1. Einleitung .......................................................................................................................... 2
2. Definition des Begriffs „Heimat“ ....................................................................................... 3 2.1. Klärung der Begriffe „Flucht“ und „Flüchtling“ .......................................................... 4 2.2. Erfahrungsbericht........................................................................................................ 4
3. Unterrichtsbeispiele ........................................................................................................... 6 3.1. Skizzierung einer Unterrichtseinheit............................................................................ 9 3.2 Umsetzung ............................................................................................................ 10
4. Schlussbemerkungen........................................................................................................ 14 Literaturverzeichnis
1. Einleitung
„Vergesse nie die Heimat wo deine Wiege stand, denn du findest in der Fremde kein zweites Heimatland“ (Autor unbekannt)
Wir haben uns für das Thema „Heimat“ entschieden, da wir denken, dass es für jeden Menschen wichtig ist zu wissen, wo er herkommt und wo der Ort ist, an den er sich in schwierigen Zeiten zurück ziehen kann.
Viele Menschen haben in der Vergangenheit ihre Heimat verloren. Sie mussten fliehen, weil die Sicherheit in ihrer Heimat nicht mehr gewährleistet war, oder weil sie vertrieben wurden. (z.B. Kosovo, Schlesien)
Gerade in der jetzigen politischen Situation ist das Thema Flucht und Vertreibung wieder sehr aktuell geworden.
Doch es gibt auch Menschen, die freiwillig ihre Heimat verlassen haben, um ihre Lebensumstände zu verbessern oder um ihren Kindern eine aussichtsreichere Zukunft zu gewährleisten.
„Flucht aus der Heimat“ hat also viele Gesichter, und wir denken, es ist wichtig, wenn Kinder in der heutigen Zeit verstehen, warum so viele verschiedene Nationen in unserem Land leben. Wenn unsere Kinder gelernt haben, dieses Verständnis aufzubringen, dann würde vielleicht ein bisschen mehr Frieden in diese Welt einkehren. Kinder sind unsere Zukunft und deshalb gilt es zu vermeiden, dass sie nicht die selben Fehler machen wie ihre Eltern und Großeltern in der Vergangenheit.
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Deswegen haben wir uns für dieses Thema entschieden, von dem wir denken, dass es kindgerecht durchgeführt für Kinder nicht schwieriger zu verstehen ist, als irgendein anderes Thema.
Das soll auch an Unterrichtsbeispielen belegt werden. 2. Definition des Begriffs „Heimat“
Ist Heimat ein veralteter Begriff?
Was ist Heimat heute, im Zeitalter der Raumfahrt, der Kurztripps nach New York und der anonymen Großstädte? Ist Heimat nicht eine Beschwörung des längst Vergangenem, ein letzter schwacher Versuch einiger Romantiker, etwas wiederherzustellen, was es längst nicht mehr gibt? Wir sind gegenteiliger Meinung.
Gerade heute, in Kriegszeiten und Wirtschaftsflauten scheint es wichtig, sich an vermeintlich antiquierte Werte und Begriffe zurück zu erinnern. „Der Mensch muss eine Heimat haben“, sagte einst schon Robert Schumann. Doch Heimat ist weit mehr als bloß ein landschaftlicher Begriff. Der Heimatbegriff hat sich in der heutigen Zeit der mobilen Gesellschaft „Von der Umwelt auf den Menschen verlagert“ (vgl.: Zehetmair, Zöpfl: „Heimat heute“) „Home is where my heart is“, sagt ein englisches Sprichwort. Auf Deutsch: Heimat ist dort, wo mein Herz ist.
Heimat ist also dort, wo der moderne Mensch Verwandte, Freunde und Bekannte hat. Es ist also mehr als nur der offizielle Wohnsitz, vielmehr ist es dort, wo die ursprünglichsten menschlichen Bindungen wurzeln - die eigene Geschichte, die Traditionen, die Muttersprache und der Glaube der Väter.
Eine verbindliche Definition von Heimat wollen wir hier jedoch nicht geben, das würde bedeuten, einen eingefangenen Vogel in einen Käfig zu sperren, wo er eingeht. Wir denken, dass jeder für sich seine Definition von Heimat finden muss. (vgl.: Zehtemair; Zöpfl: „Heimat heute“)
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2.1. Klärung der Begriffe „Flucht“ und „Flüchtling“
Große Flüchtlingsbewegungen entstehen oft in Folge von bewaffneten Konflikten oder politischen Krisensituationen. Weite Teile der Bevölkerung verlassen ihre Heimat, da sie oft Angst haben vor Verfolgung oder Gewalt.
Weltweit ist die Zahl derer, die innerhalb ihres Landes fliehen fast doppelt so groß wie die derjenigen, die in andere Länder fliehen. Flüchtlinge sind Menschen, die bei ihrer Flucht nationale Grenzen überschreiten. Diese Menschen werden nach dem internationalem Flüchtlingsrecht behandelt.
Nach der Flüchtlingskonvention von 1951 ist ein Flüchtling eine Person, „die sich aus der begründeten Angst vor Verfolgung aufgrund ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten nationalen Gruppe oder aufgrund ihrer politischen Überzeugung außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und die den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder aufgrund dieser Angst nicht in Anspruch nehmen will“. (Quelle: www.aerzte-ohne-grenzen.de)
Durch diese Definition kann man zwar den Schutz einiger Menschen gewährleisten, aber sie schließt auch zwei der wichtigsten Betroffenengruppen aus: Menschen, die in großen Gruppen fliehen, und die, die bei ihrer Flucht innerhalb ihres Landes bleiben, sogenannte Vertriebene.
Auf diejenigen, die aufgrund von Krieg und Hungersnot in einen anderen Staat flüchten, trifft die strenge Definition von „Flüchtling“ nicht zu, die sich nur auf Einzelfälle bezieht. Flüchtlinge haben das Recht, Garantien einzufordern, die durch die Flüchtlingskonventionen festgeschrieben sind, so z.B. das Recht, Asyl in einem anderen Land zu beantragen. Vertriebene werden vom internationalem Flüchtlingsrecht nicht berücksichtigt. Sie können von daher auch nicht auf Schutzmaßnahmen zurückgreifen, wie sie für Flüchtlinge festgeschrieben sind. Sie sollen durch ihre nationalen Gesetze geschützt werden, jedoch ist häufig der eigene Staat für ihre Vertreibung verantwortlich. Entsprechend der internationalen Menschenrechtskonventionen haben Vertriebene bestimmte Rechte, auf die sie als Zivilpersonen in Kriegszeiten Anspruch haben. 2.2. Erfahrungsbericht Anneliese, 80, Limburg
Sie haben 1945 Ihre Heimat Pommern verloren. Haben Sie eine neue Heimat gefunden?
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"Nein. Heimat, das ist etwas, was mal sehr sehr schön war und was immer noch schön ist. Pommern ist und bleibt meine Heimat. Auch, wenn ich jetzt nicht mehr dort sein kann. Es ist meine einzige Heimat. Das, was in einem tief drin steckt." Und die anderen Orte, wo Sie nach 1945 gelebt haben?
"Die sind dazugekommen. Aber das ist etwas anderes. Heimat ist da, wo du geboren bist, wo deine ganze Familie war, wo du eine glückliche Kindheit hattest, wo du liebevolle Eltern hattest, und wo man in die Schule gegangen ist. Das prägt einen. Es sind die Jahre, in denen man sehr viel aufnimmt. Diese Eindrücke bleiben."
Sie haben dann geheiratet, hatten Kinder...
"Die Kinder gehören, wie ich, zu meiner Heimat. Wir haben Jahrhunderte da gelebt. Und sie sind Nachkommen von einem Land, das uns genommen worden ist." Aber die Kinder haben doch Pommern nie gekannt...
"Ja, die Kinder können ja ihr eigenes Gefühl haben. Aber für mich sind meine Kinder pommersche Kinder."
Den viel größeren Teil Ihres Lebens haben Sie in Westdeutschland verbracht...
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Arbeit zitieren:
Marie Schneider, 2003, Unterrichtseinheit: Heimat - Flucht aus der Heimat, München, GRIN Verlag GmbH
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