2
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 03
A. Hauptteil 04
1.1 Der Sozialisations- und Jugendbegriff 04
1.2 Eriksons psychologisches Modell 04
1.2.1 Darstellung 04
1.2.2 Kritik 05
1.3 Eisenstadts soziologisches Modell 06
1.3.1 Darstellung 06
1.3.2 Kritik 07
2.1 Verbindungen von Eisenstadts und Eriksons Konzepten 08
2.1.1 Darstellung 08
2.2.2 Kritik. 10
B. Persönliches Fazit 15
C Literaturverzeichnis 17
3
Einleitung
„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel“ Johann Wolfgang von Goethe. 1
In diesem Sinne sollen in dieser Arbeit die Sozialisationsprozesse im Jugendalter Gegenstand der Beobachtung sein. Nachdem die soziologischen Konzepte zur Sozialisation eigentlich meistens in Konkurrenz zu den psychologischen Modellen stehen oder empfunden werden, besteht bei zwei Sozialisationstheorien die Möglichkeit einer Verknüpfung: Dies ist zum einen der soziologische Ansatz Shmul N.Eisenstadts und zum anderen der psychoanalytische Entwurf Erik H. Eriksons. Bisher hat dies lediglich der Sozialisationstheoretiker Klaus-Jürgen Tillmann 2 ausformuliert und das auch nur auf wenigen Seiten. Darin besteht nun Reiz und Aufgabe an diese vorgegebene Grundlage möglichst kreativ anzuknüpfen, die kurz aufgeführten Kritikpunkte näher ausführen und eigene Gedankengänge zur Kritik mit einfließen zu lassen.
Die beiden Theorien werde ich jeweils einzelnd, möglichst knapp aber verdeutlichend vorstellen. Die Darstellung der beiden Theorien kann deshalb keinen umfassenden Charakter tragen. Dementsprechend ist innerhalb des Hauptteils alles zu Punkt 1 der notwendige, materiale Part; ab Punkt 2 beginnt der inhaltliche und kreative Teil, in dem ich mich der Darstellung und besonders der Kritik des Theorienverbundes widmen werde, dabei soll den Formen des ‚abweichenden Verhaltens’ von Jugendlichen besondere Aufmerksamkeit zukommen.
1 Aus ‚Flyer’ der Kinderseelsorge des Klinikums Fulda
2 Vgl. Tillmann 2000
4
A Hauptteil
1.1 Der Sozialisations- und Jugendbegriff
Definition des Begriffes Sozialisation:
„Sozialisation ist der Prozess der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit von der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt. Vorrangig thematisch ist dabei…, wie sich der Mensch zu einem gesellschaftlich handlungsfähigen Subjekt bildet“ 3
Definition von Jugend bzw. Adoleszenz:
„Adoleszenz gehört zu dem Prozess des Erwachsenwerdens. In dieser Zeit finden körperliche Veränderungen sowie Veränderungen sozialer Einstellungen und Verhaltensweisen statt. Der Jugendliche löst sich zunehmend von der elterlichen Autorität. Bezeichnend für diesen Lebensabschnitt sind zunehmender Selbstständigkeits- und Freiheitsdrang sowie wachsendes Selbstbewusstsein und Persönlichkeitsfestigung. Der Jugendliche gliedert sich in die Welt der Erwachsenen und ihre Aufgaben ein“ 4
1.2 Eriksons psychologisches Modell
1.2.1 Darstellung
Der Psychoanalytiker Erik H. Erikson hat eine Theorie der Identität als lebenslange Entwicklung erarbeitet. Sein Modell wurde Mitte der 60er Jahre in Deutschland bekannt. Obwohl er als Schüler Freuds bezeichnet werden kann, unterscheidet sich sein Modell in einem Punkt grundlegend von bisherigen psychoanalytischen Modellen: Er hat sich für eine „Einbeziehung der triebtheoretischen Elemente in einen sozialpsychologischen Rahmen der Persönlichkeitstheorie eingesetzt“. 5 Persönlichkeitsentwicklung, von Erikson auch ‚Lebensgeschichte’ genannt, findet bei ihm in „drei wesentlichen voneinander abhängigen Prozessen statt, die die Formen des menschlichen Wesens bestimmen: 1. Der Prozess der Organisation des menschlichen Körpers innerhalb des Zeit-Raums eines Lebenszyklus (Evolution, Epigenese, Libidoentwicklung usw.)
2. Der Prozess der Organisierung der Erfahrung durch die Ich Synthese ( Ich-Raum-Zeit; Ich-Abwehrmechanismen; Ich-Identität usw.)
3 Hurrelmann1980, S. 51
4 Internetseite: www.sign-lang.uni-hamburg.de
5 Hurrelmann 1986, S. 29
Arbeit zitieren:
Hermann Schmidt-Nohl, 2003, Sozialisation des Jugendalters - Verbindung von Eisenstadts soziologischen und Eriksons psychologischen Konzept, München, GRIN Verlag GmbH
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