Zunächst einmal kann ich festhalten, dass Medienkonsum, vor allem der Konsum brutaler Medien, der Schulleistung schadet. So musste ich neulich auf der Homepage eines Schülers lesen, dass es sein Hobby sei, World of Warcraft, bekannt auch als WoW, zu spielen. Trotz der monatlichen Kosten von über 20 Euro, hat er sich ein Abo zugelegt. Wenn dieser Schüler gerne World of Warcraft spielt und dafür auch noch ordentlich viel Geld hinblättert, ist es nicht verwunderlich, dass er eben auch viel und lange World of Warcraft spielt. Sein investiertes Geld soll schließlich gut genutzt werden. Doch umso länger er spielt, umso weniger Zeit bleibt ihm für Hausaufgaben oder das Lernen für Arbeiten, umso weniger gut schneidet er ab, umso schlechter sind schließlich seine Noten. Wie man sieht, es handelt sich um eine Kettenreaktion, die man nur noch durch Auflösen des Abos - was nicht so leicht geht, weil man sich an Kündigungsfristen halten muss - oder durch Entfernen des Computers unterbrechen kann. Aber hier kommt ein weiterer Punkt ins Spiel: Die bereits erwähnte Studie der amerikanischen John-Hopkins-Universität behauptet, dass ein Computer die Schulleistung verbessere und ihr nicht schade. Dem kann man auch zustimmen, denn ohne die beliebte Internetseite Wikipedia, wäre so manches Referat nicht ohne Weiteres gut gelungen. Auch mit der Lateinübersetzung Caesars „De bello Gallico“ kann man so im Unterricht glänzen. Wie man sieht, unterstützt das Internet zwar oft die eigene Faulheit, es trägt aber gleichzeitig dazu bei, die eigne Schulnote zu verbessern. Hautzutage wäre ein Großteil der Schüler nicht mehr imstande, ein eigenes Referat ohne Internet und Computer zu verfassen, denn wie viele Haushalte besitzen noch eine mehrteilige Enzyklopädie, die man zur Informationsbeschaffung benutzen könnte?
Dem Computer kann man also sowohl die schadende, als auch die nützende Seite zuschreiben, aber wie es mit dem beliebten Zeitvertreib eines jeden Schülers aus - dem Fernseher?
Der Fernseher ist ein toller Kasten; Haben wir einmal Langeweile, so schalten wir ihn ein, setzen uns vor ihn und dösen genüsslich vor uns hin. Wir müssen nichts tun und werden auch noch wunderbar unterhalten. So eine Abwechslung ist besonders nach langen stressigen Schultagen willkommen. Auch ich würde mich lieber vor den Fernseher setzen und „chillen“, als eine mehrseitige Erörterung für Deutsch zu schreiben oder für eine Arbeit zu lernen.
Arbeit zitieren:
Tim Blume, 2009, Kann Medienkonsum den Schulleistungen schaden? –Eine Erörterung, München, GRIN Verlag GmbH
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