Einleitung
Der Konsum von Rauschmitteln hat eine lange Vergangenheit und lässt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Damals wurden Drogen als Heil- und Schlafmittel sowie als Rauschstoff genutzt und meist bei kultischen oder religiösen Ereignissen eingesetzt. Die wichtigsten Drogen waren die pflanzlichen Stoffe Meskalin und Psilocybin, die von dem Peyotl-Kaktus und den psychotropen Pilzen gewonnen wurden. Diese spezifischen Pflanzen mit halluzinogener Wirkung (Veränderungen der visuellen und akustischen Wahrnehmung, genannt: Halluzinogene) wurden speziell von Schamanen auf ihrer „magischen“ Reise in die Geisterwelt verwendet. Im 19./20. Jahrhundert hielten die Rauschdrogen dann Einzug in die Malerei, Literatur und Musik. Mit dem „Psychedelismus“, am Beginn der Moderne, kamen noch weitere Halluzinogene hinzu wie LSD und Cannabis, die Künstler zu einer spirituellen Reise ins Unterbewusste nutzten, um ihr Bewusstsein aufgrund von intensiven ästhetischen Wahrnehmungen zu verändern und zu erweitern. (vgl. Schmidbauer/Vom Scheidt 1989)
Als Drogen bezeichnet man psychotrope Stoffe, die durch ihre chemische Zusammensetzung auf das Zentralnervensystem einwirken und somit
Gegenwärtig wird unterschieden unter gesellschaftlich anerkannten Drogen wie Alkohol, Nikotin und Koffein sowie illegalen Drogen, wie Halluzinogene (LSD, Pilze), Cannabis, Kokain, Opiate (Opium, Heroin usw.), Amphetamine (Speed, Ecstasy) und anderen Substanzen. Neben Alkohol und Zigaretten gehören auch illegale Substanzen zur Alltagserfahrung vieler Jugendlicher und junger Heranwachsender. Infolgedessen nimmt das Drogenproblem weite Ausmaße an, da sich Angebotspalette und Nachfrage kontinuierlich erweitern. Neueste Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus dem Jahre 2004 zeigen auf, dass etwa jeder zweite Befragte der Jugendlichen und jungen Heranwachsenden zwischen 12 und 25 Jahren schon einmal mit Drogen experimentiert hat. (vgl. Schille/Arnold 2002)
Als Konsummuster findet man am häufigsten den Probier- oder Erstkonsum. Eine der fatalsten Folgen von Rauschmittelkonsum ist die (chronische) Abhängigkeit. Auf die Frage „Warum greifen Jugendliche zu illegalen Drogen?“ möchte ich in dieser
Das Wort „Sucht“ geht auf das Verb „siechen“ (althochdt.: siuchen, mittelhochdt.: siuchan) zurück und bedeutet, das Leiden an einer Krankheit. Diese Bedeutung findet sich in manchen Krankheitsbezeichnungen wie Schwindsucht oder Gelbsucht wieder. Sucht wird in der Alltagssprache auf eine zwanghafte Verhaltensweise bezogen, wie beispielsweise Eifersucht oder Tobsucht. (vgl. Drosdowski 1989) Im offiziellen Sprachgebrauch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) existierte der Begriff „Sucht“ von 1957-1964, doch angesichts der Schwierigkeiten der Begriffsdefinition, wurde der Begriff durch „drug-addiction“ ersetzt, der jedoch nur
Sucht ist eine psychische Störung mit Krankheitswert und drückt sich durch psychische und physische Abhängigkeit aus, ebenso ist es ein zwanghaftes Verhalten und kann auch an bestimmte Verhaltensweisen gebunden sein. Sucht entwickelt sich aus der Wechselbeziehung zwischen Individuum und Umwelt, „ist diese gestört, kann […] eine Droge als vermeintlicher Katalysator zur Überwindung eines als defizitär erlebten Zustandes benutzt werden.“ (vgl. Schille, Arnold 2002) In dem Klassifikationssystem (DSM-III-R) der WHO werden die typischen Kennzeichen der Drogenabhängigkeit wie folgt zusammengefasst:
• Trotz schädigender Wirkung wird der Drogengebrauch um jeden Preis fortgesetzt
• das Bedürfnis, die Einnahmedosis der Wirkung halber zu erhöhen (Toleranz)
• Konflikte im sozialen Nahraum und mit der Gesellschaft. (vgl. Schille/Arnold 2002)
1.2 Illegale Drogenarten und Drogenerleben
„Rauschgiftsucht (Medikamentensucht, Toxikomanie) ist nach der Definition der WHO ein Zustand periodischer oder chronischer Intoxikation, der durch
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wiederholten Gebrauch einer - natürlichen oder synthetischen - Droge hervorgerufen und für das Individuum und die Gemeinschaft schädlich ist.“ (vgl. Huber 1987)
Zu den verbreitetsten illegalen Drogen zählen Cannabis, Kokain, LSD, Amphetamine,
Cannabis bildet eine eigene Stoffklasse der Betäubungsmittel und gehört weder zu den Halluzinogenen, Tranquilizern, Stimulanzien noch zu den Narkotika. (vgl. Schille/Arnold 2002)
Der wichtigste Wirkstoff der Hanfpflanze (Cannabis sativa var. indica) ist das Δ 9 -Tetrahydrocannabinol (THC). Der Rausch charakterisiert sich hauptsächlich durch heitere Euphorie, intensive akustische und optische Wahrnehmungen sowie Veränderungen des Zeit- und Raumerlebens. Ebenso können körperliche Nebenwirkungen auftreten, wie Erweiterung der Luftwege, Schmerzverminderung und gesteigerte Herz- und Pulsfrequenz. Nach Erleben des Rausches kann es zu dysphorischer Verstimmung, Antriebslosigkeit, Gleichgültigkeit und Heißhunger kommen. Chronischer Cannabismissbrauch führt hingegen zu Toleranz, Immunschwäche und irreversiblen Persönlichkeitsstörungen, ebenso kommt es zu einem Passivierungs- und Demotivierungssyndrom mit Interessenschwund. (vgl. Huber 1987) Körperliche Entzugssymptome treten nicht auf, da die Droge Cannabis
„Kokain ist ein chemischer Extrakt aus den Blättern des Coca-Strauches (Erythroxylon coca), welcher in Südamerika und Malaysia wächst.“ (vgl. Schmidbauer/Vom Scheidt 1989)
Kokain wird unter chemischer Extrahierung von Substanzen aus den Blättern des Cocastrauches gewonnen. Es gibt unterschiedliche Formen den Wirkstoff Kokain zu konsumieren. Beispielsweise wird Kokainhydrochlorid oral, intranasal oder intravenös konsumiert, hingegen wird Crack (Kristalle des Kokains) geraucht.
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Während des Rausches empfindet der Konsument ein kurzzeitiges Hochgefühl, gesteigertes Selbstbewusstsein und sexuelles Lustempfinden sowie das Verschwinden von Hunger- und Müdigkeitsgefühlen. Nach dem Höhenflug folgt der Kater, der sich durch depressive Verstimmungen („Crash“), Angst und Erschöpfung ausdrückt. Andauernde hohe Dosierung führt bei Kokainmissbrauch zu extremen Stimmungsschwankungen, Ruhelosigkeit, Wahnvorstellungen und Delirien mit Halluzinationen und/oder Verfolgungswahn (Intoxikations-Psychose). (vgl. Huber 1987) Des Weiteren führt der chronische Missbrauch zu sozialem Abstieg, sozialer Isolierung, Beschaffungskriminalität, Infektionserkrankungen (wie HIV, Hepatitis) und der Gier nach Reizsteigerung (= „Stoffhunger“). Körperliche Entzugssymptome treten als Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Herzklopfen, Atemnot und völlige Kraftlosigkeit auf. Die psychische Abhängigkeit ist schon nach kurzer Zeit sehr hoch.
„Seit Jahrhunderten ist das Mutterkorn bekannt (Claviceps pupurea), ein Pilz der an Getreideähren schmarotzt und vor allem im Sommer ganze Kornfelder verderben kann.“ (vgl. Schmidbauer/Vom Scheidt 1989) Das Mutterkorn enthält die Substanz Lysergsäure, dessen halluzinogene Eigenschaft, durch eine Reihe von Experimenten, von dem Schweizer Chemiker Dr. Albert Hofmann im Jahre 1934, entdeckt und halbsynthetisch hergestellt wurde. LSD heisst mit vollem chemischem Namen d-Lysergsäure-Diäthylamid-tartrat und wird oftmals oral eingenommen oder auch intravenös injiziert. (vgl. Schille/Arnold 2002) Während des halluzinogenartigen Rausches kann es zu einer Veränderung der Wahrnehmung, Denkstörungen, Sinnestäuschungen, dem Verlust des Gefühls für Zeit und Raum, Selbst- und Fremdgefährdung sowie Halluzinationen kommen. (vgl. Schmidbauer/Vom Scheidt 1989) Die auftretenden Halluzinationen des LSD-Trips werden als Pseudohalluzinationen bezeichnet, da die gewonnen Eindrücke nicht real sind. Ebenso sind diese Halluzinationen stimmungsabhängig und können bei Depressionen einen sogenannten „Horrortrip“ hervorrufen. Dieser Horrortrip, ein panischer Angstanfall, kann eine Gefahr darstellen und von so starker Ausprägung sein, dass eine psychose-ähnliche Reaktion die Folge sein kann. Nach einem LSD-Trip können körperliche Nebenwirkungen auftreten, wie Übelkeit und Brechreiz,
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Schwindelgefühl, Pupillenerweiterung und Schweißausbrüche. Es treten bei chronischem LSD Gebrauch keine körperlichen Entzugssymptome auf, jedoch besteht die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit und einer daraus resultierenden irreversiblen Wesensveränderung und dem Auftreten eines Echo-Rausches, dem sogenannten „Flashback“, bei denen der Konsument einen früheren LSD-Trip erneut erlebt, lange nach dem die Droge konsumiert wurde. (vgl. Huber 1987)
„Amphetamin (= Benzedrin, Elastonon) wurde zuerst 1887 von dem Chemiker Edeleanu synthetisiert, der sich aber nicht für die pharmakologischen und psychoaktiven Eigenschaften des Stoffs interessierte.“ (vgl. Schmidbauer/Vom Scheidt 1989) Speed ist ein antriebssteigerndes, vollsynthetisches Amphetamin und wird häufig als Pulver oder Pille konsumiert. Das Aufputschmittel wurde im 2. Weltkrieg in den militärischen Truppen und bei Kamikaze-Einsätzen eingesetzt, um Leistung und Durchhaltevermögen zu stärken und Schlaf- und Schmerzbedürfnisse zu unterbinden. Ebenso wurde es bei sportlichen Wettkämpfen eingesetzt, damit die Sportler Dauerleistungen erbringen konnten (→ Doping). (vgl. Wellhöner 1997) Während des Amphetaminrausches kann es zu euphorischen Gefühlszuständen, Bewegungsdrang, Mitteilsamkeit, erhöhter Aggression, Herzrasen und appetitzügelnder Wirkung kommen. Speed besitzt ebenfalls ein hohes psychisches Abhängigkeitspotential und chronischer Gebrauch kann depressive Verstimmungen, Paranoia, Persönlichkeitsstörungen, Toleranzbildung und Hypernervosität hervorrufen. Eine körperliche Abhängigkeit entsteht dennoch nicht. (vgl.
Ebenso stellen Amphetamine die Ausgangsstoffe für Designerdrogen, sogenannte N-Methylamphetamine dar. Ecstasy ist ein Amphetaminderivat mit dem Hauptwirkstoff MDMA (Methylendioxy-N-methylamphetamin), das 1914 als Appetitszügler von der Pharmafirma Merck hergestellt und patentiert wurde. Der Wirkstoff gehört zur Gruppe der Entaktogene, die in ihrer Wirkung zwischen Halluzinogenen und Amphetaminen stehen und eine Serotoninausschüttung im Gehirn bewirken. (vgl.
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Wellhöner 1997) Ecstasy gilt als Glücks- und Liebesdroge und wird in Tabletten und Pillenform eingenommen, doch nur selten als Pulver gesnieft. Der Rausch von Ecstasy wirkt enthemmend, euphorisierend und steigert die Kontaktfreudigkeit, jedoch ist die seelische Verfassung für das Rauscherlebnis ausschlaggebend. Ist der Konsument guter Stimmung werden die Harmonie- und Zärtlichkeitsgefühle intensiver erlebt und die Hemmschwelle sinkt, bei schlechter Stimmung treten depressive Verstimmungen auf, die zum Teil noch verstärkt werden. Während des Rausches kann es zu Schweißausbrüchen, Übelkeit, steigendem Blutdruck und erhöhter Herzfrequenz kommen. Ecstasy besitzt ein hohes psychisches Abhängigkeitspotential, jedoch keine körperliche Abhängigkeit. Nach chronischem Missbrauch kann es fatale körperliche Folgen haben (Tod durch Wasserverlust und Körperüberhitzung (→ Technoszene), irreparable Hirnschäden sowie Leberschäden usw.). (vgl. Huber 1987) Hinzu kommt, dass Ecstasy eine synthetisch hergestellte Droge ist, deren Reinheitsgehalt und Zusammensetzung fast nie bekannt ist und es somit ebenfalls zu schweren gesundheitlichen Schäden kommen kann.
„Die Opiate sind Wirkstoffe des Schlafmohns (Papaver somniferum); ihre wichtigsten Vertreter sind Opium, Morphium, Heroin und Kodein.“ (vgl. Schmidbauer/Vom Scheidt 1989) Morphin ist der Wirkstoff des Rohopiums, der aus dem Saft des Schlafmohns extrahiert wird, woraus Heroin halbsynthetisch hergestellt werden kann. Durch den Zusatz eines Essigsäureabkömmlings wird aus Morphin das halbsynthetische Opiat Heroin (Diacetylmorphin) gewonnen und in Pulverform verwandelt. Aufgrund seiner Stoffeigenschaft ist Heroin im Vergleich zu Morphin schneller und besser in der Hirnsubstanz und hat also ein noch höheres Abhängigkeitspotential. (vgl. Karow/Lang 2006) Heroin wird in verschiedenen Formen konsumiert, doch ist der Rauscheffekt beim intranasalen Gebrauch oder Rauchen der Droge nicht so intensiv wie die intravenöse Injektion. Tritt die Wirkung ein, entsteht ein Wohl- und Euphoriegefühl mit „prickelnder Wärmempfindung“. „Die Bekämpfung von Schmerzen, der Wunsch nach Betäubung und Vergessen seelischer Konflikte stehen in der Motivation im Vordergrund“. (vgl. Huber 1987) Jedoch können hohe Dosen der Droge zu einem Atemstillstand mit Todesfolge führen und beim gemeinsamen Verwenden von Spritzbesteck zu einem hohen
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Infektionsrisiko von HIV und Hepatitis B/C führen. Des Weiteren führt chronischer Heroinmissbrauch zu Herzerkrankungen, sozialem Abstieg, Vernachlässigung der Körperpflege, körperlichem Zerfall, Persönlichkeitszerfall, schweren Entzugserscheinungen sowie Beschaffungskriminalität und/oder Prostitution. Bei Heroinkonsum entsteht eine psychische und körperliche Abhängigkeit von der Droge. Körperliche Entzugssymptome treten bspw. als ängstliche Unruhe, Übelkeit, Muskelkrämpfe, Todesängste, Reizbarkeit und Depressionen auf. „Die Abstinenzerscheinungen erreichen 1-2 Tage nach Absetzen ein Maximum und
Die wissenschaftliche Suchttheorie ist maßgebend am Beispiel des Alkoholismus entwickelt worden. Bereits im 18. Jahrhundert entwickelte der US-amerikanische Arzt Dr. B. Rush das Konzept der Sucht als Krankheitsform und ging der Annahme nach, dass nur die totale Abstinenz eine Möglichkeit für Heilung sei. Im 19. Jahrhundert wurden gemäß Rush’s Krankheitsthese immer mehr medizinischwissenschaftliche Arbeiten verfasst, die den Forschungsgegenstand „Sucht“ näher zu erforschen versuchten. Im 20. Jahrhundert entwickelte E. M. Jellinek, ein USamerikanischer Physiologe, in Kooperation mit den „Anonymen Alkoholikern“ (A. A.) das „moderne“ Krankheitskonzept der Sucht. Somit zeichnete E. M. Jellinek eine Typenlehre auf, in der er fünf Kategorien (von Alpha bis Epsilon) aufzeigt, um den Konflikt-, Genuss- und Gewohnheitstrinkkonsum zu unterscheiden. (vgl. Huber
Er trinkt, um seelische Spannungen wie Frustration, Stress und Depressionen abzubauen. Es besteht eine zeitweilige psychische Abhängigkeit, jedoch ohne
Der Beta-Typ ist durch übermäßigen, aber nicht regelmäßigen Alkoholkonsum und durch solche somatischen Komplikationen gekennzeichnet, die ohne kontinuierliche
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Alkoholabhängigkeit entstehen können (z. B. Polyneuritis, Gastritis, Leberzirrhose).
Gamma-Typ (= süchtiges Trinken mit Kontrollverlust):
Der Gamma-Trinker trinkt oftmals solange weiter, bis ihm der Alkohol ausgeht, oder bis er zu betrunken ist, um weiterzutrinken. Es entsteht neben dem Kontrollverlust (psychische Abhängigkeit) auch eine physische Abhängigkeit bis hin zu psychopathologischen, sozialen und somatischen Schäden. Dennoch ist eine
Der Gewohnheits- oder Spiegeltrinker muss ständig dafür sorgen, dass ein ausreichender Alkoholspiegel sichergestellt ist, wenn er Entzugserscheinungen vermeiden will. Er unterscheidet sich vom Gamma-Typ durch die Unfähigkeit zur Abstinenz, während Kontrollverlust nicht vorliegt. Delta-Trinker können den Alkoholkonsum in Kontrolle halten, müssen jedoch täglich trinken.
Epsilon-Typ (episodischer Trinker):
Beim „Quartalssäufer“ liegen zwischen Perioden starken Trinkens Tage bis Monate normalen Trinkens oder gar Abstinenz. Während der Alkoholexzesse kommt es jedoch zum Kontrollverlust.
Als Alkoholismus (Alkoholabhängigkeit) sind der Gamma- und der Delta-Typ zu bezeichnen. Der Alpha-, Beta- und auch der Epsilon-Typ stellen oft Vorstufen zum Alkoholismus dar, können aber auch in ihrer Ausgangsform bestehen bleiben. Der Gamma-Typ charakterisiert sich in der Entwicklung zur schweren Alkoholabhängigkeit durch die präalkoholische, prodromale, kritische und chronische Phase. (vgl. Huber 1987)
In der präalkoholischen Phase werden geringe Alkoholmengen bei bestimmten Gelegenheiten konsumiert um Spannungen abzubauen, nach einigen Jahren dieser Konsumform kann sich die Alkoholtoleranz erhöhen und der Alkoholgenuss zur (täglichen) Gewohnheit werden. In der prodromalen Phase nehmen Alkoholkonsum und Toleranz zu, es kommt zu „heimlichem Trinken“ und Erinnerungslücken, den sogenannten „black outs“ (→ Störung des Kurzzeitgedächtnisses). Weitere Merkmale, die in dieser Phase auftreten können sind etwa gieriges Trinken, Denken an Alkohol, Auftauchen von Schuldgefühlen und die Tendenz, Gespräche über Alkohol zu
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Arbeit zitieren:
Natalie Protz, 2011, Warum greifen Jugendliche zu Drogen?, München, GRIN Verlag GmbH
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