Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Anderes, 2008, 15 Seiten
Autor: Dr. Harald Winkel
Fach: Sport - Sportgeschichte
Details
Tags: Rekordjagd, Betriebssport, Weimarer, Republik
Jahr: 2008
Seiten: 15
Note: ohne
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-20116-7
ISBN (Buch): 978-3-640-20642-1
Dateigröße: 91 KB
Aufsatz Sportgeschichte; Quellen sind komplett in den Fußnoten zitiertAufsatz Sportgeschichte; Quellen sind komplett in den Fußnoten zitiert
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Zusammenfassung / Abstract
Der Gedanke des Betriebssports, d. h. die Schaffung von Sportangeboten innerhalb der Betriebsstrukturen, die es auf freiwilliger Basis den Arbeitnehmern ohne Unterschied ihres Alters, der betrieblichen Position oder des Geschlechts ermöglichen, sportlichen Aktivitäten nachzugehen, nimmt seinen maßgeblichen Ausgang in Deutschland zu Beginn der Weimarer Republik. Vielerorts bauen Betriebe Sportanlagen auf, deren Nutzung jedem interessierten Werksbediensteten und in der Regel auch seinen Angehörigen offensteht. Die nach Kriegsende in rasanter Weise aufblühende Sportbegeisterung macht auch vor den Toren der Fabriken und anderer Wirtschaftsunternehmen nicht halt.
Textauszug (computergeneriert)
Auf Rekordjagd – Betriebssport in der Weimarer Republik*
Harald Winkel
Der Gedanke des Betriebssports, d. h. die Schaffung von Sportangeboten innerhalb der Betriebsstrukturen, die es auf freiwilliger Basis den Arbeitnehmern ohne Unterschied ihres Alters, der betrieblichen Position oder des Geschlechts ermöglichen, sportlichen Aktivitäten nachzugehen, nimmt seinen maßgeblichen Ausgang in Deutschland zu Beginn der Weimarer Republik. Vielerorts bauen Betriebe Sportanlagen auf, deren Nutzung jedem interessierten Werksbediensteten und in der Regel auch seinen Angehörigen offensteht. Die nach Kriegsende in rasanter Weise aufblühende Sportbegeisterung macht auch vor den Toren der Fabriken und anderer Wirtschaftsunternehmen nicht halt.1
Die Initiatoren des Betriebssports werben zu Beginn für ihre Idee mit Werten wie Freude, Geselligkeit und Kameradschaft, aber auch mit Erholung und Ausgleich zur täglichen Arbeit. Oftmals gibt der Wunsch, das immer populärer werdende Fußballspiel im Kreise der Arbeitskollegen zu pflegen, den ersten Anstoß. Es bilden sich sportambitionierte Interessengemeinschaften, die den Unternehmensleitungen ihre Wünsche vorbringen. Angesichts der desolaten finanziellen Lage des Sport- und Vereinswesens der Nachkriegszeit sind gerade die Großunternehmen am ehesten in der Lage, den Bitten nach Ausrüstung und Übungsstätten zu entsprechen. Zweck des Vereins, heißt es beispielsweise in der Satzung des Sportvereins der Dresdner Bank Frankfurt (D.B.S.), ist, den Angestellten der Dresdner Bank in Frankfurt a. M. und der ihr nahestehenden Betriebe, sowie deren Angehörigen Gelegenheit zur Ausübung jeglichen Sportes und zur Pflege kameradschaftlichen Geistes zu geben. ... Die Dresdner Bank in Frankfurt a. M. hat sich bereit erklärt, in weitgehendem Maße den D.B.S. zu unterstützen. Sie stellt dem Verein Sportplatz, Dusche- und Umkleideräume zur Verfügung, ferner einen geeigneten Raum zur Aufbewahrung der Gerätschaften. Ueber die gesamte Höhe der Aufwendungen hat der D.B.S. ständig mit der Direktion ... in Fühlung zu bleiben.2
[...]
* Der vorliegende Beitrag basiert auf Arbeiten zur Vorbereitung einer Großausstellung über die Beschleunigung des Lebens im ersten Drittel des 20. Jahrhundert („Tempo, Tempo ...“), die ca. zwischen 1993 und 1998 an der Philipps-Universität Marburg unter Leitung von Prof. Dr. Peter Borscheid stattgefundenen haben. Die Ausstellung konnte letztendlich nicht verwirklicht werden. Der Artikel wurde 2008 überarbeitet und aktualisiert.
1 Vgl. zum Betriebssport in Deutschland während der Weimarer Republik etwa Andreas LUH, Betriebssport zwischen Arbeitgeberinteressen und Arbeitnehmerbedürfnissen – Eine historische Analyse vom Kaiserreich bis zur Gegenwart (Sportforum 6), Aachen 1998; DERS., Betriebssport in Deutschland. Entwicklung und Struktur vom Kaiserreich bis zur Gegenwart, in: Zwischen Arbeitnehmerinteressen und Unternehmenspolitik. Zur Geschichte des Betriebssports in Deutschland (ISHPES-Studies 5), hg. von Gertrud Pfister, Sankt Augustin 1999, S. 7-17, hier S. 9 f. – Zum Sport in der Weimarer Republik allgemein vgl. etwa Erich BEYER, Sport in der Weimarer Republik, in: Geschichte der Leibesübungen, hg. von Horst Ueberhorst, Bd. 3/2, Berlin u. a. 1982, S. 657-700.
2 §§ 2 und 11 der Satzungen und Geschäftsordnung des Dresdner Bank Sportvereins (D.B.S.) in Frankfurt am Main, gegründet am 14. August 1930.
Kommentare
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Autor: Claudia NickelHausarbeit, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 4,99 EUR
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Bisher keine Kommentare