Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Vorbereitende Schritte. 1
2.1. Kontextabgrenzung. 3
2.2. Kontexteinordnung 4
3. Sprachlich-syntaktische Analyse 7
3.1. Phonetische Analyse. 7
3.2. Textsyntax. 7
3.3. Satzsyntax 8
4. Semantische Analyse. 8
4.1. Narrative Analyse 8
4.2. Textsemantische Analyse 10
4.3. Wortsemantische Analyse 10
5. Pragmatische Analyse 12
5.1. Explizite Leserlenkung. 12
5.2. Der historische Kontext. 14
6. Nachwort 15
Literaturverzeichnis 16
Der Abschnitt Mk 15,22-39, die „Kreuzigung“, steht mit dem Tod Jesu erzähllogisch am Ende des Evangeliums, bildet aber nicht seinen Schluss. Dennoch ist mit dem Tod eines Menschen immer auch ein Kulminationspunkt einer Erzählung erreicht und der Sterbende selbst, wie auch andere Beteiligte werden zu einer Stellungnahme über diesen Menschen herausgefordert.
Interesse dieser Arbeit soll deshalb neben der Ermittlung der Aufbaus dieses Textes vor allem die Beantwortung der Frage sein, wie der Autor in diesen Versen das von ihm entworfene „Messiasgeheimnis“ auflöst und in welchem Zusammenhang dazu die einzelnen Akteure der Szenerie dazu stehen.
2. Vorbereitende Schritte
Für die exegetische Arbeit wurde Mk 15,22-39 gewählt. Die Arbeitsübersetzung beruht auf der griechisch-deutschen Interlinearübersetzung nach der 26. Auflage des Novum Testamentum Graece von Nestle-Aland 1 .
22 Und sie führen ihn an den Golgota Ort,
was ist übersetzt werdend „Schädels Ort“. 23 Und sie wollten geben ihm mit Myrrhe gewürzten Wein; er aber nicht nahm (ihn).
24 Und sie kreuzigen ihn, und sie verteilen unter sich - seine Kleider, werfend (das) Los über sie, wer was nehmen solle.
25 (Es) war aber (die) dritte Stunde, und sie kreuzigten ihn.
1 Das Neue Testament. Interlinearübersetzung griechisch-deutsch; griechischer Text nach der Ausgabe von Nestle-Aland (26. Auflage)/ übersetzt von Ernst Dietzfelbinger. 3., vom Übersetzer durchgesehene Auflage. Neuhausen/Stuttgart 1989, 215-217.
2
26 Und (es) war die Aufschrift - seiner Schuld daraufgeschrieben: Der König der Juden. 27 Und mit ihm kreuzigen sie zwei Räuber, einen zu (seiner) Rechten und einen zu seiner Linken.
29 Und die Vorübergehenden lästerten ihn, schüttelnd - ihre Köpfe und sagend:
31 Gleichermaßen auch die Oberpriester, verspottend, zu- einander mit den Schriftgelehrten sagten:
Und die Mitgekreuzigten mit ihm schmähten ihn.
33 Und (als) geworden war (die) sechste Stunde, Finsternis wurde über das ganze Land bis zur neunten Stunde.
34 Und in der neunten Stunde schrie - Jesus mit lauter Stimme: Eloi eloi lema sabachtani? was ist übersetzt werdend:
- Mein Gott, - mein Gott, warum hast du verlassen mich?
35 Und einige der Dabeistehenden, (dies) gehört habend, sagten: Siehe, Elija ruft er.
36 Gelaufen aber einer und gefüllt habend einen Schwamm mit Essig, gelegt habend um einen Rohrstock, wollte zu trinken geben ihm, sagend:
37 - Aber Jesus, ausgestoßen habend einen lauten Schrei, hauchte aus (seinen Geist).
38 Und der Vorhang des Tempels zerriss in zwei (Teile) von oben bis unten.
39 (Dies) gesehen habend aber, der Zenturio - dabeistehende auf (der) gegenüberliegenden (Seite) von ihm, dass so er ausgehaucht hatte (seinen Geist), sagte:
Der vorliegende Abschnitt weist innerhalb nur weniger Verse eine Reihe von szenischen Gliederungsmerkmalen auf. Zwei Ortswechsel, vom Palasthof nach Golgota (15,16-21) und von dort zu den von weitem zusehenden Frauen (15,40), grenzen den Umfang der eigentlichen Kreuzigungsszene ab. Innerhalb dieser Verse fallen jedoch zwei Unstimmigkeiten auf: In Vers 33 wird von einer Finsternis berichtet, die das „ganze Land“ erfasst. Da sie aber auch auf Golgota stattfindet und den Gang der Ereignisse nicht beeinflusst, also eher eine Hintergrundinformation darstellt, ist ihre Erwähnung nicht als eigentlicher Ortswechsel zu betrachten. Des weiteren berichtet Markus davon, dass zum Zeitpunkt des Todes Jesu der Vorhang des Tempels zerreißt (15,38), ein Vorgang, der sich innerhalb der Stadt ereignet, also abseits und nicht beobachtbar vom Ort der eigentlichen Erzählung. Auch dieser Einschub stört die Erzählung nicht und stellt deshalb keinen Ortswechsel im eigentlichen Sinne dar.
Das Geschehen wird durch drei Zeitangaben gegliedert: Die dritte Stunde (15,25) ist der eigentliche Zeitpunkt der Kreuzigung, mit der sechsten Stunde
Arbeit zitieren:
Christoph Osterholt, 2000, 'Wahrlich, dieser Mensch war Gottes Sohn'. Die Darstellung des Todes Jesu nach Mk., München, GRIN Verlag GmbH
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