Technische Dokumentation - Bindeglied zwischen Produkt und Benutzer
Inhaltsverzeichnis
0. Vorwort 3
1. Technische Dokumentation 4
1.1 Aufbau/Gesamtumfang der Technischen Dokumentation 5
1.2 Was ist Interne Technische Dokumentation? 6
1.3 Aufgaben der Internen technischen Dokumentation 7
1.4 Forderung an die Interne Technische Dokumentation 9
2. Anwendung der CE-Richtlinien 11
2.1 Ausblick 13
2.2 Maschinenrichtlinie 13
2.3 Sicherheitsbauteil 14
2.4 Zukünftige Entwicklung 15
3. Instandhaltung 16
4. Technische Unterlagen 17
5. Normen und Richtlinien 19
6. Facility Management 21
6.1 Betrachtung von Lebenszykluskosten 22
6.2 Kapitalkosten 23
6.3 Bewirtschaftungskosten 23
6.4 Energiekosten 24
6.5 Instandhaltungs- und Bedienungskosten 24
6.6 Kosten für Verwaltung 25
6.7 Abriss- und Entsorgungskosten 25
7. Literaturverzeichnis 26
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0. Vorwort
Der derzeitige Qualitätsstandard von technischen Dokumentationen lässt sich am besten durch ein Zitat eines spöttischen Zeitgenossen belegen - „Wenn man erst einmal mit einem Gerät umgehen kann, versteht man bald auch die Gebrauchsanweisung“ - . Die Ironie des Satzes verdeutlicht bereits die Problematik, das schlechte Produkte auch durch umfangreiche Dokumentationen nicht besser werden. Weitere erschwerende Gesichtspunkte liegen in der geforderten - oft aber nicht gegebenen - Intelligenz-Symmetrie von Hersteller/Verfasser und Benutzer/Leser, sowie der Tatsache, dass ein direkter Nachweis des Nutzens nicht möglich ist. Diese Ausarbeitung soll helfen die Wichtigkeit der Technischen Dokumentation in der Industrie zu verdeutlichen und zu erklären.
Die technische Dokumentation dient als Bindeglied zwischen Produkt (Hersteller) und Benutzer (Anwender) im Gesamtbereich industrieller Erzeugnisse. Grundinformationen zum Inhalt und zur Gliederung von Benutzerinformationen sind in unterschiedlichen Normen dargestellt (siehe Seite 18-19).
Dem Hersteller technischer Produkte sollen diese Richtlinien eine Orientierung bei dem strategischen, organisatorischen, technischen und personellen Planen von Benutzerinformationen geben. Die enge Zusammenarbeit aller betroffenen Abteilungen ist die Voraussetzung für angemessene und wirksame Benutzerinformationen. Je nach Produktart oder Produktanwendung sind verschiedene Ziele erreichbar wie z.B. die Reduzierung von Kundenreklamationen sowie Garantie- und Kulanzleistungen, die Verringerung des Aufwandes für Anwenderschulungen, die wirksame Schulung des Verkaufs- und Kundendienstpersonals oder die schnelle Nutzung der Produkte.
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1. Technische Dokumentation
Unter dem Oberbegriff „Technische Dokumentation“ gibt es zwei unterschiedliche Arten von Dokumentationen:
- die betriebsinterne Dokumentation des Herstellers
- die betriebsexterne Dokumentation für den Anwender
Sehr unterschiedlich ist jedoch auch was einzelne Firmen unter einer vollständigen „Technischen Dokumentation“ verstehen. So sind folgende Unterschiede in Firmen vorfindbar:
⇒ Technische Dokumentation = Betriebsanleitung + Ersatzteilliste ⇒ Technische Dokumentation = produktbegleitende Unterlagen + Ausarbeitung für den Service
⇒ Technische Dokumentation = gesamte produktbegleitende Information ⇒ Technische Dokumentation = produktbegleitende Service-und Verkaufsunterlagen
⇒ Technische Dokumentation = Erstellung aller Unterlagen, Checklisten usw., die produktbezogen sind, d.h. einschließlich der Erfassung von Schäden aller Art bzw. der Produktbewährungsbeobachtung
Wie man erkennen kann, gibt es Interpretationsunterschiede der Technischen Dokumentation, dennoch sind sie alle aus ähnlichen Grundunterschieden entstanden. Führt man die Definitionen bzw. Interpretationen zusammen, umfasst der Begriff der technischen Dokumentation verschiedene Dokumente mit produktbezogenen Daten und Informationen (Lebensabschnitten), die für verschiedene Zwecke… Verwendet und gespeichert werden. Unter verschiedenen Zwecken ist zu verstehen: Produktdefinition und -spezifikation, Konstruktion, Herstellung, Qualitätssicherung, Produkthaftung, Produktdarstellung, Beschreibung von Funktionen und Schnittstellen,
bestimmungsmäße, sichere und korrekte Anwendung, Instandhaltung und Reparatur eines technischen Produkts sowie gefahrlose Entsorgung. [5]
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1.1 Aufbau/Gesamtumfang der Technischen Dokumentation
Natürlich lässt sich die Frage stellen „Was gehört eigentlich zur technischen Dokumentation?“. In dem Organigramm Bild 01 wird der Gesamtumfang der technischen Dokumentation mit Beispielen gegliedert. Man kann auch deutlich erkennen, dass die CE-Norm direkt zum Hersteller gehört. Die CE-Norm ist aber kein Garantiesiegel! Das Facility-Management hat auf alles ein Auge gerichtet, es sorgt im wesentlich für die Koordinierung der einzelnen Bereiche. Detaillierter wird in den einzelnen Kapiteln auf die Schwerpunkte eingegangen.
Bild 1.1: Was gehört zur technischen Dokumentation ( angelehnt an [5] )
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1.2 Was ist Interne Technische Dokumentation?
Die Interne Technische Dokumentation beinhaltet alle technischen Informationen über ein Produkt, die im Unternehmen verbleiben; diese werden in unterschiedlichen Dokumenten nachvollziehbar festgehalten. Weiterhin umfasst sie alle notwendigen Angaben zu Entwicklung, Fertigung, anwendungsbezogener Prüfung, Instandhaltung, Produktbeobachtung und Entsorgung. Über den Umfang einer Internen Technischen Dokumentation zu einem Produkt entscheidet der Hersteller entsprechend den gesetzlichen Forderungen und Anforderungen der Kunden. Die Interne Technische Dokumentation als Teilbereich der Technischen Unternehmensdokumentation ist in Bild 02 dargestellt
Bild 1.2 Interne TD als Teilbereich der Technischen Unternehmensdokumentation [5]
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1.3 Aufgaben der Internen Technischen Dokumentation
Die Interne Technische Dokumentation dient überwiegend der qualitätsgerechten, umweltbewussten und ökonomischen Fertigung eines Produktes. Die meisten internen Dokumentationen gelangen gar nicht erst an den Anwender bzw. an externe Personen. Für die unternehmensexterne Technische Dokumentation für Marketing/Vertrieb, Nutzung, Produktbeobachtung und Instandhaltung ist insbesondere auch unter juristischen Gesichtspunkten die lückenlose Interne Technische Dokumentation notwendig, wobei diese die gesamte Lebensdauer des Produktes umfasst. Aufgrund der Verschiedenartigkeit der Produkte kann hier nur eine Grobstruktur als Anhalt gegeben werden. Insbesondere für die eine Gefahr von gesundheitlichen oder materiellen Schäden nicht auszuschließen ist, ist eine vollständige Dokumentation über die gesamte Produktlebensdauer unerlässlich, um die Erfüllung der Sorgfaltspflicht des Unternehmens nachzuweisen und wirtschaftliche Schäden für das Unternehmen zu vermeiden. [1]
Als Grundlage für die Erstellung der Internen Technischen Dokumentation werden die Phasen des Produktlebenszyklus nach DIN ISO 15 226 und rechtliche Anforderungen herangezogen. Diese Phasen sind:
⇒ Produktidee
⇒ Konzepterarbeitung ⇒ Entwicklung / Konstruktion ⇒ Prototyp ⇒ Produktion ⇒ Produktbetreuung ⇒ Produktbeobachtung ⇒ Entsorgung oder Wiederverwertung
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Arbeit zitieren:
Dipl.-Ing., MBA Jens Magenheimer, 2004, Technische Dokumentation - Bindeglied zwischen Produkt und Benutzer, München, GRIN Verlag GmbH
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