Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 3
2. Der Sturm und Drang Seite 3
3. Zur Dramatik im Sturm und Drang Seite 5
3.1. Das Drama im Allgemeinen Seite 5
3.2. Besonderheiten im Sturm und Drang Seite 6
4. Jakob Michael Reinhold Lenz - Dramatiker des Sturm und
Drang Seite 7
5. “Die Soldaten als typisches Drama des Sturm und Drang Seite 8
5.1. Hintergründe zur Entstehung Seite 8
5.2. Zu den Personen Seite 9
5.3. Zum Inhalt Seite 12
5.4. Zum Aufbau, der Sprache und den Motiven Seite 15
6. Zusammenfassung Seite 16
Literatur Seite 17
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1. Einleitung
Sowohl der Sturm & Drang als auch das Drama nehmen in der Literaturbetrachtung eine spannende Rolle ein. Um so interessanter ist, beide einmal in Kombination zu betrachten - also die Dramatik im Sturm und Drang. Ich möchte zunächst einen Einblick in die Literaturepoche und anschließend in die Dramatik im Allgemeinen bzw. im Sturm und Drang geben. Und letztendlich möchte ich „Die Soldaten“ von Jakob Michael Reinhold Lenz vorstellen, denn Lenz war der Dramatiker im Sturm & Drang schlechthin.
2. Sturm und Drang
Der Sturm und Drang ist wohl die am schwierigsten definierbare Literaturepoche. Namentlich geht sie auf das gleichnamige Drama von 1176 von Friedrich Max Klinger zurück.
Diese Epoche zwischen 1770 und 1780 war eine literarische Revolution, die alleine in Deutschland auftrat. Aus gesamteuropäischer Sicht wird der Sturm und Drang als ein Teil der Aufklärung gesehen.
Auch war es eine rein literarische Bewegung, die sich weder auf die Kunst oder Architektur, noch auf die Musik übertragen ließ. Wenn man den Sturm und Drang kurz beleuchten möchte, fallen folgende Schlagworte:
Beleuchtet man den Sturm und Drang aber näher, so lassen sich 13 Merkmale formulieren: 1
I. Der Sturm und Drang erhebt selbst den Anspruch, “anders” zu sein”. So sind zeitgenössische Bezeichnungen
II. Ebenso setzt sich der Sturm und Drang bewusst formal wie inhaltlich von den bewährten Mustern der Aufklärung ab.
III. Neue Themen wie Kindsmord, Genieästhetik, Shakespeareianismus und Volkslieder werden bearbeitet. Aber auch alte Themen wie Liebe, Sexualität, Standesunterschiede, poetologische und ästhetische Fragen werden neu aufgegriffen.
IV. Philosophisch, theologisch und ästhetisch ist der Sturm und Drang an die Aufklärung angelehnt. Aber im Unterschied zu dieser wendet sich der Sturm und Drang kritisch an die eigene Gegenwart. V. Die Dichter und Autoren dieser Epoche suchen in der Vergangenheit nachdem, was sie in der Gegenwart vermissen. VI. Die Entdeckung des Individuellen wird als authentisches Erlebnis beschrieben. Dabei setzt man sich über Rollenzuweisungen in Dramas und Lyrik zurück.
VII.Weiterhin versuchten die Stürmer und Dränger sich nicht ständischhierarisch einordnen zu lassen. Doch dieser Versuch scheiterte. VIII.Anstellen von Vorschlägen, wehrt man sich - anstelle des Arrangements steht hier die Kritik. Allerdings gibt man dieses Vorgehen wieder auf. IX. In der Literatur, Ästhetik, Philosophie, Literaturkritik gibt man einen Ton an. Schrankenlos wird hier elidiert. Man setzt sich über aufgeklärte Regelbindungen der Sprach- und Stilhöhe hinweg. Stattdessen arbeiten die Dichter und Schriftsteller mit Auslassungen, Ellipsen und Techniken der Verknappung. Ziel dabei ist immer, einen Ausdruck der unverfälschten Sprache der Leidenschaft zu erreichen.
1 vgl. Matthias Luserke: Sturm und Drang, Reclam Verlag, Stuttgart 1997, Seite 10ff
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X. Gattungsgrenzen werden ignoriert.
XI. Die Selbstbestimmung wird nicht nur gefordert, sondern auch literarisch beschrieben. Hier führt man sich die Ideale und das Scheitern der Aufklärung.
“Je mehr ich in mir selbst forsche und über mich nachdenke, desto mehr finde ich Gründe zu zweifeln, ob ich auch wirklich ein selbständiges (!) von niemand abhangendes Wesen sei, wie ich doch den brennenden Wunsch in mir fühle. [...]das erste aller menschlichen Gefühle ‘ist unabhängig zu sein‘. “
Zitat Lenz aus “Über die Natur unsers Geistes“ 1771-73 2 XII. Basierend auf Punkt XI versucht man natürlich auch Gründe für das Scheitern der Aufklärung zu erkennen.
XIII. Der Sturm und Drang ist eine Binnenrebellion, die einen Aufstand gegen die Vaterinstanz in der Fremdbestimmtheit führt. Ebenso ist das Thema der Selbstzerstörung ein wichtiger Punkt dieser Epoche. Aber auch die Unversöhnlichkeit des gesellschaftlichen und familiären Konfliktes wird immer wieder bearbeitet.
3. Zur Dramatik im Sturm und Drang
3.1. Das Drama im Allgemeinen
Das Drama bezeichnet Schauspiele und Theaterstücke. Dabei kommt der Begriff des Dramas von dem griechischen Wort „dráma“ und bedeutet zu deutsch „Handlung“.
Das klassische Drama (von der Antike bis zum19. Jahrhundert) hat einen festen Aufbau. Beginnend mit der Einleitung „Exposition“ über den Wendepunkt „Peripetie“ bis zum Ende „Katharsis“, besteht das Drama meist aus drei bis fünf Akten, die in Auftritte oder Szenen gegliedert sind. Beim Drama unterscheidet man verschiedene Gattungen: die Tragödie, die Komödie, die Tragikomödie, die Posse, das Lustspiel, die Farce, das
2 in Matthias Luserke: Sturm und Drang, Reclam Verlag, Stuttgart 1997, Seite 13 aus WuB 2,619
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Arbeit zitieren:
Konstanze Herzberg, 2002, Dramatik im Sturm und Drang, München, GRIN Verlag GmbH
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