Problemorientiertes Lernen
Inhaltsverzeichnis
Einleitung. 2
Konstruktivistische Lerntheorie. 2
Konstruktivismus und problemorientiertes Lernen. 4
Kennzeichen des problemorientierten Unterrichts 4
Historie des problemorientierten Unterrichts. 5
Ziele des problemorientierten Unterrichts 6
Ablauf des problemorientierten Lernens 6
1. Phase: Die Situations- oder Problemanalyse 7
2. Phase: Die Problembearbeitung. 8
3. Phase: Die Phase des erweitertes Problemverständnis bzw. der
Probleml ösung 8
Fertigkeiten im problemorientierten Unterricht. 9
Arbeiten in Unterrichtsgruppen 9
Die Rolle der Lehrenden im problemorientierten Lernen 10
M öglichkeiten des problemorientierten Unterrichts im Studium 11
Literaturverzeichnis 12
1
Problemorientiertes Lernen Einleitung
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem problemorientierten Lernen auf der Grundlage konstruktivistischer Lerntheorien. Es ist nach Meinung pädagogischer Experten im Rahmen eines konstruktivistischen lerntheoretischen Ansatzes eine Methode, die nachhaltiges Wissen und für den Beruf notwendige Kompetenzen vermittelt (vgl. Kubanski, Jürgensen 2008, S. 35). In meiner persönlichen Einschätzung bietet das problemorientierte Lernen eine sehr gute Möglichkeit, lebenslanges Lernen zu erfahren und zu üben, um es im Verlauf des Lebens in den unterschiedlichsten Situationen anwenden zu können.
Konstruktivistische Lerntheorie
In der konstruktivistischen Auffassung, wird die Konstruktion einer subjektiven Wirklichkeit aufgrund der eigenen Erfahrungen durch den einzelnen Lernenden unterstellt. Der Lernende steht ganz eindeutig im Mittelpunkt. Er ist aktiv und steuert das Lerngeschehen relativ selbständig. Als Voraussetzung hierfür müssen spezifische Fähigkeiten auf der Seite des Lernenden gegeben sein. Er muss zum Beispiel in der Lage sein, Fragen zu stellen und Lernstrategien selbstverantwortlich anzuwenden. Bedeutsam ist bei konstruktivistischen Modellen die Gestaltung der Lernumwelt zur Auslösung und Optimierung von Lernprozessen. Dabei soll die Lernsituation möglichst authentisch sein, so dass die gestellten Aufgaben den späteren Aufgaben in der realen Anwendungssituation auch ähnlich sind. Wichtig dabei ist, dass die Aufgaben für den Lernenden relevant sind und somit sein Interesse wecken, wodurch die intrinsische Motivation des Lernenden aktiviert wird, sich dieser Aufgabe zu widmen. Die Lernsituation für den Lernenden wird durch den Lehrenden problemorientiert ausgerichtet. Bei konstruktivistischen Modellen steht das Transfermanagement in Richtung des Anwendungsbezugs im Vordergrund. Desweiteren ist bei konstruktivistischen Verfahren die Kooperation wichtig, so dass teamorientiertes Arbeiten kennengelernt, angewendet und trainiert werden kann (vgl. Edelmann 2000, S. 287 - 288). Die Kognitionspsychologie verabschiedete sich mit ihrer Vorstellung von Lernen von Theorien der amerikanischen Verhaltenspsychologen um 1950 (wie Watson, Pawlow, Skinner, Thorndike, u.a.), die das Gehirn als ‚black box‘ verstanden, in das eine
2
Problemorientiertes Lernen
Information hinein gefüllt wird und ein bestimmtes, erwartetes Ergebnis herauskommt. Im erkenntnispsychologischen Lernkonzept von Landwehr, welches auf konstruktivistischen Annahmen entsprechend der Theorien von Piaget u.a. basiert, bedeutet Lernen:
a) das Bewusstmachen und Problematisieren bestehender Schemata
b) die Korrektur vorhandener Schemata
c) die Ausdifferenzierung vorhandener Schemata
d) der Aufbau neuer bzw. neuer Verknüpfung der Schemata. Neuere Erkenntnisse aus der Kognitionspsychologie, Hirnforschung, Neurobiologie, Linguistik und Informatik haben in den vergangenen Jahren zu einem veränderten Verständnis über die Abläufe beim Lernen geführt. Sie bündeln sich in der Erkenntnistheorie des Konstruktivismus. Die Kernthese des radikalen Konstruktivismus, „Menschen sind auto-poetische, selbstreferentielle, operational geschlossene Systeme“ hat Horst Siebert in die zugespitzte Formulierung übersetzt: „Erwachsene sind lernfähig, aber unbelehrbar“ (vgl. Siebert 1996, S.17+23 in Schwarz-Govaers 2003, S. 38). Mit diesem neuen Verständnis vom Lernen heißt es für die Lehrenden Abschied nehmen von schön vorbereiteten Referaten und Folien, die zwar sehr viel Arbeit in der Vorbereitung machten, aber v.a. den Lehrenden eine Menge an neuen Erkenntnissen bringen. Die Lehrenden haben eine Menge über den Lerninhalt verstanden und wollen dies nun auch an die Lernenden weitergeben. Diese speichern die Darbietung der Lehrenden auch in ihrem Gedächtnis ab und geben es z.B. in der Prüfung korrekt wieder. Doch von den Lernenden wird wenig davon in die Praxis umgesetzt. Es bleibt „träges Wissen“, sofern es nicht mit Praxissituationen und dem eigenen Vorwissen verknüpft wird (vgl. Schwarz-Govaers 2003, S. 38).
3
Arbeit zitieren:
Doris Freyberg, 2009, Problemorientiertes Lernen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Ethnography on undocumented immigrants in the United States of America
Seminararbeit, 9 Seiten
Unterrichtsstunde: Zuordnungen (Begriff, Darstellungsarten mit Überle...
Einführung in die Zuordnungen ...
Unterrichtsentwurf, 6 Seiten
Antiproportionale- und Proportionale Zuordnung
Referat / Aufsatz (Schule), 8 Seiten
Lernprozesse aus dem Blickwinkel der Lernpsychologie
Theorie und Anwendungshinweise
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Seminararbeit, 23 Seiten
Die globale Internationalisierung der Bildung nach John W. Meyer im Ko...
Hausarbeit, 30 Seiten
Hunger in Deutschland von 1914 - 1918 - Alltag, Ursachen, Proteste
Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik
Seminararbeit, 17 Seiten
Migration from Mexico to the United States between 1900 and 1986
Politik - Internationale Politik - Region: USA
Hausarbeit, 29 Seiten
Der Ansatz und die Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände nach I...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Diplomarbeit, 60 Seiten
Softwareentwicklung von heute und morgen -Agile Softwareentwicklung
Ausarbeitung, 10 Seiten
E-Learning - eine Chance für die Zukunft oder Hype um nichts?
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Seminararbeit, 22 Seiten
Instrumente des Beschaffungscontrolling
Strategische Tools zur Optimie...
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Bachelorarbeit, 72 Seiten
E-Learning in der beruflichen Aus- und Weiterbildung
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Seminararbeit, 18 Seiten
Einführung in die Geschichtsdi...
Seminararbeit, 15 Seiten
Ein Überblick von der Entstehu...
Politik - Internationale Politik - Region: Südosteuropa, Balkan
Seminararbeit, 25 Seiten
Doris Freyberg hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare