Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Empirismus und Sensualismus 3
3. John Locke (1632-1704) 3
3.1. Leben 3
3.2. Philosophische Ausrichtung 4
3.3. Bedeutende Werke 5
4. George Berkeley (1685-1753) 5
4.1. Leben 5
4.2. Philosophische Ausrichtung 5
4.3. Bedeutende Werke 6
5. David Hume (1711-1776) 6
5.1. Leben 6
5.2. Philosophische Ausrichtung 7
5.2.1. Ursache und Wirkung 8
5.2.2. Religion 10
5.2.3. Ethik und Moral 10
5.3. Politik 11
5.4. Ökonomie 12
5.5. Bedeutende Werke 13
6. Schlussbetrachtung 13
Bibliografie 14
1. Einleitung
Das Zeitalter der Aufklärung wird im 18. Jahrhundert in Europa eingeläutet. Kennzeichnend für diese geistesgeschichtliche Epoche sind die Abkehr von spekulativen Werten und die Hinwendung zur Herrschaft der Vernunft. Der philosophierende Mensch übernimmt mit seinem Denken Verantwortung für die Welt. Vordenker der Aufklärung sind die Rationalisten René Descartes und Baruch Spinoza auf französisch-niederländischer und Leibniz auf deutscher Seite sowie die Empiristen Locke, Berkeley und Hume auf englischer Seite. Auf die Letztgenannten, insbesondere David Hume, soll hier näher eingegangen werden. Die philosophische Grundausrichtung der Empiristen basiert vor allem auf der Ablehnung der Spekulation und dem Beharren auf der Erfahrung als der Grundlage allen Wissens und aller Philosophie.
2. Empirismus und Sensualismus
Empirismus (griech. empeiria = Erfahrung) ist eine philosophische Richtung, die darauf basiert, dass alle Erkenntnis auf Erfahrung beruht. Demnach gibt es keine Erkenntnis, bevor nicht entsprechende Erfahrungen gemacht worden sind. Ein wesentlicher Bestandteil des Empirismus ist der Sensualismus (lat. sensus = Empfindung, Sinn). Sensualismus wird diejenige erkenntnistheoretische Richtung genannt, die annimmt, dass alle Erkenntnis auf sinnliche Wahrnehmung zurückgeht. Demnach besteht zwischen Denken und Wahrnehmen kein wesentlicher Unterschied. Alle Resultate des Denkens lassen sich in Sinneswahrnehmungen auflösen. Erkenntnis ist also nur ein Produkt der Sinnesfunktionen.
3. John Locke (1632-1704)
3.1. Leben
John Locke wird am 29. August 1632 in dem englischen Dorf Wrington bei Bristol geboren. Er studiert an der Universität Oxford Chemie und Medizin und lehrt dort von 1661 bis 1664 Griechisch, Rhetorik und Moralphilosophie. Von 1675 bis 1679 lebt Locke in Frankreich, von 1683 bis 1688 in Holland. Sein zwischenzeitiger Aufenthalt in
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England ist nur von kurzer Dauer, da er den von der englischen Monarchie gepriesenen römischen Katholizismus ablehnt. 1688 kehrt mit der „Glorious Revolution“, die das Ende der autokratischen Herrschaft der Stuarts bedeutet, der Protestantismus und mit ihm Locke nach England zurück. Am 28. Oktober 1704 stirbt er in Oates bei Harlow/Essex.
3.2. Philosophische Ausrichtung
Nach John Locke kann sich nur derjenige philosophisch betätigen, der vorher die Möglichkeiten seines Verstandes überprüft hat. Fokussierung der Gedanken ist notwendiger als Abschweifung. Im Gegensatz zu Descartes bezweifelt Locke, ob sich die Umwelt mathematisch-logisch mit dem eigenen Verstand überhaupt erklären lässt. Außerdem stellt er den Gottesbegriff in Frage.
Locke sucht Antworten auf die Kernfrage: Was prägt das menschliche Bewusstsein? Entweder werden die Eindrücke mit den Sinnesorganen von außen aus der Umwelt angenommen (äußere Erfahrung - sensation), oder durch das Denken selbst mittels Selbstbeobachtung manifestiert (innere Erfahrung - reflexion). Angeborene Ideen, die in jedem Wesen und zu jeder Zeit gleich sind, gibt es nach Lockes philosophischer Überzeugung nicht. Vernunft steht damit über Spekulation.
Ohne Erfahrung ist das Bewusstsein leer. Er nennt es white paper, ein unbeschriebenes Blatt, oder tabula rasa, was im ursprünglichen Sinn gesäuberte Schreibtafel bedeutet. Auf diese Schreibtafel schreibt die Erfahrung das Wissen. Locke hebt damit die Bedeutung der Sinneserfahrung für die Konstitution des Wissens hervor. Die Erfahrung wird aus Handlungen und in Lernprozessen erworben. Nach Locke ist also nichts im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen gewesen ist.
Auch bei Locke taucht der Begriff der Idee auf. Ideen sind seiner Definition nach Inhalte des Bewusstseins. Nicht die Dinge (Substanzen) selbst gelangen durch Wahrnehmung ins Bewusstsein, sondern lediglich die Qualitäten der Dinge. Nach John Locke gibt es primäre und sekundäre Qualitäten. Zu den primären zählt er Ausdehnung und Gestalt der Körper, ihre Dichte, Anzahl sowie Bewegung und Ruhe (vgl. Störig, 2002, S. 398). Sie sind für jeden Betrachter gleich. Zum Beispiel kann niemand behaupten, dass ein Apfel gasförmig ist oder zwei Kilogramm wiegt. Wirklichkeit und Wahrnehmung hängen hier also unmittelbar zusammen.
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Die sekundären Eigenschaften sind je nach Betrachtungsweise unterschiedlich ausgeprägt. Als sekundäre Qualitäten bezeichnet Locke Farbe, Geschmack, Geruch, Temperatur und Schall. Im genannten Beispiel kann ein Apfel für den einen süß und für den anderen sauer schmecken.
Die sekundären Qualitäten können also nicht konstant auf die Dinge bezogen werden.
3.3. Bedeutende Werke
Concerning Human Understanding (1690) Two Treatises of Government (1690) Some Thoughts Concerning Education (1693) The Reasonableness of Christianity (1695)
4. George Berkeley (1685-1753)
4.1. Leben
George Berkeley wird am 12. März 1685 in der südirischen Grafschaft Kilkenny geboren. Er studiert und lehrt Theologie am Trinity College in Dublin, reist daraufhin durch ganz Europa. Schließlich versucht er auf den Bermuda-Inseln eine Kolonie zu gründen mit der Absicht, das Christentum zu verbreiten und die Amerikaner zu zivilisieren. Wegen mangelnder Unterstützung kehrt er nach Europa zurück. Anschließend bleibt Berkeley 18 Jahre lang Bischof im südirischen Cloyne. Er stirbt am 14. Januar 1753 in Oxford.
4.2. Philosophische Ausrichtung
Für George Berkeley ist ausnahmslos jede Wahrnehmung ein Phänomen des menschlichen Bewusstseins. Eine von der Wahrnehmung unabhängige Außenwelt gibt es für ihn nicht. Seiner Meinung nach ist ein Ding nichts als eine konstante Summe von Empfindungen im Bewusstsein (vgl. Störig, 2002, S. 401). Für ihn heißt Sein wahrgenommen zu werden. Nur was wahrgenommen wird oder wahrgenommen werden kann, hat laut Berkeley Bestand. Er relativiert an dieser Stelle, denn er ist nicht der
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Arbeit zitieren:
Björn Maatz, 2003, Britischer Empirismus und Sensualismus (Locke, Berkeley, Hume), München, GRIN Verlag GmbH
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