Mit dem Wissen zur Anteilsbestimmung ließ sich elegant und sinnvoll in die Einheit „Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeiten“ überleiten.
Da es sich um den Einstieg in einen neuen Komplex handelt, habe ich mich entschlossen, nicht den bisherigen Stundenverlauf aufzulisten, sondern nur die zukünftigen Schritte in der folgende Tabelle darzulegen:
In der Stunde werden folgende Lernziele verfolgt:
Die SchülerInnen sollen ➢ die „Alltäglichkeit“ von Zuordnungen erkennen,
➢ die Zusammenhänge zwischen Größen als Zuordnungen auffassen und in ihrer Abhängigkeit darstellen,
➢ verschiedene Darstellungsarten von Zuordnungen kennenlernen, ➢ eigenes Darstellungen erproben und somit verschiedene Darstellungsformen einer Zu-ordnung ineinander übersetzen können.
b) Spezifische Schwierigkeiten der Stunde: Die Benennung unterschiedlicher Darstellungs-formen - als Text, als Grafik, als Tabelle etc. - könnte den SchülerInnen insofern schwer fallen, als dass ihnen die Begriffe nicht geläufig sind. Generell haben SchülerInnen Probleme übergeordnete Begriffe für einen Sachverhalt zu finden. So ist es beispielsweise schwer abschätzbar, ob die SchülerInnen den Oberbegriff der „Grafik“ kennen. Bei Unkenntnis etwa desselben muss die Nennung einfach vom Lehrer erfolgen. Mit Verständnisproblemen als solchen muss dennoch eher weniger gerechnet werden, da die meisten Dar- stellung intuitiv nachvollziehbar sind. Ziel ist nicht, dass die SchülerInnen die entsprechen-
den Darstellungsnamen selbst erraten, sondern dass sie ein Repertoire an verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten erhalten.
Die Beispiele zu unterschiedlichen Darstellungsarten von Zuordnungen wurden bewusst auf die SchülerInnen zugeschnitten, sei es hinsichtlich der Ortschaften-Zuordnung, anhand von Hobbies der SchülerInnen oder auch hinsichtlich ihrer Interessen. Diese Beispiele sorgen sicher für ein mehr an Emotionen, und damit auch an Unruhe. Nichts desto Trotz wurden die Beispiele schülernah gewählt, um den SchülerInnen die Alltäglichkeit zu verdeutlichen und ihnen das neue Thema schmackhaft zu machen.
Ein kleines Problem könnte sich ergeben, wenn die SchülerInnen an dem vorgegebenen Repertoire allzu sehr klammern und beispielsweise nur an der Tabellenschreibweise festhalten. Wünschenswert wäre es, wenn die SchülerInnen in der Arbeitsphase eigenständig die Graphendarstellung als die optimale Darstellung erarbeiten würden. Allerdings ist auch eine alternative Darstellung, eben in einer Tabelle, zu schätzen, da die SchülerInnen damit ihr Wissen unter Beweis stellen, eine Darstellungsform in eine andere zu übersetzen. Weitere Probleme können bei den Maßstäben und der Beschriftung der Achsen auftreten. Daher wurden die Beispiele so ausgewählt, dass keine Widersprüche oder Verwirrungen auftauchen. Ungünstig wäre es beispielsweise die Temperatur im Bereich von 20° zu wählen (aufgrund des Maßstabes) und etwa die Monate von Oktober bis März zu betrachten (aufgrund der Beschriftung der Achsen, die nach Schülerverständnis in Zahlenwerten ausgedrückt von 10 bis 12 und dann von 1 bis 3 erfolgen müsste).
Im Laufe der Folgestunden treten eher Verständnisprobleme auf. Die neue Schreibweise
f
x
ist für die SchülerInnen gewöhnungsbedürftig. Das Schulbuch zieht die Schreib-
weise x y vor, die zwar mehr an die Vorstellungskraft appelliert, für SchülerInnen der Klasse 7 jedoch ebenfalls ungewohnt ist. Sie muss daher langsam eingeführt und vertraut gemacht werden. Hilfreich könnte sein, die „Zuordnungspfeile“ anschaulich im Schaubild einzuzeichnen und in ihrer Funktion zu benennen. Diese können bereits in der Auftaktstunde verwendet werden, um die SchülerInnen an die Vorstellung zu gewöhnen. Ein weiteres Problem, das oftmals durch viele Klassen hindurch festzustellen ist, betrifft den Umgang mit der Variable x. Viele SchülerInnen schrecken vor der Benutzung mit Variablen zurück und klammern sich an konkrete Zahlenwerte. Der Übergang von Beispielen mit konkreten Zahlenwerten hin zu einer allgemein gültigen Formulierung könnte bei schwachen SchülerInnen Probleme darstellen. Daher sollte man genügend Zeit einzuplanen, um die SchülerInnen langsam an die neue Art der Darstellungsform zu gewöhnen. Es gilt, sorgsam auf die Rolle des x-s als „Platzhalter“ einzugehen, weil das Verständnis in der nächsten Einheit „Terme und Gleichungen“ aufgegriffen werden muss. c) Methodische Planung der Stunde: Um die SchülerInnen zu motivieren, soll die Unterrichtsstunde mit einer einfachen, nicht rein mathematischen Zuordnung beginnen. Die Aufgabenstellung erschließt sich jedem/r SchülerIn und leitet direkt ins Thema ein. Ich habe mich entschlossen, weitere Darstellungsarten auf Folie zu präsentieren. Ein Arbeitsblatt mit derselben Aufgabenstellung würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Die SchülerInnen sollen unterschiedliche Arten der Darstellung kennenlernen, doch liegt der Bildungsschwerpunkt nicht im Kennenlernen als vielmehr in der Übersetzung von verschiedenen Darstellungsarten ineinander. Daher wird dieser Phase, als eine Art Vorbereitungsphase, weniger Zeit gewidmet.
Nach einer Ergebnissicherung wird eine Darstellung auf ihre Übersichtlichkeit untersucht. Dies leitet die eigenständige Arbeitsphase ein, in der die SchülerInnen die entsprechende Darstellung in eine optimale Form übersetzen müssen. Die SchülerInnen präsentieren die „besten“ Ergebnisse, wobei die Klasse Rückmeldung über die Verbesserung geben soll. Diese Schritte entspricht den Idealen des Bildungsplanes, nach dem die unterschiedlichen Zugangsweisen und Lösungswege bewusst gemacht, verglichen (falls es Alternativlösungen gibt) und bewertet werden.
Arbeit zitieren:
Dipl. Math. Stefanie Winter, 2008, Unterrichtsstunde: Zuordnungen (Begriff, Darstellungsarten mit Überleitung zur Graphendarstellung), München, GRIN Verlag GmbH
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