Inhalt
1 Einleitung 3
2 Angst 3
2.1 Entstehung 5
2.2 Schulangst 5
3 Folgen und Probleme 6
4 Prävention 8
4.1 Sozialisation 8
4.2 Standort Schule 9
4.3 Modelle 10
5 Intervention 11
5.1 Möglichkeiten und Ansätze. 12
5.2 Bundesverband Aktion humane Schule e. V. 13
6 Auftrag der Sozialen Arbeit 14
7 Fazit 14
8 Quellenverzeichnis 16
Seite 3 von 17
1 Einleitung
„Ich will da nicht hin!“ Diese Aussage hören Eltern und Erziehungsberechtigte in der heutigen Zeit vermehrt von ihren Kindern. Sie fürchten sich vor MitschülerInnen, Lehre‐ rInnen oder verschiedenen Situationen im Unterricht. Magen‐, Bauch‐ und Kopfschmer‐ zen werden dabei am häufigsten als Grund genannt, um die Schule nicht besuchen zu müssen. In dieser Seminararbeit möchte ich erörtern, weshalb die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die unter Schulangst leiden, stetig wächst und wie man diesem Problem präventiv und interventiv entgegnen kann. Dabei verstehe ich unter Schulangst vor al‐ lem Leistungs‐ und soziale Ängste im Zusammenhang mit dem Schulbesuch. Zunächst werde ich zum Verständnis den Begriff Angst definieren und erläutern. An‐ schließend erläutere ich die Folgen und Probleme, die sich aus schulvermeidenden Ver‐ halten ergeben, eingehen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf den Präventions‐ und Interventionsmöglichkeiten und -methoden, von denen ich einige beispielhaft vorstellen möchte. Außerdem möchte ich den sich daraus ergebenden Auftrag der Sozialen Arbeit, im Speziellen der Schulsozialarbeit, darstellen.
Mit Hinblick auf den Schwerpunkt dieser Arbeit beziehe ich mich vor allem auf Möglich‐ keiten und Methoden des sozialpädagogischen Handelns. Zum besseren Verständnis nehme ich jedoch auch Bezug auf psychologische Teilbereiche, wie z. B. Kinder‐ und Jugendpsychologie, Entwicklungspsychologie und Schulpsychologie.
2 Angst
Angst kann zunächst in zwei Bereiche unterschieden werden: Angst als Zustand und Angst als Eigenschaft (Ängstlichkeit). Erstere, die Zustandsangst, wird nochmal in phy‐ siologische, verhaltensmäßige‐motorische und subjektive Angst unterteilt. 1 Zunächst möchte ich an einem Schaubild die vier Grundformen der Angst nach Fritz Riemann darstellen:
1 vgl. Krohne 1977, S. 12
Aus diesen vier Grundformen entstehen laut Riemann alle anderen Formen der Angst, die nur Abweichungen darstellen und somit immer auf diese Grundängste zurückzufüh‐ ren sind.
Was passiert nun mit dem menschlichen Körper, wenn eine Person Angst hat? Hat je‐ mand Angst, entstehen Stresshormone. Diese nehmen Einfluss auf die Muskulatur und das vegetative Nervensystem, wodurch verschiedene körperliche Symptome auftreten können.
Oft tritt Schwindel auf und Atem sowie Herzschlag beschleunigen sich, zudem können die Beine anfangen zu zittern oder weich zu werden. Gelegentlich kommt es zu Atemnot oder dem Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben. Ebenso kann Übelkeit auftreten. Oftmals fangen Personen auch an zu schwitzen.
2 Riemann 1994, S. 9
Seite 5 von 17
2.1 Entstehung
Wie entsteht Angst? Angst hat eine Signalfunktion für den Menschen, soll uns vor etwas warnen, damit wir gefährliche Situationen vermeiden. Angst ist ein Zustand, der die Menschen schon seit jeher begleitet. Ein Leben komplett ohne Angst ist nicht möglich, aber mit der Zeit entwickelt der Mensch Methoden, Situationen zu vermeiden, die Angst auslösen können. 3
Hat Angst einen Sinn? Nach Freud „übernimmt Angst eine Signalfunktion, die vor drohen‐ der Gefahr warnt und den Organismus zu vorbeugenden Handlungen gegen die Erfahrun‐ gen des Schmerzes befähigt.“ 4
Angst soll uns also darauf hinweisen, dass uns etwas gefährlich werden könnte. Dies führt dazu, dass wir es vermeiden, mit solch einer Situation, einem Zustand oder einer Person in Kontakt zu kommen. Rational gesehen ist Angst also eine „gute Sache“, etwas völlig Normales, was uns im Leben unterstützt und uns vor Risiken schützt. Angst kann jedoch auch krankhafte Ausmaße annehmen. Dies ist dann der Fall, wenn die Angst in unangemessenen Situationen auftritt, extrem stark ist und kaum kontrollierbar ist. 5 Ein Beispiel dafür ist, wenn eine Person bei dem Anblick einer (kleinen, ungiftigen) Spinne derart in Panik verfällt, dass sie vermehrt Situationen vermeidet, in denen sie Spinnen begegnen könnte (nicht mehr in den Keller gehen etc.).
2.2 Schulangst
„Schulangst bezeichnet eine umschriebene Angst vor Personen oder Bedingungen, die mit dem Schulbesuch insgesamt oder mit einzelnen schulischen Situationen assoziiert sind.“ 6 Diese Definition macht deutlich, dass durch diese Form der Angst der Schulbesuch er‐ schwert, wenn nicht sogar unmöglich gemacht wird. Die Schulangst ist keine diagnosti‐ sche Kategorie, sondern lediglich ein Syndrom, welches durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden kann. Dabei ist es wichtig, schulbezogene Ängste von Störungen des
3 vgl. Riemann 1994, S. 7
4 Sarason/Davidson/Lighthall/Waite/Ruebush 1971, S. 42
5 vgl. Häuser, http://www.klinikum‐saarbruecken.de/npdocs/angst, Abruf 14.07.2011, 13:04 Uhr 6 Petermann/Petermann 2010, S. 392
Arbeit zitieren:
Carolin Gehle, 2011, Präventive und interventive Methoden und Maßnahmen gegen Schulangst im Kontext Sozialer Arbeit, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Pädagogik - Pädagogische Psychologie: Präventive und interventive Methoden und Maßnahmen gegen Schulangst im Kontext Sozialer Arbeit ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Pädagogik - Pädagogische Psychologie: neuer Titel erschienen: Präventive und interventive Methoden und Maßnahmen gegen Schulangst im Kontext Sozialer Arbeit
Carolin Gehle hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare