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Die Wissenschaftstheorie in den Wirtschaftswissenschaften

Title: Die Wissenschaftstheorie in den Wirtschaftswissenschaften

Term Paper , 2001 , 24 Pages , Grade: 1

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

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Summary Excerpt Details

Wissenschaftstheorie ist die philosophische Reflexion über die Grundlagen von Wissenschaften und ist so zu sagen eine „Theorie über Theorien", denn tatsächlich gibt es keine anerkannte Theorie, die letztgültig besagt, was "wissenschaftlich" ist. Jean-Francois Lyotard schreibt in seinem Aufsatz „Das Postmoderne Wissen“: „Eine Aussage muss eine bestimmte Menge von Bedingungen aufweisen, um als wissenschaftlich akzeptiert zu werden.“

Jede Wissenschaft muss also klären, was sie unter „Wissenschaftlichkeit" versteht und mit welchen Methoden sie diese sicher erreichen kann. Will man dies für die Wirtschaftswissenschaften klären, stößt man auf größere Probleme als in vielen anderen Wissenschaften. Denn während zum Beispiel die Biologie oder die Physik es mit dem immer gleichen Gegenstand der Natur zu tun hat, in den sie im Laufe ihres Fortschritts immer weiter vordringt, hat die Wirtschaftswissenschaft es mit dem sich ständig wandelnden Wirtschaftsgeschehen zu tun, das durch äußere Veränderungen z.B. sozialer und politischer Art beeinflusst wird. Lediglich die Funktion der Wirtschaftswissenschaft bleibt dieselbe: Sie soll Entscheidungshilfen für das Wirtschaften mit knappen Gütern bereitstellen. Dies erreicht sie, wenn sie die Konsequenzen der verschiedenen Entscheidungen systematisch beschreibt und erklärt, was jedoch aufgrund der Komplexität vieler Sachverhalte nicht einfach ist. Wenn sie "Entscheidungshilfen" geben will, heißt das jedoch nicht, dass sie genau vorgibt, was der Einzelne zu tun hat, wenn er sich wirtschaftlich verhalten will. Sie kann lediglich die zur Erreichung eines bestimmten Zieles adäquaten Mittel angeben.

Wie kann eine Theorie als bewiesen angesehen werden, wo sich doch in der Vergangenheit immer wieder durch neue und angeblich letztgültige Beweise weiterentwickelte Theorien, sogar Paradigmenwechsel etabliert haben? Dies gilt insbesondere für die Wirtschaftswissenschaft, deren Gegenstandsbereiche sich durch äußere Einflüsse ständig ändern. Wie kann es überhaupt eine gültige Theorie auf diesem Gebiet geben?

Diese Fragen sind es, die eine Arbeit über die Wissenschaftstheorie in der Wirtschaftswissenschaft interessant und notwendig macht.



Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Wissenschaftstheoretische Grundfragen der Wirtschaftswissenschaften

2. Wirtschaftwissenschaft - eine Real- oder eine Formalwissenschaft?

3. Methoden der Gültigkeitsprüfung

3.1. Milton Friedmans Konzept der Gültigkeitsprüfung

3.2. Der Kritische Rationalismus in Schüz’ Theorie

4. Das Problem der Eingrenzung

5. Das Problem der Vielschichtigkeit

6. Das Problem der mangelnden Objektivität

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die wissenschaftstheoretischen Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften. Das primäre Ziel ist es, den Wahrheitsanspruch und die Gültigkeitskriterien ökonomischer Theorien zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, insbesondere im Hinblick auf den Realismus ihrer Annahmen.

  • Wissenschaftstheoretische Einordnung der Wirtschaftswissenschaft als Real- oder Formalwissenschaft.
  • Analyse von Milton Friedmans Ansatz zur Gültigkeitsprüfung ökonomischer Hypothesen.
  • Gegenüberstellung des Kritischen Rationalismus nach Karl Popper anhand der Theorie von Thomas Schüz.
  • Untersuchung zentraler erkenntnistheoretischer Probleme wie Komplexität, Eingrenzung und mangelnde Objektivität.
  • Diskussion der Bedeutung eines wissenschaftlichen Diskurses über Grundlagen und Werturteile in der Ökonomie.

Auszug aus dem Buch

3.1. Milton Friedmans Konzept der Gültigkeitsprüfung

Es geht in Friedmans Essay um methodologische Probleme, die bei der Konstruktion einer klaren positiven Wissenschaft aufkommen. Und insbesondere darum, wie zu entscheiden ist, ob eine vorgeschlagene Theorie oder Hypothese vorläufig als wahr akzeptiert werden soll. Friedman beginnt mit einer Unterscheidung der verschiedenen wissenschaftlichen Bereiche der Wirtschaftswissenschaften. Als erstes nennt er die "positive Wissenschaft", welche die wirtschaftliche Wirklichkeit mit all ihren Interdependenzen systematisch und überschaubar darstellen soll. Sie dient der notwendigen Beantwortung der Frage "Was ist?" als Basis für wünschenswerte wirtschaftliche Aktivitäten.

Das Erreichen einer klaren positiven Wirtschaftswissenschaft ist also nach Friedmans Meinung ein vorrangig erstrebenswertes Ziel, um die Aufgabe der Wirtschaftswissenschaft als Entscheidungshilfe besser gewährleisten zu können:

" I venture the judgement, however, that currently in the Western world, and especially in the United States, differences about economic policy among disinterested citizens derive predominantly from different predictions about the economic consequences of taking action -differences that in principle can be elimiminated by the progress of positive economics- rather than from fundamental differences in basic values, differences about which men can ultimately only fight."

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wissenschaftstheoretische Grundfragen der Wirtschaftswissenschaften: Das Kapitel führt in die wissenschaftstheoretische Reflexion ein und beleuchtet die Schwierigkeiten der Wirtschaftswissenschaft bei der Suche nach wissenschaftlicher Wahrheit aufgrund ihres sich ständig wandelnden Gegenstandsbereiches.

2. Wirtschaftwissenschaft - eine Real- oder eine Formalwissenschaft?: Es wird die Frage erörtert, ob die Ökonomie eine Realwissenschaft oder eine Formalwissenschaft ist, und die Problematik bei der Klassifizierung anhand der Realitätsnähe von Annahmen aufgezeigt.

3. Methoden der Gültigkeitsprüfung: Dieses Kapitel vergleicht Milton Friedmans instrumentelle Sichtweise auf die Voraussagekraft einer Theorie mit dem deduktiven Falsifikationsansatz des Kritischen Rationalismus nach Karl Popper.

4. Das Problem der Eingrenzung: Die Abstraktion und die Auswahl wesentlicher Elemente einer Theorie werden als zentrale Herausforderung identifiziert, wobei die Unterscheidung zwischen Unvollständigkeit und Falschheit einer Hypothese nach Schüz erläutert wird.

5. Das Problem der Vielschichtigkeit: Hier wird das Dilemma zwischen der Komplexität ökonomischer Phänomene und der Anwendbarkeit einfacher Modelle diskutiert, wobei kritisch auf die Ceteris-paribus-Bedingung eingegangen wird.

6. Das Problem der mangelnden Objektivität: Es wird die Rolle des Wirtschaftswissenschaftlers als Teil der untersuchten Gesellschaft thematisiert und die Problematik von Werturteilen bei der Erstellung wissenschaftlicher Theorien beleuchtet.

7. Fazit: Das Fazit stellt die Notwendigkeit eines wissenschaftlichen Diskurses über Grundlagen und Werturteile in der Wirtschaftswissenschaft heraus und lehnt Friedmans methodologische Position als unzureichend für eine realwissenschaftliche Ökonomie ab.

Schlüsselwörter

Wissenschaftstheorie, Wirtschaftswissenschaft, Milton Friedman, Positivismus, Kritischer Rationalismus, Karl Popper, Thomas Schüz, Gültigkeitsprüfung, Falsifizierbarkeit, Realwissenschaft, Formalwissenschaft, Ceteris-paribus-Bedingung, Wissenschaftliche Methode, Prognosen, Werturteile.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftstheoretischen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit reflektiert die methodologischen Grundlagen der Wirtschaftswissenschaft und untersucht, wie ökonomische Theorien auf ihre Gültigkeit und ihren Wahrheitsgehalt geprüft werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Zentral sind die Abgrenzung zwischen Real- und Formalwissenschaften, die Herausforderungen durch Komplexität und Subjektivität in der Forschung sowie die methodische Prüfung von Hypothesen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu klären, wie die Wirtschaftswissenschaft als Realwissenschaft tragfähige Entscheidungshilfen bereitstellen kann, ohne dabei durch unrealistische Annahmen an Bedeutung zu verlieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden einander gegenübergestellt?

Die Arbeit vergleicht den Ansatz von Milton Friedman, der Theorien primär an ihrem Prognoseerfolg misst, mit dem deduktiven Verfahren der Falsifikation nach Karl Popper.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil analysiert methodologische Probleme wie das Problem der Eingrenzung von Variablen, die Vielschichtigkeit des ökonomischen Gegenstandes und die mangelnde Objektivität durch Werturteile.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wissenschaftstheorie, positive Ökonomie, Falsifizierbarkeit, Gesetzeshypothesen, Ceteris-paribus-Bedingung und der Wissenschaftliche Diskurs.

Warum hält der Autor den Ansatz von Milton Friedman für problematisch?

Der Autor argumentiert, dass Friedmans Fokus auf den Prognoseerfolg allein nicht ausreicht, da man ohne realistische Annahmen nicht sicher sein könne, ob die Konklusionen zufällig oder kausal korrekt seien.

Welche Rolle spielt die "Ceteris-paribus-Bedingung" in der ökonomischen Methodik?

Sie dient dazu, Komplexität zu reduzieren, indem unberücksichtigte Faktoren konstant gesetzt werden, führt jedoch laut Arbeit oft zu einer problematischen Minderung der Überprüfbarkeit von Gesetzen.

Warum wird die Wirtschaftswissenschaft im Fazit als eine "pluralistische Wissenschaft" bezeichnet?

Aufgrund der verschiedenen methodischen Ansätze und der Komplexität des Gegenstandes kommt man je nach Ansatz zu unterschiedlichen Ergebnissen, was einen ständigen Diskurs zwischen den Vertretern erforderlich macht.

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Details

Title
Die Wissenschaftstheorie in den Wirtschaftswissenschaften
College
University of Lüneburg  (Fachbereich Kulturwissenschaften)
Grade
1
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2001
Pages
24
Catalog Number
V18235
ISBN (eBook)
9783638226240
ISBN (Book)
9783638645607
Language
German
Tags
Wissenschaftstheorie Wirtschaftswissenschaften
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2001, Die Wissenschaftstheorie in den Wirtschaftswissenschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/18235
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