Huber , M. 1
Inhalt
1 Abstract 2
2 Definition des Begriffes Partei. 3
3 Wahlsysteme beider Länder 4
3.1 Das Wahlsystem der Bundesrepublik Deutschland. 5
3.2 Das Wahlsystem der V. französischen Republik 6
3.3 Stimmberechtigte Wähler 6
4 Indikatoren zur Beschreibung von Parteiensystemen. 7
4.1 Der Indikator Format. 7
4.2 Der Indikator Fragmentierung. 8
4.3 Der Indikator effektive Parteienzahl. 9
4.4 Der Indikator Volatilität 9
4.5 Der Indikator Exklusion. 9
5 Ergebnisse. 10
5.1 Der Indikator Format im Vergleich. 10
5.2 Der Indikator Fragmentierung im Vergleich 10
5.3 Der Indikator effektive Parteienzahl im Vergleich 11
5.4 Der Indikator Volatilität im Vergleich. 11
5.5 Der Indikator Exklusion im Vergleich. 12
6 Diskussion 13
7 Literatur 16
8 Ehrenerklärung 17
Auswirkungen und Prognosefähigkeit von Wahlsystemen 2
1 Abstract
Die vorliegende Arbeit geht der Fragestellung nach: Inwiefern haben Wahlsysteme einen Einfluss auf die Parteisysteme und lassen sich aufgrund eines Wahlsystems vorhersagen über die Beschaffenheit eines Parteiensystems treffen. In einem ersten Schritt werden unterschiedliche Ansichten, zu dieser Fragestellung, aufgezeigt. Die hier angeführten Autoren sind: Hermens, Duverger, Niedermayer und Nohlen.
In einem weiteren Schritt werden die eingesetzten Messinstrumente eingeführt. Diese Arbeit fußt auf den empirisch-qualitativen Indikatoren für Parteiensystem, wie sie Niedermayer 1992 zusammenfasste.
Die anschließende Diskussion interpretiert und kommentiert die gefundenen Ergebnisse.
Huber, M. 3
2 Definition des Begriffes Partei
Bei einem Blick in die Literatur fällt auf, wie viele unterschiedliche Varianten der Definition des Parteienbegriffes zu finden sind. Ein einfaches Beispiel hierfür liefert R. O. Schultze (Schultze 2002). Hier ist unter dem Schlagwort Partei folgende Definition zu finden: „ Partei (P. von lat. pars = Teil, Abteilung) meint im allgemeinsten Begriffsverständnis eine Gruppe gleichgesinnter Bürger, die sich die Durchsetzung gemeinsamer polit. Vorstellungen zum Ziel gesetzt haben.“ Eine deutlich komplexere Vorstellung von dem was sich hinter dem Begriff Partei verbirgt, bringt Max Weber zu Papier. Er definiert den Begriff Partei auf folgende Weise: „ Parteien sollen heißen auf freier Werbung beruhende Vergesellschaftungen mit dem Zweck, ihren Leitern innerhalb eines Verbandes Macht und ihren aktiven Teilnehmern dadurch Chancen zuzuwenden. (...) Parteien sind Begrifflich nur innerhalb eines Verbandes möglich, dessen Leitung sie beeinflussen oder erobern wollen. Parteien können alle Mittel zur Erlangung der Macht anwenden. Da wo die Leitung durch freie Wahl besetzt wird (...), sind sie primär Organisationen für die Werbung von Wahlstimmen“ (Weber 1976). Diese Definition beinhaltet, dass sich Parteien einem Wettkampf um die Gunst der Wähler stellen müssen, und sich somit in gegenseitiger Konkurrenz zueinander befinden. Dieser kompetitive Charakter stellt ein Merkmal einer demokratischen Parteienlandschaft dar, und lässt bzw. lies sich nicht in Einparteienregime, Bsp. Russland, Türkei oder Portugal nach dem ersten Weltkrieg, oder in den Ländern, welche nach dem zweiten Weltkrieg unter dem sowjetischen Herrschaftsmodell standen, finden. Betrachtet man nun sowohl die Bundesrepublik Deutschland als auch die V. französische Republik, so kann man beiden Ländern ohne weiteres den kompetitiven Charakter ihrer Parteisysteme zuschreiben.
Auswirkungen und Prognosefähigkeit von Wahlsystemen 4
3 Wahlsysteme beider Länder
Um einen Vergleich der Parteienlandschaften in Frankreich und Deutschland machen zu können, bedarf es eines Blickes auf die jeweiligen Wahlsysteme. Die Art und Weise wie gewählt wird und der Einfluss auf die Zusammensetzung des Parteiensystems ist in der Literatur eine Diskussion mit langer Geschichte. Bereits 1941 postulierte Hermens, dass eine Verhältniswahl zwangsläufig zu einer Fragmentierung des Parteiensystems und eine Wahl nach dem
Mehrheitswahlsystem zum Zweiparteiensystem führe. Knapp zwanzig Jahre später formulierte Duverger (Duverger 1954) seine drei Formeln des Einflusses des Wahlsystems auf das Parteiensystem. Interessant ist zu sehen, dass es keinen empirisch nachweisbaren Befund für die Richtigkeit der Aussagen eines Einflusses des Wahl- auf das Parteiensystem gibt. Somit existiert also „kein monokausaler Zusammenhang zwischen Wahlsystem und Parteisystem“ (Niedermayer 1992). Wenn aber kein monokausaler Zusammenhang besteht, aus welchem Grund bedarf es dann eines Blickes auf die unterschiedlichen Wahlsysteme ? Wahlsysteme haben ,wie alle Systeme, eine Auswirkung. Die Wirkung der Wahlsysteme besteht in einer allgemeinen Tendenz in „Richtung ihrer Repräsentationsziele“, was bedeutet, das sder Mehrheitswahl eine „mehr konzentrierende, die Zahl der Parteien verringernde Wirkung, als der Verhältniswahl“ (Nohlen 2002), zugeschrieben werden kann. Wenn es also zwar keine monokausalen Zusammenhänge gibt, so doch zumindestens beeinflussende Tendenzen. Dies ist der entscheidende Punkt, weshalb in dieser Arbeit ein Blick auf die beiden unterschiedlichen Wahlsysteme in Deutschland und Frankreich geworfen wird.
Arbeit zitieren:
Mario Huber, 2003, Auswirkung und Prognosefähigkeit von Wahlsystemen auf Parteiensysteme am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland und der V. französischen Republik, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
'Ziviler Ungehorsam' im Kontext des Konzeptes 'deliberativ...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 19 Seiten
Kommentar zu Jürgen Habermas "Die postnationale Konstellation&quo...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Rezension / Literaturbericht, 7 Seiten
Universität als Unternehmen: Ranking als Evaluationsinstrument
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 22 Seiten
Das französische Parteiensystem
Politik - Internationale Politik - Region: Westeuropa
Seminararbeit, 23 Seiten
Freizeittrends im Tourismus - Auswirkungen und Handlungsmöglichkeiten ...
Studienarbeit, 23 Seiten
Ist die europäische Identität ...
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Hausarbeit (Hauptseminar), 34 Seiten
Haben wir zu viel oder zu wenig Verwaltung in unserem Land
Seminararbeit, 22 Seiten
Der Konflikt in der Demokratischen Republik Kongo - ein 'neuer'...
Politik - Internationale Politik - Region: Afrika
Hausarbeit (Hauptseminar), 41 Seiten
Der Einfluss der Medien auf das Wahlverhalten
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
Hausarbeit, 13 Seiten
Das Privilegium Minus. Das Dokument und seine Bedeutung
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Hausarbeit, 16 Seiten
Regionale Wirtschaftsintegration in Südamerika: Der MERCOSUR
Seminararbeit, 27 Seiten
Die Europäische Identität - Grundlage für die Behebung des Demokratied...
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Hausarbeit (Hauptseminar), 24 Seiten
Einheit in den Köpfen? Die politische Kultur in Ost- und Westdeutschla...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit (Hauptseminar), 29 Seiten
Mario Huber's Text Auswirkung und Prognosefähigkeit von Wahlsystemen auf Parteiensysteme am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland und der V. französischen Republik ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Mario Huber hat den Text Auswirkung und Prognosefähigkeit von Wahlsystemen auf Parteiensysteme am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland und der V. französischen Republik veröffentlicht
Mario Huber hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare