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Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung. 3
1. Definitionen von Freundschaften. 4
1.1. SOZIOLOGISCHE DEFINITION. 4
1.2. PHILOSOPHISCHE DEFINITION 5
1.3. UMGANGSSPRACHLICHE BESTIMMUNG ÜBER DIE FREUNDSCHAFT 5
2. Geschichte der Freundschaft. 6
2.1. GRIECHISCHE-RÖMISCHE ANTIKE UND IHRE FREUNDSCHAFTS
ORDNUNG 6
2.2. ARISTOTELES. 7
2.3. MITTELALTER ÜBER DIE FREUNDSCHAFT 8
2.4. ROMANTIK 8
3. Funktion von Freundschaft 8
4. Freundschaftskonzepte. 10
4.1. FREUNDSCHAFT ALS „BEZIEHUNGSMANAGEMENT“ 10
4.2. SELBSTENTHÜLLUNG UND VERTRAUEN 11
5. Freundschaft im Hinblick auf Alter und soziale Schicht 12
6. Schluss 13
LITERATURVERZEICHNIS 14
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0. Einleitung
„Was hättest Du an mir, wenn ich nicht lernte, Dir meine Seele zu geben, nackt und bloß. Freundschaft! Das ist der Umgang der Geister, nackt und bloß.“ (Bettina von Armin)
Ich wählte dieses Zitat, weil ich der Meinung bin, dass es genau das schildert, worüber ich in meiner Arbeit schreibe.
Als ich die Themenliste durch las, sprach mich sofort „die Grundformen der Freundschaft“ an.
Am Anfang wusste ich nicht so genau, wie ich am besten an dieses Thema ran gehen soll.
Nach einigen Überlegungen kam ich zu dieser Gliederung.
Als erstes versuchte einige Definitionen zu finden, weil der Begriff so vielschichtig ist und man mit ihm nur arbeiten kann, wenn er genau definiert ist. Des weiteren sollen noch einige allgemeine Aussagen über Freundschaft gemacht werden.
Danach interessierte mich persönlich die Geschichte der Freundschaft und was unter anderem Platon und Aristles darüber geschrieben und gedacht haben.
Weiters schildere ich in dieser Arbeit die Funktion der Freundschaft, stelle ein Freundschaftskonzept dar und wie Freundschaft mit Einbezug in Hinblick auf des Alters und der sozialen Schichten in der heutigen Zeit gesehen wird.
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1. Definitionen von Freundschaften
Der Begriff „Freundschaft“ führt dazu, dass verschiedene Definitionen von Freundschaft entwickelt wurden. Freundschaft ist zwar sehr komplex, es sind doch einige Gemeinsamkeiten und Übereinstimmungen, bei diesen verschiedenen Definitionen, zu finden.
1.1. Soziologische Definition
Im Wörterbuch der „Soziologie“ wird Freundschaft von Hillmann beschrieben als :
...soziologisch schillernder Begriff für eine besonders persönlich gefärbte Form direkter sozialer Beziehungen, die - ohne spezifische Rollenverpflichtungfreiwillig und auf längere, nicht fixierte Dauer eingegangen wird. 1
In Abgrenzung zu anderen sozialen Beziehungen erläutern ARGYLE & HENDER-SON Freundschaft als eine Form der menschlichen Beziehung. Freundschaft umschließe Menschen, die einander mögen und gern gemeinsam bestimmte Dinge unternehmen. Des weiteren sei Freundschaft freiwillig und ohne klare Regeln. 2 Für HAYS ist Freundschaft ein dynamischer, flexibler und multidimensionaler Prozess. Die Struktur und Funktion variiert je nach den beteiligten Individuen, dem Umfeld und dem Entwicklungsprozess der Freundschaft. 3 Eine Definition von AUHAGEN lautet:
...eine dyadische, persönliche und informelle Sozialbeziehung (...) die Existenz der Freundschaft beruht auf Gegenseitigkeit. Freundschaft besitzt für jeden der Freundinnen/Freunde einen Wert, welcher unterschiedliche starkes Gewicht haben und aus verschiedenen inhaltlichen Elementen zusammengesetzt sein kann. 4
Georg Simmels Überlegungen zum Thema „Freundschaft“ im Bezug bei einer idealen Freundschaft bedeutet eine absolute seelische Vertrautheit. Diese Vertrautheit
1 Zit. aus: HILLMANN, Karl Heinz, Wörterbuch der Soziologie, Stuttgart 3 1972, 224f.
2 ARGYLE, Michael/ Henderson, Monika, Die Anatomie menschlicher Beziehungen. Spielregeln des Zusammenlebens, Paderborn 1986, 80f.
3 HAYS, Robert, Friendship, in: Duck Steve, Handbook of Personal Relationships, New York/Brisbane/Toronto 1988, 391f.
4 AUHAGEN; Anna Elisabeth, Freundschaft unter Erwachsenen, Göttingen 1993, 207f.
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setzt jedoch voraus, dass man ein Wissen von der anderen Person hat. Keine Geheimnisse sind möglich, hier ist alles offen für den anderen. 5
Der völlig Wissende braucht nicht zu vertauen, der völlig Nichtwissende kann vernünftigerweise nicht einmal vertauen. 6
1.2. Philosophische Definition
Im Philosophischen Wörterbuch wird Freundschaft so erklärt, dass es schon seit Sokrates eine der Grundtugend ist, die sich in dem bewussten gegenseitigen Wohlwollen zweier Menschen ausdrückt. Dabei nur jene Freundschaft einen sittlichen Charakter trägt, die auf wechselseitiger Liebe, Achtung, Aufgeschlossenheit und bedingungslosem Vertrauen zur Selbstverwirklichung des Selbst durch das Du. Wirkliche Freundschaft setzt innere und äußere Freiheit voraus und ist selbst Träger einer Steigerung der inneren Freiheit. 7
1.3. Umgangssprachliche Bestimmung über die Freundschaft
Hier werden freundschaftliche Beziehungen nach dem Grad ihrer Stärke abgestuft. Die schwächste Form ist die Bekanntschaft und die stärkste ist „der Freund fürs Leben“. Dieser Freundschaft kann einen lange Trennung nichts anhaben. Diese stärkste Form zeigt sich in der Selbstopferung zu Gunsten des anderen.
Die angeführten Definitionen von Freundschaft sind sich in gewissen Punkten weitgehend einig. Die Freundschaft ist eine persönliche Beziehung, die auf Freiwilligkeit und Gegenseitigkeit beruht und für eine bestimmte Zeit eingegangen wird. 8
5 Vgl.: SCHINKEL, Andreas, Freundschaft. Von der gemeinsamen Selbstverwirklichung zum Beziehungsmanagement, Freiburg/München, 2003, 32-41f.
6 Zit. aus: SCHINKEL, A., Freundschaft, 35f.
7 Vgl.: SCHISCHKOFF, Georgi, Philosophisches Wörterbuch, Stuttgart 22 1991, 220f.
8 Vgl.: SCHINKEL, A., Freundschaft, 16-22f.
Arbeit zitieren:
Stephanie Lainer, 2008, Grundformen der Freundschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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