1 Einleitung
Die Familienpolitik ist in heute ein eigenständiger Teil der Sozialpolitik. Ihr Ziel besteht hauptsächlich darin, die wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen von Familien zu sichern und zu verbessern. Der Adressat dieser Politik ist also eindeutig die Familie. Hierzu zählt nicht mehr nur die Kernfamilie, welche aus zwei Elternteilen und deren Kindern besteht (vgl. Wingen, 1997, S.5). Ebenso sind Befürworter moderner Lebensformen wie beispielsweise Patchworkfamilien oder Einelternfamilien Empfänger von politischen Leistungen. Familien erfüllen viele gesellschaftlich unverzichtbare Funktionen und Aufgaben. Die wohl wichtigsten sind die Sicherung des Nachwuchses und dessen Erziehung, Betreuung und Pflege. Trotz dieser wichtigen Aufgaben wird die Kindererziehung häufig eher als Privatsache und weniger als gesellschaftliche Aufgabe betrachtet (vgl. Netzler, 1998, S.89). Die Entscheidung für Kinder ist heutzutage oftmals von finanziellen und sozialen Bedingungen abhängig. In den letzten Jahrzehnten gingen die Geburtenraten stetig zurück, da immer weniger Paare ihren Kinderwunsch verwirklichen. Dies hängt häufig sowohl mit der wirtschaftlichen Situation im Land, als auch mit der Unterstützung durch den jeweiligen Staat zusammen. Kinder erhöhen das Armutsrisiko und stellen eine große finanzielle und persönliche Herausforderung dar. Um diese negativen Aspekte zu mildern, existiert die Familienpolitik. Diese versucht eine volle Leistungsentfaltung der Familien zu gewährleisten und Unterstützungsmaßnahmen sinnvoll zu gestalten. Zu den Maßnahmen in Europa zählen hierbei rechtliche Regelungen zur Statusregelung familiärer Lebensformen, finanzielle Transfers zugunsten von Kindern und Eltern und soziale Dienste für Familien. Das Hauptziel dieser Hausarbeit ist es, die Vielfalt familienpolitischer Leistungen in den Ländern Schweden und Deutschland darzustellen und diese sowohl im Bereich der Theorie als auch in der praktischen Umsetzung zu diskutieren. Hierbei stehen Fragen nach Vor- und Nachteilen der jeweiligen Maßnahme und deren Auswirkungen im Vordergrund. Für einen objektiven familienpolitischen Überblick ist eine Kenntnis allgemeiner Gegebenheiten beider Länder unverzichtbar. Aus diesem Grund werden in Kapitel 1 der vorliegenden Belegarbeit wichtige Aspekte gegenübergestellt. Um die vorhandenen Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Länder hervorzuheben wird in den Kapiteln 3 und 4 der Großteil aller Maßnahmen der einzelnen Staaten aufgeführt und gegebenenfalls kurz erläutert. Abschließend erfolgen im letzten Teil der Hausarbeit eine Zusammenfassung der gewonnenen Ergebnisse und das Aufzeigen eines Fazits über die vorhandenen Leistungen der jeweiligen Familienpolitik.
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2 Deutschland und Schweden im Überblick
2.1 Geburtenraten und demografischer Wandel
Deutschland
Am 31.12.2007 hatte Deutschland rund 82. 218. 000 Einwohner (vgl. DSW, 2007, S.10). In Abbildung 1 erkennt man ein deutliches Sinken der Geburten- und Sterbeziffern ab dem Jahr 1970. In der Zeit zwischen 1870 und dem ersten Weltkrieg gab es ein sehr großes Bevölkerungswachstum in Deutschland. Ereignisse wie Kriege oder Wirtschaftskrisen haben einen starken, kurzfristigen Einfluss auf die natürliche Bevölkerungsentwicklung. In der Mitte der 1960er Jahre gab es einen Einbruch der Geburtenziffern, welchen man häufig als „Pillenknick“ bezeichnet (vgl. RZ, 2009, Nr.1). Im Jahr 2004 lag die Geburtenziffer bei 1,34 Kindern je Frau. Parallel hierzu ist bei Frauen ein stetiger Anstieg des Durchschnittsalters bei Geburt des ersten Kindes zu beobachten (vgl. Bäcker u.a., 2008, S. 265). Im Jahr 2007 wurden zum ersten Mal seit vielen Jahren mehr Kinder geboren als im Vorjahr. (vgl. BMFSFJ, 2009, S. 10). Die Geburtsraten stehen meist im Zusammenhang mit familienpolitischen Maßnahmen, da die finanzielle und soziale Absicherung bei der Erfüllung des Kinderwunsches eine maßgebliche Rolle spielt.
Abbildung 1: Natürliche Bevölkerungsentwicklung in Deutschland
Seit 1972 werden in Deutschland weniger Menschen geboren als im selben Jahr sterben. Ohne Zuwanderung würde die Bevölkerungszahl rapide absinken (vgl. RZ, 2009, Nr.1). In Bezug auf die Lebenserwartung werden deutsche Männer heute im Schnitt 77 Jahre, Frauen 82 Jahre alt. In Abbildung 2 kann man erkennen, das der Anteil der über 60Jährigen Menschen im Jahr 1997 erstmals höher war als der unter 20Jährigen (vgl. BMFSFJ, 2005, S10). Die
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Bundesrepublik hat seit Jahrzehnten kontinuierlich sinkende Geburtszahlen. Seit etwa 30 Jahren liegt die Geburtenhäufigkeit unter dem Niveau, das zum Ersatz der jeweiligen Elterngeneration notwendig wäre. Die Bevölkerung der Bundesrepublik wird vermutlich im Laufe der Zeit stetig abnehmen. Auf lange Sicht nimmt jede Kindergeneration nur noch ein Drittel ihrer Elterngeneration ein (vgl. BMFSFJ, 2003, S.93).
Quelle: BMFSFJ, 2005, S.10
Abbildung 2: Entwicklung der Altersgruppen in Deutschland seit 1950
Schweden
Im April 2008 gab es in Schweden 9.045.389 Einwohner. Auf Abbildung 4 kann man die stetige schwedische Bevölkerungszunahme deutlich erkennen. Im Jahr 1990 lag die Einwohnerzahl noch bei rund 8.500.000 Millionen (vgl. Hartmann, 2009). Das bedeutet eine Zunahme von 545.389 Menschen in 18 Jahren.
Quelle: Hartmann , 2009
Abbildung 3: Bevölkerungsentwicklung in Schweden von 1860 bis 2000
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Die wachsenden Einwohnerzahlen hängen deutlich mit der hohen Geburtenrate in Schweden zusammen. Während der 1980er und 1990er Jahre schwankte die zusammengefasste Geburtenziffer, jedoch blieb sie auf einem Niveau von etwas unter 1,8 Kindern pro Frau. Betrachtet man hingegen die endgültige Zahl der Kinder pro Frau nach Geburtsjahrgängen, so zeigen sich über den gleichen Zeitraum recht konstante Werte um 2 Kinder pro Frau. Im Jahr 2004 lag die Anzahl der Geburten bei 1,76 mit steigender Tendenz. Schweden hatte schon immer eine recht hohe Fertilität, welche jedoch gleichsam sehr schwankend und ungleichmäßig ist (vgl. RZ, 2005, Nr.2). In den 1980er Jahren stieg die Geburtenrate erheblich. Gründe hierfür waren vor allem die gute wirtschaftliche Lage und die Einführung des einkommensabhängigen Elterngeldes in Verbindung mit der „Geschwindigkeitsprämie“. In den 1990er Jahren erlebte Schweden aufgrund einer schwierigen wirtschaftlichen Situation und dem Sinken der Familieneinkommen einen deutlichen Rückgang der Geburtenraten. In der heutigen Zeit sind die Einkommensverhältnisse und Beschäftigungsquoten in Schweden wieder gestiegen (vgl. RZ, 2005, Nr.2). Der derzeit aktuelle Wert in Schweden liegt bei 1,6 Kindern pro Frau. Das Durchschnittsalter der Mutter bei der Geburt des ersten Kindes liegt bei 27,9 Jahren (vgl. Deutsch-Schwedische Handelskammer, 2007, S.8). In Schweden werden männliche Einwohner im Schnitt 79 Jahre, Frauen hingegen 83 Jahre alt (vgl. DSW, 2007, S.10). Wenn man die Bevölkerung Schwedens genauer betrachtet, stellt man fest, dass 16,40% der Einwohner Kinder zwischen 0 und 14 Jahren sind. 65,70% der Menschen sind zwischen 15 und 64 Jahre alt, während 17,90% über 65 Jahre alt sind. Wenn man die schwedische Geburtrate von 10,2 Geburten pro 1000 Einwohner mit der bestehenden Sterberate von 10,27 Verstorbenen pro 1000 Einwohner vergleicht, stellt man fest, dass es in Schweden weniger stark zu einer Abnahme der Bevölkerung kommt als in anderen europäischen Ländern (vgl. Oppermann, 2009).
2.2 Haushaltsformen, Heirats- und Scheidungsraten
Deutschland
In Abbildung 4 werden die Anteile von in privaten Haushalten lebenden Personen nach unterschiedlichen Haushaltstypen dargestellt. 38% der Menschen leben in so genannten Einpersonenhaushalten. Dies sind vor allem ältere Menschen, aber auch geschiedene oder verwitwete Personen. Wie man sieht stellt diese alternative Lebensform mittlerweile eine gesellschaftlich anerkannte Lösung dar. Im Jahr 2001 lebten die Menschen in der Bundesrepublik zu 38% in Einpersonenhaushalten ohne Kinder. Diese Single- Haushalte nehmen immer weiter zu und stellen heute eine anerkannte Lebensform dar. 36% der
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Menschen leben in Haushalten mit zwei beziehungsweise mehreren Erwachsenen ohne unterhaltsberechtigte Kinder. Das Zusammenleben mit unterhaltsberechtigten Kindern stellt mit 24% eine deutlich kleinere Haushaltsform dar. Zu dieser Lebensweise zählen beispielsweise die klassische Kernfamilie, aber auch Patchworkfamilien und Großfamilien mit mehreren zusammenlebenden Generationen. Alleinerziehende Mütter oder Väter mit einem oder zwei Kindern nehmen mit 2% den kleinsten Anteil für sich ein. In der Bundesrepublik existieren insgesamt 39,12 Mio. Haushalte. Davon stellen 74% Haushalte ohne Kinder dar. Nur in 26% aller deutschen Haushalte leben unterhaltsberechtigte Kinder. Im Jahr 1972 betrug der Anteil dieser noch 44,5% (vgl. Bäcker u.a., 2008, S.257ff.).
Quelle: Staatsinstitut für Frühpädagogik, 2005, Nr.1
Abbildung 4: Anteil der Haushalte nach Haushaltstyp in Deutschland,2001
Im Bezug auf Heirats- und Scheidungsraten kann man feststellen, dass eine Erstheirat seit den 1990er Jahren in immer späterem Alter geschlossen wird. Es gibt mehr ausländische und binationale Brautpaare. Die Eheschließungen sind stark zurückgegangen (vgl. BMFSFJ, 2003,S. 66). Im Jahr 2006 wurden 200.000 Scheidungen eingereicht und 390.000 Eheschließungen. Die Scheidungsrate liegt derzeit bei rund 51,9% (vgl. Bäcker u.a., 2008,S.266).
Schweden
In Abbildung 5 werden die Anteile der Haushaltstypen in Schweden im Jahr 2001 näher beleuchtet. 41% der Menschen leben in so genannten Einpersonenhaushalten. Das Zusammenleben von zwei oder mehreren Erwachsenen ohne unterhaltsberechtigte Kinder nimmt einen Anteil von 28% ein. Ebenso wie in Deutschland leben 24% der Personen in einem Haushalt mit einem oder mehreren Erwachsenen und unterhaltsberechtigten Kindern. 7% der gesamten Haushaltsverteilung in Schweden nehmen allein erziehende Mütter oder
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Väter mit einem oder zwei Kindern ein. Gesamt gesehen leben in Schweden 69% der Menschen in Haushalten ohne Kinder, während in 31% der Heimstätten unterhaltsberechtigte Kinder wohnen.
Die in den Familienhaushalten am häufigsten auftretende Haushaltsform mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern. Diese nimmt anteilig 73% ein. Dennoch hat Schweden im EU- Vergleich den höchsten Anteil an Haushalten mit Kindern und nur einem Erwachsenen. Jedes fünfte Kind wohnt bei einem allein erziehenden Elternteil. Nur 3% der Kinder leben in Patchworkfamilien (vgl. Deutsch- Schwedische Handelskammer, 2007, S.8).
Quelle: Staatsinstitut für Frühpädagogik, 2005, Nr.1
Abbildung 5: Anteil der Haushalte nach Haushaltstyp in Schweden,2001
In Bezug auf die Heirats- und Scheidungsraten lässt sich für Schweden folgendes feststellen. Im Jahr 2006 heirateten ca. 44.000 Paare. Gleichzeitig gab es ca. 20.000 Scheidungen. Die Scheidungsrate nahm von 1900 bis 1970 kontinuierlich zu. Danach wurden jedes Jahr rund 20.000 Scheidungen eingereicht. Momentan leben 45.000 Kinder in Schweden, deren Eltern geschieden sind.
Nach einer Trennung behalten die Elternteile zu 80% das gemeinsame Sorgerecht. Falls es dennoch zu einem Gerichtsprozess kommt, erhält in 95% der Fälle die Mutter das Sorgerecht (Deutsch-Schwedische Handelskammer, 2007, S. 8).
2.3 Arbeitsverhältnisse und Familieneinkommen
Ein ausreichendes Familieneinkommen ist sicher nicht die einzige, jedoch eine sehr bedeutsame Voraussetzung für die Planung von Kindern. Die finanziellen Belastungen wachsen mit der Zahl und dem Alter der Kinder. Zwar minimiert sich mit der Zeit der Betreuungs- und Erziehungsaufwand, jedoch bleiben Unterhaltskosten bestehen. Die
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kindbedingten Mehraufwendungen lassen sich am besten durch ein ausreichendes Erwerbseinkommen der Familie bewältigen. Die mögliche Arbeitsbeteiligung der Frau hängt hierbei stark von Anzahl und Alter der Kinder, Möglichkeiten auf dem jeweiligen Arbeitsmarkt und der angebotenen Kinderbetreuung ab. Im Rahmen der Familienpolitik wird versucht den finanziellen Mehrbedarf durch allgemeine und spezifische Transferleistungen zu mindern (vgl. Bäcker u.a., 2008,S.283ff.). Die größten Belastungen tragen Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern. Diese sind besonders gefährdet, wenn man das Armutsrisiko betrachtet (vgl. Netzler, 1998, S.81).
Deutschland
Allgemein liegt die Arbeitszeit in Deutschland bei 40 Stunden in der Woche. Hierbei stehen den Arbeitnehmern im Jahr 30 Urlaubstage zu (vgl. Juristisches Informationssystem für die Bundesrepublik Deutschland, 2006).
Die Frauenerwerbsquote in Europa ist während der vergangenen Jahrzehnte zwar stark angestiegen, dennoch kann man feststellen, dass deutsche Frauen vermehrt Teilzeit arbeiten und ihre Erwerbstätigkeit nach wie vor unterbrechen, wenn sie Mütter werden. Hierbei ist die besteht die Teilzeitarbeit in Deutschland meist aus einer 30- Stunden Woche. Männer hingegen bleiben häufig unabhängig von ihren Lebensumständen dauerhaft erwerbstätig. In Deutschland gibt es in der Erwerbsbeteiligung von Männern und Frauen noch starke geschlechtsspezifische Unterschiede. Vor allem die Erwerbsquote von allein erziehenden Frauen ist in Deutschland vor allem bei Müttern mit Kindern im Vorschulalter relativ niedrig (vgl. MGFFI, 2006, S.33f).
Die wirtschaftliche Lage der Familie entscheidet häufig über den Kinderwunsch. Aus diesem Grund spielt das Einkommen eine erhebliche Rolle. Im Jahr 2000 lag der Durchschnitt des monatlichen Nettoeinkommens der privaten Haushalte in Deutschland bei 2.583 €. Das Einkommen der Paare mit Kindern lag bei 3.499 €, das der Alleinerziehenden betrug 1.777 €. Hierbei muss man bedenken, dass ostdeutsche Familien meist ein geringeres Einkommen haben als westdeutsche Familien (BMFSFJ, 2003, S.148f.). Im Jahr 2002 unterschritten alle Haushalte mit Kindern die Durchschnittsgröße des monatlichen Nettogehaltes. Je jünger die Kinder sind, umso schlechter ist die finanzielle Lage der Familie. Zusammenlebende Paare mit einem Kind unter sechs Jahren lebten beispielsweise von rund 74% des durchschnittlichen Pro- Kopf- Einkommens. Alleinerziehende Elternteile hatten bei gleichen Verhältnissen nur 58% des Durchschnitts (vgl. Bäcker u.a., 2008,S. 284f.).
Die ökonomische Situation in Deutschland ist eher kritisch zu betrachten. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik. In
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Abbildung 6 kann man erkennen, dass im Jahr 2006 ausgehend von der gesamten Bevölkerung 5,6% Menschen in Deutschland ohne eine Erwerbstätigkeit waren. 24,8% bezogen Rente, 28,5% waren Angehörige der Arbeitnehmer (beispielsweise Kinder) und 41,1% gingen einer Beschäftigung nach.
Quelle: Statista GmbH, 2006
Abbildung 6: Sicherung des Lebensunterhalts in Deutschland
Schweden
Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in Schweden beträgt 40 Stunden bei einem gesetzlichen Urlaubsanspruch von 25 Tagen im Jahr (vgl. Deutsch- Schwedische Handelskammer, 2007, S.8).
Schweden ist eines der wenigen europäischen Länder, in welchem Männer und Frauen eine ähnlich hohe Erwerbsquote aufweisen (MGFFI, 2006, S.34). Rund 62% der Gesamtbevölkerung gehen einer Erwerbstätigkeit nach (vgl. Schwedisches Institut, 2005, S.1). Vor allem allein erziehende Mütter haben eine durchweg hohe Arbeitsmarktbeteiligung. Eine Erwerbsunterbrechung ist also nicht nur von einem vorhandenen jüngeren Kind abhängig, sondern auch oftmals von der Existenz eines männlichen Hauptverdieners (vgl. MGFFI, 2006, S.36). In Schweden sind 79% aller Frauen erwerbstätig. Hierbei spielt die schwedische Zeitpolitik eine große Rolle. Eine Vollzeitbeschäftigung für eine Mutter mit jüngeren Kindern beinhaltet eine Arbeitszeit von 32-33 Wochenstunden (vgl. DJI, 2005, S.9). 60% der Frauen gehen einer Vollzeitbeschäftigung nach.
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Annekatrin Mannel, 2008, Familienpolitischer Vergleich der Länder Deutschland und Schweden, München, GRIN Verlag GmbH
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