Gewaltentwicklung im Fernsehen und die Wirkung der Gewalt auf unsere Jugend I
Inhaltsverzeichnis
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1 Einleitung. 1
2 Charakteristika der Gewalt. 2
2.1 Personale Gewalt. 2
2.1.1 Psychische Gewalt. 3
2.1.2 Psychische Gewalt. 3
2.2 Sturkurelle Gewalt. 4
3 Die Anfänge der Diskussion „Gewalt im Fernsehen“ 5
3.1 1971 - 1973. 5
3.2 1985 - 1990. 6
3.3 1991 - 1996. 8
4 Gewaltwirkungsforschung. 10
4.1 Das Problem in der Medienforschung. 10
4.2 Der Stand der Forschung 11
4.3 Emotionales Fernsehen 12
5 Fernsehgewalt und Jugend. 13
5.1 Der Fernsehkonsum unserer Jugend. 13
5.2 Die Wirkung von Gewalt auf Jugendliche. 14
5.3 Beispiel für die langfristige Wirkung. 16
6 Fazit 17
7 Literatur- und Quellenverzeichnis 20
Gewaltentwicklung im Fernsehen und die Wirkung der Gewalt auf unsere Jugend II
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Fernsehnutzung Jugendlicher im Jahresvergleich............................ 14
Gewaltentwicklung im Fernsehen und die Wirkung der Gewalt auf unsere Jugend III
Abkürzungsverzeichnis
ARD Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen
bzw. beziehungsweise ggf. gegebenenfalls NLM Niedersächsische Landesmedienanstalt RTL Radio Télévision Luxembourg Sat. 1 SatellitenFernsehen GmbH u.a. unter anderem usw. und so weiter ZDF Zweites Deutsches Fernsehen f./ff. folgende/fortfolgende S. Seite vgl. vergleiche FSF Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen Zit. zitiert Tab. Tabelle Abb. Abbildung ebd. ebenda o.V. ohne Verfasser o.J. ohne Jahr o.O. ohne Ort et al. et alii Hrsg. Herausgeber Bd. Band Aufl. Auflage
Gewaltentwicklung im Fernsehen und die Wirkung der Gewalt auf unsere Jugend 1
1 Einleitung
„ ‚[...] Alle sind weggerannt, dann sind orange Gasbomben in der Luft
explodiert. Und dann gab es einen Knall direkt neben mir an der Stange,
da hat er reingeschossen. Er stand ungefähr zwanzig Meter weit weg,
hatte eine schwarze Maske auf und einen schwarzen Mantel, der ging
bis zum Knie. Und eine Waffe in der Hand. Und dann läuft er, als wenn
nichts wär', in die Schule rein. Die Lehrer haben gesagt: Geht auf den
Parkplatz, und da waren dann alle am Heulen. Später kamen die ande-
ren Schüler aus dem Hinterausgang raus.’ So schildert ein Fünfzehnjäh-riger, der die Geschwister-Scholl-Realschule in der nördlich von Münster
gelegenen Kleinstadt Emsdetten besucht, die Minuten, bevor am Mon-
tag der achtzehnjährige Sebastian B. in seine ehemalige Schule ein-drang. Dort verletzte er 27 Menschen, drei von ihnen schwer, mit
Schüssen oder Rauchgasgranaten, unter ihnen sieben Kinder, eine Leh-
rerin, den Hausmeister und 16 Polizisten. Danach beging er Selbstmord,
1 während die Polizei das Gebäude stürmte.“
Ein neuer Amoklauf eines Jugendlichen ließ uns wieder das Blut in den Adern gefrieren. Man nahm an, oder besser noch, war sich sicher, dass vor allem gewalthaltige Computerspiele der Grund für diese grauenvolle Tat waren. Aber kann man wirklich davon ausgehen, dass Gewalt in den Medien aggressiver macht? Da durch die oft vorkommenden Gewalttaten Jugendlicher, Studien die Antwort auf die Frage ‚Machen gewalttätige Computerspiele aggressiv?’ schon gegeben haben, ist es interessant zu untersuchen, ob auch das Medium Fernsehen diese Wirkung hat. In der folgenden Untersuchung wird zum einen der Begriff „Gewalt“ näher erklärt und die lange Dis- kussionüber die Gewaltwirkung im Fernsehen aufgezeigt, wobei hier nur die entscheidenden Jahre genannt werden, zu deren Zeit die Diskussion besonders stark war. Zum anderen ist es wichtig zu klären, welche Probleme mit der Gewaltwirkungsforschung aufgetreten sind und wie der aktuelle Stand ist. Am Ende zeigt diese Untersuchung noch den Konsum und die Wirkung von Gewalt im Fernsehen auf unsere Jugend und welche Folgen auftreten können.
1 Hummel/Meyer 2006. In: www.faz.net
Gewaltentwicklung im Fernsehen und die Wirkung der Gewalt auf unsere Jugend 2
2 Charakteristika der Gewalt
Bevor die Bearbeitung des Themas „Gewaltentwicklung im Fernsehen“ beginnen kann, muss der Begriff Gewalt in Bezug auf das Fernsehen zuerst definiert und differenziert werden. „Die Differenzierung von Gewalt ist mithin entscheidend, um ihr Wesen zu begreifen und um gegen sie anzugehen.“ 2 „Gewalt ist die Manifestation von Macht und/oder Herrschaft, mit der Folge und/oder dem Ziel der Schädigung von einzelnen oder Gruppen von Men- schen.“ 3 Darauskann gefolgert werden, dass Macht demnach die generelle Voraussetzung und die bei Personen feststellbaren Schädigungen das entscheidende Indiz für die Anwendung oder Existenz von Gewalt sei. 4 „Unter ‚Gewalt’ wird die beabsichtigte Aktion, einen anderen Akteur körperlich zu verletzen oder aber den Aktionsraum des anderen Akteurs durch physische oder psychische Manipulation (Drohung) einzuschränken verstanden.“ 5 Durch diese Begriffsbestimmung wird verdeutlicht, dass es verschiedene Arten von Gewalt gibt, die zu unterscheiden sind.
2.1 Personale Gewalt
„Die personale Gewalt ist eine deutlich sichtbare Aktion - es gibt eine Person, die Gewalt ausübt und eine andere, der Gewalt angetan wird. Es gibt eine klare Täter-Opfer-, eine klare Subjekt-Objekt-Beziehung.“ 6 Des Weiteren geht Wieth-Heining davon aus, dass zwar der Gewaltakt deutlich erkennbar, das Ziel der Gewaltanwendung es aber nicht sein müsse, sondern ließe sich vielmehr über Hintergründe und Kontexte erschließen. 7 Zusätzlich können aus diesen Ansätzen herausgearbeitet werden, dass individuelle Gewalttätigkeit häufig aus strukturellen Gewaltverhältnissen resultiere, die Menschen - als scheinbar letzten Ausweg - zu den Mitteln der Gewalt greifen lassen. 8 Um die personale Gewalt noch genauer definieren zu können, muss diese noch in zwei Komponenten unterteilt werden. Daher wird im Folgenden die personale Gewalt noch mal in psychische und physische Gewalt unterschieden.
2 Theunert 1996, S. 84.
3 Schorb/Theunert 1982, S. 323. Zit. nach: Wierth-Heining 2000, S. 15.
4 Vgl. Wierth-Heining 2000, S. 15.
5 Kunczik 1987, S. 24.
6 Wierth-Heining 2000, S. 15.
7 Vgl. ebd.
8 Vgl. Wierth-Heining 2000, S. 16.
Arbeit zitieren:
Tanja Weizemann, 2007, Gewaltentwicklung im Fernsehen und die Wirkung der Gewalt auf unsere Jugend, München, GRIN Verlag GmbH
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