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1. Vorwort 3
2. Dualismus 4
2.1 Allgemeine Grundlagen 4
2.2 Geschichtliche Entwicklung 4
2.3 Interaktionistischer (kartesischer) Dualismus. 5
2.3.1 Position 5
2.3.2 Gegenargumente 5
2.4 Epiphänomenalismus. 7
2.4.1 Position 7
2.4.2 Gegenargumente 7
2.5 Psychophysischer Parallelismus. 8
2.5.1 Position 8
2.5.2 Gegenargumente 8
2.6 Fazit 9
3. Literaturverzeichnis. 10
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Selbst als Erstsemester und blutigem Anfänger wird einem relativ rasch klar, daß man es mit dem Leib-Seele-Problem mit einem der ältesten und neben der Gottesfrage vielleicht sogar dem zentralsten Problem der Philosophie zu tun hat. Ein Problem, daß die Philosophie in ihrer mehr als 2.500 jährigen reflektierten Geschichte immer begleitet hat und nach wie vor einer Lösung harrt. Diese, sollte es eine geben, wird jedoch vermutlich nicht von philosophischer, sondern wahrscheinlich wieder einmal von naturwissenschaftlicher Seite zu erwarten sein.
Durch diese Proseminararbeit ist man also gezwungen seine ersten täppischen Schritte auf dem glatten und häufig frustrierendem Parkett der philosophischen Auseinandersetzung zu gehen. Dabei ist man zunächst von dem Gedanken beseelt sich mit irgendeiner Detailfrage des Dualismus auseinanderzusetzen, um nur ja nicht noch mal das zu schreiben, was sowieso schon x-mal geschrieben wurde. Bei der ersten Sichtung der Literatur und Beschäftigung mit dem Thema geht einem jedoch auf, daß man ganz gut beraten wäre, zunächst einmal die Grundlagen halbwegs zu durchdringen, ehe man sich in Details verliert. Deshalb beschäftigt sich auch diese Arbeit ‘nur‘ mit einer Darstellung der wichtigsten dualistischen Positionen und den Schwächen in ihren Argumentationen.
Die Zielsetzung war ganz eindeutig das Verstehen der grundlegenden Unterschiede und dieses Verstehen schriftlich zu dokumentieren.
Da ich jedoch relativ optimistisch bin, daß das Leib-Seele-Problem in den nächsten ca. 4 Jahren meines Studiums nicht von der philosophischen Bühne verschwinden wird, besteht durchaus die berechtigte Hoffnung, sich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals fundierter, detaillierter und hoffentlich auch qualifizierter mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
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Der Duden definiert den Begriff Dualismus als "philosophisch-religiöse Lehre, nach der es nur zwei voneinander unabhängige ursprüngliche Prinzipien im Weltgeschehen gibt". 1 Auf das Leib-Seele-Problem bezogen, bedeutet dies, daß die unabdingbare Grundvoraussetzung für den Aufbau einer wirklich dualistischen Position die Verschiedenheit von Gehirn (als Vertreter des Leibes) und Bewußtsein (als Vertreter für Seele oder Geist) ist. Die Art der Verschiedenheit und vor allen Dingen die Beziehung zueinander bestimmt dann weitestgehend, welche Position eingenommen wird. Jedoch muß immer eine Unterscheidbarkeit zwischen physischen und mentalen Entitäten verbleiben. Denn wer diese Verschiedenheit aufgibt und beispielsweise die Meinung vertritt, daß erlebte Bewußtseinszustände wie Freude, Angst, Erregung etc. ausschließlich auf bio-chemische Prozesse im Gehirn zurückzuführen seien, kann niemals zu einer dualistischen Haltung gelangen. Andererseits scheint uns unsere Alltagserfahrung ganz eindeutig zu zeigen, daß unser Bewußtsein sehr eng mit unserem Gehirn verbunden ist. Dies wird auch durch die Hirnforschung gestützt, die beispielsweise bestimmte mentale Zustände bestimmten Gehirnregionen zuordnen kann. Aus dieser Gehirn-Bewußtsein-Beziehung heraus ergeben sich eine Reihe von Problemen und Fragestellungen. Diese werden in den verschiedenen Positionen, die unter den Überbegriff Dualismus fallen, unterschiedlich interpretiert und beantwortet. *HVFKLFKWOLFKH(QWZLFNOXQJ
Im Laufe der Geschichte des Leib-Seele-Dualismus hat sicherlich eine Schwerpunktverschiebung von der Seele hin zum Leib, bzw. vom Mentalen zum Physischen stattgefunden. "In der Antike ist die Seele, psyche, in erster Linie das, was das Lebende vom Toten unterscheidet. ... Es ist der Besitz einer Seele, der den Unterschied ausmacht zwischen Pflanzen, Tieren und Menschen auf der einen und z.B. Steinen, Tischen und Häusern auf der anderen Seite ...". 2 Platon ist der Meinung, daß die Seele das eigentliche Selbst des Menschen ausmache. Dies bedeutet, daß der Mensch eigentlich nur durch seine Seele definiert ist. 3 Bekannt ist auch das Wort Aristoteles, nachdem der Körper nur der Kerker für die Seele sei. Auch die Scholastik des Mittelalters stützt sich im wesentlichen auf diese Auffassung, da sie mit den ihr eigenen religiösen Überzeugungen gut vereinbar war. Der erste große Sprung in der Neuzeit erfolgt bei Descartes, der die Seele nicht mehr als das Prinzip des Lebens ansieht und deshalb natürlich viel direkter als Platon oder Aristoteles unter Rechtfertigungsdruck gerät, weshalb diese Seele denn überhaupt existieren müsse. 4 Durch den seitdem anhaltendem Siegeszug der Naturwissenschaften scheint die Notwendigkeit einer Seele mehr und mehr in Frage gestellt zu werden und der Mensch mit seinen Bewußtseinszuständen nur noch als System bio-chemischer und neuronaler Vorgänge verstehbar zu werden.
1 o.V.: Der Duden in 10 Bänden; Band 5 Fremdwörterbuch 4. Aufl.; Manheim; 1982; Bibliographisches Institut;
2 Beckermann, Ansgar: Descartes´metaphysischer Beweis für den Dualismus; Freiburg; 1986; Alber; S. 11
3 vgl. Beckermann, A.: a.a.O.; S. 14
4 vgl. Beckermann, A.: a.a.O.; S. 14-15
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Arbeit zitieren:
Thomas Götz, 2002, Eine Übersicht über die wichtigsten dualistischen Positionen im Leib-Seele-Problem, München, GRIN Verlag GmbH
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