I
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 1
Teil I PHÄNOMEN SCHULAVERSION 3
1 Schulabsentismus (RICKING/NEUKÄTER) 3
1.1 Erscheinungsformen und Ursachen 3
1.1.1 Schulschwänzen 4
1.1.2 Schulverweigerung als Subkategorie 5
1.1.3 Zurückhalten 6
1.2 Theoretischer Zugang: Schulabsentismus im Rahmen einer ökolo
gischen Erziehungswissenschaft - ein heuristisches Modell 7
1.2.1 Einflussfaktoren 7
1.2.2 Das ökologische Bedingungsfeld von Schulabsentismus 8
2 Schulaversion und Unterrichtsmeidende Verhaltensweisen
(SCHULZE/WITTROCK) 12
2.1 Erscheinungsformen und Ursachen 12
2.1.1 Abzugrenzende, angrenzende Erscheinungsformen 13
2.1.2 Schulabsentismus als Subkategorie 13
2.1.3 Unterrichtsabsentismus 14
2.1.4 Unterrichtsverweigerung 15
2.2 Theoretischer Zugang: Unterrichtsmeidende Verhaltensweisen im
feldtheoretischen Modell LEWINS 16
2.2.1 Die Feldtheorie nach Kurt LEWIN 16
2.2.2 Wirkfaktoren im Lebensraum eines Schülers mit
unterrichtsmeidenden Verhaltensweisen 18
2.2.3 Schulvermeidendes Verhalten als Konsequenz ungelöster
Konfliktsituationen 21
3 Schulverweigerung (THIMM) 24
3.1 Erscheinungsformen und Ursachen 24
3.1.1 Schulverdrossenheit 24
3.1.2 Aktionistische Schulverweigerung 26
3.1.3 Vermeidende Schulverweigerung (Absentismus) 26
3.1.4 Schulabbruch 27
3.2 Theoretischer Zugang: Schulverweigerung in einem
multiperspektivischen Modell 28
3.2.1 Risikofaktoren im Zusammenhang mit der Entstehung von
Schulverweigerung 30
3.2.2 Schulverweigerung in subjekt- und prozesstheoretischer Bewälti
gungsperspektive 33
4 Fazit 36
Teil II Schulverweigerung bei Kindern und Jugendlichen in Heimbetreuung 38
5 Das Heimkind als Schulkind 39
5.1 Zugang zur Heimerziehung 39
5.2 Schulschwierigkeiten und Heimunterbringung 40
5.3 Schule aus der Sicht von heimbetreuten Kindern/Jugendlichen 42
II
6 Erscheinungsformen und Ursachen von Schulaverweigerung bei heimbetreuten Kinder und Jugendlichen 45 6.1 Auftretensformen 45
6.2 Hintergründe der schulverweigernden Verhaltensweisen 6.2.1 6.2.2 6.2.3 6.2.4
7 Zusammenfassung 53
Teil III Handlungsperspektiven für Heim und Schule beim Umgang mit schulverweigernden Kindern und Jugendlichen 54
8 Prävention 55
8.1 Möglichkeiten für Heimeinrichtungen 55
8.2 Möglichkeiten für Schulen 56
9 Kooperation zwischen Heim und Schule 9.1 Schwierigkeiten in der Kooperation 9.1.1
9.1.2
9.2 Fallbezogene Kooperation - Sozialpädagogisches Fallverstehen 65
10 Interventionsmöglichkeiten bei massiver Schulverweigerung - Angebote außerhalb des Regelschulsystems 69
10.1 Projekt Schulstation „Robinson“ 69 10.1.1 Zielgruppe 69 10.1.2 Ziele 70
10.1.3 Anforderungen an die Lehrer und Erzieher 71
10.1.4 Inhaltliche Ausgestaltung 71
10.2 SCHULTZ - HENCKE - HEIME 74 10.2.1 Zielgruppe 75 10.2.2 Ziele 75
10.2.3 Theoretischer Hintergrund: Lernpsychotherapie 76
10.2.4 Inhaltliche Ausgestaltung 77
11 Zusammenfassung 81
Schlussbetrachtung 82
Abbildungsverzeichnis 85
Literaturverzeichnis 86
Anhang 89
1
Einleitung
Die vorliegende Arbeit stellt den Versuch dar, schulaversive Verhaltensweisen bei heimbetreuten Kindern und Jugendlichen hinsichtlich ihrer Auftretensformen und Hintergründe zu untersuchen sowie mögliche Lösungsansätze bzw. Handlungsperspektiven im Umgang mit diesen Schülern aufzuzeigen.
Mein Interesse an diesem Thema wurde während meines Praktikums im Sozialpädagogischen Dienst des Jugendamtes Rostock geweckt. Mir fiel auf, dass im Zusammenhang mit Fremdunterbringung nach § 34 SGB VIII (Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform) oft stunden- und tageweises Schwänzen sowie auch massives Schwänzen im Sinne von wochen- und monatelangem Fernbleiben von Schule eine Rolle spielten. Dieser Umstand spiegelte sich sowohl in den von mir eingesehenen Jugendhilfeakten als auch in den Hilfeplanprozessen, an denen ich aktiv teilnahm, wider.
In Gesprächen mit den Bereichssozialarbeiterinnen erfuhr ich von häufig auftretenden Problemen zwischen den Institutionen Schule und Heimeinrichtung, wenn Kinder und Jugendliche aus der Heimbetreuung in der Schule ‚Schwierigkeiten machten’ bzw. vom Unterricht fernblieben. Laut Aussagen der Jugendamtsmitarbeiterinnen sei das Klima von Zuständigkeitsstreitigkeiten, gegenseitigen Schuldzuweisungen und in manchen Fällen von regelrechter Hilflosigkeit geprägt.
Von diesen Informationen ausgehend, stellten sich mir nachstehende Fragen:
a) Welche Auftretensformen von schulaversivem Verhalten gibt es?
b) Wo liegen die Ursachen für schulaversive Verhaltensweisen bei heimbetreuten Kindern und Jugendlichen?
c) Welche Handlungsmöglichkeiten bestehen, um schulaversives Verhalten heimbetreuten Kindern und Jugendlichen abzubauen?
d) Welche Angebote gibt es für massiv schulaversive Kinder und Jugendliche in Heimbetreuung?
e) Wer ist für die ‚Bearbeitung’ von Schulaversion ‚zuständig’?
2
Hieraus ergab sich dann die Vorgehensweise zur Bearbeitung:
Da die Problematik der Schulaversion im Zusammenhang mit Kindern und Jugendlichen in Heimerziehung in der aktuellen Diskussion kaum Beachtung findet 1 , wird zunächst einen Überblick über den aktuellen wissenschaftlichen (Forschungs-) Stand hinsichtlich des Phänomens der Schulaversion im Allgemeinen erstellt. Im Einzelnen betrachte ich die Erklärungsansätze von RICKING und NEUKÄTER 2 , SCHULZE und WITTROCK 3 sowie von THIMM 4 mit dem Ziel, den für die Beantwortung der Fragestellung geeigneten Zugang zu bestimmen. Darauf aufbauend erörtere ich die Erscheinungsformen und Hintergründe von Schulaversion bei heimbetreuten Kindern und Jugendlichen. 5 Im Hinblick auf mögliche Handlungsperspektiven erscheint es mir an dieser Stelle ebenfalls wichtig, den Zusammenhang zwischen Heimerziehung und schulaversiven Verhaltensweisen herauszustellen.
Im letzten Teil der Arbeit analysiere ich, welche Möglichkeiten sowohl stationäre Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung als auch Schulen haben, mit der Problematik der schulverweigernden Einstellungen und Verhaltensmustern bei in Heimen betreuten Kindern und Jugendlichen umzugehen. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen dabei die Einflussmöglichkeiten der Institutionen, Abbau von Schwierigkeiten in der Kooperation zwischen Heim und Schule, Fallbezogene Kooperation sowie Interventionsangebote bei massiver Schulaversion.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Arbeit stets die männliche Form zentraler Personengruppen verwandt, selbstverständlich sind beide Geschlechter angesprochen.
1 Ausschließlich in der aufkommenden Diskussion über die Notwendigkeit von Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule wird dieses Thema an der Oberfläche angeschnitten.
2 Vgl. u.a. Ricking/Neukäter, 1997; Ricking/ Neukäter, 1998, Neukäter/Ricking, 1999
3 Vgl. Schulze/Wittrock, 2001; Schulze, 2002
4 Vgl. u.a. Thimm, 1998a; Thimm, 2000b
5 Die an dieser Stelle zur Ausarbeitung genutzten Daten sind zum Teil unveröffentlichten Materialien entnommen, die von den Autoren EGEL und RIETH (1996) für die vorliegende Arbeit zur Verfügung gestellt wurden.
3
Teil I PHÄNOMEN SCHULAVERSION
In diesem Tei werden die Erklärungsansätze von RICKING und NEUKÄTER 6 , SCHULZE und WITTROCK 7 sowie von THIMM 8 hinsichtlich der Begriffsbildung, Erscheinungsformen, Ursachen und theoretischen Hintergründe von schulaversiven Verhaltensweisen mit dem Ziel referiert, einen geeigneten theoretischen Zugang zu bestimmen, auf dessen Folie die Fragestellung bearbeitet werden kann.
1 Schulabsentismus (RICKING/NEUKÄTER)
1.1 Erscheinungsformen und Ursachen
Der Begriffsteil Absentismus findet seinen Ursprung im lateinischen Sprachgebrauch. Er bildet sich aus den Begriffen ‚absens’ (abwesend) und ‚absentia’ (Abwesenheit) und wird durch das Lexikon 9 als ein soziologisch geprägter Begriff definiert, der die Angehörigen größerer industrieller Betriebe umfasst, die sich gegen Mängel des Arbeitsverhältnisses (‚Krankfeiern’) zur Wehr setzen. Abbildung 1 Klassifikation nach RICKING und NEUKÄTER 10
CKING und .NEUKÄTER 11 den .Begriff. des .Absentismus .auf den Bereich der Schule. Die Autoren verstehen Schulabsentismus als einen wertfreien Oberbegriff für alle Formen des Fernbleibens von Schule, ungeachtet ihrer Vielfalt an Ursachen, Erscheinungsformen und Ausprägungsgrade. Als primäre Absentis-muskategorien differenziert RICKING in
6 Vgl. u.a. Ricking/Neukäter, 1997; Ricking/ Neukäter, 1998, Neukäter/Ricking, 1999
7 Vgl. Schulze/Wittrock, 2001; Schulze, 2002
8 Vgl. u.a. Thimm, 1998a; Thimm, 2000b
9 Vgl. Bertelsmann Lexikon, 1990
10 Abschrift aus Schulze/Wittrock, 2001, S.
11 Vgl. Ricking/Neukäter, 1997, S. 51ff.11
4
• „das Schulschwänzen als Einzelmerkmal der übergeordneten Kategorie Dissozialität,
• Schulverweigerung [als] eine als emotional charakterisierte Störungsform,
• Zurückhalten, [das] auf Veranlassen oder mit dem Einverständnis der Eltern [geschieht].“ 12
In der Literatur 13 werden diese drei Kategorien als deutlich voneinander abzugrenzende Komplexe behandelt, die unter bestimmten Konstellationen zusammen auftreten können. Gemeinsam ist diesen schulvermeidenden Verhaltensweisen, dass sie
„oftmals durch familiäre Multiproblemlagen und unangemessene oder inkonsistente Erziehungsstile angelegt und häufig durch Leistungsversagen, soziale Konflikte und den damit gekoppelten emotionalen Belastungen in der Schule verstärkt werden“ 14
und ohne angemessene und rechtzeitige Interventionsmaßnahmen in vielen Fällen zum Schulabbruch bzw. zum Total-Ausstieg führen können. 15
1.1.1 Schulschwänzen
RICKING und NEUKÄTER 16 verstehen Schulschwänzen aus subjektzentrierter Sicht als eine dissoziale externalisierende Störung.
Bezugnehmend auf die wissenschaftliche Fachliteratur 17 haben die Autoren folgende Kriterien herausgearbeitet: 18
• Die Schüler schwänzen auf eigene Initiative,
• die Eltern wissen in der Regel nichts vom Schwänzen ihrer Kinder,
• die Kinder/Jugendlichen halten sich während der Unterrichtszeit außerhalb des Elternhauses auf,
• Schulschwänzen geht in der Regel mit Schulversagen einher,
• die schwänzenden Kinder/Jugendlichen besitzen tendenziell einen niedrigen sozio-ökonomischen Status, und
12 Ricking, 1997, S. 232
13 Vgl. Ricking/Neukäter, 1997
14 Ricking, 2000, S. 301
15 Vgl. Ricking/Neukäter, 1998; Thimm, 1998a
16 Vgl. Ricking/Neukäter, 1997, S. 51
17 Vgl. u.a. Preuß, 1978
18 Vgl. Ricking/Neukäter, 1999, S. 816
5
• sie sind in erzieherischer Hinsicht tendenziell von Vernachlässigung bedroht.
In Übereinstimmung mit PREUß sehen RICKING und NEUKÄTER 19 Schulschwänzen als Ausdruck einer Störung an, die dem Symptombereich der jugendlichen Verwahrlosung zugeordnet ist.
„Aus medizinischer Sicht gilt Schulschwänzen dementsprechend neben anderen Formen dissozialen Verhaltens wie Stehlen, Fortlaufen von Zuhause und Vandalismus als Symptom einer Persönlichkeitsstörung, die auch über die Adoleszenz hinaus von sozialer Verantwortungslosigkeit, Delinquenz und Gewalttätigkeit geprägt ist.“ 20
1.1.2 Schulverweigerung als Subkategorie
Im Unterschied zum Schulschwänzen ordnen RICKING und NEUKÄTER Schulverweigerung aus einem subjektorientierten medizinischen Blickwinkel eher als „Symptom einer emotionalen, internalisierenden Störung [ein], der nach psychiatrischer Diagnose die Qualität einer therapiebedürftigen neurotischen Störung (neurotic disorder) zugeschrieben wird“ 21 . In Anlehnung an ältere Arbeiten 22 bestimmen RICKING und NEUKÄTER 23 nachstehende Merkmale von Schulverweigerung:
• Die Schüler verweigern auf eigene Initiative,
• die Eltern wissen in der Regel von der Verweigerung ihrer Kinder, missbilligen diese jedoch,
• die Kinder/Jugendlichen halten sich während der Unterrichtszeit im Elternhaus auf,
• Schulverweigerung geht in der Regel mit ausgeprägter Schulangst, maskiert als somatische Beschwerden, einher,
• die verweigernden Kinder/Jugendlichen besitzen tendenziell einen mittleren sozio-ökonomischen Status, und
• sie sind in erzieherischer Hinsicht tendenziell von Überprotektion bedroht.
19 Vgl. Ricking/Neukäter, 1997, S. 52
20 Ebenda
21 Ebenda
22 Vgl. u.a. Clyne, 1969, Preuß, 1978
23 Ricking/Neukäter, 1999, S. 816
6
RICKING und NEUKÄTER 24 begründen Schulverweigerung mit schulischen Problemlagen. Hierbei betonen sie vor allem die Angst vor Lehrern und Mitschülern, vor Leistungssituationen und/oder vor dem Schulgebäude. „Das Kind mit einer Schulangst meidet aus subjektiv verständlichen Gründen die Schulsituation und weicht ersatzlos vor der Unterrichtssituation, vor Lehrern und Schülern aus Angst vor Demütigungen und Kränkungen aus. Es handelt sich dabei meistens um Kinder, die sich körperlich, seelisch oder intellektuell überfordert fühlen […].“ 25
Neben der Schulangst kann laut RICKING und NEUKÄTER 26 jedoch auch die so genannte Trennungsangst schulabsentes Verhalten hervorrufen. Die Angst, die Mutter zu verlassen bzw. von ihr verlassen zu werden, wird auf die Schule projiziert und in der Literatur mit dem Begriff der Schulphobie umschrieben. „Das schulphobische Kind setzt an die Stelle einer verdrängten, nichtartikulierten und unsagbaren Angst, die Mutter zu verlassen und damit von ihr verlassen zu werden, die Furcht vor der Schule.“ 27
1.1.3 Zurückhalten
Das Zurückhalten stellt bei RICKING und NEUKÄTER 28 die dritte Subkategorie des Schulabsentismus dar. Der Begriff umfasst diejenigen Formen der Abwesenheit von Schule, die von den Eltern veranlasst werden. „Vom Zurückgehaltenwerden ist zu sprechen, wenn ein Kind wider seinen Willen oder ohne dazu befragt zu werden, durch die Erziehungsberechtigten von der Schule ferngehalten wird.“ 29
Aufgrund der verschiedensten „konkreten Verursachungsmomente“, die „diverse Eigenarten und Prägungen“ innehaben, handelt es sich auch beim Zurückhalten um eine „lose Sammelkategorie“. 30 Dabei ist es besonders schwierig abzugrenzen, auf wessen Initiative hin die Abwesenheit von Schule erfolgt. Das Zurückhalten beinhaltet gemäß RICKING und NEUKÄTER 31 folgende Kriterien:
24 Vgl. Nissen, 1977
25 Nissen, 1977, S. 142
26 Vgl. Neukäter/Ricking, 1999, S. 816
27 Nissen, 1977, S. 141
28 Vgl. Ricking/Neukäter, 1997, S. 53
29 Sander zit. in Ebenda
30 Ricking zit. in Schulze/Wittrock, 2001, S. 14
31 Vgl. Ricking/Neukäter, 1999, S. 816
7
• Die Schüler werden durch die Eltern, mit oder ohne ihr Einverständnis, vom Unterricht zurückgehalten, und
• sie halten sich während der Unterrichtszeit im Elternhaus auf. RICKING und NEUKÄTER 32 verorten die Ursachen für das Zurückhalten in kulturellen Divergenzen, Desinteresse und/oder Aversionen seitens der Eltern gegenüber Schule.
1.2 Theoretischer Zugang: Schulabsentismus im Rahmen einer ökologischen Erziehungswissenschaft - ein heuristisches Modell
Laut RICKING und NEUKÄTER 33 ist das Phänomen des Schulabsentismus aufgrund seiner multikausalen Bedingungsfaktoren nur mit multiperspektivischen Ansätzen angemessen zu erklären. Daraus folgernd ist es erforderlich, die physikalisch-biomedizinische Sichtweise
„‚der Umweltperspektive so anzuschließen, daß ein ökologischer Ansatz herauskommt, nach dem menschliches Verhalten ein Ergebnis wechselseitiger, dynamischer Prozesse der ökologischen Gemeinschaft Mensch-Umwelt bzw. Organisation und Umweltsystem ist’“ 34 .
In Anlehnung an PIAGET gehen RICKING und NEUKÄTER bei ihrem Erklärungsansatz davon aus, dass das Subjekt in der Lage ist, „sich in aktiver, aneignender Weise mit seiner Wirklichkeit in einem Anpassungsprozeß mit dem Ziel balancierter Relationen [auseinanderzusetzen], sich in Interaktion und Handeln mit der institutionellen, sozialen und materiellen Umwelt [zu vergesellschaften] und dabei innere Strukturen (Dispositionen) [zu entwickeln], die wiederum permanent auf den jeweiligen Kontext bezogen sind“ 35 .
1.2.1 Einflussfaktoren
Mittels der Übernahme von Ergebnissen aus ausgewählten empirischen USamerikanischen und deutschen Studien erstellten RICKING und NEUKÄTER 36 einen Überblick möglicher Bedingungsfaktoren für die Entwicklung von Schulabsentismus.
32 Ebenda
33 Vgl. ebenda
34 Wöhler zit. in Ricking/Neukäter, 1998, S. 21
35 Ricking/Neukäter, 1998, S. 21
36 Vgl. Ricking/Neukäter, 1997, S. 55 ff.
8
1.2.1.1 Schülerbezogene Variablen
• Mit zunehmendem Alter steigt die schulische Fehlquote.
• In der Regel verfügen schulabsente Kinder und Jugendliche über ein geringes Selbstwertgefühl.
• Bei Kindern und Jugendlichen mit häufigen Schulversäumnissen spielt Schulangst oft eine bedeutende Rolle.
• Schüler aus unteren sozialen Schichten tendieren stärker zu Schulabsentismus als Schüler aus höheren sozialen Schichten.
1.2.1.2 Schulische Umgebungsfaktoren
• Regelmäßige Schulanwesenheit ist abhängig von Zugangsindikation und Schulsituation.
• Schulabsentismusfrequenzen sind abhängig von der Schulform.
1.2.1.3 Beziehungsvariablen
• Beziehungen zwischen Lehrer und schulabsenten Kindern und Jugendlichen sind häufig gestört.
• Aus Lehrersicht liegen die Ursachen für Schulabsentismus außerhalb der Schule.
• Aus Schülersicht sind die Ursachen für schulabsentes Verhalten innerhalb der Schule zu suchen.
1.2.1.4 Schulabsentismus und Verhaltensstörung
• Schulabsentismus tritt häufig in Zusammenhang mit Aggression, Vandalismus und Eigentumsdelikten auf.
• Es besteht eine Verbindung zwischen Schulabsentismus und experimentellem und habituellem Suchtmittelmissbrauch.
1.2.2 Das ökologische Bedingungsfeld von Schulabsentismus
Um das Phänomen des Schulabsentismus theoretisch zu erklären, orientieren sich RICKING und NEUKÄTER am ökologischen Modell von BRON- FENBRENNER,
9
„das durch die systematische Verbindung objektiv vorhandener Umweltbedingungen mit der subjektiven Perzeption des Handlungsfeldes (im Sinne LE-WINS) eine außergewöhnliche Reichweite erlangt und insbesondere interdisziplinären Fragestellungen entgegenkommt“ 37 .
Das ökologische Modell stellt die Mensch - Umwelt - Interaktion in den Mittelpunkt und schreibt vernetzten Handlungssystemen Bedingungsqualität für das menschliche Verhalten sowie dessen Entwicklung zu. Ausgehend vom Schüler stellen sich diese Handlungssysteme wie folgt dar: 38
• Mikrosystem: Als Mikrosystem wird der unmittelbare Handlungsraum des Schülers bezeichnet, in dem er mit seinem Partner interagiert (z.B. Lehrer -Schüler, Schüler - Schüler).
• Exosystem: Mikrosysteme, an denen der Interaktionspartner des Schülers, jedoch nicht er selbst beteiligt ist, werden zu einem Exosystem (z.B. Lehrerkonferenz). Diese wirken ausschließlich indirekt auf den Schüler ein.
• Mesosystem: Mehrere Mikro- und Exosysteme bilden zusammen ein Mesosystem, das den Schüler sowohl direkt als auch indirekt beeinflussen kann. Als Mesosystem gelten z.B. der gesamte innerschulische oder der außerschulische Bereich.
• Makrosystem: Makrosysteme repräsentieren die in kulturellen oder gesellschaftlichen Einheiten (z.B. kirchliche, weltanschauliche, ethnische Gemeinschaften) herrschenden Werte und Normen. Die Verbindung mehrerer Makrosysteme (Ma tot ) stellt den kulturellen und gesellschaftlichen Hintergrund dar. Dieser umfasst, beeinflusst und kontrolliert o.g. Systeme.
37 Ricking/Neukäter, 1998, S. 22
38 Vgl. Kleber, 1985 , 1179
10
Abbildung 2 Handlungssysteme eines Schülers 39
Der Schüler handelt in mehreren Mikrosystemen, die sich gegenseitig beeinflussen. Exosysteme wirken ebenfalls auf die Entwicklung des Schülers ein. Die Mikro- und Exosysteme sind über die Mesoebene miteinander verbunden. Mit den auf der Makroebene angesiedelten normativen Kräften hat sich der Schüler aktiv und passiv auseinanderzusetzen. Dabei nimmt die Beeinflussungsmöglichkeit der Systeme von außen nach innen hin ab. „Dieses plurale, vernetzte und geschachtelte Bedingungsgesamt, in dem ein Individuum leben und lernen muß, kann von ihm nur durch kognitiv-emotionale Bearbeitung (Integration) aushaltbar gemacht werden.“ 40
Der Schüler schafft sich durch das Ordnen und Integrieren der diversen Systeme und Einflüsse ein subjektives Bewusstseinsbild. „Dabei stehen unterschiedliche Abbildungsmodi (Repräsentationen) für unterschiedlich erfolgreiche Integrationsleistungen zur Verfügung ([…] von realitätsnaher über realitätsferne bis realitätsnegierende Abbildung).“ 41
Lernen und Handeln erfolgt somit durch eine bewusstseinsmäßig abgebildete Situation der erlebten individuellen Lebens- und Lernsituation.
„Diesem Modell folgend, […] ist Absentismus eine Resultante eines komplex vernetzten Feldes vielfältiger Wechselwirkungen auf verschiedenen Ebenen,
39 in Anlehnung an Kleber, 1985, S. 1180
40 Kleber, 1985, S. 1179
41 Ebenda, S. 1180
11
die selbst innerhalb der ökologischen Verfaßtheit in interaktiven Prozessen stehen und von größeren Systemen der Makroebene abhängig sind: Die geschaffenen Rahmenbedingungen (äußere Sphäre) für Schule und deren eigenes Profil (mittlere Sphäre) beeinflussen die konkrete Lern- und Lebenssituation (innere Sphäre), die der Schüler zu bearbeiten hat.“ 42
42 Ricking/Neukäter, 1998, S. 24
12
2 Schulaversion und Unterrichtsmeidende Verhaltensweisen (SCHULZE/WITTROCK)
Erscheinungsformen und Ursachen 43 2.1
Der Begriff der Schulaversion wird erstmals von SCHULZE und WITTROCK 44 explizit genannt. Sie verstehen unter schulaversivem Verhalten „dem Unterricht oder anderen Elementen des Systems Schule abgewandte bzw. abgeneigte Verhaltensweisen, welche von den spezifischen Normen der jeweiligen Schule negativ abweichen. Diese können sich in einer prozeßhaften multifaktoriell bedingten Entwicklung in Verhaltensmustern manifestieren, die die gesellschaftliche Partizipation des jungen Menschen bedrohen, beeinträchtigen oder verhindern“ 45 .
Abbildung 3 Klassifikation nach SCHULZE und WITTROCK 46
Schule übertragen, können derartige widrige Erlebnisse schlechte Noten, Verspottetwerden durch Lehrer etc. sein. Demzufolge begründet sich eine feindselige Ablehnung von Schule auf gemachte Erfahrungen. Da jedoch nicht immer negative Erfahrungen Ursache für das Fernbleiben von Schule sind, setzen SCHULZE und WITTROCK 48 den Oberbegriff der Unterrichtsmeidenden Verhaltensweisen ein. Im Gegensatz zum Begriff der Schul- aversion, dereine Haltung bzw. Einstellung unterstellt, bezeichnet der Terminus Unterrichtsmeidung ausschließlich die physische und psychische Abwesenheit von Schule. Damit ist es möglich, auch außerschulische Ursachen für die Abwesenheit von Schule zu untersuchen.
43 Vgl. Anhang Teil A: Abbildung 18, S.91 der vorliegenden Arbeit
44 Vgl. Schulze/Wittrock, 2001
45 Ebenda, S. 10
46 Abschrift aus Ebenda, S. 17
47 Dorsch/Häcker/Stapf, 1994
48 Vgl. Schulze/Wittrock, 2001, S. 33
13
2.1.1 Abzugrenzende, angrenzende Erscheinungsformen
Im Sinne von SCHULZE und WITTROCK 49 sind sporadisch auftretende unterrichtsverweigernde Verhaltensweisen, Krankschreibungen sowie genehmigte Beurlaubungen von unterrichtsmeidendem Verhalten zu unterscheiden. Auch der Widerstand gegen nicht kindgerechte Verhaltensweisen sowie die Suspendierung vom Unterricht sind an dieser Stelle abzugrenzen. Ein Problem stellen die elterlichen, von Schule genehmigten Beurlaubungen vor und nach den Ferien dar. Grundsätzlich gehören sie ebenfalls nicht zu unterrichtsmeidendem Verhalten. Es besteht jedoch die Gefahr, dass bei häufiger Beurlaubung die Ausbildung unterrichtsmeidendes Verhalten gefördert wird.
2.1.2 Schulabsentismus als Subkategorie
Bezugnehmend auf RICKING und NEUKÄTER 50 dient der Begriff des Schulabsentismus SCHULZE und WITTROCK 51 als ein wertfreier Terminus für alle Formen des Fernbleibens von der Schule, ungeachtet ihrer Vielfalt an Ursachen, Erscheinungsformen und Ausprägungsgrade. Jedoch wird Schulabsentismus hier als Subkategorie bestimmt, die sich nochmals differenziert:
2.1.2.1 Schulschwänzen
Wie auch RICKING und NEUKÄTER 52 stufen SCHULZE und WITTROCK 53 Schulschwänzen aus subjektzentrierter Sicht als dissoziale externalisierende Störung ein. Jedoch ist es nach ihrem Verständnis nicht haltbar, „Schulschwänzer generell oder vorschnell mit dem Etikett ‚dissozial’ zu versehen“ 54 . Weiterhin erachten sie es als gegeben, dass die Kinder und Jugendlichen ohne das Wissen ihrer Eltern von der Schule fernbleiben und während der Unterrichtszeit einer für sie angenehmeren Beschäftigung nachgehen. 55
49 Vgl. ebenda, S. 35
50 Vgl. Punkt 1.1 der vorliegenden Arbeit, S. 4 ff.
51 Vgl. Schulze/Wittrock, 2001, S. 38
52 Vgl. Punkt 1.1.1., S. 5
53 Vgl. Schulze/Wittrock, 2001, S. 39
54 Ebenda, S. 21
55 Vgl. ebenda, S. 39
14
2.1.2.2 Angstinduziertes Fernbleiben
Angstinduziertes Fernbleiben von Schule begründet sich in manifestierten Ängsten, die sowohl schul- und leistungsinduziert als auch elterninduziert sein
können. 56
2.1.2.3 Zurückgehaltenwerden
Der Begriff des Zurückgehaltenwerdens bzw. des Zurückhaltens beschreibt diejenigen Formen der Schulabsentismus, die durch Eltern oder Ausbildungsbe-
triebe veranlasst wird. 57
Systematisches und planvolles Zurückhalten von Kindern und Jugendlichen durch Eltern und Ausbildungsbetriebe widersetzt sich nicht nur der gesetzlich
vorgeschriebenen Schulpflicht 58 , sondern verweigert den Betroffenen auch das Recht auf Bildung 59 .
Laut SCHULZE und WITTROCK 60 können die Ursachen für das Zurückhalten in Folgendem zu suchen sein:
• Kindesmisshandlung in der Familie,
• Kulturelle, ethische und weltanschauliche Gründe,
• Wirtschaftliche Gründe,
• Zurückhalten durch den Arbeitgeber.
2.1.3 Unterrichtsabsentismus
Unterrichtsabsentismus umfasst die Formen unterrichtsmeidendes Verhalten, bei denen sich die Schüler zwar in der Schule jedoch nicht im Unterricht aufhalten.
2.1.3.1 Partielle Anwesenheit
Die Schüler kommen geplant zu spät, verlassen den Unterricht zu Toilettengängen, Raucherpausen etc. oder gehen früher aus der Schulstunde. Weiterhin zählen hierzu schülerintendierte Ausschlüsse aus dem Unterricht durch Lehrerprovokation.
56 Vgl. Punkt 1.1.2., S. 6 f.
57 Vgl. Punkt 1.1.3., S. 7
58 Vgl. u.a. Schulgesetz M/V § 41
59 Vgl. u.a. Schulgesetz M/V § 1 Abs. 1; UN-Kinderrechtskonvention, Art. 28 Abs. 1
60 Vgl. Schulze/Wittrock, 2001, S. 38
15
2.1.3.2 Aufenthalt an einem anderen Ort innerhalb des Schulgeländes
Die Schüler bleiben ganzen Unterrichtsstunden fern. Zu dieser Zeit befinden sie sich im Schülerclub, auf dem Pausenhof oder auf den Toiletten.
Hintergründe des unterrichtsabsenten Verhaltens könnten sowohl aversiver als auch angstinduzierter Natur sein. Ferner könnte die größere Attraktivität der peer-group gegenüber dem Unterricht eine Rolle spielen. 61
2.1.4 Unterrichtsverweigerung
Die dritte Subkategorie der unterrichtsmeidenden Verhaltensmuster wird von SCHULZE und WITTROCK 62 als Unterrichtsverweigerung benannt und bezeichnet Schüler, die bei physischer Anwesenheit die Mitarbeit verweigern.
2.1.4.1 Unterrichtsabwehr
Eine Abwehrhaltung ist dann gegeben, wenn Schüler sich von äußeren Einflüssen ablenken lassen oder selbst Mitschüler ablenken. Die Schüler stören dabei den Unterrichtsprozess so nachhaltig, dass dessen Ablauf gefährdet ist. Dies kann sich in Form von lauten Rufen, Herumlaufen sowie Aggressionen gegen Gegenstände, Mitschüler und Lehrer ausdrücken.
2.1.4.2 Unterrichtsverweigerung mit sowohl offenen als auch verdeckten Anteilen
Die Unterrichtsverweigerung mit sowohl offenen als auch verdeckten Anteilen wird nicht als eine eigenständige abgrenzbare Kategorie verstanden, sondern als ein Übergangsbereich.
„Die Schüler provozieren den Lehrer durch intendiertes ‚Vergessen’ der Hausaufgaben, Fehlen der Arbeitsmaterialien, Verweigerung der Kommunikation und Verweigerung der Teilnahme am Unterrichtsgeschehen. Eine Unterrichtsverweigerung mit sowohl offenen als auch verdeckten Anteilen erfolgt auch, wenn Schüler demonstrativ einer Beschäftigung mit anderen Dingen während des Unterrichts nachgehen, zum Beispiel durch Walkmanhören, Gameboyspielen, Telefonieren mit dem Handy, lautes Reden mit dem Banknachbarn und demonstratives Zeitunglesen.“ 63
61 Vgl. Schulze/Wittrock, 2001, S. 40
62 Vgl. ebenda, S. 41
63 Ebenda, S. 40
16
2.1.4.3 Aus-dem-Felde-gehen (psychisch)
Die dritte Ausprägungsform der Unterrichtsverweigerung bezeichnet Schüler, die sich trotz physischer Anwesenheit nicht am Unterrichtsgeschehen beteiligen. Da die Schüler sich in der Regel leise anderweitig beschäftigen, wird die Gefahr des psychischen Rückzugs oft zu spät bekannt. Einsetzender Leistungsabfall sowie die eventuelle Ausgrenzung durch Mitschüler können sowohl die schulische als auch die die gesamte psychosoziale Entwicklung gefährden.
SCHULZE und WITTROCK 64 weisen darauf hin, dass neben den schulvermeidenden Verhaltensweisen auch Phänomene wie Beeinträchtigungen in der Mo-torik, der Sprache, im Lernen; Gewalt; Drogenkonsum, Delinquenz und/oder psychische Störungen auftreten können. „Es handelt sich hierbei um Einflußgrößen, welche im Sinne von ‚Coocurrence oder ‘Comorbidity’ bzw. im Sinne von ‚(Mit) Verursachung, ‚Begleiterscheinung’ oder ‚Folgeerscheinung’ auftreten können.“ 65
2.2 Theoretischer Zugang: Unterrichtsmeidende Verhaltensweisen im feldtheoretischen Modell LEWINS
2.2.1 Die Feldtheorie nach Kurt LEWIN
Im Mittelpunkt der feldtheoretischen Betrachtung steht der Mensch in seinem Lebensraum. Das von LEWIN 66 entwickelte Konstrukt Lebensraum ist die subjektiv erlebte Umwelt einer Person, deren „vielfältige Einflußfaktoren in Form von Sinn- und Bedeutungsqualitäten Verhalten steuern“ 67 . Folglich besteht der Lebensraum aus Bedürfnissen, Zielen, Einflüssen, Wünschen etc. - Faktoren, von denen das menschliche Verhalten unmittelbar abhängig ist. Die sich im Laufe des Lebens ändernden Faktoren bewirken somit ebenfalls eine Änderung des Lebensraumes.
64 Vgl. ebenda, S. 42
65 Ebenda
66 Vgl. Lück, 1996, S. 44 ff.
67 Ricking/Neukäter, 1998, S. 22
17
Die Beziehungen zwischen der Person und ihrer Umwelt wird durch die universelle Gleichung Verhalten (V) ist eine Funktion (f) von der Person (P) und ihrer Umwelt (U) beschrieben (V = f (P, U)). 68
Abbildung 4 Valenzen 69
Wenn sich die Wirkfaktoren eines Raumes ändern, verändert sich auch dessen Aufforderungscharakter. Dies gilt es zu erkennen und für das eigene Handeln (z.B. in Bezug auf schulvermeidende Verhaltensweisen) nutzbar zu machen. Demzufolge geht dieses Modell von bestehenden Wechselwirkungen verschiedenster Art zwischen Person und Umwelt aus. Der Mensch nimmt Einfluss und wird beeinflusst.
Abbildung 5 Barrieren im Lebensraum 71
LEWIN 73 nennt drei Konfliktarten:
68 Vgl. Lück, 1996, S. 53 f.
69 Abschrift aus Schulze/Wittrock, 2001, S. 46
70 Vgl. Lück, 1996, S. 44 ff.
71 Abschrift aus Schulze/Wittrock, 2001, S. 47
72 Vgl. Lück, 1996, S. 47
73 Vgl. ebenda
Arbeit zitieren:
Evelyn Pluta, 2003, Schulverweigerung bei Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung nach § 34 SGB VIII. Erscheinungsformen, Ursachen, Sozialpädagogische Handlungsmodelle, München, GRIN Verlag GmbH
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