Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Die Psychologie der Textverarbeitung 4
3. Formen der Textinterpretation 5
3.1. Qualitative Inhaltsanalyse 5
3.2. Hermeneutische Textinterpretation 6
3.3. Semantische Textanalyse 7
4. Grounded Theory - Gegenstandsbezogene Theoriebildung 9
5. Fazit 10
Literatur 11
2
1 Einleitung
Bei der Bearbeitung der Thematik „Formen der Textanalyse“ stellt sich zunächst die Frage, was Analyse eigentlich bedeutet. Die Analyse eines Textes setzt sich klassischerweise aus mehreren Teilen zusammen. Einleitung, Inhaltsangabe, Hypothese, Interpretation und Schluss werden aufeinander folgend aufgeführt, sodass ein zusammenhängender, neuer Text, die Analyse entsteht. Die Textinterpretation ist weit mehr als nur die bloße Beschreibung eines Sachverhaltes, sie soll vielmehr die Wirkung des Gesagten untersuchen. Die Methodenlehre der Interpretation wird als Hermeneutik bezeichnet. Im Folgenden soll zunächst auf die Psychologie der Textverarbeitung eingegangen werden. Hierbei steht der Ablauf, beim Vorgang einen Text zu lesen, im Vordergrund. Im dritten Kapitel wird das Augenmerk zunehmend auf die unterschiedlichen Formen der Textinterpretation gelegt, wobei hier vor allem auf die qualitative Inhaltsanalyse und die hermeneutische Textinterpretation eingegangen wird. Es folgt eine kurze Erläuterung zur Grounded Theory. Es soll der Frage nachgegangen werden, in wieweit subjektive Einflüsse beziehungsweise eine objektive Wahrnehmung bei der Textinterpretation von Relevanz sind.
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2 Die Psychologie der Textverarbeitung
Das Ziel der Psychologie der Textverarbeitung ist es, den Prozess der Texterfassung, des Verständnisses und des Verarbeitens näher zu durchleuchten. Textverarbeitung kann als ein Zusammenspiel zwischen dem Leser und dem zu bearbeitenden Text verstanden werden. Zunächst wird der Text gelesen, also visuell erfasst. Im weiteren Verlauf folgt die semantisch-syntaktische Verarbeitung, bei der Buchstaben, Wörter und Sätze erkannt werden. Das menschliche Gehirn bildet daraus eine Art Geflecht, wobei es bei diesem Vorgang eigenes Vorwissen mit in die Verarbeitung einbaut. „Durch intendierte Interferenzen ergänzt der Leser den Text, durch Elaboration fügt er über den Text hinausgehende Bedeutungseinheiten hinzu, um zu einer kohärenten Bedeutungsstruktur über den Text zu gelangen“ (MAYRING 2008:38). Nachfolgend wird der Text gekürzt, es werden Phrasen ganz ausgelassen, neu generalisiert oder konstruiert.
4
Arbeit zitieren:
B.Sc. Julia Braun, 2010, Formen der Textinterpretation, München, GRIN Verlag GmbH
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