Inhaltsverzeichnis
Einleitung. 3
1. ’My Place’ - Autobiographie, Familiengeschichte, Roman? 10
2. Zur Vorstellung von Gemeinschaft(en) in ’My Place’ 14
2.1 Die Konstruktion von Gemeinschaft(en) über die aufsteigende Genealogie. 18
2.2 Die Konstruktion von Gemeinschaft(en) über die absteigende Genealogie. 22
Zusammenfassung 44
Bibliographie. 46
2
Einleitung
In elf europäische Sprachen übersetzt und mit einer Auflagenstärke von mittlerweile weit über einer halben Million Exemplaren zählt Sally Morgans ‘My Place’ zu den bekanntesten Werken australischer Literatur. 1 Was das Rezeptionsausmaß anlangt, kann die westaustralische Autorin durchwegs zur literarischen Elite ihres Landes gerechnet werden— zu Patrick White, Arthur Upfield und Catherine Gaskin, um nur einige wenige zu nennen. 2 Zugleich ist ‘My Place’ auch das bislang auflagenstärkste Buch, das je von einer australischen Ureinwohnerin geschrieben wurde. Hinzu kommt, dass es als Autobiographie zu jenen Genres zählt, die in der Literatur der australischen Aboriginals am häufigsten vorkommen. 3 Vom kommerziellen Erfolg abgesehen, ist ‘My Place’ für eine indigene Lebensgeschichte jedoch in vielerlei Hinsicht untypisch. Dies vor allem deshalb, weil es in dem Buch nicht um eine indigene Person geht, die sich ihrer Herkunft und Identität bewusst ist, sondern um eine Person, die erst nach und nach entdeckt, dass sie und ihre Familie indigen 4 sind.
Sally Morgan wird 1951 geboren und wächst als Tochter einer indigenen Mutter und eines weißen Vaters gemeinsam mit vier Geschwistern in Perth auf. Bis zu ihrem 15. Lebensjahr wird der Autorin die aboriginelle Herkunft ihrer Mutter und Großmutter verheimlicht. Sie studiert Psychologie und ist heute als Schriftstellerin und bildende Künstlerin tätig. 1979 beginnt sie mit dem Verfassen ihrer Lebensgeschichte, die im Jahr
1 Zu diesen Zahlen siehe Haag (2008).
2 Zur Primärrezeption australischer Literatur im deutschsprachigen Raum siehe Wolf (1982) und Auerbach (1974).
3 Vgl. Cooper et al. (2000), 11.
4 Der englische Ausdruck ‘Aborigines’ wird von einigen Indigenen als unzeitgemäß empfunden und manchmal durch Lokalgruppenbezeichnungen (wie ‘Wiradjuri’), durch ‘Aboriginal and Torres Strait Islander Peoples’ oder durch Adjektive wie ‘Aboriginal’ ersetzt. Ein Synonym für letzteres stellt das englische Wort ‘Indigenous’ dar, das beide indigene Volksgruppen Australiens (Aborigines und Torres Strait Insulaner und Insulanerinnen) inkludiert. Vgl. Huggins (1991), 88, Asteriskus.
3
1987 von Fremantle Arts Centre Press erstmals publiziert wird. Zentrales Thema in ‘My Place’ stellen die Kindesentführungen von Sally Morgans Verwandten, die damit verbundene Suche nach aborigineller Herkunft und die Rekonstruktion von Familiengeschichte dar. Bei der Suche nach Vergangenheit stößt die Autorin sowohl bei ihrer Mutter als auch bei ihrer Großmutter auf eine Mauer des Schweigens, die letztlich teilweise durchbrochen wird. ‘My Place’ setzt sich aus vier Lebensgeschichten zusammen—aus der von Sally Morgan sowie aus jenen ihres Großonkels Arthur Corunna, ihrer Mutter Gladys Corunna-Milroy, und ihrer Großmutter Daisy Corunna-Talahue. Die einzelnen Geschichten werden von der Autorin auf Tonträgern aufgezeichnet, transkribiert und teilweise redigiert. Das Familienschicksal Sally Morgans ist im Kontext australischer Geschichte kein Einzelfall. Seit der Gründung der Kolonie in New South Wales wurden bis in die 1970er Jahre indigene Kinder von ihren Familien entführt und von Behörden, Missionen und vereinzelt weißen Familien aufgezogen. Ziel dieser systematischen, als Assimilationspolitik bezeichneten Maßnahmen waren die 'Ausmerzung' indigener Lebensweisen und die Sicherstellung kostengünstiger Arbeitskräfte, da die Kinder und Jugendlichen nach kurzer und oftmals spärlicher Schulbildung in den Arbeitsdienst gezwungen wurden—männliche Jugendliche vorwiegend in die Landwirtschaft und weibliche Jugendliche in Privathaushalte. Nach den Berechnungen des Historikers Peter Read sind im Zeitraum 1910 bis 1970 bis zu 50.000 Kinder, heute bekannt unter dem Namen Stolen Generations, entführt worden. 5 Wenngleich nicht völlig unumstritten, werden die Entführungspraktiken in der rezenten geschichtswissenschaftlichen Literatur häufig als ‚Genozid’ tituliert, da sie das Ziel hatten, die Gruppe der Indigenen auszulöschen. 6
‘My Place’ gibt einen Einblick in den individuellen Umgang mit dem aus Entführungen und Rassismen verursachten Identitätsverlust. Denn die Autorin kann nicht auf
5 Vgl. Read (1999), 26; Grimshaw et al. (1996), 288f.; Bird (1998), 1-15.
6 Vgl. Tatz (2003), 67-106; Barkan (2003), 128; Wilson/HREOC (1997), 270-75.
4
eine bereits vorhandene Identität als Indigene zurückgreifen, sondern muss diese erst aufbauen. Sally Morgan versucht in ‘My Place’ jedoch nicht nur ihre eigene indigene Identität zu finden sondern auch die ihrer Verwandten zu begründen. Diese Begründung kann allerdings nicht ohne die Imagination einer entsprechenden Gemeinschaft erfolgen, aus der sich die individuelle Identität speist. Um es mit anderen Worten zu sagen, so sucht Sally Morgan nach einer Identität als Indigene und benötigt dafür ein (Vor)Bild, eine Vorstellung von dem, was ein/e Indigene überhaupt ist und was die Differenz zu nicht-indigenen Australierinnen und Australiern ausmacht.
In dieser Abhandlung geht es nicht primär um die Frage nach indigener Identität. Vielmehr sollen die vielschichtigen Gemeinschaftsvorstellungen in ‘My Place’ untersucht werden. Dies schließt sowohl den Entwurf einer indigenen Gemeinschaft als auch anderer möglicher Gemeinschaften, wie jener der Familie, ein. Die vorliegende Untersuchung umfasst folgende Fragestellungen:
1. Wie werden Gemeinschaften in ‘My Place’ hergestellt und legitimiert? 2. Welche Rolle spielt Geschlecht in der Herstellung von Gemeinschaften? 3. Welche Gemeinschaften lassen sich ausmachen?
4. Wie werden einzelne Gemeinschaften von anderen Gemeinschaften unterschieden? 5. Wie gliedert die Autorin sich und ihre Verwandten in diese Gemeinschaften ein? 6. Gelingen diese Gemeinschaftsentwürfe für eine positive Identifikation als Indigene?
Der Frage nach Gemeinschaftsvorstellungen in ‘My Place’ wurde in der akademischen Sekundärliteratur—ganz im Gegensatz zu Identität und Aboriginality—bislang nur wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Das Gros an Literatur zu ‘My Place’ stammt aus literaturwissenschaftlicher Perspektive. Historische Analysen sind demgegenüber relativ rar— die Artikel von Bain Attwood (Monash University) und von Jackie Huggins (Aboriginal and
5
Torres Strait Islander Studies Department, University of Queensland) stellen hierin eine Ausnahme dar; dies trifft ebenso auf sozial-anthropologische Analysen wie jene von Eric Michaels zu. 7 Die folgende Tabelle fasst die zentralen Artikel und Bücher (insgesamt 3) über ‘My Place’ zusammen; sie enthält australische Artikel in wissenschaftlichen Fachjournalen und Monographien, in denen ‘My Place’ zentral thematisiert wird; Manuskripte und Rezensionen sind nicht erfasst:
Tabelle 1. Australische Sekundärliteratur zu ‘My Place’.
Jahr Autor/in Titel Format Zentrale Themen 1987 Gare/Crawford 'Sally Morgan's My Place - Two Artikel Literatur-Views' (Zeitschrift) wissenschaftlich
1988 Gooneratne ‘'You can’t put lies in a book': Artikel Historisch
Australian Biography as History’ (Zeitschrift)
Gostand 'Summer Reading, Some are Dying' Artikel Literatur-(Zeitschrift) wissenschaftlich
Hammond et al. Autobiography: the writer’s story [pp. Kapitel Literatur-15-31] (Monographie) wissenschaftlich
Michaels ‘Para-Ethnography’ [pp. 166-68] Kapitel Sozialanthropologisch
(Monographie)
Muecke ‘Aboriginal Literature and the Artikel Kulturwissenschaftlich
Repressive Hypothesis’ (Zeitschrift)
Mulvaney 'Aboriginals in History' Artikel Historisch
(Zeitschrift)
Newman ‘Reader-response to Transcribed Oral Artikel Literatur-Narrative: A Fortunate Life and ‘My (Zeitschrift) wissenschaftlich
Place’’
Thomas 'Aboriginal subjection and affirmation'. Artikel Literatur-(Zeitschrift) wissenschaftlich
1989 Bliss 'The Mythology of Family: Three Texts Artikel Literatur-of Popular Australian Culture' (Zeitschrift) wissenschaftlich
Colmer 'The Quest for Roots. Vincent Buckley Beitrag Literatur-and Sally Morgan' (Monographie) wissenschaftlich
Sheridan 'Different Lives: Two Aboriginal Artikel Literatur-Women's Stories' [pp.20-22] (Zeitschrift) wissenschaftlich
7 Vgl. Attwood (1992); Huggins (1993); Michaels (1988).
6
1990 Dizard 'My Place and the healing art of Artikel Literatur-autobiography' (Zeitschrift) wissenschaftlich
Nelson 'On the Threshold of a Renaissance. Artikel Literatur-Recent Aboriginal Writing in Australia' (Zeitschrift) wissenschaftlich
Recht Monographie Unterrichtsmaterial My Place. Teacher’s Book.
1991 Donaldson ‘Australian Tales of Mystery and Artikel Literatur-Miscegenation’ [pp. 347-351] (Zeitschrift) wissenschaftlich
Frost 'More on Aborigines and Pastoralism'. Artikel Literatur-(Zeitschrift) wissenschaftlich
Gelder ‘Aboriginal Narrative and Property’ Artikel Literatur-[pp. 361-362] (Zeitschrift) wissenschaftlich
Trees 'My Place as Counter-Memory'. Artikel Literatur-(Zeitschrift) wissenschaftlich
1992 Attwood ‘Portrait of an Aboriginal as an Artist: Artikel Historisch
Sally Morgan and the Construction of (Zeitschrift)
Aboriginality’
Bird & Haskell Monographie Literatur- WhosePlace? A Study of Sally
wissenschaftlich Morgan's My Place
Elder ‘Silence as Expression: Sally Morgan’s Artikel Literatur-‘My Place’’ (Zeitschrift) wissenschaftlich
Hogan 'A Little Bit of the Other Side of the Artikel Literatur-Story”: Genealogies in Sally Morgan´s (Zeitschrift) wissenschaftlich
‘My Place’
Kay Monographie Literatur- Brodiesnotes on Sally Morgan.
wissenschaftlich
1993 Ommundsen 'Engendering the Bicentennial Reader: Artikel Literatur-Sally Morgan, Mark Henshaw’ (Zeitschrift) wissenschaftlich
Reed 'Sally Morgan: a black tall poppy' Artikel Historisch
(Zeitschrift)
Rowse 'Sally Morgan's Kaftan' Artikel Historisch
(Zeitschrift)
Huggins ‘Always Was Always Will Be’ Artikel Historisch
(Zeitschrift)
Tarrago 'Response to Sally Morgan and the Artikel Literatur-construction of Aboriginality' (Zeitschrift) wissenschaftlich
1994 Brook 'Femininity and Culture: some notes on Beitrag Literatur-the gendering of women in Australia' (Monographie) wissenschaftlich
1995
Cooper ‘Talking About
‘My Place’/
‘My Artikel Literatur-Place’. Feminism, Criticism and the (Zeitschrift) wissenschaftlich
Other’s Autobiography’
Subdash ‘The 'I” in Sally Morgan´s ‘My Place’: Artikel Literatur-
7
writing of a monologised self’ (Zeitschrift) wissenschaftlich
1996 Brewster Monographie Literatur- Reading Aboriginal Women’s
Autobiography
[teilweise Analyse von wissenschaftlich
‘My Place’]
1997
Kennedy 'The Narrator as Witness. Testimony, Artikel Literatur-Trauma and Narrative Form in
My
(Zeitschrift) wissenschaftlich
Place' 1998 Docker 'Recasting Sally Morgan's My Place: Artikel Historisch
The Fictionality of Identity and the (Zeitschrift)
Phenomenology of the Converso'
Nuttal 'History and Identity in Contemporary Artikel Literatur-Australian Women's Autobiography' (Zeitschrift) wissenschaftlich
1999 Mohanram Monographie Literatur- Blackbody: women, colonialism and
space
[teilweise Analyse von ‘My wissenschaftlich
Place’]
2001 Hennessy 'Genocide with good intentions: the Artikel Literatur-Stolen Generations and 'My Place' (Zeitschrift) wissenschaftlich
Wie Tabelle 1 zeigt, haben sich mindestens 38 Artikel, Buchkapitel und Monographien im Zeitraum zwischen 1987 und 2005 näher mit ‘My Place’ auseinandergesetzt.
9 8 7 6 5
Anzahl
4 3 2 1 0
87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 `00 '01
1 8 3 3 4 5 5 1 2 1 1 2 1 0 1 Publikationsverlauf
Jahr
8
Graphik 1 veranschaulicht, dass die meisten Analysen auf die späten 1980er und frühen 90er entfallen, also auf den Zeitraum kurz nach der Veröffentlichung von ‘My Place’. Dies trifft ebenso auf Rezensionen zu, die hier nicht separat aufgelistet sind. Andere ebenso bekannte Autorinnen und Autoren wie Doris Pilkington Nugi Garimara, Ruby Langford Ginibi oder Dick Roughsey wurden von der akademischen Literatur weitaus weniger erfasst. ‘My Place’ ist somit die am häufigsten analysierte indigene australische Autobiographie.
9
1. ‘My Place’ - Autobiographie, Familiengeschichte, Roman?
Die Zuordnung von ‘My Place’ zu einem bestimmten Genre fällt in der Sekundärliteratur oft different aus. Dafür sprechen zum einen Struktur und Charakteristika des Texts, zum anderen die in der Forschung und von Verlegern unterschiedlich verwendeten Genreklassifikationen für indigene Lebensgeschichten. 8
Insgesamt habe ich zehn verschiedene Genres gezählt, die in der Literatur als Klassifikation indigen australischer Autobiographien verwendet werden—darunter ‚Lebensgeschichte’, ‚Geschichte’, Auto/Ethnographie’ und ‚Roman’. 9 Eine Erklärung dafür ist, dass Autobiographien als Quellen für zahlreiche Wissenschaftsdisziplinen mit jeweils differenten Fragestellungen und Methoden von Interesse sind. Unterschiedliche Wissenschafterinnen und Wissenschafter lesen und analysieren indigene Lebensgeschichten denn auch unterschiedlich. Anne Brewster liest sie als Autobiographien, Carole Ferrier als Romane, James Wilson-Miller als indigene Historiographien, Steve Hemming als Familiengeschichten—um nur einige wenige zu nennen. 10
Nach einem formalen Kriterium, das Philippe Lejeune allerdings nur auf europäische Literatur beschränkt, liege Autobiographie dann vor, wenn eine Namensidentität zwischen Autorin, Erzählerin und Protagonistin respektive Autor, Erzähler und Protagonist erkennbar sei. 11 Diesem Kriterium folgend, ist ‘My Place’ als Autobiographie zu titulieren. Autobiographie als Lebensgeschichtsschreibung trifft auf ‘My Place’ also durchaus zu. Allerdings handelt es sich um die Geschichte von vier Personen: Sally Morgan, deren Mutter, Großmutter und Großonkel. Dabei schreibt Sally Morgan ihre eigene Lebensgeschichte und
8 Zu den unterschiedlichen Genrezuordnungen siehe McDonell (2005).
9 Um nur einige wenige zu nennen: zu ‚life history’ siehe Westphalen (2002), 25, 48, 89-96 und Moreton-Robinson (2002), 1; zu ‚testimony’ siehe Rodan (2000), 55f.; zu ‚lifestory’ siehe Mudrooroo (1997), 187 und Philips (1997), 40.
10 Vgl. Brewster (1996); Ferrier (²1992), 201f.; Wilson-Miller (2003); Hemming (²2003), 27.
11 Vgl. Lejeune (1994), 13, 25.
10
erweitert diese durch diejenigen ihrer Verwandten, deren Geschichten sie vom Tonband transkribiert. Somit wird ersichtlich, dass die einzelnen Lebensgeschichten jeweils durch diejenigen der anderen Protagonistinnen und Protagonisten erweitert, ergänzt und erklärt werden. In anderen Worten: eine familiengeschichtliche Autobiographie oder eine autobiographische Familiengeschichte. Alle diese unterschiedlichen Genrezuordnungen haben also ihre Berechtigung.
Weiters sind die Textformen indigener Autobiographien von jenen europäischer Lebensgeschichten grundverschieden. Denn indigene Literatur hat ihren Ursprung in Erzähltraditionen und oraler Wissensvermittlung und ist daher durch Vermischungen von Genres gekennzeichnet. Häufig kommen bei indigener Literatur unterschiedliche Genreelemente zum Tragen—so auch bei ‘My Place’. Das Buch ist beispielsweise nicht monologisch aufbereitet, es ist keine Reflexion vergangener Ereignisse. Vielmehr ist es eine Kette von Dialogen, die eher an einen Roman als an eine Autobiographie erinnern. Wohl nicht zufällig lautet der Untertitel der deutschen Übersetzung ‘Ein Roman’. 12 Die Genrezuordnung als ‚Roman’ ist also aufs engste an das Textcharakteristikum des inneren Monologs und an die Reliabilität des Textes als historische Quelle gebunden. Anders gesagt, wie kann sich die Autorin Jahre nach den tatsächlichen Konversationen an den exakten Wortlaut direkter Reden erinnern? Die Genreklassifikation als Roman suggeriert also etwas Fiktionales, etwas Nicht-Reales.
Der Anspruch auf Realität und Wahrheit spielt in ‘My Place’ wie in den meisten anderen indigenen Lebensgeschichten jedoch eine wichtige Rolle und wird von der Autorin manifest ausgewiesen: 'Well, you know when you write a book, it has to be the truth. You can´t put lies in a book. You know that, don´t you Nan?' 'I know that, Glad', Nan nodded. 13 Diese Ermahnung, nur eine wahre Geschichte zu erzählen, richtet sich gerade an die
12 Morgan (1991).
13 Morgan (2003), 161.
11
Arbeit zitieren:
Oliver Haag, 2005, Gemeinschaft und Identität in der Literatur australischer Aboriginals, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
"Phèdre" und "Andromaque". Zwei Tragödien von Jean...
Romanistik - Französisch - Literatur
Hausarbeit, 17 Seiten
Migration und Bildung in Kanada
Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten
Referat (Ausarbeitung), 19 Seiten
Die Industrielle Revolution und soziale Fragen
Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
Referat / Aufsatz (Schule), 3 Seiten
Oliver Haag's Text Gemeinschaft und Identität in der Literatur australischer Aboriginals ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Oliver Haag hat den Text Gemeinschaft und Identität in der Literatur australischer Aboriginals veröffentlicht
Oliver Haag hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare