Gliederung
1. Einführung
2. Die Lebenswelt als unbefragter Boden der natürlichen Weltanschauung
2.1. Theorie anhand des Textes
2.2. Beispiel Theoriekurs I
3. Das fraglos Gegebene und das Problematische
3.1. Theorie anhand des Textes
3.2. Beispiel Theoriekurs I
4. Strukturiertheit der Lebenswelt für das erlebende Subjekt
4.1. Theorie anhand des Textes
4.2. Beispiel Theoriekurs I
5. Pläne und Durchführbarkeiten
5.1. Theorie anhand des Textes
5.2. Beispiel Theoriekurs I
6. Abschließender Gedanke
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1. Einführung
Der am 27.Mai 2002 im Theoriekurs besprochene Text ist ein durch die Kursleiterin ausgewählter Abschnitt des Werkes „Strukturen der Lebenswelt“ Band 1 von Alfred Schütz (und Thomas Luckmann). Der Ausschnitt beinhaltet die Kapitel 10 und 11, die sich auf die Seiten 25 bis 61 des Buches erstrecken, wobei ich mich in dieser Arbeit auf das zehnte Kapitel konzentrieren werde. Bei der Auseinandersetzung mit dem Text werde ich die von Schütz vorgenommene Aufteilung beibehalten und nach jedem Unterpunkt die davor behandelten Teile der `Strukturen der Lebenswelt´ anhand eines Beispieles versuchen zu verdeutlichen.
2. Die Lebenswelt als unbefragter Boden der natürlichen Weltanschauung 2.1. Theorie anhand des Textes
Nach Schütz muss die Wissenschaft, bevor sie versucht das menschliche Handeln und Denken deuten zu wollen, erst die Grundstrukturen der für den Menschen selbstverständlichen Wirklichkeit untersuchen.
Was Schütz unter Wirklichkeit versteht, kann man aus folgendem Zitat entnehmen: „Diese Wirklichkeit ist die alltägliche Lebenswelt. Sie ist der Wirklichkeitsbereich, an der der Mensch in unausweichlicher, regelmäßiger Wiederkehr teilnimmt. Die alltägliche Lebenswelt ist die Wirklichkeitsregion, in die der Mensch eingreifen und die er verändern kann“ (Seite 25, Zeile 5 bis 9). Die Wirklichkeit wird also von Schütz gleichgesetzt mit der alltäglichen Lebenswelt. Darunter ist das physische Umfeld bzw. die Natur, in der jeder Mensch lebt, und das soziale Umfeld, mit dem jeder Mensch in Interaktion treten kann, zu verstehen. Wie aus obigem Zitat ersichtlich wird, existiert eine Wechselwirkung: die Lebenswelt beeinflusst die Handlungen des Individuums und dieses beeinflusst durch seine Handlungen wiederum die Lebenswelt. Schütz versteht unter „unbefragter Boden der natürlichen Weltanschauung“ das, was ein Mensch im Alltag als fraglos gegeben hinnimmt: „a) die körperliche Existenz von anderen Menschen; b) daß diese Körper mit einem Bewusstsein ausgestattet sind, das dem meinen prinzipiell ähnlich ist; c) daß die Außenweltdinge in meiner Umwelt und der meiner Mitmenschen für uns die gleiche Bedeutung haben; d) daß ich mit meinen Mitmenschen in Wechselbeziehung und Wechselwirkung treten kann; e) daß ich mich - das folgt aus den vorangegangenen Annahmen - mit ihnen verständigen kann; f) daß eine gegliederte Sozial- und Kulturwelt als Bezugsrahmen für mich und meinen Mitmenschen historisch vorgegeben ist, und zwar in einer ebenso fraglosen Weise wie die ´Naturwelt`; g) daß also die Situation, in der ich mich befinde, nur zu einem geringen Teil eine rein von mir geschaffenen ist“ (Seite 27, Zeile 12 bis 24). Nach Schütz ist es also für das einzelne Individuum fraglos, dass andere Menschen mit einem ähnlichen Bewusstsein existieren; es mit diesen eine wechselseitige Beziehungen eingehen und, daraus resultierend, es sich mit ihnen verständigen kann. Bei
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Arbeit zitieren:
Markus Mayer, 2002, Alfred Schütz (und Thomas Luckmann): Strukturen der Lebenswelt erklärt am Beispiel Theoriekurs, München, GRIN Verlag GmbH
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