Ich werde euch geben, was kein Auge gesehen und was kein Ohr gehört und was keine Hand berührt hat und was nicht zum Herzen des Menschen aufgestiegen ist.
EvTh, Log. 17
1. Inhaltsverzeichnis
1. I nh al ts v e r zei c hn is
2. Sch lü s s el wö rt er - Ke ywo rd s
3. Ku r zf as su n g - Abs t ra c t
4. Vo r wo rt
5. Die Ap o k r yp h en
5 . 1 B e g r i f f s e r k l ä r u n g e n
5 . 1 . 1 W a s b e d e u t e t a p o k r y p h ? 5 . 1 . 2 W a s b e d e u t e t k a n o n i s c h ? 5 . 1 . 3 W a s b e d e u t e t d e u t e r o k a n o n i s c h ? 5 . 1 . 4 W a s b e d e u t e t g n o s t i s c h ? 5 . 1 . 5 W a s i s t d i e S e p t u a g i n t a ? 5 . 1 . 6 W a s i s t d i e V u l g a t a ? 5 . 2 D e f i n i t i o n d e r A p o k r y p h e n
5 . 2 . 1 E v a n g e l i s c h e s V e r s t ä n d n i s 5 . 2 . 2 K a t h o l i s c h e s V e r s t ä n d n i s
5 . 2 . 3 W a s s i n d d i e A p o k r y p h e n I h r e m I n h a l t n a c h ?
5 . 2 . 4 W a r u m w u r d e n d i e A p o k r y p h e n n i c h t i n d i e S c h r i f t e n a u f g e n o m m e n ? 5 . 3 E n t s t e h u n g d e r A p o k r y p h e n
5 . 3 . 1 B i b l i s c h e E i n o r d n u n g
5 . 3 . 2 G e s c h i c h t l i c h e E i n o r d n u n g
5 . 4 E i n f l u s s a u f d a s C h r i s t e n t u m
6. Die Gn o st ik
6 . 1 D e f i n i t i o n d e s G n o s t i z i s m u s
6 . 2 F a s zi n a t i o n d e s G n o s t i z i s m u s
6 . 3 D i e G e s c h i c h t e d e r c h r i s t l i c h e n G n o s t i k
6 . 4 D i e S c h r i f t e n a u s N a g H a m m a d i
6 . 4 . 1 W a s i s t N a g H a m m a d i?
6 . 4 . 2 H i n t e r g r u n d , I n h a l t u n d V e r f a s s e r d e r S c h r i f t e n
6 . 4 . 3 D e r D r e i t e i l i g e T r a k t a t
7. Au f lis tu n g d e r Sch rift en
7 . 1 A p o k r y p h e n d e s A T
7 . 2 A p o k r y p h e n d e s N T
8. Bed eu t en de Sc h ri f ten
8 . 1 D a s K i n d h e i t s e v a n ge l i u m d e s T h o m a s
8 . 1 . 1 D i e K i n d h e i t s e v a n g e l i e n
8 . 1 . 2 E n t s t e h u n g
8 . 1 . 3 T i t e l u n d V e r f a s s e r
8 . 1 . 4 I n h a l t u n d D e u t u n g
8 . 1 . 5 F a s s u n g e n
8 . 1 . 6 Z u s a m m e n h a n g m i t d e m T h o m a s - E va n g e l i u m
8 . 2 D a s T h o m a s e v a n g e l i u m
8 . 2 . 1 W e r w a r T h o m a s ?
8 . 2 . 2 W a s i s t d a s T h o m a s - E v a n g e l i u m ?
8 . 2 . 3 G n o s t i s c h o d e r n i c h t g n o s t i s c h?
8 . 2 . 4 D i e A b h ä n g i g k e i t d e s T h o m a s - E v a n g e l i u m s
8 . 2 . 5 O r t u n d Z e i t d e r E n t s t e h u n g
8 . 2 . 6 T h e o l o g i s c h e M o t i ve
9. Sch lu s s fo lg e ru n g en
10 . W eit er e wich t ig e B eg ri ff e
11 . Qu el len n a ch we is
12 . B ild n a ch we is
13 . Li t er at urv er ze i ch n is
14 . Leb en s lau f - Cu rr i cu lu m Vi t ae
3. Kurzfassung - Abstract
Die „Texte am Rande der Bibel“, wie sie auch genannt werden, widersprechen oft wichtigen Aspekten der anerkannten Verse der Bibel. Doch warum wurden solche Darstellungen des Leben Jesu und seiner Gefolgschaft von den Kirchenvätern nicht akzeptiert, ja früher sogar verboten? Wer schrieb solche Texte überhaupt? Was genau macht die Apokryphen zu etwas allgemein nicht Anerkanntem? All diese Fragen werde ich versuchen, auf den folgenden Seiten zu beantworten, sofern dies sinnvoll beziehungsweise möglich ist. Dabei werden speziell die bekannteren apokryphen Evangelien wie beispielsweise das Thomas-Evangelium oder die Kindheitsevangelien behandelt. The so called textes on the brink of the bible, contradict often important aspects of the recognized bible. But why aren´t these visions of the life of Jesus and his fellowship accepted from most people? Who even wrote such texts? What exactly are the reasons for that the Apokyrphs are not respected? I will try to find an answer for most of that questions - so far it is possible - on the following sites. Especial we´ll consider the more popular gospels like “Gospel of Thomas” or the gospels wich treat Jesu´s childhood.
4. Vorwort
Gott ist der Heiland, Gott ist der Retter, Gott ist der Größte und der Beste. Dies sind die Dinge, welche unsere Priester und Gelehrten uns zu vermitteln versuchen. Egal, ob man in die Kirche geht, oder einen Blick in den Religionsunterricht unserer Volksschulen wirft, das Einzige, was uns, den Christen vermittelt wird, ist, dass Gott einfach perfekt ist. Der Gnostiker aber fragt sich: Kann es denn nicht sein, dass die Geschichten, die die Bibel erzählt, der Subjektivität des oder der Schreiber unterliegen und uns nur durch die Augen jener damaligen Beobachter sehen lassen? Kann es denn nicht sein, dass Jesus gar nicht dem Bild, welches den Menschen vorgesetzt wird, entsprochen hat? Vielleicht hat Jesus nicht nur Gutes getan, vielleicht hat er ja selbst auch Menschen getötet? Und genau das hat er auch getan, wenn man den Gnostikern Glauben schenken darf. Zumindest will uns das jener Prophet aus Syrien erzählen, dessen Evangelium von der Kirche nicht anerkannt wird, besser bekannt als Thomas.
Das Evangelium des Thomas ist nur eines der vielen, vielen Schriften, die Jesus und seine Taten aus einer anderen Sicht beschreiben. Oder die Dinge beschreiben, über die sich die anerkannte und aus der Sicht der Gnostiker „zurechtgerückte“ und „optimierte“ Bibel der Christen ausschweigt, weil eben diese Dinge vielleicht nicht so ganz dem perfekten Bild Gottes entsprechen. Die Anhänger des Gnostizismus geben als bestes Beispiel die Kindheit Jesus an. Haben Sie irgendwo in der Bibel darüber gelesen? Nein. Was würden Sie sagen, wenn Sie hören würden, Jesus hat, als er ein zwölfjähriger Junge war dutzende andere Kinder getötet? Sie würden sagen „Nein, das glaube ich nicht.“ Und dies ist der beste Beweis dafür, dass es unseren Kirchenvätern gelungen ist, jene zweifelhaften Aussagen der Gnostiker zu unterbinden. Diese Sammlung von Schriften, die von der Kirche nicht anerkannt werden, befasst sich aber nicht nur mit negativen Taten Jesu. Grundsätzlich kann man sagen, dass vieles, was der uns bekannten kanonischen Bibel widerspricht, verbannt wurde und als „apokryph“ abgetan wurde.
Ich war nie ein Anhänger der Bibel oder ein Kirchengeher und gerade deshalb, weil es mich faszinierte, Gott aus einem anderen Winkel zu betrachten, ihn nicht als das beschriebene Gute hinzunehmen, sondern ihn vielleicht sogar zu kritisieren, habe ich mich dazu entschlossen, über dieses komplexe und tiefgehende und darüber hinaus äußert interessante Thema eine Arbeit zu schreiben.
5. Die Apokryphen
Natürlich wurden hier längst nicht alle besprechungswürdigen Begriffe berücksichtigt - würde man dies tun, würde allein dieses Kapitel ein ganzes Buch füllen. Die wichtigsten Begriffe, die man benötigt um die folgenden Abhandlungen zu verstehen, werden hier erklärt. Weitere Fremdwörter werden dann an den Stellen behandelt, an denen sie auftreten oder im Kapitel 9 -Weitere wichtige Begriffe erklärt.
5.1.1 Was bedeutet „apokryph“?
„Apokryph“ ist ein griechisches Wort und bedeutet soviel wie verborgen, geheim. Auf Schriften wurde dieses Adjektiv erstmals von den Gnostikern angewandt. Diese behaupteten, biblio apokryphoi (verborgene Bücher) zu besitzen. Nach gnostischer Lehre durfte kein Außenstehender Einblick in die „geheimen Bücher“ nehmen. Die Kirche lehnte diese Schriften allerdings als Irrglaube ab und übertrug von da an den Begriff apokryph auf alle religiösen Schriften, die sie nicht zur Lesung an den Gemeinden zuließ. 1 Treffender als das griechische Adjektiv „apokryphos“, das sich im Laufe der Jahrhunderte für diese Schriftengruppe eingebürgert hat, wären aber Ausdrücke wie „pseudobiblisch“ oder „außerkanonisch“, da das Gemeinsame dieser Schriften ja keineswegs daher kommt, dass es sich um verborgene Geheimschriften handelt, sondern dass sie sich am Rand der von der Kirche anerkannten Heiligen Schrift (Kanon) angesiedelt haben. 2
5.1.2 Was bedeutet „kanonisch“?
Das theologische Gegenteil von apokryph ist das ebenfalls griechische Wort „Kanon“. Dies bedeutet Katalog, Richtschnur, Regel. Allgemein versteht man unter Kanon ein maßgebliches Verzeichnis, zum Beispiel das Verzeichnis der Pflichtlektüren eines Studenten. In der Theologie werden damit die als Urkunde göttlicher Offenbarung und Norm der kirchlichen Lehre maßgebliche Schriften des Alten und Neuen Testamentes bezeichnet, sozusagen der „Leitfaden des Glaubens“.
Man kann also im Allgemeinen sagen, dass alles, was nicht kanonisch ist, apokryph ist und umgekehrt. 3
Arbeit zitieren:
Markus Böhme, 2002, Die Apokryphen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Regierungszeit Ottos des Großen
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Hausarbeit, 27 Seiten
Die Idee der Wiedergeburt und der Erlösung im Hinblick auf das Thomas...
Theologie - Biblische Theologie
Seminararbeit, 22 Seiten
Die Nürnberger Gesetze (Unterrichtsentwurf Geschichte, 9. Klasse)
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg
Unterrichtsentwurf, 19 Seiten
Integration behinderter und nicht behinderter Kinder in der Grundschul...
Gemeinschaftskunde / Sozialkunde
Referat / Aufsatz (Schule), 24 Seiten
El Cantar De Mio Cid: Ein Vergleich des Heldenepos mit der Realität
Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde
Hausarbeit, 18 Seiten
Warum muss der Mensch durch Jesus Christus gerettet werden? Wer ist Je...
Theologie - Systematische Theologie
Seminararbeit, 21 Seiten
Rezension zum Aufsatz von Wolfgang Klafki: "Studien zur Bildungst...
Rezension / Literaturbericht, 7 Seiten
Motivation und Lernen: Die pädagogische Interessentheorie
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Seminararbeit, 14 Seiten
Versöhnung und Vergebung im Christentum und Islam
Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Die Lexik im "Cantar de Mio Cid"
Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde
Hausarbeit (Hauptseminar), 31 Seiten
Pauperismus im 19. Jahrhundert
Ursache - Auswirkung - Entwick...
Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
Hausarbeit, 12 Seiten
Entwicklung des Historismus und dessen Krise in der Moderne
Hausarbeit (Hauptseminar), 28 Seiten
Thomas Müntzer und der Bauernkrieg
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Hausarbeit (Hauptseminar), 24 Seiten
Blut für die Götter - Der Totenkult in Mexiko
Romanistik - Lateinamerikanische Sprachen, Literatur, Landeskunde
Seminararbeit, 20 Seiten
Friedrich Schillers Haltung zur Französischen Revolution
Stellungsnahme zur Revolution ...
Literaturwissenschaft - Vergleichende Literaturwissenschaft
Seminararbeit, 30 Seiten
Offener Unterricht bei Schülerinnen mit Körperbehinderung
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Seminararbeit, 20 Seiten
Das Sakrament der Eucharistie für schwerstbehinderte Kinder. Möglichke...
Theologie - Praktische Theologie
Hausarbeit, 15 Seiten
Markus Böhme hat den Text Die Apokryphen veröffentlicht
Markus Böhme hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare