Gliederung -2-
GLIEDERUNG
A. Einleitung
B. Hauptteil
1. Die Peer-Group
1.2 Begriffsbestimmung
1.3 Entstehungsursachen und Funktionen
1.4 Schwächen
1.5 Allgemeine Merkmale
2. Mediation
3. Peer-Mediation
3.1 Peer-Education
3.2 Die Rolle der Lehrer in der Peer-Mediation
3.3 Konfliktlotsen
C Schluss
Thema „Peer-Groups“ -3-
A.Einleitung
Immer wieder stößt man in der Fachliteratur auf Begriffe wie den der Gleichaltrigengruppe oder den der Peer-Group. So zum Beispiel auch bei Herbert Gudjons: „In der Gleichaltrigengruppe verringert sich der ´Satellitenstatus´ des Jugendlichen von den Eltern, ohne dass eine vollständige Autonomie möglich ist. Es entsteht ein pädagogisch kaum erfassbarer Bereich, der für die Identitätsentwicklung des Jugendlichen von großer Bedeutung ist.“ 1
In dieser Arbeit beschäftige ich mich zunächst näher mit dem Begriff der Peer-Group bzw. Gleichaltrigengruppe der Jugendlichen und den Auswirkungen der Gruppen auf die genannte Altersphase. Anschließend gehe ich darauf ein, inwieweit man sich die für einen Außenstehenden schwer erreichbaren Peer-Beziehungen vor allem in schulischen Konfliktsituationen zu Nutze machen kann.
B. Hauptteil
1. Die Peer-Group 1.1 Begriffsbestimmung
„Peers“ sind bestimmte Gruppen von Gleichaltrigen oder Gleichgesinnten. Der amerikanische Begriff „peer“ stammt ursprünglich aus dem Lateinischen (par = gleich) und lässt sich nicht ins Deutsche übersetzten. Im Sprachgebrauch wird oftmals anstatt Peer-Group auch synonym der Begriff der Clique gebraucht. In der Soziologie hat es sich eingebürgert, den Begriff nicht allgemein auf die Gruppe der Gleichaltrigen, sondern eingeschränkt auf die Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen zu gebrauchen. In dieser Arbeit beschränke ich mich allerdings auf die Gleichaltrigengruppe der Jugendlichen.
1 Gudjons, H.: Pädagogisches Grundwissen, Seite 136
Thema „Peer-Groups“ -4-
Zusammenfassendkönnte man sagen, eine Peer-Group ist die Bezugsgruppe eines Kindes oder Jugendlichen, die aus Gleichaltrigen, analoger Interessen und ähnlicher sozialer Abstammung besteht und das einzelne Gruppenmitglied wesentlich in Bezug auf sein Handeln und seine Standpunkte beeinflussen.
1.2 Entstehungsursachen und Funktionen
Da meiner Meinung nach die Entstehungsbedingungen nicht klar von den Funktionen der Peers abzugrenzen sind bzw. bestimmte Funktionen ein Resultat des Entstehungszusammenhangs darstellen, fasse ich beide Aspekte unter einem Gesichtspunkt zusammen:
In einem relativ unklar definierten Übergangsfeld zwischen Kindheit und Erwachsenenalter bilden sich Gleichaltrigengruppen stärker als in anderen Lebensphasen.
Als Voraussetzung für die Entstehung von Peer-Groups in unserer heutigen Gesellschaft gilt die lange Zeit der Jugendphase und die wachsende Alterssegregation. Beides ist bedingt durch die ausgedehnten Ausbildungszeiten vor allem in den Industriegesellschaften. „Weitere Begründungen des Entstehungszusammenhangs von
Gleichaltrigengruppen (...) sind in den Faktoren der gesellschaftlichen Differenzierung, der Wertinkonsistenz und den Gruppenspannungen zu suchen.“ 2 Mit „gesellschaftlicher Differenzierung“ 2 ist in diesem Fall gemeint, dass verschiedenartige Aufgaben bzw. Rollen auf eine Vielzahl von Institutionen verteilt sind. Somit liegt auch die Aufgabe der Erziehung nicht mehr allein bei den Eltern bzw. in der Familie. Pädagogische Einrichtungen wie zum Beispiel auch die Schule übernehmen zusätzliche Sozialisationsaufgaben; ferner sind die Medien diesbezüglich ebenso nicht unbedeutend. Letztendlich bilden sich Peer-Groups als Antwort auf diese Differenzierung und fungieren
2 Schäfers, B.: Einführung in die Gruppensoziologie, Seite 254 f.
Arbeit zitieren:
Marina Steinle, 2001, Peer Groups, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Bedeutung von 'peer-groups' in der Sozialisation Jugendlicher
Soziologie - Kinder und Jugend
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