„Alles Event!?“ heißt ein Ratgeber und Praxisleitfaden für Events von INDEN (1993).
Und damit werden auch schon zwei Dinge angesprochen, die eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Events“ interessant und zur Herausforderung machen. Wie INDEN richtig erkannt hat und gleichzeitig in Frage stellt, ist derzeit wirklich „alles Event“: „Wann immer heute in Chicago eine Schaufel oder in Shanghai ein Fahrrad umkippt, wird der Vorgang sogleich zum Event aufgeschäumt“ (KROHN 1997: o. S.). Das Medien-Spektakel „Big Brother“, wird noch während der zweiten Staffel zum Medien-Debakel, obwohl anfangs als „TV-Event“ (RUPPRECHT 2000) gerühmt.
Und während man weiterhin von Silvester 1999 die Millenniumskorken und -raketen knallen hört, erkennt DIE (ganze?) WELT kurz darauf, dass „der Jahrtausendwechsel zum Mega-Event hochstilisiert“ (10.01.00, S. 42) wurde. Die überzogene Darstellung in den Medien macht auf eine Schwierigkeit bei der Auseinandersetzung mit dem Thema „Event“ aufmerksam. Es ist schwer greif- und verstehbar, was alles Event sein kann. Der Begriff „Event“ wird inflationär und zu unbewusst gebraucht. Auf der anderen Seite sind Fachmessen wie die „World of Events“ in Wiesbaden oder Fachmazagine wie „Event-Partner“ ein Anzeichen für den hohen Stellenwert von Events. Durch die Beschränkung auf die Wirtschaft wird die Thematik jedoch schon sehr viel greifbarer gemacht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Event
- Begriffsdefinition
- Exkurs: Sponsoring
- Marktsättigung
- Ursachen für die Entstehung von Events
- Informationsüberlastung
- Wandel von Werten, Einstellungen, Lebensstilen
- Erscheinungsformen und Systematisierung
- Nach Inhalten
- Nach Zielgruppen
- Nach Initiator
- Sonstige
- Ziele
- Ökonomische Ziele
- Kontaktziele
- Kommunikationsziele
- Zielgruppen
- Veranstaltungsorte
- Wirkungen
- Aktivierung durch Emotionen
- Imagetransfer
- Dialog und Anschlusskommunikation
- Integrierte Kommunikation
- Kundenbindung
- Konstruktion von Erlebniswelten
- Risiken und Probleme
- Budgetierung
- Erfolgskontrolle
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des Events im Kontext der Marktkommunikation von Unternehmen. Ziel ist es, das Event als relevantes Instrument der Unternehmenskommunikation zu untersuchen und dessen Entstehung, Erscheinungsformen, Ziele und Wirkungen zu beleuchten.
- Die Definition und Abgrenzung des Begriffs „Event“
- Die Ursachen für die Entstehung von Events, insbesondere Marktsättigung, Informationsüberlastung und Wertewandel
- Die Systematisierung und Kategorisierung von Events nach verschiedenen Kriterien
- Die wichtigsten Ziele und Zielgruppen von Events in der Marktkommunikation
- Die vielfältigen Wirkungen von Events, wie z. B. Aktivierung durch Emotionen, Imagetransfer, Dialog und Anschlusskommunikation, Kundenbindung und die Konstruktion von Erlebniswelten
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung liefert einen einleitenden Überblick über das Thema „Events“ und erläutert die Relevanz der Thematik. Sie skizziert auch den Aufbau der Arbeit.
- Das zweite Kapitel befasst sich mit dem „Event“ an sich. Es beinhaltet eine Begriffsdefinition, einen Exkurs zum Thema „Sponsoring“ und die Analyse der Ursachen für die Entstehung von Events. Des Weiteren werden Erscheinungsformen, Ziele, Zielgruppen und Wirkungen von Events untersucht.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Event, Marktkommunikation, Unternehmenskommunikation, Sponsoring, Marktsättigung, Informationsüberlastung, Wertewandel, Systematisierung, Ziele, Zielgruppen, Wirkungen, Emotionen, Imagetransfer, Dialog, Kundenbindung, Erlebniswelten, Budgetierung und Erfolgskontrolle.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird der Begriff „Event“ in der Marktkommunikation definiert?
In der Marktkommunikation wird ein Event als ein bewusst geplantes Ereignis definiert, das durch Emotionalität und Erlebnischarakter die Aufmerksamkeit der Zielgruppe gewinnen und eine direkte Interaktion mit der Marke ermöglichen soll.
Was sind die Hauptursachen für die Entstehung von Events?
Die wesentlichen Faktoren sind die zunehmende Marktsättigung, die Informationsüberlastung der Konsumenten durch klassische Werbung sowie ein allgemeiner Wandel von Werten und Lebensstilen hin zu einer Erlebnisgesellschaft.
Welche Ziele verfolgen Unternehmen mit Eventmarketing?
Unternehmen streben ökonomische Ziele, Kontaktziele und Kommunikationsziele an. Dazu gehören die Steigerung des Bekanntheitsgrades, Imagetransfer, Kundenbindung und die Schaffung von Erlebniswelten.
Wie wirken Events auf die Zielgruppe?
Events wirken vor allem durch die Aktivierung von Emotionen. Sie fördern den Dialog, ermöglichen eine Anschlusskommunikation und stärken die Kundenbindung durch das gemeinsame Erleben einer Marke.
Warum wird der Begriff „Event“ oft als inflationär kritisiert?
Die Kritik bezieht sich darauf, dass heutzutage fast jeder Vorgang medial zum „Event“ hochstilisiert wird, was die Abgrenzung zwischen echten Marketing-Instrumenten und reiner Spektakelinszenierung erschwert.
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- Florian Schaffelhofer (Author), 2003, Das Event in der Marktkommunikation von Unternehmen - Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/15377