Jahre unternahm der italienische Staat erhebliche Anstrengungen, um einen weitere Einwanderung von Migranten zumindest zu erschweren. Noch Ende der neunziger Jahre wurde ein weiteres Migrationsgesetz verabschiedet. Mit diesem Gesetz glaubte der italienische Gesetzgeber, die in Italien lebenden Migranten besser integrieren zu können, aber auch die illegale Migration einzudämmen. Mit einer Quotenregelung sollte weiterhin die Einwanderung besser kanalisiert werden. Von Interesse ist weiterhin der Sachverhalt, dass von1990 bis zum 2002 der italienische Staat mehrfach sog. Legalisierungsverfahren, sog. sanatorie, durchgeführt hat, um Migranten, die sich illegal in Italien aufhielten, einen legalen Aufenthaltstitel anzubieten. Rund 1,2 Millionen Personen machten von diesem Angebot Gebrauch. Ein Verfahren, dass nicht in allen europäischen Staaten Praxis ist, aber in Italien, nach Auffassung von Maren Borkert, fester Bestandteil italienischer Einwanderungspolitik zu sein scheint. 5
Allerdings ist im Mai 2009 von der Mitte-Rechts-Allianz um Ministerpräsident Silvio Berlusconi ein Gesetz zur Bekämpfung illegaler Einwanderung und Kriminalität durchgesetzt worden. 6 Doch schon vorher wurde durch das rechtskonservative Parteienbündnis mehrfach eine Verschärfung der Einreisebestimmungen und der Abschiebungspraxis vorgenommen
Schon Anfang der neunziger Jahre wurde im Mittelmeerraum Italien zum primären Ziel von Migranten. Nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Staaten versuchten 1991 mehrere Zehntausend Albaner, das nahe Italien zu erreichen. Während die Flüchtlinge der ersten Welle noch eine auf drei Monate befristete Aufenthaltsgenehmigung erhielt, wurde ein Großteil der zweiten Fluchtwelle auf der Basis eines Rückführungsabkommens zwischen Italien und Albanien zurückgeführt. Ein bestimmter Teil dieser Flüchtlinge tauchte allerdings im Land unter.
Kritisiert wird in den Massenmedien, die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung nimmt diesbezüglich eine andere Position ein, nicht die Zuwanderung als solche, sondern die Begleitumstände des Asylrechts, Unterbringung, Ausbeutung der Arbeitskräfte durch illegale Beschäftigung. Mit der Erkenntnis mit der achtziger Jahre, dass Italien nicht mehr ein Auswanderungsland sondern ein Einwanderungsland
5 Borkert, Maren: Zuwanderung in Italien. Politikhistorie und die Erfassung des Migrationsphänomens, in Haug, Swiaczny, Migration in Europa, Heft 115, 2005, a.a.O., S. 55.
6 NZZ online vom 14.4.2009:
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/gesetz_gegen_migranten_in_italien_unter _dach_und_fach_1.2556429.html
geworden ist, herrschte bei der politischen Klasse insoweit eine positive Grundstimmung, die die multikulturelle Integration als erreichbares Ziel proklamierte. Als Folge kam es zur ersten großen Legalisierung von illegal eingereisten Zuwanderer. Bis Ende der achtziger Jahre wurde der Status von knapp190.000 Illegalen legalisiert. 7 Italien hat bisher fünf große Legalisierungskampagnen, wie bereits vorhin beschrieben, zugunsten der irregulären Migranten durchgeführt. Mehr als die Hälfte der zurzeit in Italien lebenden Ausländer verdankt ihren Status eine dieser Amnestien. Noch in den letzten Jahren sind folgende Einbürgerungen nach Angaben von eurostat vorgenommen worden:
2004 2005 2006 2007 2008 2009 Die von eurostat übermittelten Daten können nicht durch Daten der italienischen Statistikbehörde istat auf die Validität überprüft werden, da keine Angaben über die vorgenommenen Einbürgerungen vorhanden sind. 9 Ein bloßer Blick auf die oben aufgeführten Daten genügt, um die höchst unterschiedliche Einbürgerungsquote zu verdeutlichen. Um in Italien eingebürgert zu werden, wird kein besonderer Sprach-und Wissenstest eingefordert. Es genügt, dass der Antragsteller zehn Jahre seinen Wohnsitz in Italien hat. In der Regel wird die Aufgabe der bisherigen Staatsbürgerschaft durch den italienischen Staat verlangt. Die Aufgabe der jeweiligen bisherigen Staatsbürgerschaft ist allerdings nicht europaweit einheitlich geregelt. Vielfach wird die Beibehaltung der bisherigen Staatsbürgerschaft zumindest geduldet. 10
Die italienische Politik versucht, die massiv einsetzende Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten durch eine Quotenregelung zu steuern. Der Ministerpräsident ist nach der derzeitigen Gesetzeslage verpflichtet, alle drei Jahre ein Migrationsprogramm vorzubereiten.
7 vgl. Düvell, Europäische, a.a.O., S. 146
8
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&init=1&language=de&pcode=tps000 24&plugin=1 Abgerufen am 6.6.2011.
9 http://www.istat.it/cerca/?words=Naturalizzazione Abgerufen am 6.6.2011.
Für Italien besteht ein grundsätzliches Problem darin, dass trotz der ISTAT-Angaben die Datenlage zur Einwanderung als problematisch einzustufen ist. Ein bloßer Blick in die von ISTAT publizierten Daten genügt, um die Unzulänglichkeit der Daten festzustellen. Wie die meisten EU-Staaten hat auch Italien ein großes statistisches Problem mit der Erfassung der illigalen Migration, dem größten Problem zu Zuwanderung. Mit diesem Problem steht allerdings Italien nicht allein.
In den meisten Fällen sind die statistischen Angaben in der deutschsprachigen Literatur veraltet. Trotz aller Probleme sind die Daten von ISTAT unverzichtbar für die weitere Datenaufschlüsselung der in Italien lebenden Migranten. Die vom nationalen Statistikamt (INSTAT) überarbeiteten kommunalen Einwohnermelderegister stehen in „Konkurrenz“ zu den von Innenministerium erfassten Daten zu den Aufenthaltsgenehmigungen. So schätzt die italienische Caritas die faktische Höhe der in Italien lebenden Migranten erheblich höher ein als die offiziellen Zahlen. 11
Zu den wichtigsten Nationalitäten der in Italien lebenden Ausländer ist folgendes zu sagen:
2003 1.990.159 ausländische Staatsbürger (Stichtag jeweils der 31.12.) 2004
2005 2006 2007 2008 2009 Rund die Hälfte der offiziell Zugewanderten kommt aus Osteuropa. Wobei rumänische Staatsbürger, fast in der gleichen Höhe wie in Spanien, die zahlenmäßig größte Gruppe darstellt. 13
Die von der oecd erstellten Daten bezüglich der Migrationsströme sind mit den nationalen Statistikdaten nicht kongruent. Die oecd führt aktuell folgende Daten an
10 vgl. die in Europa vorgenommenen Einbürgerungen im Vergleich http://www.migration-info.de/mub_artikel.php?Id=060304 Abgerufen am 6.6.2011
11 Borkert, Maren: Zuwanderung in Italien. Politikhistorie und die Erfassung des Migrationsphänomens, in Haug, Swiaczny, Migration in Europa, Heft 115, 2005, a.a.O., S. 57.
12 Die Zahlen für 2005 2006 und 2007 werden in der von der Caritas erstellten Statistik aufgeführt.
http://www.caritasitaliana.it/materiali/Pubblicazioni/libri_2008/Dossier_immigrazione2008/Mat eriale/tedesco.pdf (S. 2f) Abgerufen am 20.2.2011.
13 http://www.istat.it/salastampa/comunicati/non_calendario/20101012_00/ Abgerufen am 17.2.2011
(auch muss berücksichtigt werden, dass die hier von Sopemi erstellen Daten keine empirische Wiedergabe ist, letzlich sind es nur Schätzungen):
Migranten (migranten inflows)
davon Studenten Saisonarbeiter
Bei einem direkten Vergleich mit ISTAT (italienische Statistikbehörde) stellt sich die Zuwanderung wie folgt dar (die Abweichungen zu Sopemi) sind beachtlich:
424.8 (in Tausend) Ein bloßer Blick auf die von der offiziellen italienischen Statistikbehörde istat erstellten Daten mit jener der oecd zeigt die nicht vorhandene Kongruenz auf. Dieser Sachverhalt hängt, wie an anderer Stelle bereits erwähnt, mit dem zum Teil nichtvergleichbaren Datenmaterial zusammen. Nach den Kriterien der OECD kann dann von Zuwanderung gesprochen werden, wenn die betreffenden Personen ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht erwirkt. Diese Definition wird aber nicht von allen Staaten geteilt. Noch problematischer ist die Datenerhebung im Zusammenhang mit den Fortzügen von Staatsangehörigen.
Das von der italienischen Caritas erstellte „Dossier Statistik Immigration 2008, XVIII Bericht Caritas Migrantes“ kommt aufgrund eigener statistischer Erfassungen zu anderen Ergebnissen. Für Ende 2007 schätzt die Caritas die in Italien lebenden
14 für 2003 keine Daten abrufbar
15 http://dx.doi.org/10.1787/430155301562
16 http://www.oecd.org/dataoecd/6/48/45628356.pdf
17 http://www.istat.it/ Popolazione straniera residente in Italia e bilancio demografico - Anni 2003-2008
http://translate.google.de/translate?hl=de&sl=it&tl=de&u=http%3A%2F%2Fwww.istat.it%2F& anno=2
Ausländer zwischen 3.800.000 und 4.000.000 ein. 18 Diese Zahl ergibt einen prozentualen Anteil der Gesamtbevölkerung von rund 6,7 %.
Diese Zahlen werden wiederum durch die Eurostat-Daten gestützt. Nach Angabe dieser Institution halten sich in Italien 2009 folgende ausländische Staatsangehörige auf. Nicht erfasst werden natürlich in diesen Zahlen die nichtdokumentierte Migration:
2009
Italien 3.891.3 (in Tausend) 6.5 % (in Prozent der Gesamtbevölkerung) im Vergleich dazu Deutschland 7.185.9 8.8 % Spanien 5.651.0 12.3 % 19
2008
Italien 3.433 5.8 % Deutschland 7.255 8.8 % Spanien 5.262 11.6 % 20
Während ISTAT für Italien lediglich diejenigen Ausländer statistisch erfasst, die über eine Aufenthaltsgenehmigung verfügen, erfasst die Caritas auch jene, die über dieses Papier noch nicht verfügen. Die von der Caritas erstellten Daten, stellen zudem fest, dass für das Jahr 2008 67,1% der in Italien lebenden Migranten in einem Arbeitsverhältnis stehen, während dies nur für 58,1 % der Italiener gilt. Die Statistik sagt allerdings nichts über die Berufsfelder der arbeitenden Migranten aus. Die Arbeitslosenquote wird mit 8,3 % angegeben, wobei einige Migrantengruppen, hier müssen die aus Marokko genannt werden, eine drei Mal höhere Arbeitslosenrate
http://www.caritasitaliana.it/materiali/Pubblicazioni/libri_2008/Dossier_immigrazione2008/Mat eriale/tedesco.pdf Abgerufen am 20.2.2011
19 http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/3-07092010-AP/DE/3-07092010-AP-DE.PDF Abgerufen am 1.3.2011
20 Daten nach Eurostat http://www.eds-destatis.de/de/press/download/2009/12/184-2009-12- 16.pdf
aufweisen. 21 Positiv wird nach italienischen Angaben vermerkt, wonach zunehmend Migranten den Weg der Selbständigkeit wagen.
Bei einer kritischen Lektüre der angebotenen Daten ist die geradezu euphorische Berichterstattung der italienischen Caritas festzustellen. Problemkonstellationen mit der italienischen Mehrheitsgesellschaft aufgrund der massiven Zuwanderung werden kaum reflektiert bzw. statistisch geglättet dem Leser vermittelt. Eine Reflektierung über die auch in Italien festzustellende Segregation von einzelnen Migrantenethnien wird nicht geleistet. Allerdings geht die Studie auch auf das Problemfeld der Kriminalität im Zusammenhang mit der „ausländischen Bevölkerung“ ein. 22 Hier bleibt die Datenlage schwach, sie soll allerdings an dieser Stelle nicht weiter vertieft werden.
EU-27-Raum: Stichtag Jan.2010
Polen (Die Zahl der Ende 2007 in Italien lebenden Rumänen wir von der Caritas mit 624.741 Personen angegeben, wobei sich tatsächlich auf der Basis der nichtdokumentierten Einwanderung nach Einschätzung der Caritas rund 1 Millionen Rumänen zu diesem Zeitpunkt in Italien aufhalten.)
Nicht-EU-Raum: Stichtag Jan. 2010
Marokko China Rep. 188.352 Ukraine Philippinen 123.584 Indien Moldawien 105.600 Tunesien Mazedonien 92.847 21 Alle genannten Daten aus Dossier Statistik Immigration 2008, XVIII Bericht Caritas Migrantes. Den Straßen der Zukunft entlang .Traduzione di Valérie Hofe - Scalabrini International Migration Institute, S. 4ff.
22 Dossier Statistik Immigration 2008, XVIII Bericht Caritas Migrantes, a.a.O., S. 8f.
23 Popolazione straniera residente per sesso e paese di cittadinanza - primi 16 paesi, al 1° gennaio 2009 e 201.
24 Diese Quelle gibt die Zahlen der albanischen und marokkanischen Einwanderer Ende 2007 an.
http://www.caritasitaliana.it/materiali/Pubblicazioni/libri_2008/Dossier_immigrazione2008/Mat eriale/tedesco.pdf Abgerufen am 20.2.2011
Ecuador Ägqpten Wie aus der oben angegebenen Statistik entnommen werden kann, ist insbesondere die albanische Zuwanderung nach Italien beeindruckend, wenn berücksichtigt wird, dass 2008 in Albanien nach offiziellen Angaben 3.619.778 Einwohner gemeldet sind. 26
Grundsätzlich muss bei diesen oben angegeben statistischen Daten davon ausgegangen werden, dass bei einem Statistikvergleich erhebliche Divergenzen festzustellen sind. Es kann davon ausgegangen werden, dass die von der Caritas gemeldeten statistischen Daten der Realität am ehesten entsprechen. Die tatsächliche Zahl der in Italien lebenden Migranten dürfte erheblich höher als die von der Istat gemeldeten sein.
Von Interesse im Kontext der afrikanischen Zuwanderung lässt sich feststellen, dass 617.271 Personen aus dem afrikanischen Raum sich in Italien legal aufhalten. Für das Jahr 2009 ist die Zuwanderung aus Gesamtafrika auf 941.211 Personen gestiegen. 27 Die weiteren Personen aus diesem Raum sind statistisch zu vernachlässigen. Alleine aus den beiden EU-Staaten Rumänien und Polen halten sich knapp eine Millionen Migranten legal in Italien ab. Angaben über die vermutete Zahl der in Italien lebenden illegalen Migranten können in den Istat-Statistiken nicht entnommen werden.
In der Medien-Öffentlichkeit wird in Italien aber auch in den übrigen EU-Staaten der Eindruck vermittelt, dass nach Italien primär eine illegale afrikanische Einwanderung stattfindet. Wie immer sind die Daten über die Zahl der in Italien lebenden Einwanderer ohne legalen Status sehr kritisch zu sehen. Die Europäische Kommission nennt Zahlen für das Jahr 2009 zwischen Minimum 279.000 und
25 Popolazione straniera residente per sesso e paese di cittadinanza - primi 16 paesi, al 1° gennaio 2009 e 201.
http://www.istat.it/salastampa/comunicati/non_calendario/20101012_00/testointegrale20101012.pdf Abgerufen am 17.2.2011
26 Angaben nach CIA World Factbook - Version Mai 16, 2008
27 Cittadini non comunitari regolarmente presenti per sesso, area geografica e singolo paese di cittadinanza, al 1° gennaio 2009 http://demo.istat.it/altridati/noncomunitari/index.html Abgerufen am 21.2.2011.
maximal 461.000 Personen ohne legalen Status. 28 Diese Zahlen sind aber nur grobe Schätzungen auf der Basis bestimmter Indikatoren.
Wie für die Staaten in Nordeuropa stellt der Ehegatten- und Familiennachzug zu den in Italien lebenden Ausländer mit einer Aufenthaltsgenehmigung die zahlenmäßig größte Zuwanderung dar. Alleine in der Phase 1994 bis zum Jahr 2000 hat stieg die Zahl der Aufenthaltsgenehmigungen von rund 120.000 auf rund 340.000. 29
Alle verfügbaren statistischen Daten weisen darauf hin, dass ein großer Teil der in Italien, wie in Spanien, lebenden Migranten das Land nicht mehr verlassen werden. Sie werden ein Teil der italienischen Gesellschaft werden. Trotzdem dürften die strukturellen Problem nicht unerwähnt bleiben. Insbesondere in den Großstädten, darin unterscheiden sich die italienischen nicht von anderen europäischen Großstädten, wird eine ethnische Veränderung eintreten. In Mailand beträgt nach Angaben der Caritas für Ende 2007 der Anteil der „Nichtitaliener“ rund 14 % mit stark steigenden Tendenz. Wird eine ungenügende Steuerung der Zuwanderung von allen italienischen Bürgern als „kulturelle Bereicherung“ empfunden? Werden italienische Städte noch als solche in wenigen Jahrzehnten zu erkennen sein?
Im Kontext der italienischen Einwanderung sollte aber auch die Auswanderung (brain drain) erwähnt werden. Diese Tendenz ist wiederum ein gesamteuropäisches Phänomen. Am Beispiel Italiens ist dieser Sachverhalt gut dokumentierbar. Trotz und vielleicht gerade wegen der massenhafter Einwanderung ist die Abwanderung von Hochschulabsolventen nach Übersee bzw. in die europäischen Nachbarstaaten beträchtlich.
28 Europäische Kommission SIZE AND DEVELOPMENT OF IRREGULAR MIGRATION TO THE EU CLANDESTINO Research Project. Counting the Uncountable: Data and Trends across Europe. Oktober 2009, S 5. http://irregular-migrati
on.hwwi.de/typo3_upload/groups/31/4.Background_Information/4.2.Policy_Briefs_EN/Compa rativePolicyBrief_SizeOfIrregularMigration_Clandestino_Nov09_2.pdf
29 vgl. Currle, Migration, a.a.O., S 304
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Karl-Heinz Pröhuber, 2011, Italien und die Migrationsproblematik, München, GRIN Verlag GmbH
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