähnen sind meiner Ansicht nach auch die lösemittel-
haltigen Schnüffelstoffe, die sowohl auf legalem Wege (z.B. Benzin, Klebstoff) erhältlich sind, als auch in illega-lisierter Form, z.B. als Poppers.
2 Das Info-Set DRUGS Just say know bietet einen guten Überblick über die einzelnen Substanzen (pro Substanz
eine Postkarte) sowie über allgemeine Konsumempfehlungen, allgemeine Risiken und Nebenwirkungen sowie
das Verhalten im Drogennotfall. Bestellbar unter www.know-drugs.ch
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Kokain gemischt (als so genannter Speedball) konsumiert. Heroin wirkt schmerzlindernd, ausgleichend-beruhigend, angstlösend und euphorisierend (Flash). Die Wirkung tritt schnell ein (zwischen ca. 10 Sekunden bei intravenösem Konsum und einigen Minuten beim Rauchen und Sniefen). Abhängig von Dosis und Reinheit des Stoffes hält die Wirkung zwischen 2 - 5 Stunden an.
Unmittelbare Nebenwirkungen sind: Verlangsamung der Atmung, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, Blutdruckabfall, Pulsverlangsamung und Pupillenverengung. Bei regelmäßigem Konsum können als Langzeitnebenwirkungen Verwirrung, Desorientierung, Erinnerungslücken, undeutliche und verwaschene Sprache sowie Koordinierungsstörungen auftreten. Eine Überdosis kann ohne sofortige medizinische Hilfe tödlich verlaufen.
Die Gefahr einer psychischen und physischen Abhängigkeit ist sehr hoch. Durch die schnelle Entwicklung einer körperlichen Toleranz muss öfter konsumiert werden, um die selbe Wirkung zu erreichen. Wird die benötigte Substanzmenge nicht zugeführt, treten ca. 8 - 12 Stunden nach der letzten Einnahme körperliche Entzugserscheinungen auf, z.B. Schweissausbrüche, Kälteschauer, Erbrechen, Durchfall, Unruhe, Schwäche, depressive Zustände, schmerzhafte Krämpfe und psychotische Phasen.
Safer-Use Regeln bei Heroinkonsum sind u.a. die Verwendung eines eigenen, sauberen Bestecks (Nadeln, Filter, Löffel), beim Sniefen die Verwendung eines eigenen Röhrchens, die Vermeidung von Mischkonsum wegen unkalkulierbaren Wirkungen und Risiken, der Konsum in einer ruhigen Umgebung und nicht alleine, um im Notfall medizinische Hilfe vor Ort zu haben. Kokain
Kokain wird als Pulver (zum sniefen oder intravenösen Gebrauch) oder als Stein (zum rauchen) verkauft. Rauchbares Kokain wird Crack genannt. Kokain hat viele Wirkungen, u.a. Euphorie, Gefühl erhöhter Leistungsfähigkeit, stark gesteigertes Selbstvertrauen, Bewegungsdrang, Unruhe, Redseligkeit, Wegfall von Hemmungen und Ängsten, erhöhte Risikobereitschaft und Abnahme der Kritik- und Urteilsfähigkeit. Körperliche Wirkungen sind: Verengung der Blutgefäße, Anstieg der Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck, Unterdrückung von Müdigkeit, Hunger und Durst. Nimmt die Wirkung von Kokain ab, stellt sich eine Erschöpfungszustand ein, oftmals in Verbindung mit depressiven Verstimmungen, Gereiztheit, Angstgefühlen und einem starken Drang zur Wiedereinnahme (Craving). Geraucht und intravenös gebraucht setzt die Wirkung schon nach ein paar Sekunden ein und dauert ca. 5 - 20 Minuten. Gesnieft wirkt Kokain nach ca. 2 - 3 Minuten für ca. 30 - 90 Minuten.
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Nebenwirkungen des Kokain-Konsums sind u.a. Schlafstörungen, Gereiztheit, Aggressivität, Angst- und Wahnzustände, Depression, Gedächtnis-/Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität, nervöse Zuckungen und stereotype Bewegungen, Muskelkrämpfe und Muskelzittern, krampfhafte Verengung der Herzgefäße, im Extremfall Herzinfarkt oder Hirnschlag bei einer Überdosis.
Langzeitrisiken bei chronischem Konsum sind u.a. Angststörungen, Persönlichkeitsveränderung, Depression, bleibende Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der intellektuellen Fähigkeiten, nur schwer heilende Entzündungen und Schäden der Nasenschleimhaut und Nasen-scheidewand sowie Schwächung des Körperabwehrsystems. Die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit ist bei Kokain und Crack-Konsum sehr hoch.
Safer-Use Regeln bei Kokain-Konsum sind u.a. das Einlegen von Konsumpausen (wegen starker Gefahr von psychischer Abhängigkeit), das Ritualisieren des Konsums, das Konsumieren in niedrigen Dosen und das Vermeiden von zu häufigem, direkt aufeinander folgendem Konsumieren; Das Sniefen ist die risikoärmste Konsumform, (kein Teilen von Spritzbesteck und Pfeifen), Beachten der Safer-Use Regeln beim Sniefen (siehe Heroin) und Safer-Sex Regeln (u.a. Benutzung von Kondomen), kein Mischkonsum mit Alkohol und Ecstasy. Ecstasy (MDMA)
Zur Gruppe der Amphetamine zählt MDMA (Methylendioxymethamphetamin), besser bekannt als Ecstasy, welches ein synthetisch hergestelltes Amphetaminderivat ist. In der Regel wird Ecstasy in Pillenform, selten auch als Pulver oder abgefüllt in Kapseln verkauft. MDMA wird geschluckt, selten gesnieft. Durch den Konsum von Ecstasy wird vermehrt der Neurotransmitter Serotonin im Körper freigesetzt. Dadurch sind Hunger- und Durstgefühl reduziert, Wachheit und Aufmerksamkeit erhöht, Körpertemperatur und Blutdruck steigen. Es entsteht ein Gefühl der Leichtigkeit und Unbeschwertheit, das Seh- und Hörvermögen verändert sich, Berührungen und Musik werden tiefer empfunden, Hemmungen werden abgebaut und das Kontaktbedürfnis wird gesteigert. Die Wirkung von MDMA tritt in der Regel nach ca. 30 Minuten ein und dauert ca. 4 - 6 Stunden an.
Nebenwirkungen des Ecstasy Konsums sind: Kieferkrämpfe, Muskelzittern, Übelkeit/Brechreiz und erhöhter Blutdruck, Gefahr eines Hitzschlags und Halluzinationen bei Überdosierungen. Langer und intensiver Konsum kann zu einer Veränderung des Serotoninsystems führen. Bei wiederholten hohen Dosierungen und nach zu kurzen Pausen steigt die Wahrscheinlichkeit einer bleibenden Schädigung der intellektuellen Leistungsfähigkeit.
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Safer-Use Regeln sind u.a. das Testen von MDMA Pillen bei Drugcheckings, um schädliche Zusammensetzungen der Inhaltsstoffe zu analysieren (siehe Punkt 4.4.2), oder das Konsumieren einer halben Pille (Antesten), wenn ein Drugchecking nicht möglich ist; das Abwarten des Wirkungseintritts, bevor erneut konsumiert wird (“nachspicken”), der Verzicht auf Alkohol und der ausreichende Konsum von alkoholfreien Getränken, das Einlegen von (Tanz)Pausen an der frischen Luft und Konsumpausen von mindestens 4 - 6 Wochen. Wirkungsweise und Wirkungsdauer einer konsumierten Substanz hängen von mehreren Fak-toren ab, die mit den Begriffen “Drug, Set und Setting” beschrieben werden. “Drug” bezieht sich auf alle Komponenten rund um die Substanz, insbesondere auf deren Dosis und Zusammensetzung (Wirkstoffe und Streckmittel). “Set” bezeichnet die eigene körperliche und psychische Verfassung zum Zeitpunkt des Konsums: u.a. Ausgeglichenheit, Stress, Nervosität und Krankheiten. Das bestehende Umfeld wird als “Setting” benannt, dessen Indikatoren sind u.a. eine stressfreie Umgebung während des Konsums, die Verfügbarkeit von sauberen Konsummaterialien (z.B. Spritzbesteck) und der Gebrauch in einem vertrauten Milieu. In allen Bereichen sind die schon benannten Safer-Use Regeln anzusiedeln, ein Produkt akzeptierender Drogenarbeit, die dieser einerseits einen Ansatzpunkt bieten, um Schadensminimierungsangebote (harm-reduction) durchzuführen, z.B. in der Form von Konsumräumen und Drugchecking-Angeboten (siehe die Punkte 4.4.1 und 4.4.2), andererseits auch den Konsument/innen selbst die Möglichkeit geben, eigenverantwortlich auf einen risikoärmeren Konsum zu achten.
Die beschriebenen detaillierten Darstellungen der einzelnen Substanzen - Heroin, Kokain und MDMA, bilden wichtiges Hintergrundwissen, um die folgenden Ausführungen zu kontrolliertem und abhängigen Konsum und den zu Grunde liegenden Menschenbildern der Ansätze ‘akzeptierend’ und ‘abstinenzorientiert’ zu verstehen. Des Weiteren zeigen die beschriebenen (kurzfristigen und langfristigen) Wirkungen des Konsums auf, mit welchen unterschiedlichen und vielseitigen Phasen der physischen und psychischen Verfassung der Gebraucher/innen die Akteur/innen akzeptierender Drogenarbeit alltäglich umgehen. 2.2 Drogenabhängigkeit - Krankheit oder selbstbestimmter Lebensstil!? Diametral entgegen stehen die Ansichten eines selbstbestimmten, kontrollierten und genussorientierten Konsums der vorgestellten Substanzen, welche akzeptierende Drogenarbeit vertritt (siehe dazu die folgenden Ausführungen) und die vorherrschende Ansicht in Politik und Gesellschaft von schädlichem, missbräuchlichem Konsum und abhängigem, süchtigem Verhal-
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ten. Die Einstellung gegenüber Drogenkonsument/innen, welche die Zielgruppe akzeptierender Drogenarbeit darstellen, ist wichtiger Ausgangspunkt jeglicher theoretischer Überlegungen und praktischer Handlungen. Eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Begriff der Abhängigkeit aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven scheint mir deshalb an dieser Stelle angebracht. Deutlich wird dabei insbesondere, dass beiden Ansätzen - akzeptierend und abstinenzorientiert, zwei verschiedene Menschenbilder zu Grunde liegen, die Menschen entweder befähigen (akzeptierend) oder entmündigen (abstinenzorientiert) über ihr Leben zu entscheiden.
Die bekannteste Betrachtung von Abhängigkeit ist die der pathogenetischen (Pathogenie betrachtet die Entstehung und Entwicklung von Krankheit) Sichtweise der Medizin. Nach dem Klassifikationsschema des ICD-10 wird neben einer akuten Intoxikation (Vergiftung) durch psychotrope Substanzen unterschieden zwischen einem schädlichen Gebrauch und einem Abhängigkeitssyndrom. Schädlicher Gebrauch (F1x.1) wird definiert als ein Konsum psychotroper Substanzen, der zu körperlichen (z.B. Hepatitis-Infektion) und/oder psychischen (z.B. depressive Episoden) Störungen führt. Für eine Diagnose des Abhängigkeitssyndroms (F1x.2) muss sich eine Gruppe von Verhaltens-, kognitiven und körperlichen Phänomenen nach wiederholtem Substanzgebrauch entwickeln. Dies sind u.a. der starke Wunsch, die Substanz zu konsumieren und die verminderte Kontrolle über ihren Konsum, trotz schädlicher Folgen; der Vorrang des Konsums vor anderen Aktivitäten; die Entwicklung einer Toleranz und teilweise das Auftreten körperlicher Entzugssyndrome. (vgl. WHO, ⁴2008, 76ff) Diese teils vagen Cha-
rakteristika werden anhand von diagnostischen Kriterien spezifiziert, bleiben jedoch rein auf der Substanzebene; eine Betrachtung anderer Einflussfaktoren (“Set” und “Setting”) bleibt aus. Dies ist auch nicht der Fokus der medizinischen Sichtweise des ICD-10, wodurch sie aber auch nicht als alleinige Betrachtungsweise von Konsum und Abhängigkeit fungieren kann.
Die pathogenetische Sichtweise ist fokussiert auf die Defizite, die durch den Konsum schädlicher Substanzen entstehen und definiert dabei den Drogenkonsum als Krankheit - dem Ge-genstand der Pathogenie. In der Konsequenz bedeutet dies, dass eine “Heilung” nur möglich ist, wenn der Drogenkonsum beendet wird (Abstinenz).
Dem entgegen argumentiert ein anderes medizinisches Modell, die Salutogenese (Salutogenese betrachtet die Entstehung und Entwicklung von Gesundheit). Das Augenmerk dieses Ansatzes ist auf die individuellen Ressourcen der Menschen gerichtet, durch die Gesundheit ent-
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steht und sich entwickelt. Der Organismus einer Person ist ein zirkuläres System, welches Krankheits- und Gesundheitsphasen beinhaltet. Die medizinische Unterstützung besteht darin, durch Aktivierung gesundheitsfördernder Anteile ein subjektives Gleichgewicht zu erlangen, um Lebensqualität zu erreichen und zu erhalten, inklusive und exklusive Drogenkonsum. (vgl. Homfeldt u.a., 2006, 76ff)
Dass es möglich ist, ein beständiges Leben trotz abhängigem Drogenkonsum zu führen, zeigt u.a. das Angebot der kontrollierten Diamorphinabgabe - auch bekannt als kontrollierte Heroinabgabe. 3 Das mittlerweile abgeschlossene Modellprojekt in Deutschland belegt in den Auswertungen aller Studienphasen eine Stabilisierung der Konsument/innen in den Bereichen des Physischen und Psychischen sowie im sozialen Umfeld. 4 (vgl. Bundesministerium für Ge-sundheit u.a., 2009)
Sowohl die pathogenetische, als auch die salutogenetische Sichtweise definieren - trotz unterschiedlicher Handlungs- und Sichtweisen - Drogenkonsum als Krankheit; ein Konsum psychotroper Substanzen scheint somit niemals “vorrangig genussorientiert” und “risikoarm” zu sein. Diese Annahme verfeinert Tretter durch sein Konsummodell. Er nimmt eine Unterscheidung im Bereich des Substanzgebrauchs vor, ehe ein missbräuchlicher Konsum einsetzt. Jene Einstufungen nennt er Gelegenheitskonsum (unregelmäßiger Gebrauch niedriger oder hoher Dosen) und Gewohnheitskonsum (regelmäßiger Gebrauch niedriger oder hoher Dosen). Bei Hochdosiskonsum der beiden Konsumtypen ist der Übergang in missbräuchliches und/oder abhängiges Konsumverhalten gegeben, im Falle von Niedrigdosierungen bei Gewohnheitskonsument/innen ebenfalls missbräuchlicher Gebrauch. (vgl. Tretter, 2008, 4f) Durch die Annahme, dass es einen niedrig dosierten Gelegenheitskonsum gibt, der weder missbräuchlich ist, noch zu einer Abhängigkeit führt, ist es in der Konsequenz also möglich, alle Substanzen in einer “risikoverminderten” Art als Genussmittel zu konsumieren. Wird Drogenkonsum (insbesondere missbräuchlicher und abhängiger Gebrauch) als Krankheit deklariert, so muss die weitere Überlegung sein, inwiefern ein/e Konsument/in selbst über ihren/seinen Konsum bestimmen kann und inwieweit die Droge ihn/sie “fest in ihrer Hand hat”. Diese Anschauung ist aus zwei Standpunkten kritisch zu betrachten: Durch die Festle- 3 Diamorphin= Pharmazeutisch hergestelltes Heroin.
4 Mit Beschluss des Deutschen Bundestages vom 28.5.2009 wurde ein Gesetz verabschiedet, welches regelt, dass
unter Einhaltung enger Voraussetzungen, Diamorphin zur Substitution Schwerstopiatabhängiger eingesetzt wer-
den darf. Eine Überführung der kontrollierten Diamorphinabgabe in die Regelversorgung ist somit möglich. (vgl.
Bundesministerium für Gesundheit u.a., 2009)
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gung, dass alle Konsument/innen krank sind, werden sie als Opfer stigmatisiert und automatisch als Klient/innen z.B. der Medizin betrachtet. (vgl. Schneider, 1997a) Einen gesunden -und dadurch einen gesellschaftlich vollwertigen - Status erreichen sie nur über eine Therapie hin zur gelungenen Abstinenz. 5 Konsument/innen, die kein Bedürfnis und/oder keine Möglichkeit haben, in ihrer aktuellen Lebenssituation abstinent zu leben, werden in diesem Entwurf zwar wahrgenommen, jedoch nur als “chronisch Kranke”, die von der Macht der Substanz handlungsunfähig gemacht sind. Des Weiteren bietet das Krankheitsmodell den Konsument/innen die Möglichkeit, sich ihrer Eigenverantwortung gegenüber ihrem Leben zu entziehen, in dem sie ihren Drogengebrauch als Krankheit darstellen, die sie selbst nicht variieren, kontrollieren und beenden können. Ebenfalls bietet das Modell das Potenzial, das eigene Verhalten als Auswirkung der Krankheit “Drogenkonsum und Drogenabhängigkeit” zu legitimieren.
Dem entgegen stehen Argumentationen sozialwissenschaftlicher Modelle aus dem Umfeld akzeptierender Drogenarbeit. Der/Die Konsument/in wird als selbstbestimmtes Individuum anstatt als Opfer wahrgenommen und nicht automatisch als Klient/in sozialer, therapeutischer und/oder medizinischer Arbeit gesehen. Drogengebraucher/innen werden in ihrer Person akzeptiert (zum Akzeptanzbegriff siehe Punkt 3.2.2) und der Substanzkonsum als Teil eines Lebensstils betrachtet. Abhängigkeit und Krankheit werden im Zusammenhang mit Drogengebrauch nicht generell ausgeschlossen, jedoch auch nicht automatisch als gegeben angesehen. (vgl. Degkwitz, 1999, 38f)
Einen Schritt weiter geht Herwig-Lempp in seinem Denkmodell, indem er Abhängigkeit als ein soziales Konstrukt definiert, welches die Selbstbestimmung nicht beeinflusst und Drogenkonsument/innen ihre Rolle als Subjekte nicht abspricht. Durch diese Neudefinition kommt den Gebraucher/innen eine absolute Autonomie zu, auch im Falle von exzessivem und lang andauerndem Konsum. Dieser Autonomiestatus birgt jedoch gleichzeitig eine Verantwortung für den/die Konsument/in zum selbstständigen, bewussten Umgang mit dem eigenen Leben und zur Wahrnehmung von Werten und Normen innerhalb einer Gesellschaft. (vgl. Herwig-Lempp, 1994 / Degkwitz, 1999, 44ff)
Für den/die Konsumenten/in bedeutet das Autonomiekonstrukt, dass auch eingefahrene Verhaltens-, und somit auch Konsummuster aus eigenem Willen zu verändern sind, da es sich nicht um Abhängigkeiten, sondern um Gewohnheiten handelt, die wandelbar sind. (vgl. Degkwitz, 1999, 49)
5 Im salutogenetischen Denkmodell ist auch ein kontrollierter Konsum möglich (siehe vorherige Ausführungen).
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Arbeit zitieren:
Marie-Luise Hess, 2009, Akzeptierende Drogenarbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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