Fachbereich VI: Integrierter Studiengang Wirtschaftswissenschaft
Instrumente für eine nachhaltige Entwicklung
Inhalt
Inhalt 2
Abk ürzungsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 3
1. Problemstellung der Arbeit 4
2. Nachhaltigkeit als Leitbild 5
2.1. Ausgangssituation 5
2.2. Nachhaltigkeit nach dem Brundtland- Bericht 6
2.3. Nachhaltigkeit im Sinne der Agenda21 7
2.4. Nachhaltigkeit im gesamtwirtschaftlichen Kontext 9
2.5. Nachhaltigkeit in Unternehmen 9
3. Umweltmanagementsysteme 11
3.1. EMAS (EG- Öko- Audit- Verordnung ) 12
3.2. ISO 14000 14
4. Umweltberichterstattung 15
4.1. Umwelterklärung nach EMAS 16
4.2. Umweltbericht nach ISO 14000 17
4.3. Entwicklung der Umweltberichterstattung 18
4.4. Zielgruppe der Umweltberichterstattung 20
5. Fazit 21
Literaturverzeichnis 24
Anhang 27
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Abkürzungsverzeichnis
BCSD Business Council for Sustainable Development EG Europäische Gemeinschaft EMAS Enviroment Management Auditing Scheme EWG Europäische Wirtschaftsgemeinschaft ISO International Standardisation Organisation UN United Nations UNCED United Nations Conference on Environment and Development
Abbildungsverzeichnis:
Abb.1: Anzahl der deutschen Unternehmen mit Umweltbericht/ Umwelterklärung. 19 Abb.2: Zielgruppe der Umweltberichterstattung 21 Abb.3: Die Bausteine der EG-Öko-Audit-Verordnung (EMAS) 27
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1. Problemstellung der Arbeit
Nach einer Reihe von Unglücksfällen mit verheerenden Umweltschäden in den siebziger Jahren und dem ersten Bericht des Club of Rome wurde die Umweltschutzproblematik zu einem wichtigen Gegenstand der internationalen politischen Diskussion.
1972 wurde als Ergebnis der ersten globalen Umwelt- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nation die „Stockholmer Deklaration“ verabschiedet. Seitdem gilt: „Jeder Mensch hat das Recht auf Freiheit, Gleichheit und Lebensqualität sowie auf eine Umwelt, die ein menschenwürdiges und gesundes Leben ermöglicht. Daraus erwächst ihm aber auch die Verpflichtung, die Umwelt für künftige Generationen zu schützen und lebensfreundlich zu gestalten.“(Häberli et al. 2002, S. 26) Trotz dieser Erkenntnis und dem Streben nach Solidarität mit den künftigen Generationen konnten bisher keine wirklich nachhaltigen Erfolge erzielt werden. Zwar wurden erste Schritte in die Wege geleitet, wie z.B. die Bekämpfung der Luft- bzw. Gewässerverschmutzung und der Lärmbelästigung, dennoch wurde die Umweltsituation noch nicht grundsätzlich verbessert.
Es zeigte sich die Notwendigkeit, insbesondere in der Wirtschaft Instrumente bzw. Konzepte zu finden, die geeignet sind, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. So hat sich die Problemwahrnehmung des Umweltschutzes in Unternehmen inzwischen von einer vorwiegend technischen Betrachtungsweise zu einer Führungsaufgabe gewandelt. In diesem Zusammenhang ist zu Beginn der 90er Jahre die international gültige Norm für Umweltmanagementsysteme ISO 14000 eingeführt worden, die später auf europäischer Ebene weiterentwickelt wurde. „Wirksamer Umweltschutz erfordert nicht nur moderne Technologien, sondern auch ein wirksames Umweltmanagement. Vor diesem Hintergrund hat der Rat der Europäischen Gemeinschaft am 29. Juni 1993 die `Verordnung (EWG) Nr. 1836/93 über die freiwillige Beteiligung gewerblicher Unternehmen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung`, die vielfach kurz als EG-Öko-Audit-Verordnung
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bezeichnet wird, beschlossen. Im Jahre 1995 ist die Öko-Audit-Verordnung in Deutschland „ratifiziert“. Die Öko-Audit-Verordnung steht als Rechtsnorm über nationalen Gesetzen. Ihr Ziel ist die Förderung der kontinuierlichen Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes von gewerblichen Tätigkeiten.“ (www.bmu.de/audit) Der betriebliche Umweltschutz ist unter diesem Gesichtspunkt auch eine Voraussetzung für die nachhaltige Überlebensfähigkeit unseres Ökosystems und dadurch auch der menschlichen Zivilisation. Umwelt-orientierte Unternehmensführung bedeutet eine Beteiligung an der Bewahrung bzw. Wiederherstellung der natürlichen Lebensgrundlage der Gesellschaft (vgl. Winter 1998, S. VI ff.).
In diesem Kontext stellt sich die Frage, ob Umweltmanagementsysteme lediglich dazu geeignet sind, die Differenzen zwischen ökologischen und ökonomischen Anforderungen auszugleichen, oder ob sie darüber hinausgehend auch in der Lage sind, das umfassendere Konzept der nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen.
2. Nachhaltigkeit als Leitbild
2.1 Ausgangssituation
In den sechziger und siebziger Jahren stand die Verknappung der Ressourcen im Mittelpunkt der umweltpolitischen Auseinandersetzung. In Verbindung mit den damaligen Ölkrisen prognostizierte Meadows 1972 eine natürliche, absolute Wachstumsgrenze, die innerhalb der nächsten hundert Jahre vordringlich die soziale aber auch die ökonomische Entwicklung der Menschheit einschränken werde. Den Grund hierfür sieht er in einer ökologischen Grenze, auf die sich die Gesamtgesellschaft hin entwickelt. Diese Grenze ist hinsichtlich des Wachstums der Weltbevölkerung, der Nahrungsmittelproduktion, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung und im Hinblick auf die Ausbeutung natürlicher Ressourcen
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zu verstehen (vgl. Meadows 1972, S.18ff.). Allerdings weisen die globalen Umweltprobleme seit den achtziger und neunziger Jahren immer deutlicher darauf hin, dass das vordringliche ökologische Problem eher in der Überbeanspruchung begrenzter Aufnahmekapazitäten der Natur für Emissionen und Abfälle besteht. Diese Überbeanspruchung steht wiederum in enger Verbindung mit dem umfangreichen Ressourcenverbrauch der Neuzeit (vgl. Weizsäcker et al. 1995, S. 237).
2.2. Nachhaltigkeit nach dem Brundtland- Bericht
Als Reaktion auf diese Problemlage wurde durch die Vereinten Nationen 1983 eine „Weltkommission für Umwelt und Entwicklung“ eingesetzt, deren Vorsitz die norwegische Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland übernahm. Eine Hauptaufgabe dieser Kommission war unter anderem die Erstellung eines weltweiten Programms, das die Regierungen und weitere Führungspersonen bewegen sollte, für eine gemeinsame Zukunft politisch zu handeln. Im Abschlussbericht der Kommission „Unsere gemeinsame Zukunft“ wird 1987 darauf hingewiesen, dass als Ursache der globalen Umweltzerstörung auf der einen Seite die zunehmende Armut, Bevölkerungsentwicklung und Wüstenausbreitung in Entwicklungsländern und auf der anderen Seite das anhaltende, ressourcenintensive Wirtschaftswachstum bzw. die Umweltverschmutzung in den Industrieländern gesehen werden kann und dass diese Problembereiche miteinander verbunden sind (vgl. Häberli et al. 2002, S. 26ff.).
Diese durch die Kommission vorgestellte Ausarbeitung zur nachhaltigen Entwicklung bietet eine Grundlage zu einer integrativen globalen Politikstrategie. In dem sogenannten „Brundtland-Bericht“ wird der Begriff Sustainable Development formuliert, der in der deutschsprachigen Literatur mit nachhaltiger, seltener auch mit dauerhafter oder zukunftsfähiger Entwicklung übersetzt wird. Dieses Leitbild nimmt Abstand vom gesellschaftlichen Ziel des Wachstums wie es bisher verstanden wurde. Die Gesellschaft solle ihre Entwicklung in eine Richtung lenken, in der die
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Arbeit zitieren:
Sara Ebru Kisioglu, 2002, Umweltmanagementsysteme als Instrumente für eine nachhaltige Entwicklung, München, GRIN Verlag GmbH
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Umweltmanagementsysteme - Konzepte des Nachhaltigkeitsmanagements?
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