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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 03
2. Möglichkeiten der Erhöhung des Lernerfolgs 04
2.1 Erhöhen des Lernerfolgs durch visuelle Medien 04
2.2 Erhöhen des Lernerfolgs durch selbständige Verarbeitung 06
2.3 Erhöhen des Lernerfolgs durch Methodenkompetenz 07
3. Betrachtung von Medien 09
3.1 Modelle der Medienverwendung im Unterricht 09
3.1.1 Das Enrichment-Modell 09
3.1.2 das Medium als Operationsobjekt 09
3.2 Darstellung visueller Medien 10
4. Warum sollten Schüler selber Medien einsetzen? 12
5. Fazit 14
6. Kritik 15
7. Literatur 16
8. Bildnachweis 17
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1. Einleitung
Um dem Anspruch eines konstruktivistischen Lernkonzeptes gerecht zu werden, ist es notwendig, dass sich Schüler 1 mit Lerninhalten selbständig auseinandersetzen. Hierfür eignet sich der Einsatz visueller Medien durch die Schüler sehr gut. Sie werden ermuntert, sich bei der Erstellung solcher Medien intensiver mit dem Stoff zu beschäftigen und durchdringen die Inhalte bei einer erklärenden Umsetzung in Schaubilder, Grafiken oder Computerpräsentationen tiefer.
In dieser Arbeit möchte ich die lernpsychologischen und methodischen Hintergründe für den Einsatz visueller Medien beleuchten und mich mit einigen Möglichkeiten der Visualisierung auseinandersetzen. Da der Einsatz visueller Medien in jedem Unterrichtsfach möglich ist, habe ich auf fachspezifische Ausführungen verzichtet.
Die Arbeit gliedert sich in drei Hauptbereiche. Im ersten Bereich möchte ich meiner Argumentation die nötigen lernpsychologischen und methodologischen Hintergründe geben. Im Folgenden werde ich eine kurze Betrachtung von visuellen Medien und Sichtweisen auf deren Einsatzmöglichkeiten geben. Abschließend werde ich die dargestellten Theorien verknüpfen, um die Bedeutung des Einsatzes visueller Medien durch Schüler zu unterstreichen.
1 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Folgenden der Begriff Schüler als
geschlechtsneutraler Oberbegriff „Schülerinnen und Schüler“ Verwendung finden.
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2. Möglichkeiten der Erhöhung des Lernerfolgs
Um meiner Betrachtung der visuellen Medien einen lernpsychologischen Hintergrund zu geben, werde ich in diesem Kapitel beleuchten, wie und warum die Lernleistung durch diese Medien erhöht werden kann. Da in der Fachliteratur fast ausschließlich der Lerneffekt durch den Einsatz von visuellen Medien von der Lehrerseite aus betrachtet wird, möchte ich hier kurz darauf eingehen. Eigentliches Thema ist aber der selbständige Umgang mit diesen Medien und der Lerntheorien, die dahinter stehen.
2.1 Erhöhen des Lernerfolgs durch visuelle Medien
In seiner Definition von multimedialem Lernen betrachtet BERND WEIDEN-MANN (1997, S.68) die in Abbildung 1 dargestellte naive Darstellung der Behaltensleistung beim Einsatz verschiedener Medien. Nach WEIDENMANN gibt es keine wissenschaftliche Quelle für diese in der Medien- und Instruktionspsychologie sehr populäre Darstellung.
Abbildung 1: Behaltensleistung (in %) in Abhängigkeit der beteiligten Sinneskanäle.
Die in Abbildung 1 dargestellte Grafik basiert auf einer Summierungstheorie. Hier werden die Behaltensleistungen der verschiedenen Sinneskanäle aufsummiert, zum Beispiel „Hören und Sehen“ führen zu einer Behaltensleistung von 50 %, da sie sich aus den Werten für Hören (20%) und Sehen (30%) zusammensetzen. Diese Summierungstheorie lässt sich auf die deutlich ältere Realismustheorie zurückführen. Hier wird der reale Gegenstand wesent- lich höherwertiger als seine symbolische Darstellung eingeschätzt. Nach
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WEIDENMANN (1997) illustriert DALE (1946) die Realismustheorie gut in seinem „Erfahrungskegel“ (Abbildung 2).
Abbildung 2: Der „Erfahrungskegel“ von Dale.
Auch wenn Realismus- und Summierungstheorie kritisch zu betrachten sind, stellen sie doch nachweisbare Tendenzen dar. Nach WEIDENMANN (1997, S.69 f.) unterstützen die Doppelcodierungs-Theorie von Paivio (1986) und die Theorie der Hemisphären-Spezialisierung die oben dargestellten Theorien. Diese beiden Theorien gehen von der Annahme aus, dass Informationen je nach Codierung von verschiedenen kognitiven Systemen verarbeitet werden und somit zu verschiedenen Ausprägungen des Lerneffektes führen. Man kann also davon ausgehen, dass der Lerneffekt mit visuellen Medien höher ist, als mit rein text- oder sprachbasierten Medien.
Arbeit zitieren:
Martin Roffmann, 2002, Förderung des selbstbestimmten Lernprozesses unter Anwendung visueller Medien durch Schüler, München, GRIN Verlag GmbH
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