2
_____
INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG 3
1.1 DEFINITION: LIBIDO 3
1.2 DEFINITION: SEXUALITÄT 4
1.3 DEFINITION: TRIEB 4
2 DIE PSYCHOANALYTISCHE PERSÖNLICHKEITSTHEORIE NACH FREUD 5
2.1 DAS ES 5
2.2 DAS ICH 5
2.3 DAS ÜBER-ICH 6
3 DIE PSYCHOANALYTISCHE ENTWICKLUNGSTHEORIE NACH FREUD 6
3.1 KURZBESCHREIBUNG DER PSYCHOSEXUELLEN PHASEN 7
3.2 DIE ORALE PHASE 8
4 DIE ENTWICKLUNG NACH MARGARET MAHLER: LOSLÖSUNG UND
INDIVIDUATION 10
LITERATUR 12
__________________________________________________________________________________ 3
_____
1 Einleitung
Die grundlegenden Annahmen der psychoanalytischen Entwicklungstheorie gehen fast ausschließlich auf Sigmund Freud zurück. Die Psychoanalyse, die um die Jahrhundertwende von Sigmund Freud begründet wurde, stellt vor allem eine Lehre von bewußten und unbewußten psychischen Vorgängen dar: Gefühle, Wünsche, Träume, Denkprozesse etc. An entwicklungspsychologischen Problemen war Freud nicht primär interessiert, seine entwicklungspsychologischen Vorstellungen entstanden erst im Rahmen klinischer Fragestellungen. Er war nicht in erster Linie ein Entwicklungspsychologe, sondern ein Therapeut und Persönlichkeitspsychologe, der die Zustände der Erwachsenenpersönlichkeit verstehen wollte und so zur Entwicklungspsychologie kam. Er sah sich bei der Behandlung neurotischer Erwachsener dazu aufgefordert, bei seinen Patienten die Entwicklungsgeschichte bis in die frühe Kindheit zurückzuverfolgen, um die beobachteten psychischen Störungen zu verstehen. Zwangsläufig mußte er sich auch mit der frühkindlichen Sexualität beschäftigen, denn neurotische Symptome waren für ihn ein Ausdruck von inadäquater Verarbeitung sexueller Triebregungen. So erkannte er auch, daß die sexuelle Entwicklung nicht erst mit der Pubertät beginnt, sondern daß bereits in den ersten Lebensjahren bei Kindern sexuelle Regungen beobachtet werden können. Außerdem erkannte er, daß die frühkindliche Entwicklung für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung eine herausragende Bedeutung hat. Im Laufe der ersten sechs Lebensjahre sind nach Freud alle Grundthemen des menschlichen Zusammenlebens, wie Liebe, Gehorsam, Besitz usw. angeklungen, und die erste Vereinigung aller Sexualtriebe ist bis dahin erfolgt. Die Richtung der weiteren Persönlichkeitsentwicklung ist somit vorgegeben.
Neben seiner Phasentheorie der psychoanalytischen Entwicklung hat er unter anderem eine Persönlichkeitstheorie aufgestellt, die im folgenden Kapitel dargestellt wird, um das Verstehen der Entwicklungstheorie zu gewährleisten.
Vorher sollen noch einige wichtige Begriffe erklärt werden:
__________________________________________________________________________________ 4
_____ 1.1 Definition: Libido Der Ausdruck Libido bezeichnet im Lateinischen Lust, Wunsch. Die Libido besitzt vier funktionale Charakteristika:
1. Sie entspringt somatischen Prozessen, die als innere Reize in Erscheinung treten.
2. Sie äußert sich als Impuls, das heißt ihr ist ein motorisches Element beigestellt, dessen
Intensität von der Stärke der inneren Reize abhängt.
3. Sie ist zielgerichtet, wobei das Ziel die Funktion der Triebbefriedigung besitzt (durch
entsprechende Reize, die es liefert).
4. Sie ist an ein Objekt gebunden, das geeignet ist, ein Triebziel zu bieten und Befriedigung zu
gewährleisten.
Die Libido schließt sowohl das Verlangen nach Sinnen- und Körperlust als auch das Bedürfnis nach persönlicher Zuneigung und nach Geborgenheit ein. Das Verlangen gilt ursprünglich der eigenen Person (Narzißmus), diese Beziehung bleibt ungenügend, und die Libido richtet sich auf andere und anderes, z.B. Personen des anderen und des eigenen Geschlechts, aber auch auf eine Gemeinschaft, ein Arbeitsziel oder eine Idee. Wenn das Verlangen dort enttäuscht wird, erfolgt ein Rückzug auf das eigene ICH.
1.2 Definition: Sexualität In der psychoanalytischen Erfahrung und Theorie bezeichnet Sexualität nicht allein die Aktivitäten und die Lust, die vom Funktionieren des Genitalapparats abhängen, sondern eine ganze Reihe von Erregungen und Aktivitäten, die bereits in der Kindheit bestehen und eine Lust verschaffen, die nicht auf die Stillung eines physiologischen Bedürfnisses (Atmung, Hunger etc.) reduzierbar ist. Die allgemeine Annahme zur damaligen Zeit war, daß der Geschlechtstrieb in der Kindheit und während der Pubertät völlig fehlte. Nach Sigmund Freud war diese Annahme ein großer Irrtum.
1.3 Definition: Trieb Triebe sind leidenschaftliche Wünsche, Phantasien und Gefühle, die nicht mit Instinkten gleichzusetzen sind. Triebe erfordern Befriedigung (Stillen eines Bedürfnisses) und Erfüllung durch sinnlichen Kontakt mit der Außenwelt. Nach Freud ist die Quelle eines Triebes ein
Arbeit zitieren:
Daniela Bröske, 1999, Persönlichkeits- und Entwicklungstheorie nach Freud, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Dimensionale Persönlichkeitstheorien - The Big Five
Psychologie - Persönlichkeitspsychologie
Hauptseminararbeit, 16 Seiten
Die 'Big Five' - Fünf-Faktoren-Modell zur Beschreibung der Per...
Psychologie - Persönlichkeitspsychologie
Seminararbeit, 30 Seiten
Zu Alfred Adlers Persönlichkeitstheorie
Psychologie - Persönlichkeitspsychologie
Seminararbeit, 18 Seiten
Die zwei Gesichter der Großstadt - Emils und Fabians Betrachtungen der...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 17 Seiten
Die Persönlichkeitskonstrukttheorie von George A. Kelly - Eine Abwägun...
Psychologie - Persönlichkeitspsychologie
Seminararbeit, 19 Seiten
Wie entwickelt sich die Wahrnehmung des Menschen in den ersten drei Le...
Psychologie - Entwicklungspsychologie
Studienarbeit, 24 Seiten
Das Stufenmodell der kognitiven Entwicklung nach Jean Piaget
Psychologie - Entwicklungspsychologie
Ausarbeitung, 8 Seiten
Markennamen im Deutschen - Bildung, Bedeutung, Markenrecht. Eine Betra...
Hauptseminararbeit, 31 Seiten
Problemzentriertes Interview im Marketing
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit, 13 Seiten
Piagets Stufenmodell - Auswertung der Experimente zur präoperationalen...
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Unterrichtsentwurf, 7 Seiten
Die Großstadt in Erich Kästners "Fabian"
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
Seminararbeit, 19 Seiten
Adler, Alfred - Das Minderwertigkeitsgefühl
Referat / Aufsatz (Schule), 5 Seiten
Daniela Bröske hat den Text Persönlichkeits- und Entwicklungstheorie nach Freud veröffentlicht
Daniela Bröske hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare