- I -
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis S III
1 Einführung in das Thema S 1
1.1 Weltweiter Trend zu Mergers und Acquisitions S 1
1.2 Vorgehensweise und Ziel der Untersuchung S 2
1.3 Begriffliche Grundlagen S 2
2 Ökonomische Erklärungsansätze für Mergers Acquisitions S 3
2.1 Transaktionskostenansatz S 3
2.1.1 Darstellung S 3
2.1.2 Kritik S 5
2.2 Monopolhypothese S 6
2.2.1 Darstellung S 6
2.2.2 Kritik S 6
2.3 Economies of Scale S 7
2.3.1 Darstellung S 7
2.3.2 Kritik S 7
2.4 Economies of Scope einschließlich Headquarter Services S 8
2.4.1 Darstellung S 8
2.4.2 Kritik S 8
2.5 Steuerhypothese S 9
2.5.1 Darstellung S 9
2.5.2 Kritik S 9
- II -
2.6 Hybris-Hypothese S 10
2.6.1 Darstellung S 10
2.6.2 Kritik S 10
2.7 Free Cash Flow-Hypothese S 10
2.7.1 Darstellung S 10
2.7.2 Kritik S 11
2.8 Corporate Control-Hypothese S 11
2.8.1 Darstellung S 11
2.8.2 Kritik S 11
3 Fazit S 12
Literaturverzeichnis S 14
- III -
Abkürzungsverzeichnis
A
ABWL allgemeine Betriebswirtschaftslehre
AOL America Online
B
BMW Bayerische Motorenwerke
F
F&E Forschung und Entwicklung
f. folgende
I
ifo Institut für Wirtschaftsforschung
Inc. Incorporated
J
Jg. Jahrgang
M
M&As Mergers und Acquisitions
O
o. V. ohne Verfasser
o. J. ohne Jahr
W
WiSt Wirtschaftswissenschaftliches Studium
WCM WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-Aktiengesellschaft. Das
Kürzel WCM erinnert an die Anfänge des Unternehmens, das
früher Württembergische Cattunmanufactur hieß.
Z
ZfB Zeitschrift für Betriebswirtschaft
- 1 -
1 Einführung in das Thema
1.1 Weltweiter Trend zu Mergers und Acquisitions
Seit Mitte der neunziger Jahre haben Mergers und Acquisitions (M&As), gemessen am Transaktionsvolumen und an der Anzahl der Fälle, sowohl grenzüberschreitend als auch auf nationaler Ebene kräftig zugenommen. 1 Die aktuelle Welle von M&As 2 wirft die
Frage auf, ob es dafür ökonomische Gründe gibt oder ob sie nur eine Modeerscheinung sind, bei der das Management durch den Erwartungsdruck der Märkte und Aktionäre zu solchen Aktionen gedrängt wird. Spektakuläre M&As der letzten Jahre, wie z.B. Daim- ler/Chrysler, AOL/Time Warner oder die Übernahmeschlacht Vodafone/Mannesmann, haben oft keinen Mehrwert generiert oder sind, wie z.B. die geplante Fusion von Dresd- ner Bank und Commerzbank, schon in der Verhandlungsphase gescheitert.
Ziel vieler großer Unternehmen ist es, ihre Stellung als Global Player durch M&As wei- ter auszubauen. Sehr gut läßt sich dies am Beispiel der Deutschen Bank zeigen. Nach einigen größeren Übernahmen und Beteiligungen in Italien, Spanien, Belgien und Grie- chenland 3 übernahm sie 1999 in den USA für rund neun Mrd. Dollar die Bankers Trust
Corp. und stärkte so vor allem ihre Präsenz in Nord- und Südamerika. Dadurch entstand die damals nach Bilanzsumme größte Bank der Welt. 4 Dagegen scheiterte im letzten
Jahr der Versuch eines „Merger of Equals“ mit der Dresdner Bank. Um bis 2003 Kos- tensenkungspotentiale von ungefähr 2,9 Mrd. Euro pro Jahr auszuschöpfen, sollten etwa 16 000 Stellen abgebaut und einige Unternehmensteile komplett verkauft werden. Das
Integrationsmanagement war schon in vollem Gange, als die Verhandlungen wegen des geplanten Verkaufs der Investmentbank Kleinwort Benson von Seiten der Dresdner Bank abgebrochen wurden. 5 Trotz dieses Rückschlags übernahm die Deutsche Bank noch im Dezember 2000 die National Discount Brokers Group in New York. 6 Als näch-
stes beabsichtigt sie, ihre Leasinggesellschaften Gefa und ADL an die Société Générale zu verkaufen 7 und die Banque Worms in Frankreich von der Versicherungsgesellschaft Axa zu übernehmen. 8 Aktivitäten wie die der Deutschen Bank sind in vielen Branchen
zu beobachten und zeigen, daß der weltweite M&A-Trend ungebrochen ist.
1
Vgl. Kleinert/Klodt (2000), S. 20.
2 Im Jahr 2000 übertraf das weltweite Transaktionsvolumen mit 3 455 Mrd. US-Dollar alle bisherigen Rekorde. Vgl. Heller (2001), S. B5.
3 Vgl. Deutsche Bank AG (1998b).
4 Vgl. Deutsche Bank AG (1998a); Deutsche Bank AG (1999).
5 Vgl. Deutsche Bank AG (2000a); Deutsche Bank AG (2000b); Deutsche Bank AG (2000c). 6 Vgl. Deutsche Bank AG (2000e).
7 Vgl. Reuters (2001).
8 Vgl. Deutsche Bank AG (2000d).
- 2 -
1.2 Vorgehensweise und Ziel der Untersuchung
In dieser Arbeit sollen ökonomische Begründungen für M&As herausgearbeitet werden. In der Literatur wird eine Vielzahl von Ansätzen diskutiert, die manchmal in solche der ökonomischen Theorie sowie in management- und strategieorientierte Ansätze unterteilt werden. Da letztere durch die Themenstellung ausgeschlossen sind, werden im folgen- den nur solche der ökonomischen Theorie näher untersucht. Ökonomische von sonsti- gen Ansätzen zu trennen, gestaltet sich allerdings als schwierig. Auch in der Literatur gibt es keine einhellige Meinung. Während z.B. Jansen „Erklärungsansätze der ökono- mischen Theorie“ und „Erklärungsansätze der Strategiediskussion“ unterscheidet 9 , un-
terteilt Oehlrich in effiziente, Management- und sonstige Ansätze und bezeichnet diese gemeinsam als ökonomische oder klassische Ansätze 10 . Pausenberger wiederum zählt
die Portfoliotheorie zu den ökonomischen Ansätzen, wohingegen Jansen sie zu den Er- klärungsansätzen der Strategiediskussion rechnet. 11 Andere Autoren, wie z.B. Klei-
nert/Klodt, Ehrensberger oder Huemer, nehmen überhaupt keine solchen Unterteilungen vor. 12 Da die Unterscheidung innerhalb der Themenvergabe des ABWL-Seminars 13 eher
der von Jansen entspricht, werden in dieser Arbeit vor allem Theorien diskutiert, die Jansen unter „Erklärungsansätze der ökonomischen Theorie“ aufführt. Dabei beschränkt sich der Verfasser wegen des begrenzten Umfangs der Arbeit auf die aus seiner Sicht wichtigsten Ansätze und geht auf weniger bekannte, wie z.B. Informationshypothese oder Transferkostenansatz, nicht ein. 14 Die im folgenden dargestellten Ansätze der öko- nomischen Theorie 15 werden jeweils zuerst beschrieben und dann in Hinsicht auf ihren
Erklärungswert kritisch beleuchtet. Einen Schwerpunkt der Arbeit stellt der Transakti- onskostenansatz dar, da er auch in der Literatur einen sehr hohen Stellenwert einnimmt.
1.3 Begriffliche Grundlagen
Der Begriff Mergers & Acquisitions umfaßt sowohl Zusammenschlüsse von Unterneh- men (Fusionen) als auch Unternehmensübernahmen (Kauf eines Unternehmens durch ein anderes). Man kann M&As in drei Arten unterteilen. Bei vertikalen M&As über- nimmt ein Unternehmen entweder Zulieferer oder Abnehmer, während sich bei horizon-
9
Vgl. Jansen (1999), S. 55-85.
10 Vgl. Oehlrich (1999), S. 9.
11 Vgl. Pausenberger (1993), S. 4441f.; Jansen (1999), S. 62.
12 Vgl. z.B. Kleinert/Klodt (2000), S. 22-44; Ehrensberger (1993), S. 25-60; Huemer (1991) S. 15. 13 Themen im ABWL-Seminar - 4. Semester - SS 2001: „Ökonomische Ansätze zur Begründung von M&As“ sowie „Strategie- und managementbezogene Ansätze zur Begründung von M&As“. 14 Vgl. Bradley/Desai/Kim (1983) S. 183-206; Ehrensberger (1993), S. 40-49.
15 zu weiteren Ansätzen vgl. z.B. Weston/Chung/Hoag (1990), S. 190-214; Huemer (1991), S.15.
Arbeit zitieren:
Andreas Thiel, 2001, Ökonomische Ansätze zur Begründung von Mergers & Acquisitions, München, GRIN Verlag GmbH
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