Eberhard Karls-Universität Tübingen
Geowissenschaftliche Fakultät
Geographisches Institut
VL ,,Einführung in die Humangeographie"
Exkursion B im WS 2008/2009
12. Dezember 2008
Exkursionsprotokoll zur eintägigen
Exkursion ,,Verdichtungsraum Stuttgart"
Vorgelegt von:
Joachim Graf
Studienfächer:
Neuere und Neueste Geschichte/
Politikwissenschaft/
Soziologie (Magister),
Geschichte/Politikwissenschaft/
Geographie (Lehramt)
7. HS/ 5. FS
2
Inhaltsverzeichnis
Einleitung...03
1.) Exkursionsroute...04
2.) Die sieben Teilgebiete der Exkursion ,,Verdichtungsraum Stuttgart": Beobachtungen und
Argumentation...04
2.1) Filder als großstadtnaher Gunstraum...04
2.2) Neckartal als Verkehrs- und Entwicklungsachse...05
2.3) Wohnsiedlungen am Großstadtrand (Freiberg und Kornwestheim)...06
2.4) Industrieviertel, -stadt und gebiet im Norden und Westen Stuttgarts...07
2.5) Stuttgarter City mit (groß)städtischen Vierteln...08
2.6) Urbane Landwirtschaft im Strohgäu...08
2.7) Schönbuch: Naherholung und ökologische Ausgleichsfunktion ...09
Zusammenfassung...09
Literaturverzeichnis...10
3
Einleitung
Am 12. Dezember 2008 fand die eintägige Exkursion (Gruppe B) des Moduls ,,Einführung in
die Anthropogeographie" unter Leitung von Prof. Dr. Heinrich Pachner durch den
Verdichtungsraum Stuttgart statt. Sie war als Busexkursion konzipiert, viele Sachverhalte
wurden vom Exkursionsleiter beim Vorbeifahren erläutert, bei einigen markanten Punkten
wurde jedoch ein Zwischenhalt eingelegt.
Verbunden mit der Exkursion waren verschiedene Zielsetzungen. So sollte ganz allgemein der
Verdichtungsraum Stuttgart kennen gelernt und differenziert werden, sowie Verständnis des
städtischen Lebens im Verdichtungsraum mit all seinen Standortfaktoren und räumlichen
Konflikten gewonnen werden.
Diesbezüglich wurden zunächst die Begriffe Verdichtungsraum, Region und Metropolregion
definiert und gegeneinander abgegrenzt.
Unter einem Verdichtungsraum wird allgemein ein Gebiet verstanden, in welchem die
Siedlungs- und Verkehrsflächenanteile bei mindestens 11,65% liegen und die Siedlungsdichte
mindestens 3620,33 Einwohner pro km
2
beträgt.
1
Ganz allgemein sind Verdichtungsräume großflächige Gebiete mit stark
überdurchschnittlicher Siedlungsverdichtung und intensiver innerer Verflechtung. Zum
Verdichtungsraum Stuttgart gehören daher (außer dem Kreis Stuttgart) die Landkreise
Heilbronn, Ludwigsburg, Waiblingen, Esslingen, Göppingen, Böblingen, Tübingen,
Reutlingen, Pforzheim und Karlsruhe, das noch in den 80er Jahren einen eigenen
Verdichtungsraum darstellte (wenngleich sich die Kriterien zur Definition eines
Verdichtungsraumes seit dem geändert haben).
2
Im Gegensatz dazu stellt die Region Stuttgart ein Gebiet dar, zu welchem außer der
Landeshauptstadt mit knapp 600.000 Einwohnern die Landkreise Ludwigsburg, Rems-Murr-
Kreis, Göppingen, Esslingen und Böblingen zählen. In dieser arbeiten und leben rund 2,7
Millionen Menschen.
3
Unter einer Metropolregion wird eine stark verdichtete Großstadtregion verstanden, die als
Motor der sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes
angesehen wird. Alle elf deutschen Metropolregionen treten hierbei zueinander in
Konkurrenz. Während z.B. Frankfurt/Main als Bankendomäne gilt, ist die Metropoleregion
Stuttgart federführend für große Teile der bundesdeutschen Automobilproduktion zuständig.
Die Metropolregion umfasst den bisher als Verdichtungsraum Stuttgart bezeichneten Raum in
Baden-Württemberg, in welchem 5,7 Millionen Menschen leben.
1
http://www.bbr.bund.de/raumordnung/stadtregionen/definition_verdichtung.htm
2
http://www.wm.baden-wuerttemberg.de/fm7/1106/LEBTeil2Kap4.pdf
3
http://www.region-stuttgart.de/sixcms/rs_leben_geografie/
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