Einleitung 2
1 Einleitung 3
1.1 Formelzeichen 3
1.2 Kurvengetriebe 8
1.3 Ziel der Arbeit 9
2 Konstruktion 10
2.1 Klären und Präzisieren der Aufgabenstellung. 10
2.1.1 Anforderungsermittlung Mithilfe der Leitlinie nach Pahl/Beitz 10
2.1.2 Implizite Anforderungen 12
2.1.3 Wünsche 13
2.2 Ermitteln von Funktionen und deren Strukturen 13
2.2.1 Gesamtfunktion des Prüfstandes. 13
2.2.2 Kräfte am Kurvengetriebe 14
2.2.3 Funktionsstruktur. 16
2.3 Suchen nach Lösungsprinzipien und deren Strukturen 18
2.3.1 Kraftübertragung. 18
2.3.2 Erzeugen einer Abtriebskraft. 24
2.3.3 Erzeugen eines Antriebsmomentes. 29
2.3.4 Messen der Abtriebsbewegung. 32
2.4 Gliedern in realisierbare Module. 34
2.5 Gestalten der maßgebenden Module 35
2.5.1 Lagerung der Kurvenscheibe. 35
2.5.2 Lagerung des Stößels. 53
3 Zusammenfassung und Ausblick 57
3.1 Konzeptvorstellung. 57
3.2 Konzeptauswahl 59
4 Literaturverzeichnis 60
Einleitung 3
1 Einleitung
1.1 Formelzeichen
a geometrische Länge
A, A 1 , A 2 Flächen in Hydraulikzylindern oder Druckübersetzern
A 0 mit dem Fundament verbundenes Drehgelenk der Kurvenscheibe
A y Auflagerreaktion in Y-Richtung
b geometrische Länge/Breite
b 1 Beiwert zur Berücksichtigung der Bauteilgröße
b 2 Beiwert zur Berücksichtigung der Oberflächengüte
B magnetische Feldstärke
B y Auflagerreaktion in Y-Richtung
c Federsteifigkeit
C 1/2/3/4 Integrationskonstanten
C Lager Tragzahl eines Lagers
d Abstand von Kondensatorplatten
D Wellendurchmesser
e lotrechte Entfernung der Stößelachse zu A 0
E Elastizitätsmodul
E el elektrische Energie
E kin kinetische Energie
E mech mechanische Energie
Einleitung 4
E mech gewünscht aktuell gewünschte, mechanische Energie
F, F 1 , F 2 Kräfte
F Abtrieb abtriebsseitige Kraft auf Stößel
F Führung Kraft von Führung auf Stößel, quer zur Stößelachse
F Kontakt Kraft im Kontaktpunkt von Laufrolle und Kurvenscheibe
F KontakMax Maximal zulässige Kontaktkraft
F Kontakt, Längs stößelaxiale Komponente der Kontaktkraft
F Kontakt, Quer stößelnormale Komponente der Kontaktkraft
F Vorspann Vorspannkraft für Wälzlager
g Erdbeschleunigung
h Hebellänge
i Stromstärke
I y Flächenträgheitsmoment in Y-Richtung
I z Flächenträgheitsmoment in Z-Richtung
J Massenträgkeitsmoment
KS Abkürzung für Kurvenscheibe
l 1 abgegriffene Länge eines Potentiometers
l 2 Restlänge eines Potentiometers
L 10 Lebensdauer bei 10-prozentiger Ausfallwahrscheinlichkeit
m Gesamte auf die Translation des Stößels reduzierte Abtriebsmasse
m Zusatz Zusatzmasse zur Erzeugung einer Abtriebskraft
Einleitung 5
M Antrieb Antriebsmoment auf die Kurvenscheibe
M AntriebMax Maximal erforderliches Antriebsmoment
M Abtrieb Abtriebsmoment auf die Kurvenscheibe, ergibt sich aus Kontaktkraft und Übertragungsfunktion des Kurvengetriebes
M bmax maximales Biegemoment
M Führung von Führung auf Stößel wirkendes Moment
M Kontakt Zur Kontaktkraft gehöriges Moment auf die Lagerung
M(x) Schnittgröße Biegemoment
n Drehzahl der Kurvenscheibe
N zur Reibkraft gehörende Normalkraft
p hydraulisch-/pneumatischer Druck
p 0 zulässige Flächenpressung
P Lager Lagerlast
q F aus Einzelkraft resultierende spezifische Querkraft
q M aus Biegemoment resultierender Maximalwert spezifischer Querkraft
q Max maximale spezifische Querkraft
Q elektrische Ladung
Q max maximale Querkraft
Q(x) Schnittgröße Querkraft
r Radius
R zur Normalkraft gehörende Reibkraft
R 1 , R 2 elektrische Widerstände
Einleitung 6
s Abtriebsweg
R m Bruchgrenze
s Abtriebsweg
•
Abtriebsgeschwindigkeit s
•
Abtriebsbeschleunigung s
Vorspannweg einer Feder s Vorspann
Sicherheitsbeiwert S
Schnittgröße Torsionsmoment T(x)
U, U 1 , U 2 elektrische Spannungen
v 1 , v 2 Geschwindigkeiten der dem Index entsprechenden Bauteile
Relativgeschwindigkeit zwischen zwei Körpern v REL
Geschwindigkeit eines Rades/Wälzkörpers v Rad
Geschwindigkeit in X-Richtung v x
Geschwindigkeit in Y-Richtung v y
Verfahrgeschwindigkeit des Hydraulikzylinders v Zyl
Biegelinie w(x)
Wirkungslinie einer Kraft WL
polares Widerstandsmoment W p
Widerstandsmoment in Y-Richtung W y
Widerstandsmoment in Z-Richtung W z
maximaler Abstand zum Schwerpunkt z max
Einleitung 7
α Winkel zwischen Vektoren
β K Beiwert zur Berücksichtigung der Kerbwirkung
δs infinitesimale Wegstrecke
δϕ infinitesimaler Verdrehwinkel
•
, ϕ Winkel, Winkelbeschleunigung der Kurvenscheibe
λ Übertragungswinkel
μ Reibwert, Proportionalfaktor zwischen Normal- und Reibkraft
ϑ K ,ϑ Querkontraktionszahl
R
ρ min minimaler Radius der Laufrollenmittelpunktsbahn
σ bmax maximale Biegespannung
σ bSch Biegeschwellfestigkeit
σ bW Biegewechselfestigkeit
σ vm Vergleichsmittelspannung
σ vmax Vergleichsmaximalspannung
σ zul zulässige Normalspannung
τ Qmax maximale Schubspannung aufgrund einer Querkraft
τ Tmax maximale Schubspannung aufgrund eines Torsionsmomentes
Einleitung 8
1.2 Kurvengetriebe
Ein Kurvengetriebe besteht im wesentlichen aus drei Teilen (Bild 1.1): Kurvenglied (1), Eingriffsglied (2) und Gestell (3;0), welches die Verbindung zwischen der Lagerung des Kurvengliedes und der des Eingriffsgliedes darstellt. Um im Kontaktpunkt möglichst reines Abrollen zu gewährleisten wird bei vielen Kurvengetrieben eine Laufrolle (4) zwischen Kurven- und Eingriffsglied eingesetzt.
Bild 1.1: Kurvenscheibe mit Rollenstößel; Quelle:[4]
Die Prüfstandskonzepte sollen für Kurvengetriebe der Art „Kurvenscheibe mit Rollenstößel“ entwickelt werden.
Einleitung 9
1.3 Ziel der Arbeit
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung von Prüfstandskonzepten für die unter Abschnitt 1.2 beschriebenen Kurvengetriebe mit dem Zweck die Abtriebsbewegung unter Last zu erfassen und aufzuzeichnen. Der Konstruktionsprozess soll nach VDI 2221 (Bild 1.2) durchgeführt werden. Mithilfe dieser Daten kann die Elastizität des Kontaktes zwischen Kurvenscheibe und Laufrolle untersucht werden.
Bild 1.2: Konstruktionsprozess nach VDI 2221; Quelle [2]
Konstruktion 10
2 Konstruktion
2.1 Klären und Präzisieren der Aufgabenstellung
2.1.1 Anforderungsermittlung mit Hilfe der Leitlinie nach Pahl/Beitz
Als Hilfsmittel zur Anforderungsermittlung wird die gleichnamige Leitlinie verwendet. In dem Auszug aus der Leitlinie in Bild 2.1 werden jedem Hauptmerkmal mehrere Beispiele zugeordnet mit denen systematisch eine Anforderungsliste erarbeitet werden kann. Allerdings müssen die impliziten Anforderungen auf anderem Wege ermittelt werden.
Bild 2.1: Auszug aus der Leitlinie nach Pahl/Beitz; Quelle: [2]
Konstruktion 11
1. Geometrie
-Untersuchung von Kurvenscheiben bis maximal Durchmesser 0,5 m
-Exzentrizität des Rollenstößels einstellbar bis zu maximal e = 0,1 m
-Bauraum ist auf ein Maschinenbett von 1 m x 1 m beschränkt
2. Kinematik
-„kleine“ Kurvenscheiben sollen mit einer Drehzahl von bis zu n = 9000 U/min betrieben werden können
3. Energie
-Es steht ein 400 V-Anschluss zur Verfügung
4. Signal
-Eingangssignale sind die auf der Kurvenscheibe gespeicherten
-Ausgangssignale sind die gemessene Abtriebsbewegung,
-Eingangssignale sind die auf der Kurvenscheibe gespeicherten
Konstruktion 12
2.1.2 Implizite Anforderungen
Eine große Lücke der Liste der expliziten Anforderungen besteht im Fehlen der maximal zu übertragenden Kraft im Kontakt Kurvenscheibe-Laufrolle. Laut [1] kann die maximal übertragbare Kraft mit Gl. 2.1 berechnet werden. Die Größe p 0 entspricht der maximal zulässigen Flächenpressung und kann bei einsatzgehärteten, legierten Stählen bis zu 1650 N/mm² betragen.
= F
Kontakt
Der Radius der Laufrolle ist nach [4] durch Gl. 2.2 nach oben hin begrenzt.
0 ρ ⋅ ≤ 7 , r Gl. 2.2
min R
Geht man nun von einem minimalen Radius der Rollenmittelpunktsbahn von
ρ min = 0,2 m, einer Kurvenscheibenbreite von b K = 40 mm und Stahl als Werkstoff
von Kurvenscheibe und Laufrolle aus so erhält man für die maximal übertragbare Kraft:
= F
Max Kontakt
Da der Prüfstand aber nicht an der Belastungsgrenze der eingesetzten Werkstoffe betrieben soll und handelsübliche Laufrollen (NKE) nur bis zu einem Durchmesser von 100 mm erhältlich sind reduziert sich die maximale Kraft im Kontaktpunkt zu:
F
korrigiert Max Kontakt
Damit kann die Anforderungsliste im Unterpunkt „Kräfte“ der Leitlinie ergänzt werden zu:
Arbeit zitieren:
Dipl.-Ing., MBA Nikolaj Krieg, 2008, Konzeptentwicklung für einen Prüfstand zur Untersuchung eines Kurvengetriebes im Bezug auf die Elastizität der Kontaktglieder, München, GRIN Verlag GmbH
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