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Inhaltsverzeichnis
Seite
1. Einleitung 3
2. Führung - Was ist das? 3
3. Führungsstile 4
4. Gibt es einen geschlechtsspezifischen Führungsstil?
4.1. Die Gleichheitstheorie 5
4.2. Die Differenztheorie 7
4.3. Das Androgyniekonzept 10
4.4. Die Dekonstruktion 11
5. Führungsstil in Deutschland - Eine Bestandsaufnahme 12
6. Frauen in der Minderheit - Wege zu einer Chancengleichheit? 14
7. Resümee 15
8. Literaturverzeichnis 17
Seit Beginn der neunziger Jahre wurde immer wieder versucht, die Existenz eines typisch weiblichen Führungsstils nachzuweisen, der in sozialer und ökonomischer Hinsicht der effizientere sein sollte. Dabei wurde vor allem in populärwissenschaftlicher Literatur und Managementpresse behauptet, dass weibliche Führungskräfte sozialer wären, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Mitsprache- und Mitentscheidungsrechte einräumten sowie mehr mit ihnen kommunizieren und sie persönlich unterstützen würden [vgl. z.B. Wunderer (2001, S. 248)]. Aktuelle Untersuchungen belegen jedoch das Gegenteil, „wenn ich unsere Forschungsergebnisse anschaue, muss ich sagen: Wir können keinen wesentlichen Unterschied im Führungsverhalten von Männern und Frauen feststellen. […] Menschen in Führungspositionen weisen keine bedeutenden Geschlechtsrollen-Stereotypen auf, Menschen dagegen, die nicht in Führungspositionen sind sehr wohl. […] Was nicht heißt, dass es nicht unterschiedlich wahrgenommen wird.“ [Sauerlach (06/2001, S. 24)] Der Titel der Arbeit „Führungsstil: Sind Männer und Frauen anders?“ bedarf zunächst einer genaueren Untersuchung. Kann die Frage, ob Frauen anders als Männer führen bejaht werden, impliziert das einen anderen Führungsstil von Frauen. Ihre Art der zielbezogenen Einflussnahme müsste also eine andere sein als die bei männlichen Führungspersonen. Die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Verhaltensweisen in bestimmten
Managementsituationen wären ein messbarer Beweis für einen anderen Führungsstil. Außerdem müsste ein überwiegender Teil der weiblichen Führungspersonen diese Abweichung betreffen.
Außerdem stellt sich die Frage, ob die in der Literatur vielfach aufgelisteten Eigenschaften einer Führungsperson bei männlichen und weiblichen Führungskräften tatsächlich unterschiedlich sind oder ob sie bei den verschiedenen Geschlechtern nur unterschiedlich stark ausgeprägt sind.
Diese Arbeit befasst sich mit den oben genannten Fragen, gibt Aufschluss über die Realität in Form einer objektiven Betrachtung des Managementverhaltens beider Geschlechter anhand mehrer aktuellen Studien. Darüber hinaus wird als erstes die grundlegende Frage geklärt was überhaupt Führung ausmacht und was es für Führungsstile gibt.
2. Führung - Was ist das?
Führung ist wie Feuer. Beide werden durch die drei Elemente Aktivation, Direktion und Integration definiert. Feuer ist ein zentrales Element, das Menschen dazu aktiviert, sich zu
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Um die in der Einleitung gemachten Überlegungen zu untersuchen werden im Folgenden die wichtigsten Führungsstile behandelt. Diese Einteilung kann dabei nur eine tendenzielle Beschreibung eines Führungsverhaltens sein. In der Praxis können sich verschiedene Aspekte der einzelnen Stile je nach Situation vermischen.
Tabelle 1: Führungsstile nach [Wunderer (2001, S. 203 ff.)]
4. Gibt es einen geschlechtsspezifischen Führungsstil?
4.1 Die Gleichheitstheorie
Der Grundgedanke der Gleichheitstheorie besagt, Frauen und Männer seien gleich und zwar nicht nur formal gleichberechtigt, sondern in allen Aspekten ihrer Existenz. Dadurch gelangen Anhänger dieser Theorie auch zu dem Schluss, Frauen und Männer führten gleich.
Arbeit zitieren:
Matthias Müller, 2009, Führungsstil: Sind Männer und Frauen anders?, München, GRIN Verlag GmbH
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