Analyse der veränderten Abnehmerstrukturen auf dem deutsche Gesundheitsmarkt also Herausfor-
derung an forschende Pharmaunternehmen
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Abk ürzungsverzeichnis V
1 Einleitung 1
1.1 Probemstellung 1
1.2 1 Ziel
1.3 Aufbau und Struktur 1
2 Pharmaunternehmen 3
2.1 forschende Pharmaunternehmen 3
2.2 Generika-produzierende Pharmaunternehmen 6
2.3 Werbung von Pharmaunternehmen 8
3 Produktabnehmer der Pharmaunternehmen
10
3.1 Bisherige Abnehmerstrukuren in der Pharmaindustrie 10
3.2 Neue Abnehmerstrukturen 13
3.2.1 Medizinische Versorgunsgzentren 13
3.2.2 Arneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz 18
3.3 Sana-Kliniken AG 20
4 Analyse der veränderten Abnehmerstrukturen auf dem
23
deutschen Gesundheitsmarkt als Herausforderung für
forschende Pharmaunternehmen
4.1 Business-to-Consumer / Direct-to-Consumer 24
4.2 Business-to-Business 28
II
Analyse der veränderten Abnehmerstrukturen auf dem deutsche Gesundheitsmarkt also Herausfor-
5Schlussbetrachtung 32
5.1 Zusammenfassung 32
5.2 Empfehlung für forschende Pharamunternehmen 33
5.3 5 3 Implikationen
Analyse der veränderten Abnehmerstrukturen auf dem deutsche Gesundheitsmarkt also Herausfor-
Abbildungsverzeichnis
Abbildung l: Vgl. Herstatt, Cornelius; Verworn, Birgit
Abbildung 2: Eigene Erstellung
Abbildung 3: Forschungsgruppe Wahlen Online GmbH (2004).
Analyse der veränderten Abnehmerstrukturen auf dem deutsche Gesundheitsmarkt also Herausfor-
Abb. Abbildung AG Aktiengesellschaft AMG Arzneimittelgesetz AVWG Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz B2B Business-to-Business B2C Business-to-Consumer bzw. beziehungsweise CRM Customer Relationship Management D2C Direct-to-Consumer DDR deutsche demokratische Republik d. h. das heißt EDV elektronische Datenverarbeitung Etc. et cetera - „und die übrigen“ EstG Einkommensteuergesetz EWG Europäische Wirtschaftsgemeinschaft FSA Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie GbR Gesellschaft bürgerlichen Rechts GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung GMG GKV-Modernisierungsgesetz GKV Gesetzliche Krankenversicherung HWG Heilmittelwerbegesetz KAM Key-Account-Manager KV kassenärztliche Vereinigung MVZ Medizinisches Versorgungszentrum OTC „Over the Counter“ - rezeptfreie Medikamente PatG Patentgesetz S. Seite SGB Sozialgesetzbuch UstG Umsatzsteuergesetz vgl. vergleiche z.B. zum Beispiel
V
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Im Jahr 2003 wurde das „Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Modernisierungsgesetz, GMG) mit dem Versuch, das deutschen Gesundheitswesen zu reformieren, erlassen, welches am 01.01.2004 in Kraft trat. Eine dieser Modernisierungen ermöglicht Ärzten, welche die Zulassung für die kassenärztliche Versorgung besitzen, sich zu so genannten „medizinischen Versorgungszentren“ zusammen zu schließen, welche sich allen zulässigen Orga-nisationsformen bedienen können 1 . Diese veränderte Abnehmerstruktur stellt eine neue Herausforderung an die forschenden Pharmaunternehmen auf dem deutschen Gesundheitsmarkt dar.
1.2 Ziel
Seit dem 1. Januar 2004, dem Inkrafttreten des GMG, ist es in Deutschland möglich, medizinische Vorsorgungszentren (MVZ) zu gründen, welche einer fachübergreifenden ärztlichen Einrichtung zur vertragsärztlichen Versorgung entsprechen. Diesen MVZ ist es nach dem fünften Sozialgesetzbuch möglich, sich einer Organisationsform, also einer AG, GmbH oder GbR, zu bedienen. Durch den Zusammenschluss mehrer Fachärzte zu einem Versorgungszentrum ändern sich die Abnehmerstrukturen. Der Wandel von einer einzelnen Arztpraxis, wie ein niedergelassener Allgemeinmediziner sie betreibt, zu einem Unternehmen, welches ein wirtschaftliches Ziel verfolgt, verlangt von den forschenden Pharmaunternehmen eine Neugestaltung des Absatzmarktes. Wie eine solche Neugestaltung aussehen kann wird in dieser Arbeit beschrieben.
1.3 Aufbau und Struktur
Im Folgenden werden die Pharmaunternehmen im deutschen Gesundheitswesen vorgestellt und der Unterschied zwischen forschenden und Generika-produzierenden Pharmaunternehmen beschrieben. Auch werden im zweiten Kapi-tel die bisherigen Abnehmerstrukturen der Pharmaunternehmen, sprich der Kun- 1 Vgl.Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch - Gesetzliche Krankenversicherung § 95 Abs. 1 1
den, analysiert. Im dritten Kapitel werden die Produktabnehmer der Pharmaindustrie erklärt. Neben der Entstehung von Versorgungszentren werden die Sana-Kliniken AG und dessen zentraler Einkauf beschrieben.
Eine Analyse der veränderten Strukturen und ein entsprechendes Fazit dieser Analyse werden im vierten beziehungsweise fünften Abschnitt vollzogen, sodass sich der Schwerpunkt dieser Arbeit mit den Herausforderungen für die forschenden Pharmaunternehmen beschäftigt.
2
2 Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen sind jene Unternehmen, die Arzneimittel oder Pharmaka herstellen, die der Heilung von Menschen und Tieren gilt. Viele dieser herstellenden Unternehmen befassen sich ebenfalls mit der Forschung und Entwicklung neuer Arzneimittel. Unterschieden werden forschende Pharmaunternehmen von Generika-produzierenden Pharmaunternehmen. Letztere produzieren lediglich bereits bestehende Medikamente mit einer Wirkstoffkopie, sodass ein solches Mittel ggf. kostengünstiger produziert werden kann.
2.1 Forschende Pharmaunternehmen
Die methodische Suche nach neuen Erkenntnissen bzw. im Fall der Pharmaunternehmen nach neuen Medikamenten wird als Forschung bezeichnet. Nicht nur das reine „suchen“ sondern das genaue dokumentieren der gewonnenen Erkenntnisse gehört zur Forschung und Entwicklung. Zu den bekannten forschenden Pharmaunternehmen gehören u.a. die Bayer AG, Pfizer Deutschland GmbH und die Roche Pharma AG. Die drei genannten Unternehmen sind, neben vielen weiteren forschenden Unternehmen, dem vfa e.V. („Verband forschender Arzneimittelhersteller“) zugeordnet, welcher die wirtschaftlichen Interessen von insgesamt 47 forschenden Unternehmen in Deutschland vertritt.
Das entwickeln von neuen Medikamenten ist ein Prozess, welcher neben einem erheblichen Zeitaufwand auch sehr hohe Kosten verursacht. Im Jahr 2008 haben die die forschenden Pharmaunternehmen in Deutschland insgesamt 4,84 2 Mrd. Euro für die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente ausgegeben, wobei im Schnitt ungefähr 10 bis 12 Jahre vergehen, bis ein Medikament die Marktzulassung erhält. Die rechtlichen Voraussetzungen für die Forschung, Entwicklung und die Produktion von Medikamenten sind in Deutschland im Arzneimittelgesetz (AMG) verankert. So wird zum Beispiel in § 2 3 des AMG der „Arzneimittelbeg- riff“ definiert,§ 3 4 befasst sich mit der rechtlichen Definition des „Stoffbegriffes“, mit welchem ein jedes Medikament hergestellt wird. Unternehmen, die sich mit der Erforschung und der Entwicklung neuer Medikamente befassen benötigen ei-
2 Vgl.VFA-Statistics 2009 Seite 24
3 Vgl. § 2 AMG
4 Vgl. § 3 AMG
3
ne vom Gesetzgeber ausgegebene „Herstellungserlaubnis“ 5 nach § 13 des AMG. Forschende Mitarbeiter in einem solchen Unternehmen müssen nach § 15 6 Abs.1, 2 des AMG eine Sachkenntnis nachweisen. Das erfüllen der Voraussetzung nach § 15 AMG Abs.1, 2 schließt eine „nicht-erteilen“ einer Herstellungsgenehmigung nach § 14 des Arzneimittelgesetzes aus. Erfüllen Unternehmen die nach den §§ 13 und 15 des AMG vorgegebenen Voraussetzungen ist es somit möglich neue Medikamente entsprechend der §§ 2 und 3 dem AMG zu entwickeln. Gründe für die Entwicklung neuer Medikamente gibt es viele. Neue Substanzen (lat. substantia = „das, woraus etwas besteht“) ermöglichen für bis vor kurzem als unheilbar geltende Krankheiten (wie z.B. Formen von Krebs, AIDS) Medikamente zu entwickeln 7 , zudem werden bereits bekannte Wirkstoffe von bestehenden Medikamenten verbessert 8 oder es kristallisiert sich gar ein neuer Anwendungsbereich für einen bereits bestehenden Wirkstoff 9 heraus. Auch die Therapie- und Darreichungsform eines Medikamentes kann sich im Laufe der Zeit ändern, sodass auch hier Bedarf einer Neuentwicklung oder Überarbeitung besteht 10 . Die Herstellung von Medikamenten kann in zwei Abschnitte eingeteilt werden. Die erste der beiden Phasen ist die so genannte frühe Phase 11 , welcher der Forschung nach einem neuen Medikament entspricht, wo hingegen sich die späte Phase 12 mit der Entwicklung des neuen Medikamentes befasst. Die genannten zwei Phasen, welche die Forschung und die Entwicklung beschreiben, können erneut in insgesamt sieben einzelne Abschnitte unterteilt werden, welches mit Hilfe der Abbildung 1 auf Seite 5 veranschaulicht werden kann:
5 Vgl. § 13 AMG
6 Vgl. § 15 AMG
7 Vgl. Herstatt, Cornelius; Verworn, Birgit; Management für frühe Innovationsphasen, 2007, 2.
Ausgabe, Gabler Verlag, Seite 319
8 Vgl. Herstatt, Cornelius; Verworn, Birgit; Management für frühe Innovationsphasen, 2007, 2.
Ausgabe, Gabler Verlag, Seite 319
9 Vgl. Herstatt, Cornelius; Verworn, Birgit; Management für frühe Innovationsphasen, 2007, 2.
Ausgabe, Gabler Verlag, Seite 320
10 Vgl. Herstatt, Cornelius; Verworn, Birgit; Management für frühe Innovationsphasen, 2007, 2.
Ausgabe, Gabler Verlag, Seite 320
11 Vgl. Herstatt, Cornelius; Verworn, Birgit; Management für frühe Innovationsphasen, 2007, 2.
Ausgabe, Gabler Verlag, Seite 322
12 Vgl. Herstatt, Cornelius; Verworn, Birgit; Management für frühe Innovationsphasen, 2007, 2.
Ausgabe, Gabler Verlag, Seite 322
4
Arbeit zitieren:
Friedrich von Saldern, 2009, Analyse der veränderten Abnehmerstrukturen auf dem deutschen Gesundheitsmarkt als Herausforderung für forschende Pharmaunternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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