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Schreibende Filmemacher - Kritiker-Regisseure im europäischen Kino der sechziger Jahre.

Titel: Schreibende Filmemacher - Kritiker-Regisseure im europäischen Kino der sechziger Jahre.

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 33 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: M.A. Sibylle Meder Kindler (Autor:in)

Filmwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

"Schreibende Filmemacher" der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts werden hier untersucht, dabei schwerpunktmäßig jene, die Filmkritiken schrieben, bevor sie Regisseure wurden.

Filmkritik wird hier in einem weiter gefassten Rahmen verstanden. Sie ist nicht nur die Rezension eines bestimmten Filmes, sondern allgemein das kritische Schreiben über Film und seine verschiedenen Aspekte (Produktion, Ästhetik, Stil, Politik, gesellschaftliche Relevanz, etc.). Es besteht die Vermutung, dass in den sechziger Jahren im europäischen Kino - und mit "Kino" ist hier der gesamte Komplex assoziativer Verknüpfungen gemeint, der eben auch die Filmkritik einschließt - auf beiden Seiten, der des Schreibens über Film und der der Filmemacher, eine besondere Aufmerksamkeit für die jeweils andere Position existiert. Diese Vermutung legt weiterhin nahe, dass im europäischen Kino der sechziger Jahre eine bis heute in ihrer Intensität einzigartige Verbindung, geradezu Durchdringung dieser beiden Aspekte - des Filmens selbst und des Schreibens über Film - stattgefunden hat. Die verschiedenen Dimensionen dieses Themas liegen auf der Hand:

Das Schreiben kann eine Annäherung an das Liebesobjekt Kino bedeuten, wie im Fall der "Kritiker-Regisseure der Nouvelle Vague" . In diesem Fall handelt es sich um eine Auslotung der ästhetischen Mittel, die in der Kritik ihre Wertschätzung finden, um später in den eigenen Filmen erprobt oder gewandelt werden zu können.

Filmkritik bedeutet aber ebenso eine kritische Stellungnahme zum Film, wie er ist, wie er sein könnte und sollte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung

2. Einleitung

3. Die Liebe von Text zu Kino: Schreiben über Film als Annäherung an den Film

4. Schreiben über Film als Forderung an den Film: der Ausdruck der Frustration

5. Schreiben über Film als Forderung an den Film: die Handlungsanweisung

6. Exkurs: Die Sprache des Films

7. Bilder wie Parolen: die Politik und die jungen Filmemacher

8. Schreiben über Film als (Entwurf für den) Film: den Film schreiben

9. Schreiben als Ersatz

10. Exkurs: Anderes Schreiben: Roman, Bühnenstück, Adaption

11. Schreiben über das eigene Schreiben: Selbstzeugnisse

12. Schreiben über den eigenen Film: Selbstzeugnisse

13. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die enge, historisch einzigartige Verbindung zwischen filmkritischer Tätigkeit und praktischem Filmemachen im europäischen Kino der 1960er Jahre. Das Hauptziel besteht darin, das Phänomen der "schreibenden Filmemacher" zu erörtern und zu analysieren, wie das Schreiben über Film als Vorbereitung, methodisches Übungsfeld oder politisches Instrument für die spätere Regiearbeit fungierte.

  • Die Wechselwirkung zwischen theoretischer Filmkritik und praktischer Regiearbeit.
  • Die Funktion von Filmkritik als "Vorraum" und Übungsfeld für Autorenfilmer.
  • Der Einfluss filmtheoretischer Manifeste auf die Entwicklung neuer ästhetischer Formen.
  • Die Bedeutung von Adaptionen literarischer Vorlagen im Kontext des künstlerischen Selbstverständnisses.
  • Regionale Unterschiede und Gemeinsamkeiten (Nouvelle Vague, Free British Cinema, Neuer Deutscher Film).

Auszug aus dem Buch

Schreiben über Film als Forderung an den Film: die Handlungsanweisung

Alexander Kluge schreibt 1964 in „Die Utopie Film“ in der Zeitschrift Merkur: „Besitzt man genügend utopische Fantasie, um sich den mündigen Menschen vorzustellen, so wird man ihm auch zutrauen, daß er sich auf lange Sicht nur mit einem Film zufrieden gibt, der ausdrückt, was ihn bewegt.“ (Kluge selbst hat zu diesem Zeitpunkt vier Kurzfilme gedreht. Sein Langfilmdebüt Abschied von gestern wird erst in den folgenden Jahren produziert.) Er bezieht im vierten Abschnitt seines utopischen Aufsatzes Stellung zu den sich neu formierenden Film- und Fernseh-Ausbildungsstätten in Deutschland (in Ulm, Berlin und München). Und benennt die Vorstellungen, die er von der Bildung eines Filmautors hat.

Das, was Kluge hier an Bildungszielen für einen Film-Autor fordert, scheint in weiten Teilen mit dem übereinzustimmen, was er sich selbst als Grundlage seines Filmschaffens angeeignet hat. Diese Konsquenz gegenüber der eigenen Person erscheint durchaus produktiv. Auch die im abschließenden Abschnitt benannten Charakteristika von Kluges Film-Utopie lassen gewisse Vergleiche zu Kluges eigenem Filmschaffen zu. Und dies ist als positives Moment einer Realisation zu verstehen: So wie Kluge sich noch 1964 den Film zu erschreiben versucht, so gestaltet er ihn auch. „Es ist grotesk, daß die analytisch funktionierende Kamera zur Versimpelung der Realität verwendet worden ist, daß Montage immer wieder nur Illusionswirkungen hervorrufen soll, während ihr doch jeder andere Ausdruck ebenfalls offenstünde.“ Auf welche Vorläufer und historische Ideen er sich hier auch beziehen mag, im Rahmen der Filmwirtschaft, die er zuvor skizziert hat, sind solche Auffassungen vielleicht nicht neu, aber doch ungewohnt und nicht gefragt. Kluges Credo ist demnach ein verbaler Befreiungsschlag, der schon die Marschrichtung der folgenden Filme vorgibt.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorbemerkung: Einführung in die methodische Grundannahme, Regisseure der 1960er Jahre als Autorenfilmer zu betrachten und deren schriftliche Äußerungen in Bezug zu ihren Werken zu setzen.

Einleitung: Definition des Begriffs "schreibender Filmemacher" und Darstellung der These einer intensiven Durchdringung von Filmkritik und Filmpraxis.

Die Liebe von Text zu Kino: Schreiben über Film als Annäherung an den Film: Untersuchung der Filmkritik als "Vorraum der Produktion" und Selbstinszenierung, insbesondere bei der Nouvelle Vague.

Schreiben über Film als Forderung an den Film: der Ausdruck der Frustration: Analyse der polemischen Kritik als Kampfmittel gegen ein etabliertes, als unzureichend empfundenes Kinosystem.

Schreiben über Film als Forderung an den Film: die Handlungsanweisung: Erörterung der funktionalen Nutzung von Texten, um Bildungsziele für Filmautoren zu definieren und Bedingungen für das Filmschaffen zu schaffen.

Exkurs: Die Sprache des Films: Reflexion über die Bedeutung sprachlicher Möglichkeiten und semiotischer Theorien für das Verständnis von Filmsprache in dieser Epoche.

Bilder wie Parolen: die Politik und die jungen Filmemacher: Betrachtung der politischen Rebellion junger Filmemacher gegen nationale Kinotraditionen und deren Suche nach sozialem Realismus.

Schreiben über Film als (Entwurf für den) Film: den Film schreiben: Vergleich von Schreibstil und filmischem Gestus, insbesondere am Beispiel von Alexander Kluges essayistischer und filmischer Arbeitsweise.

Schreiben als Ersatz: Diskussion darüber, inwieweit das Schreiben als transitorische Ersatzbefriedigung dient, bevor eine Etablierung als Filmemacher möglich wird.

Exkurs: Anderes Schreiben: Roman, Bühnenstück, Adaption: Analyse der Rolle literarischer Vorlagen im britischen Kino und der Schwierigkeiten bei deren Adaption durch Autoren.

Schreiben über das eigene Schreiben: Selbstzeugnisse: Reflektion über die Meta-Ebene der Regisseure, die ihr eigenes schriftstellerisches und filmisches Schaffen in Interviews und Essays thematisieren.

Schreiben über den eigenen Film: Selbstzeugnisse: Untersuchung konkreter Erfahrungen von Regisseuren wie Lindsay Anderson bei der Verbindung von Kritikertätigkeit und Regiearbeit.

Schlussbemerkung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Bestätigung, dass die Verbindung von Schreiben und Filmen ein produktiver, nahezu zwangsläufiger Prozess in jener Epoche war.

Schlüsselwörter

Autorenfilm, Filmkritik, Nouvelle Vague, Free British Cinema, Alexander Kluge, Lindsay Anderson, François Truffaut, Drehbuch, Filmtheorie, Filmästhetik, Medienübergang, Soziale Verantwortung, Politische Manifeste, Filmproduktion, Kino der sechziger Jahre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen filmkritischer Tätigkeit und der praktischen Regiearbeit von europäischen Filmemachern in den 1960er Jahren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Funktionen des Schreibens über Film als Vorbereitung auf die Praxis, die Rolle politischer Forderungen innerhalb der Filmkritik und die Bedeutung literarischer Adaptionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage analysiert, ob das Schreiben für Regisseure der 1960er Jahre als methodische Vorstufe, politisches Instrument oder als Ausdruck einer "untrennbaren Einheit" von Theorie und Praxis diente.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Untersuchung basiert auf einer komparativen Analyse von Textquellen, wie Filmkritiken, Manifesten, Interviews und Essays, um theoretische Konzepte mit der praktischen filmischen Arbeit in Beziehung zu setzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Aspekte des "schreibenden Filmemachers", von der Annäherung an das Medium über die polemische Forderung nach Erneuerung bis hin zu Selbstzeugnissen und der Rolle von Adaptionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Autorenfilm, Filmkritik, Medientransfer, Nouvelle Vague und die Interdependenz von theoretischem Reflexion und filmischer Gestaltung.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Alexander Kluge?

Kluge wird als Paradebeispiel eines universalen Filmautors gesehen, dessen essayistisches Schreiben und filmische Stilistik eine eng miteinander verwobene, produktive Einheit bilden.

Welche Bedeutung hat das britische "Free Cinema" im Kontext der Untersuchung?

Das britische Kino wird genutzt, um die Rolle von Literaturadaptionen und den spezifischen Austausch zwischen Schriftstellern und Regisseuren innerhalb einer kritischen Tradition aufzuzeigen.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schreibende Filmemacher - Kritiker-Regisseure im europäischen Kino der sechziger Jahre.
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Seminar für Filmwissenschaft)
Veranstaltung
HS European Sixties
Note
1,7
Autor
M.A. Sibylle Meder Kindler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
33
Katalognummer
V4159
ISBN (eBook)
9783638125833
ISBN (Buch)
9783638638500
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Cahiers du cinema Sight and Sound Sequence; Bo Widerberg Alexander Kluge British New Wave
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Sibylle Meder Kindler (Autor:in), 2002, Schreibende Filmemacher - Kritiker-Regisseure im europäischen Kino der sechziger Jahre., München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/4159
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Leseprobe aus  33  Seiten
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