Alice-Salomon-Fachhochschule Studiengang Pflege/Pflegemanagement Sommersemester 2001 Psychologie, 1. Semester
Persönlichkeitstheorien
Inhalt
1. Die Bedeutung der Persönlichkeitstheorien 2
2. Fragestellung und Ziel der Hausarbeit. 2
3. Vorgehen und Quellen 2
4. Zentrale Begriffe der Persönlichkeitsforschung: Person, Persönlichkeit und
Individualität. 3
4.1 Die Person 3
4.2 Die Persönlichkeit. 3
4.3 Individualität. 3
5. Die Theorien der Persönlichkeit. 4
5.1 Eigenschaftstheorien 4
5.2 Lerntheoretische Ansätze 5
5.3 Persönlichkeitstheorie der Tiefenpsychologie. 5
5.4 Die phänomenologische Theorie Carl Rogers. 6
5.4.1 Struktur 6
5.4.2 Prozeß 7
5.4.3 Wachstum und Entwicklung 7
5.4.4 Rogers Auffassungen über Psychotherapie und Persönlichkeitsveränderungen 8
5.4.5 Stärken und Schwächen dieser Theorie. 8
6. Zusammenfassung 9
7. Literaturverzeichnis 10
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1. Die Bedeutung der Persönlichkeitstheorien
"Wir agieren alle als Persönlichkeitspsychologen" (PERVIN 2000, 46). Lawrence A. Pervin beschreibt uns Menschen als bemüht, menschliches Verhalten zu beobachten, zu erklären und vorauszusagen. Aufgrund der verschiedenen Erfahrungen, die wir mit bestimmten Menschen (z.B. engen Freunden) machen, werden wir mit den besonderen und einzigartigen Mustern ihres Denkens, Fühlens und Verhaltens vertraut und stellen so auch fest, worin sie sich unterscheiden. Haben wir uns dabei nicht alle schon einmal die Frage gestellt: "Warum sind Menschen so, wie sie sind? Warum bin ich, wie ich bin?". Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Persönlichkeitsforschung. Die Theorie der Persönlichkeit schlägt Möglichkeiten vor, wie eine Vielzahl von Erkenntnissen zusammengebracht und systematisiert werden kann (PERVIN 2000, 25). Sie soll uns Antworten geben auf die Fragen "was", "wie" und "warum": WAS sind wir und in welcher Beziehung stehen unsere Eigenschaften zueinander? WIE sind wir zu dem geworden, was wir sind? WARUM verhalten wir uns auf eine ganz bestimmte Art und Weise? Darüber hinaus gibt sie Informationen über Wesen und Ursachen für die gestörten Funktionen einer Persönlichkeit und die Veränderungen einer Person. Persönlichkeitstheorien sind Bilder von Menschen (STEDEN 1999, 67).
2. Fragestellung und Ziel der Hausarbeit
Welche verschiedenen Persönlichkeitstheorien gibt es und welches sind ihre Merkmale? Diese Arbeit soll einen Überblick über die wichtigsten Persönlichkeitstheorien in der Psychologie vermitteln. Am Beispiel der humanistisch-phänomenologischen Theorie Carl Rogers werden die Bestandteile einer Theorie näher durchleuchtet und anschließend Vor- und Nachteile diskutiert. Die pathologischen Persönlichkeitsaspekte werden in diesem Referat eher außer Acht gelassen.
3. Vorgehen und Quellen
Dies ist eine rein theoretische, literaturbezogene Arbeit, die sich vor allem auf Lawrence A. Pervin stützt, der sich in seinem Buch "Persönlichkeitstheorien" sehr umfassend mit den ver-
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schiedenen Theorien und Theoretikern beschäftigt. Außerdem gibt Hans-Peter Steden in "Psychologie - Eine Einführung für soziale Berufe" eine gründliche Einführung in das Thema der Persönlichkeitsforschung.
4. Zentrale Begriffe der Persönlichkeitsforschung: Person, Persönlichkeit und Individualität.
4.1 Die Person
Mit "Person" ist die Substanz des Menschen gemeint, das Ich. Das Ich ist unveränderlich und unteilbar (STEDEN, 1999), muß aber immer auch im sozialen Zusammenhang gesehen werden. Die Person setzt bestimmte Eigenschaften ein, um sich Geltung zu verschaffen, anerkannt und geliebt zu werden, Macht auszuüben und sich einen Platz in der Gruppe zu sichern. Sie bereichert sich an anderen Ichen (durch menschliche Beziehungen), was laut Stern "Introzeption" genannt wird. Durch die Introzeption wird aus der Person eine Persönlichkeit (STERN 1923 in STEDEN 1999, 77).
4.2 Die Persönlichkeit
Mit "Persönlichkeit" kann man die Ausstrahlung eines Menschen (durch seine Art, seine Ich-Kompetenz, die sozialen und fachlichen Qualitäten, seine Lebenserfahrung und seine Attraktivität) bezeichnen. Während Personsein den Bezug zu den Wesensmerkmalen des Menschen herstellt, wird mit dem Bergriff der Persönlichkeit mehr das Selbst angesprochen, das sich selbstbewußt zur Welt kehrt (STEDEN 1999). Pervin verwendet eine etwas konkretere Arbeitsdefinition: "Die Persönlichkeit steht für jene Charakteristika einer Person, welche die Grundlage der konstanten Muster des Fühlens, Denkens und Verhaltens ausmachen" (PER-VIN 2000, 24).
4.3 Individualität
Dieses Wort kennzeichnet die Einzigartigkeit und Einmaligkeit eines Menschen., die von seinem persönlichen, unteilbaren Kern ausgeht (lat.: 'individuus' = unteilbar, untrennbar). Unter
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Arbeit zitieren:
Ute Hauser, 2001, Persönlichkeitstheorien, München, GRIN Verlag GmbH
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