Wie wurde der Damm gebaut?
Bereits 1920 war man auf der Suche nach einer günstigen Stelle, um diesen zu errichten. Nachdem die Ingeneure die günstigste Stelle ermittelt hatten, mussten jedoch, um den Bau am 20. April 1931 beginnen zu können, erst Straßen und Schienen für den Transport von Materialien errichtet werden. Ebenfalls wurde eine 354 km lange Stromleitung verlegt. Der Colorado River wurde mit Hilfe eines vorläufigen Damms, sowie 4 Tunnel durch das Grundgebirge des Black Canyon umgeleitet. Diese wurden anschließend mit Beton verschlossen. Beim Bau der „Bogengewichts-Staumauer“ gab es ein schwerwiegendes Problem für die Ingeneure. Denn hätte man den Damm aus einer Betonmasse hergestellt, hätte der Beton des massiven Bauwerks nach Berechnungen der Ingeneure, aufgrund der enormen Hitze (~50°C) dieser Wüstenregion, etwa 100 Jahre zum Abkühlen gebraucht. Falls er nicht völlig abgekühlt würde, hätte die Gefahr einer Rissbildung bestanden. Somit wurde der Staudamm aus Einzelbetonblöcken gefertigt, in denen sich Leitungen befanden, durch die man Eiswasser zum Kühlen fließen ließ. Später füllte man diese mit Beton, der gleichzeitig die Einzelteile untereinander verband. Die Blöcke waren alle 1,50 m hoch, wobei der Kleinste ca. 7,60 X 7,60 m und der Größte ca. 7,60 X 18,00 m war. Im Durchschnitt waren 3500 Arbeiter an der Großbaustelle beschäftigt. 96 Menschen kamen beim Bau des Dammes ums Leben. Der Staudamm wurde am 29. Mai 1935 fertiggestellt und von Präsident Roosevelt eingeweiht. Komplett funktionsfähig war der Damm jedoch erst am 1.März 1936. Die Kosten betrugen ungefähr 165 Mio. US$, wohingegen die geschätzten Kosten bei etwa 49 Mio. US$ lagen. Welche Bedeutung hat er heute?
Der Stausee Lake Mead fasst die durchschnittliche Wassermenge, die in zwei Jahren den Colorado River hinabfließt, das sind über 35 Milliarden m³. Dies hört sich an (und sieht so aus!), als würde das Wasser für Tausend Jahre reichen, in Wirklichkeit ist es gerade genug Wasser um 29 Millionen Menschen (ca. die Bevölkerung von Kalifornien) für ein Jahr zu versorgen. Die 19 alten Turbinen, die zur Energiegewinnung dienten, wurden durch 17 moderne Hauptturbinen ausgetauscht, so dass nun anstatt 1,3 Mio. KW etwa 2 Mio. KW gewonnen werden können. Hoover Dam versorgt Nevada, Arizona und Kalifornien mit günstigem Strom. Er produziert mehr als 4 Billionen KWh in einem Jahr, dies ist ausreichend für ungefähr 1,3 Mio. Menschen. 15 verschiedene Stromanbieter aus Arizona, Nevada und Kalifornien vertreiben diese Energie. Etwa 56% des Stromes bezieht Südkalifornien, 25% Nevada
und 19% Arizona. Die Gewinne durch den Stromvertrieb fließen in die Unterhaltung sowie in die Erhaltung des Damms. Heute noch zählt das Wasserkraftwerk zu den größten Stromerzeugern in den USA. Freizeitwert:
Führungen rund um den Hoover Dam werden täglich angeboten, rund 1 Mio. Besucher pro Jahr nehmen diese verschieden Touren wahr, andere erkunden das unglaubliche Bauwerk auf eigene Faust. Auf dem Damm selbst kann man unter anderem zahlreiche Kunstwerke in Form von Skulpturen von Oskar J.W. Hansen bestaunen.
Darüber hinaus bietet Lake Mead der ganzjährig besucht wird, ein ansehnliches Freizeitangebot (ca.9 Mio. Besucher pro Jahr):
- Wandern (sehr schön angelegte Wege!)
- Bootfahren (Bootverleih, Wasserskimöglichkeiten)
- Schwimmen und Tauchen ( durchschnittliche Wassertemperatur: 25°C)
- Angelmöglichkeiten, jedoch nur mit Erlaubnis (beste ganzjährige Fischgelegenheiten, da großer Fischreichtum)
- lange Sandstrände zum Picknicken und Campen
- viele verschiedene Tierarten (z.B.: Wüstenschildkröten, Klapperschlangen, Wüstenfüchse, verschiedene Reptilien und Vogelarten) Im Oktober 1964 wurde der Teil des großen „Beckens“, wo sich die Mojave Wüste und die Sonoran Wüste treffen, zur „National Recreation Area“ (Nationales Erholungsgebiet) ernannt. Das Erholungsgebiet verfügt über 8 Campingplätze, 5 Motels und 6 Campingplätzen für Wohnmobile.
Arbeit zitieren:
Catherine Oster, 2000, Hoover Damm, München, GRIN Verlag GmbH
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Zu: Jeremias Gotthelf - "Die schwarze Spinne"
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Rainer Trendelberend
Kurz und knackig..
Ich mußte selber 1998 ein Referat über den Hoover Dam und den Großraum Las Vegas halten. Hätte diese Hausarbeit schon damals existiert, hätte ich viel Literaturrecherche gespart. Sie enthält so ziemlich alle relevanten Fakten, nur auf die Wasserthematik im ariden Südwesten hätte noch intensiver eingegangen werden können.
Trotzdem gut.
am Sunday, March 18, 2001-
Thomas Schmitt
Schöne Beschreibung dieses unglaublichen Bauwerks.
Insgesamt eine schöne Zusammenfassung dieses Großbauwerkes, mit all seinen technischen Daten, seiner Bedeutung für die Region und einer Beschreibung seines Freizeitwertes. Nur ein Bild hätte noch gefehlt.
am Saturday, January 19, 2002-