Staatliches Studienseminar Cottbus Fach: Rechnungswesen
Unterrichtsentwurf Sequenz: Absatzwirtschaft
Datum : 15.11.2002, Klasse: KK 1/1, 2. Ausbildungsjahr Stunde: Handelskalkulation
GL LI IE ED DE ER RU UN NG G G
1. Voraussetzungen 3
1.1 Bedingungsanalyse (Lerngruppensituation) 3
1.2 Allgemeine materiell-technische Voraussetzungen im Klassenraum -
Einengung der Methodenwahl. 5
2. Sequenzplanung Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation. 6
3. Ziele und Sachanalyse 7
3.1 Ziel der aktuellen Unterrichtsstunde 7
3.2 Sachanalyse/Didaktische Reduktion 9
4. Verlaufsplanung der aktuellen Unterrichtsstunde. 10
5. Überlegungen zur Planung der Unterrichtsstunde. 11
6. Sitzplan Klasse KK 1/1 17
7. Literaturverzeichnis/Quellenverzeichnis 17
8. Abkürzungsverzeichnis 18
9. Anlagen. 19
Seite 2 von 24
Manfred Lenzen Druck: 28.12.02
Datei :RW Handelskalkulation Fachhospitation 2 LJ-15 11 2002 doc Zeit: 12:03
1. Voraussetzungen
1.1 Bedingungsanalyse (Lerngruppensituation)
Die Klasse KK 1/1 wird die Berufsschule mit dem Abschluss "Kaufmann für Bürokommunikation" im Jahre 2004 abschließen und befindet sich zur Zeit im zweiten Ausbildungsjahr.
Die unterschiedlichen Vorbildungen und damit auch die heterogene Zusammensetzung der Klasse zu Beginn der Ausbildung sind aus der Grafik ersichtlich.
* Andere Ausbildung: z. B. Hauptschulabschluß aus anderen Bundesländern
Alle 20 Schülerinnen und Schüler (im folgenden Text nur noch Schüler genannt) sind Auszubildende der Deutschen Telekom AG. Hierbei durchlaufen die Schüler mehrere Abteilungen an verschiedenen Standorten (insbesondere auch in „T-Punkten“).
Teilweise sind d ie Schüler während Ihrer fachpraktischen Ausbildung auch im Bundesland Sachsen (Dresden) eingesetzt. Die Klasse besteht zu 95,0 % aus jungen Damen. Die Altersstruktur liegt zwischen 18 und 22 Jahren.
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Die erreichten Notendurchschnitte in Rechnungswesen liegen größtenteils bei guten bis sehr guten Leistungen nach dem ersten Ausbildungsjahr ( Leistungsvermögen). Die Schüler haben ein vergleichbares Leistungsniveau erreicht. Die Norm der Klasse liegt höher als bei anderen Schulklassen des KOSZ. Nur die Schülerin Juliane Sch. hat Probleme, die Logik des Rechnungswesens zu verstehen. Sie muss versuchen, ihre fachlichen Defizite durch Initiative und „Hausarbeit“ zu verringern. Gute Ansätze sind vorhanden. In einigen Gesprächen konnte ich ihr neben dem Unterricht einige Grundlagen näher bringen. In einer anderen Klasse wäre sie jedoch hinsichtlich der „Gaußschen Normalverteilung“ im Mittelfeld angesiedelt. Das Niveau der Klasse ist somit generell als hoch anzusehen.
Katja N. kann von ihren Kenntnissen im Rechnungswesen profitieren, die sie während ihrer Ausbildung am Gymnasium erworben hat.
Ferner ist die Klasse auch in der betrieblichen Ausbildung geteilt - die eine Hälfte der Klasse ist dem Bereich "Marketing" zugeordnet, der andere Teil dem Bereich "Rechnungswesen". Hierdurch ergeben sich unterschiedliche Fachkompetenzen der Schüler. Im betrieblichen Unterricht der Telekom wird nach diesen Schwerpunkten unterrichtet. Erfreulich ist jedoch, dass die Klasse sich bei eventuellen Verständnisfragen untereinander hilft und die Schüler der "Rechnungswesen-Gruppe" Ihren Klassenkameraden helfen. Auf die entsprechende "Marketing-Gruppe" gehe ich im klassischen Unterricht verstärkt ein und löse auftretende Probleme bereits weitestgehend im Vorfeld.
Die Schüler sind mit Gruppen-, Partner und Einzelarbeit vertraut. Die Partnerfindung funktioniert informell gut.
Grundsätzlich ist die KK 11 hoch motiviert ( Schüler-Motivation) und auch einem "anderen" Unterricht gegenüber sehr aufgeschlossen. Die Ankündigung, ins Internet Cafe zu gehen, wurde mit Freude aufgenommen.
Das Klima in der Gruppe ist hervorragend ( Schülerverhalten). Es haben sich verschiedene Gruppen in der Klasse gebildet, die sich durch die Banknachbarschaft ergeben.
Soziale Probleme der Ausgegrenztheit ergeben sich nur bei der Schülerin Cindy F.. Sie konnte ein halbes Jahr nicht am Unterricht teilnehmen und ist nun seit einer Woche wieder in der Klasse integriert. Ich konnte bei einer Gruppenarbeit feststellen, dass sie noch nicht den sozialen Anschluss gefunden hat. Ich werde im Internet Cafe genau beobachten, mit wem Cindy F. kommuniziert und die anvisierte Partnerarbeit durchführen wird. Ich denke, die Schwierigkeiten des „NEUEN SCHÜLERS“ in dieser Klasse werden nur begrenzter Natur sein. Ansonsten ist das gegenwärtige Interaktionsverhalten der Klasse sehr freundschaftlich und kameradschaftlich. Als sogenannte inoffizielle Klassensprecher haben sich die beiden Schülerinnen Loreen S. und Katja Ne. herauskristallisiert. Beide Schülerinnen sprechen offen Probleme der Klasse an. Sie bilden sozusagen das „Sprachrohr“ der Klasse.
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Das Lehrer-Schüler-Verhältnis ist toll. Die Schüler haben mich angenommen. Es gibt keine Spannungen.
Die Klasse wird auch im Bereich EDV am KOSZ Cottbus ausgebildet. Jedoch ist die Nutzung des Internet nicht möglich (siehe auch materiell-technische Voraussetzungen). Die KK 11 wurde noch nicht mit Hilfe des Mediums „Internet“ unterrichtet. Alle Schüler haben jedoch eine E-Mail-Adresse (privat oder über ihren Arbeitgeber) und Zugang zum Internet (www = World Wide Web). Es sind bei allen Schülern Grundkenntnisse des Arbeitens im www vorhanden ( Methodenkompetenz). Wir kommunizieren regelmäßig über das Internet und ich habe meinen Schülern schon mehrfach MS-EXCEL-Aufgabenstellungen oder Arbeitsblätter z ukommen lassen. Alle Schüler haben sich freiwillig hierzu bereit erklärt. Die Schüler wünschen dies sogar. Es macht einfach Spaß, mit dieser Klasse zu arbeiten und zu kommunizieren.
Die geplante Unterrichtsstunde im Internet Cafe stellt jedoch eine Premiere für mich und die KK 11 dar.
1.2 Allgemeine materiell-technische Voraussetzungen im Klassenraum - Einengung der Methodenwahl
Die Schüler besitzen eigene Lehrbücher und Taschenrechner ohne
Datenbankfunktionen. Im Unterricht wird aktiv mit dem Lehrbuch "Rechnungswesen für Kaufleute der Bürokommunikation" gearbeitet (Inhaltsgleich mit dem Buch "Rechnungswesen für Bürokaufleute").
Ein Overhead-Projektor und eine Schiebetafel sind im Klassenraum vorhanden. Die Nutzung von PC im Computerkabinett (stand alone oder vernetzt) ist zeitlich nur bedingt gewährleistet.
Die Nutzung des Internet in der Schule ist nicht möglich. Aus diesem Grunde wurde die Unterrichtsstunde in das Internet Cafe „Double Click“ verlagert (siehe Planung der Unterrichtsstunde).
Dort stehen uns exklusiv 12 PCs an 2 großen Tischen zur Verfügung. Die PCs haben alle Internet-Anschluss und arbeiten mit dem Browser Internet Explorer. Das Ausdrucken ist kostenlos mit einem Laserdrucker möglich. Die Atmosphäre ist freundlich, es stehen eine kleine Sitzecke und auch Kaffeeautomaten zur Verfügung. Der ganze Raum wirkt nicht beengt und erdrückend. Die Tische sind so angeordnet, dass auch Lösungen mit Block und Taschenrechner erarbeitet werden können bzw. Notizen angefertigt werden können.
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2. Sequenzplanung Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation
Das Fach Rechnungswesen wird im zweiten Ausbildungsjahr am kaufmännischen Oberstufenzentrum in Cottbus mit 3 Unterrichtsstunden (45 Minuten) je Unterrichtswoche gelehrt (reines Rechnungswesen). Die Ausbildung erfolgt im dualen System. Die Schüler erscheinen im Drei-Wochen-Rhythmus im KOSZ Cottbus. Grundlage für die Sequenzplanung ist der Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf "Kaufmann für Bürokommunikation, Kauffrau für Bürokommunikation" in der
Verordnung vom 13. Februar 1991 (BGBl. I A. 436 vom 20. Februar 1991) nebst Rahmenlehrplan im Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 29.05.1991, Beilage zum Bundesanzeiger Nr. 165 vom 4. September 1991) in Abstimmung mit dem schuleigenen Stoffverteilungsplan.
Dieser Stoffverteilungsplan wird von mir individuell dem aktuellen Lernfortschritt der KK 11 angepasst (Soll-/Ist-Analyse).
Die Schüler sollen im Rahmen ihrer Ausbildung die vielfach dem Bildungsauftrag der Berufsschule durch die Kultusministerkonferenz-Rahmenvereinbarung angestrebten und beschriebenen Kompetenzen (Handlungskompetenz, Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz, usw.) erwerben. Nach Aussage von Bildungsminister Reiche (Plenumdiskussion am 25.09.2002 im OSZ I in Cottbus mit Herrn Prof. Struck, Universität Hamburg) gewinnt die Erkundungskompetenz im Rahmen der Kompetenz eine immer größer werdende Relevanz.
Kaufleute für Bürokommunikation werden in allen Bereichen der Wirtschaft eingesetzt. Mögliche Arbeitsgebiete können z. B. das Personalwesen, die Auftragsbearbeitung als auch in den speziellen Klassen der Deutschen Telekom AG der Einsatz als Berater in "T-Punkten" sein.
In erster Linie ist somit in der gesamten schulischen Ausbildung eine breite berufliche Handlungskompetenz, die Fachkompetenz, Sozialkompetenz und Methodenkompetenz verbindet, als Ziel zu setzen. Nicht zu vergessen, sollte jedoch auch die Sprachkompetenz im Hinblick auf das Umgehen mit Fachtermini geübt werden. Rechnungswesen-Grundkenntnisse sind in diesem Ausbildungsberuf im allgemeinen unablässig. Das Grundwissen muss jederzeit abrufbar sein. Jedoch ist heute ein Arbeiten in einem Betrieb ohne die Anwendung des Fachwissens in Kombination mit neuen Medien (Medienkompetenz) nahezu ausgeschlossen.
Sequenzplanung Absatzwirtschaft ( 12 Unterrichtsstunden)
Datei:RW_Handelskalkulation_Fachhospitation_2.LJ-15.11.2002.doc Zeit: 12:03
Arbeit zitieren:
Manfred Lenzen, 2002, Handelskalkulation als Teilbereich der Absatzwirtschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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