„Der Zusammenhang zwischen Corporate Design und Werbung“
Seminararbeit zur Erlangung eines Leistungsnachweises im allgemeinen
Wahlpflichtfach Marketing
Vorgelegt an der Hochschule für Bankwirtschaft
Private Fachhochschule der BANKAKADEMIE
Im Sommersemester 2002
Von: Isabell Eichhoff
Inhaltsverzeichnis
1 Bedeutung und Basis von Corporate Design und Werbung
1.1 Die Bedeutung von Corporate Design und Werbung
1.2 Corporate Identity als Basis für Corporate Design und Werbung
2 Einzelbegriffe
2.1 Corporate Design
2.2 Werbung
3 Die Wirkung von Corporate Design und Werbung
3.1 Zu erfüllende Kriterien von Corporate Design und Werbung
3.2 Der Weg vom Corporate Design zur Werbung
3.3 Externe Wirkung von Corporate Design
3.4 Interne Wirkung von Corporate Design
4 Die Gestaltungselemente des Corporate Design und deren Einfluss auf die
Werbung
4.1 Das Logo
4.2 Die Hausfarbe
4.3 Schriften
4.4 Gestaltungsraster
4.5 Kommunikationsdesign
4.6 Produkt- und Architekturdesign
5 Das Corporate Design und dessen Auswirkungen auf die Werbung der DekaBank
5.1 Gründe für die Entwicklung eines CD
5.2 Die Entwicklungsgeschichte des CD und der Werbung der Deka
5.3 Die Elemente des Corporate Design der Deka
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1 Bedeutung und Basis von Corporate Design und Werbung
1.1 Die Bedeutung von Corporate Design und Werbung
In den vergangenen Jahren hat sich das wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld für viele Firmen drastisch geändert. Auch Unternehmen selbst ändern sich:
Mit neuen Produkten in neuen Märkten (Diversifikation) wollen Firmenchefs den Unternehmenserfolg auf breiterer Basis sichern, aus Unternehmen, die früher nur in einer Branche tätig waren, werden weit verzweigte Gemischtwarenläden: Aufsehenerregende Zusammenschlüsse sind an der Tagesordnung. Dies führt zu einer Konzentration immer größerer Konzerne und Holdings, die zum Teil nur noch als organisatorischer und finanzieller Zusammenschluss fungieren. Gemeinsamkeiten in den einzelnen Unternehmensbereichen gibt es kaum noch. Die Mitarbeiter fühlen sich mehr der Abteilung als dem Unternehmen verbunden, da dieses zu komplex und zu anonym geworden ist. Verbraucher können immer weniger nachvollziehen, welche Produkte von welchem Hersteller kommen. Dabei könnte gerade dadurch eine bereits existente Sympathie synergetisch genutzt werden. Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen ändern sich: Der Wettbewerb verschärft sich zunehmend, durch Internationalisierung und Globalisierung sogar weltweit Während früher der Eigentümer Stil und Image seines Unternehmens repräsentierte, führen heute Managementgremien die Geschäfte, deren Mitglieder im Prinzip austauschbar sind. Kompetenz und Image sind nicht länger an das Ansehen eines Menschen gekoppelt, sondern kommen mittels konstanter Elemente in Führungsstil, Service, Produktdesign, Werbung und äußerem Erscheinungsbild zum Ausdruck. Produkte sind austauschbar geworden:
Immer neue Produkte aber auch austauschbare „Me-too-Produkte“ gelangen in immer kürzeren Abständen auf den Markt. Durch die Flut an Produkten die durch hundert Jahre moderne Industriegesellschaft entstanden sind, müssen Hersteller darum kämpfen, in das Sortiment des Handels aufgenommen zu werden. Vorteile hat, wer bekannt ist und ein gutes, unverwechselbares Image genießt. Die Kunden sind unberechenbarer, wählerischer und kritischer geworden. Sie fragen nicht allein nach Produkten, sondern auch danach, wer sie fertigt und wie.
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Den Käufern eine Antwort zu geben durch Werbung, Verkaufsförderung, Public Relations und Sponsoring fällt immer schwerer - zu groß ist die Informationslawine, die über die Menschen hereinbricht (Keller 1993). Die drei klassischen Wettbewerbsvorteile, besser, billiger oder anders verlieren an Bedeutung. Zudem lässt der steigende Konkurrenzdruck derartige Vorteile immer seltener zu. Statt dessen beeinflusst die Werthaltung, die ein Produkt verkörpert, und der emotionale Nutzen, den es verspricht, die Kaufentscheidung. Bei komplexen Produkten, wie sie gerade im Bankbereich üblich sind, kann der Verbraucher die faktischen Leistungsmerkmale nur schwer überprüfen und einschätzen. Symbolische und psychologische Leistungsfaktoren geraten zum einzigen Unterscheidungskriterium, da Erfolg oder Misserfolg erst im nachhinein erfahrbar sind. Produkte bleiben nicht länger anonyme Gebrauchsgegenstände, sonder bieten die Möglichkeit zur Identifikation (Econ Handbuch 1992).
Der Produktvorteil, der sich durch CD und Werbung erzielen lässt, wird im Internationalen Wettbewerb gegenüber Preis, Technik und Solidität an Bedeutung gewinnen (Little, 1990). In Zeiten austauschbarer Produkte, zunehmender Konkurrenz und kritischer werdender Öffentlichkeit scheint es für viele Unternehmen lebensnotwendig geworden zu sein, ihren Kunden, Lieferanten, Behörden, Finanzgebern, aber auch Mitarbeitern durch ein einzigartiges, unverwechselbares Gesicht Orientierung und Sicherheit zu bieten und sich von anderen Unternehmen abzuheben. Aufgrund der Unübersichtlichkeit des Leistungsangebotes und des Fehlens einer unmissverständlichen
Unternehmensidentität ist es gerade für hoch diversifizierte Unternehmen strategische notwendig, eine CI aufzubauen und zu pflegen und durch einen entsprechenden Auftritt zu präsentieren (Birkigt, 1980). „Es muss erkannt werden, dass es heute nicht mehr reicht, gute Produkte zu entwickeln und sie -natürlich- mit entsprechender, ja teils hervorragender Werbung zu vermarkten. Unternehmen müssen sich genau wie ihre Produkte darstellen: Sie sind selbst Produkt im reizüberfluteten Markt der Informationen. Auch sie sollten ein Gesicht haben, ein einheitliches Erscheinungsbild“(Schmitt-Siegel, 1991).
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1.2 Corporate Identity als Basis für Corporate Design und Werbung
Wie schon im ersten Teil der Arbeit deutlich wurde, ist es nur schwer möglich, sich mit CD und Werbung zu beschäftigen, ohne über den Begriff „Corporate Identity“ zu stolpern.
Es springt der später genauer erläuterte Begriff „Corporate“ ins Auge, dieser hat gerade in den 80er Jahren zu immer neuen Wortkompositionen verholfen: „Corporate Communication“, „Corporate Advertising“, „Corporate Behaviour“, „Corporate Wording“ und „Corporate Design“ etc. Gemeinsam ist diesen Begriffen, dass sie verschiedene Elemente, Erscheinungen oder Strategien eines Unternehmens zusammenfassen und unter dem Begriff "Corporate Identitity" zu einem großen Ganzen vereinen.
Identitiy (lat. Identität) bedeutet soviel wie Gleichheit oder Übereinstimmung (Pons, 1999). Sehr anschaulich ist die psychologische Bedeutung des Begriffs: „die als `selbst` erlebte innere Einheit der Person“ (Duden, 7. Auflg.). Überträgt man diese Definition auf ein Unternehmen, so wird klar, dass es bei Corporate Identity um eine Übereinstimmung von Identität und Image eines Unternehmens geht. Dieser Punkt geht auch aus folgender Abbildung hervor.
2 Einzelbegriffe
Eine Möglichkeit, sich dem Thema dieser Seminararbeit zu nähern ist die, die einzelnen Begriffsbestandteile und genaue Bedeutung der Begriffe Corporate Design und Werbung zu betrachten.
2.1 Corporate Design
Das Wort „Corporate" stammt aus der englischen Sprache und bedeutet Kooperation, Verein, Gruppe, Unternehmen, Zusammenschluss. Das Wort steht auch für vereint, gemeinsam, gesamt (Pons, 1992). Es geht also um eine Organisation oder eine Gemeinschaft als Ganzes: ob Unternehmen, Verein, Verband, Partei, Gewerkschaft, Polizei, Kirche, Stadt, Region oder Land.
Design kommt ebenfalls aus dem Englischen und bedeutet Entwurf oder Konstruktion. Das Verb „to designate“ meint kennzeichnen, benennen oder festlegen (Pons, 1992).
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Arbeit zitieren:
Isabell Weig, 2002, Der Zusammenhang zwischen Corporate Design und Werbung, München, GRIN Verlag GmbH
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