Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis
1 1 1 1 Der „moderne“ Vampir Der „moderne“ Vampir - - romantisches Zerrbild romantisches Zerrbild des des Der „moderne“ Vampir Der „moderne“ Vampir - - romantisches Zerrbild romantisches Zerrbild des des
urspr ünglichen Mythos S. 4 ursprünglichen Mythos S. 4- - - ursprünglichen Mythos S. 4 -5 5 5 5 ursprünglichen Mythos 4
2 2 2 2 Grundlegende Grundlegende Informationen zum Thema „Anämie“ S. 5 Informationen zum Thema „Anämie“ S. 5- - - -12 12 12 12 Grundlegende Grundlegende Informationen zum Thema „Anämie“ S. 5 Informationen zum Thema „Anämie“ 5
2.1 Vielfalt von Anämien 5-6
2.2 Schwerpunkt eisenmangelbedingte Anämie
2.2.1 Ursachen
2.2.2 Symptome
2.2.3 Biochemische Grundlagen
2.2.3.1 Atmung und Blutkreislauf
2.2.3.2 Hämoglobin und Häm
2.2.4 Zusammenfassung
3 3 3 3 Historische und Historische und mythologische Grundlagen zum Thema „Südosteuropa“ mythologische Grundlagen zum Thema „Südosteuropa“ Historische und Historische und mythologische Grundlagen zum Thema „Südosteuropa“ mythologische Grundlagen zum Thema „Südosteuropa“
3.1 Leben im mittelalterlichen Südosteuropa - Schwerpunkt: Ernährung
3.2 Versuch zur Ermittlung des Eisengehalts in Nahrungsmitteln
3.2.1 Versuchsaufbau und -durchführung
3.2.2 Chemische Grundlagen
3.2.3 Prüfung der Nahrungsmittel
3.3 Ursprünglicher Vampirmythos
3.4 Zusammenfassung
4 4 4 4 Erneute Betrachtung der Problematik unter Einbeziehung der gewonnenen Erneute Betrachtung der Problematik unter Einbeziehung der gewonnenen Erneute Betrachtung der Problematik unter Einbeziehung der gewonnenen Erneute Betrachtung der Problematik unter Einbeziehung der gewonnenen
Erkenntnisse Erkenntnisse Erkenntnisse Erkenntnisse
4.1 Interpretation der Ergebnisse
4.2 Fazit in Bezug auf die These
5 5 5 5 Andere Mythen mit r Andere Mythen mit realer Grundlage ealer Grundlage Andere Mythen mit r Andere Mythen mit r ealer Grundlage ealer Grundlage
6 6 6 6 Anhang der Tabellen und Abbildungen über die Versuchsreihe Anhang der Tabellen und Abbildungen über die Versuchsreihe Anhang der Tabellen und Abbildungen über die Versuchsreihe Anhang der Tabellen und Abbildungen über die Versuchsreihe
7 7 7 7 Literaturverzeichnis Literaturverzeichnis Literaturverzeichnis Literaturverzeichnis
- 3 -
1 Der „moderne“ Vampir 1 Der „moderne“ Vampir -- romantisches Zerrbild des ursprünglichen Mythos romantisches Zerrbild des ursprünglichen Mythos 1 Der „moderne“ Vampir 1 Der „moderne“ Vampir - -romantisches Zerrbild des ursprünglichen Mythos romantisches Zerrbild des ursprünglichen Mythos
Faszination Vampir zu informieren. Einen regelrechten Fanatismus löste erst kürzlich die „BISs“-Reihe von S. Meyer aus, die Urwünsche des Menschen anspricht: Unsterblichkeit, ewige Jugend und unvorstellbare Schönheit, gekoppelt mit einer romantischen Liebesbeziehung, die aufgrund bereits genannter Aspekte „für immer und ewig“ halten müsste ... Doch war es dieses Geschöpf aus Meyers Romanen, das die Bevölkerung
im mittelalterlichen Südosteuropa in Angst und Schrecken versetzt hat? Klar ist, dass der Vampir vor allem durch die Medien eine stetige Aufwertung erfahren hat - der charmante, aber immer noch bösartige Blutsauger aus Stokers Roman wurde nach und nach zum perfekten, begabten und hinreißenden Jugendschwarm à la Edward Cullen aus der BISs-Reihe (verfilmt unter dem Titel „Twilight“) stilisiert - zum Glück ist er auch noch unsterblich ist und täte keinem Menschen etwas an.
Hier wird deutlich, dass der Volksglaube langsam, aber sicher unter den Tisch gekehrt worden ist; das moderne Vampirbild hat sich nach und nach immer weiter von den Grundlagen entfernt und wurde so positiv, dass es heute eine Art „Lösung für alles“ darstellt. Dabei muss gesagt werden, dass vieles, was als „authentische“ Information in literarische Werke aufgenommen wurde, nicht durch die ursprünglichen Sagen gestützt wird. Die Definition, die alle Merkmale des slawischen Vampirs zusammenfasst, lautet folgendermaßen: „Der Vampir ist ein wiederkehrender Toter, der sein Grab verlässt, um Lebenden das Blut auszusaugen, das Vieh zu ruinieren oder anderen Schaden zuzufügen“ (KREUTER, P. M. (2001) - Der Vampirglaube in Südosteuropa. Studien zur Genese, Bedeutung und Funktion. Rumänien und der Balkanraum.
- 4 -
S. 17). Doch so, wie dieser Mythos die Grundlage für zahlreiche romantische und euphemistische Erzählungen bildet, muss die Realität auch eine Basis für den Volksglauben gewesen sein. So stellt sich die Frage nach dem Ursprung des „wirklichen“ Vampirs. Ansätze und Erklärungsversuche gibt es viele - höchstwahrscheinlich ist der Mythos durch ein Zusammenspiel von Religion, Kultur, Urängsten und medizinischen Unwissens sowie diverser Erkrankungen zu erklären. Sie alle hier auf ihre Richtigkeit zu überprüfen würde den Rahmen dieser Seminararbeit sprengen. Daher soll der Schwerpunkt auf einem konkreten Aspekt liegen: Ist die eisenmangelbedingte Anämie eine der vielfältigen Ursachen für die osteuropäischen Sagen? Die These wird im Folgenden Schritt für Schritt überprüft: Was ist eigentlich Anämie und wie kommt sie zustande? Welche Anhaltspunkte liefert das Leben im mittelalterlichen Südosteuropa - vor allem mit Blick auf die Ernährung? Zum Dritten soll durch einen chemischen Versuch ein Eisennachweis in verschiedenen Lebensmitteln erfolgen, um die Plausibilität für eisenmangelbedingte Anämie im osteuropäischen Raum festzustellen. Zuletzt wird noch der Vampirmythos des Mittelalters mit Augenmerk auf die Anzeichen für Vampirismus betrachtet. Im Anschluss daran werden die Ergebnisse interpretiert und die anfängliche These auf ihre Richtigkeit untersucht.
Mein persönliches Anliegen ist es, den Blick für den Unterschied zwischen Legende und Belletristik zu schärfen und dem Leser eine Erkrankung näher zu bringen, die zwar viele in einer mehr oder weniger auffälligen Form betrifft, aber kaum jemandem bekannt ist.
2 Grundlegende Informationen zum Thema „Anä 2 Grundlegende Informationen zum Thema „Anämie“ mie“ mie“ mie“ 2 Grundlegende Informationen zum Thema „Anä 2 Grundlegende Informationen zum Thema „Anä 2.1 Vielfalt von Anämien 2.1 Vielfalt von Anämien 2.1 Vielfalt von Anämien 2.1 Vielfalt von Anämien
Was also zeichnet eine Anämie überhaupt aus? Synonymwörterbücher liefern die Begriffe „Blutarmut“ und „Blutmangel“, was zwar greifbarer klingt, aber wenig zum Verständnis beiträgt. Generell beschreibt der Begriff nicht nur eine Verringerung der Blutmenge, sondern auch eine zu geringe Konzentration an roten Blutkörperchen, die vor allem für den Sauerstofftransport im Körper zuständig sind (vgl. SCHÄFFLER, A., S. SCHMIDT (-) - Medizin und Gesundheit. Nachschlagewerk für Pflegeberufe, Ärzte und Patienten).
Anämien liegen vielfältige Ursachen zugrunde, die sich grob in drei Bereiche untergliedern lassen; zum einen gibt es die so genannte Erythropoesestörung, wobei „Erythropoese“ die Bildung der roten Blutkörperchen beschriebt. Dieser Prozess wird am häufigsten durch Eisenmangel beeinträchtigt (Näheres unter „2.2 Schwerpunkt eisenmangelbedingte Anämie“); auch ein Mangel
- 5 -
an Folsäure oder Vitamin B12 wirkt sich negativ auf die Erythropoese aus und kann zu Blutarmut führen - ebenso wie Niereninsuffienz oder Eisenverwertungsstörungen (zum Beispiel bei chronischen Entzündungen und Tumoren), diese Fälle treten jedoch sehr viel seltener auf. Als zweiten Ursachenbereich lässt sich die gesteigerte Hämolyse nennen. Hierbei findet die Produktion neuer roter Blutkörperchen in normalem Umfang statt, diese sind jedoch schneller als gewöhnlich nicht mehr funktionsfähig und werden frühzeitig abgebaut. Hierdurch verringert sich natürlich wieder die Konzentration der Erythrozyten und dies führt folglich zu Blutarmut. Das bekannteste Beispiel für eine hämolytische Anämie ist sicherlich die vererbbare Sichelzellenanämie, doch auch Vergiftungen oder Infektionen können Auslöser sein. Drittens tritt ein Blutmangel - wie der Name schon sagt - immer dann auf, wenn man größere Mengen an Blut verliert. Hierbei handelt es sich um den Verlust von ca. einem Drittel des gesamten Blutes, was beim Erwachsenen etwa ein bis zwei Litern entspricht. Dies kann unter anderem nach größeren Operationen oder Unfällen vorkommen; die binnen kurzem eintretende Folge ist ein Kreislaufversagen - in diesem Fall genauer: ein Volumenmangelschock (vgl. SCHÄFFLER, A., S. SCHMIDT).
Schon vor dem lebensbedrohlichen Stadium kann man jedoch Symptome beobachten, die auf eine Anämie - egal welcher Art - hindeuten. Anfangs sind es oft Erschöpfung beziehungsweise Müdigkeit, verbunden mit einer gewissen Blässe; schreitet die Anämie fort, kommen Kurzatmigkeit bei körperlicher Belastung und eine erhöhte Pulsfrequenz hinzu, da sonst nicht genügend Sauerstoff in jeden Bereich des Körpers transportiert werden könnte.
- 6 -
2.2 Schwerpunkt eisenmangelbedingte Anämie 2.2 Schwerpunkt eisenmangelbedingte Anämie 2.2 Schwerpunkt eisenmangelbedingte Anämie 2.2 Schwerpunkt eisenmangelbedingte Anämie 2.2.1 Ursachen 2.2.1 Ursachen 2.2.1 Ursachen 2.2.1 Ursachen
Nach diesem generellen Überblick stellt sich die Frage, wieso ausgerechnet Eisenmangel die Hauptursache für Blutarmut ist - ein schwerer Blutverlust klingt zumindest anfangs sehr viel plausibler und wahrscheinlicher. Immerhin wird ja genug Eisen mit der Nahrung aufgenommen. Oder?
Fakt ist: Vegetarier haben es schwerer, ihren täglichen Eisenbedarf von 12,0 Milligramm (als Mann) beziehungsweise 18,0 Milligramm (als Frau) zu decken, da Fleisch relativ viel Eisengenauer gesagt die verwertbaren Fe 2+ -Ionen- enthält. Angeführt wird die Liste jedoch von Leber, Niere und Herz, was eher selten auf einem deutschen Speiseplan steht. Erst danach folgen Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und grünes Gemüse, wobei der Eisengehalt hier schon bedeutend niedriger ist. Ein erschwerender Umstand besteht darin, dass „pflanzliches“ Eisen nicht so gut aufgenommen wird wie das tierischen Ursprungs, weil es in vegetarischer Kost als Fe 3+ vorliegt (ionisiert) und erst zu der für die Erythropoese brauchbaren Form Fe 2+ umgewandelt werden muss. Hinzu kommt, dass Vitamin C zwar die Eisenabsorption verbessert, jedoch schwarzer Tee sowie Kaffee ebenso wie verschiedene Milchprodukte die Aufnahme von Eisen hemmen, da sie dieses binden und so schwerer für den Körper verwertbar machen. Auch eine ausgewogene oder sogar fleischreiche Ernährung schützt also nicht vor Eisenmangelman nehme nur das empfohlene Glas frische Milch am Morgen, welches das Eisen im vorher verspeisten Wurstbrot „neutralisieren“ kann. (vgl. VOLLMER, G. (1990) - Lebensmittelführer. Inhalte, Zusätze, Rückstände. Band 1).
Dem aufmerksamen Leser wird außerdem nicht entgangen sein, dass Frauen generell mehr Eisen durch die Nahrung zuführen sollten. Dieser Umstand lässt sich dadurch erklären, dass Frauen durch ihre Menstruation regelmäßig Blut verlieren, das zusätzlich wieder „regeneriert“ werden muss - im Gegensatz zum Körper des Mannes, der im Normalfall nur die ständige Hämolyse, das heißt die Zersetzung der Erythrozyten, kompensiert.
Im Großen und Ganzen lässt sich also sagen, dass eine ausreichende Eisenzufuhr ohne Ergänzungsmittel (Eisenpräparate) allein durch eine ausgewogene Ernährungsweise gegeben ist, bei der auf gerbstoffhaltige Nahrungsmittel (schwarzer Tee, Kaffee) sowie auf zu viele Milchprodukte verzichtet wird (vgl. SCHÄFFLER, A., S. SCHMIDT).
- 7 -
Arbeit zitieren:
Ines Kniszka, 2010, Anämie als Grundlage für den Vampirmythos, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Biologie - Sonstige Themen: Anämie als Grundlage für den Vampirmythos ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Biologie - Sonstige Themen: neuer Titel erschienen: Anämie als Grundlage für den Vampirmythos
Ines Kniszka hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare