Thema : Die geschichtliche Entwicklung des Internet
Inhalt:
1. Hinführung 2
2. Grundbegriffe und Annahmen. 3
2.1 Der Begriff „Internet“ 3
2.2 Die Organisationen des Internet 3
2.3 Die Funktionsweise des Internet. 4
3. Entstehungsgeschichte und Entwicklung des Internet. 5
3.1 Die Anfänge des Internet. 6
3.1.1 Die ARPA. 6
3.1.2 Das ARPA-NET. 7
3.2. Das Internet entsteht. 8
3.3 Das World Wide Web 9
4. Ein Blick in die Zukunft. 11
5. Zusammenfassung 12
6. Bibliographie 14
1. Hinführung
Zum allerersten Mal in der Geschichte öffnet sich mit einer Tastatur wirklich das Tor zur
Welt. Von seinem Computer aus kann man Informationen über alle nur erdenklichen Dinge
finden. Man kann mit Menschen auf der anderen Seite der Welt kommunizieren. Sie können
eine Telekonferenz aufbauen, weltweit die Ressourcen von gewaltigen Computern anzapfen,
die besten Bibliotheken durchforsten und die Museen der Welt besuchen. Man kann all diese
Dinge tun, indem man das größte Computernetz der Welt nutzt: das Internet. Aus einem
Erleben des Internet, haben sich mir Fragen nach der historischen Entwicklung dieses aktiven
Mediums gestellt. Diesen Fragen bin ich nachgegangen und habe die Entstehungsgeschichte
und Entwicklung des Internet im Zusammenhang der vorliegenden Arbeit erhellend
dargestellt
2. Grundbegriffe und Annahmen
2.1 Der Begriff „Internet“
Der Begriff Internet stellt einen Neologismus dar, der sich aus den Worten „interconnected“ und „networks“ bildet. Diese aus dem Englisch stammenden Worte bezeichnen untereinander verbundene Netzwerke. Das Internet ist also das Ganze, das mehr als die Summe seiner Teile ist. Beim Internet handelt es sich um ein globales Netzwerk aus untereinander verbundenen Rechnern, auf denen diverse Angebote in Form von Texten, Graphiken oder Dateien lagern. (vgl. Steinhaus, Internet sicher nutzten, 1997(1), S. 7)(1). Wenn wir heute von Internet sprechen, meinen wir meist das World Wide Web (WWW). Das World Wide Web stellt aber nur einen Teil des gesamten Internet dar. Das World Wide Web ist eigentlich nur die „graphische Benutzeroberfläche“ des Web, also der multimediale, auf HTML basierende Teil des gesamten Netzwerkes. Auf das WWW werden ich nochmals in Punkt 3.4 genauer eingehen. Das Internet ist folglich eine Sammlung von Tausenden von individuellen Netzwerken und Organisationen, welche die dezentrale Struktur der „interconnected networks“ bilden. Aus der dezentralen Struktur des Web ergibt sich, dass kein zentrales Netzwerkmanagement existiert. Es gibt aber durchaus „Gruppen“ im Netz, die das Internet Wachstum und die Entwicklung
des Internet zielgerichtet steuern. Diese Gruppen werden meistens als die „Organisationen des Internet“ bezeichnet.
2.2 Die Organisationen des Internet
Wie oben schon ausgeführt steuern eine Anzahl von Gruppen die Entwicklung und das Wachstum des Internet. Diese Steuerungsfunktion äußert sich lediglich in den Versuchen Standardisierungen zu etablieren. Damit die unterschiedlichen „Teil-Netzwerke“ und Computer (z.B. Macintosh, Windows, Unix...) untereinander Daten austauschen können, muss es eine einheitliche Vereinbarung über Dinge wie Internet-Arbeitsweise und Standards für Protokolle geben. Diese Vorgehensweisen und Standardisierungen sind in sog. RFCs (Request for Comment) festgelegt (vgl. Gralla, So funktioniert das Internet, 1996(1), S. 5)(2).
Ich möchte hier nur die wichtigsten der zahlreichen Organisationen und Gruppen des Internet zur Aufzählung bringen. Die bedeutenste Organisation des Webs ist die „Internet Society“. Die IS ist eine private, nichtkommerzielle Organisation, die topologische Leitlinien in bezug auf das Internet aufstellt. Eine weitere wichtige Einrichtung im Netz sind die sog. NICs. Diese Netzwerk-Informations-Zentren (NIC) genannten Organisationen helfen anderen Gruppen, das Internet zu nutzen. Die NIC, die auf nationale Ebene aufgebaut sind, regeln beispielsweise die Registrierung von Top-Level-Domains (Länderdomains und Domains wie .com, .net). Die deutsche Entsprechung der NIC heißt DE-NIC (www.denic.de). Bei der DE-NIC müssen alle DE-Domains beantragt und registriert werden. (vgl. Gralla, So funktioniert das Internet, 1996(1), S.7)(2).
2.3 Die Funktionsweise des Internet
Da das Internet aus verschiedenen Rechner, die mit unterschiedlichen Betriebssystemen laufen, gebildet wird, ist eine Konvention, eine Vereinbarung über die Kommunikation erforderlich. Dieses Protokoll wird Transmission Control Protocol (TCP) genannt. Das TCP wurde von Paul Baran in seiner 1962 erschienen Arbeit „On Distributed Communications Networks“, in der erstmals eine Theorie über paketvermittelnde Netzwerke aufstellt wurde, ausformuliert/dargestellt. Das Internet basiert heute also a uf der „Packet-Switching-Technologie“. Die Daten, die man über das Netz versendet, werden in einzelne kleine Pakete gepackt. Jedes Datenpaket wird autonom voneinander über eine Serie von Schaltstellen (Netzwerken, Computern) verschickt. Wenn alle Daten an ihrem Zielort angekommen sind, werden sie dort wieder in Ihre ursprüngliche Form gebracht, sie werden wieder „zusammengesetzt“. (vgl. Rudolph, Weltweit surfen im Internet, 1996(1), S.40)(3). Dies wird durch zwei Protokolle erbracht. Zum einen das schon oben angeführte TCP, welches die Daten in Pakete aufteilt und beim Empfänger wieder zusammensetzt und zum zweiten das IP (Internet Protocol), das sich um die Zustellung kümmert. (vgl. Gralla, So funktioniert das Internet, 1996(1), S.14)(2). Ferner soll die unten angeführte Graphik die Arbeitsweise des TCP/IP verdeutlichen:
(aus Wimmer, Geschichte des Internet, URL: http://mitglied.tripod.de/rapidwien/intges.htm)(4)
3. Entstehungsgeschichte und Entwicklung des Internet
Die Anfänge des Internet liegen in den 60er Jahren. Man könnte sagen, dass das Internet ein Kind des „Kalten Krieges“ ist. Das Internet stellt eine Reaktion der USA auf den sog. Sputnik-Schock dar. Da die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) mit dem Sputnik-Satelliten, ihren damals für kurze Zeit vorhandenen technischen Vorsprung demonstriert hatten, setzten die USA alles daran, diesen Vorsprung einzuholen und gründeten v erschiedene Initiativen und Einrichtungen, welche nun Aufführung finden. Aufgrund der atomaren Bedrohung des „Kalten Krieges“ wurde Mitte der 60er Jahre die RAND-Corporation von der US-Regierung beauftragt an einem militärischen Kommando- und Kommunikationsnetz zu arbeiten, das auch nach einem Atomschlag und der dadurch bedingte Ausfall großer Teile der Infrastruktur funktionsfähig bleiben sollte. Diese Zielsetzung erreichte man durch eine dezentrale Organisation des Netzes. Ohne zentralen Server und Management und damit ohne zentralen Angriffspunkt, sollte dieses Netz so funktionieren, dass seine Teile (Teilnetzwerke, angeschlossene Rechner) unabhängig voneinander arbeiten konnten. Ein Ausfall eines Rechners oder Netzstücks hätte in einem solchen System keine weitreichenden Auswirkungen gehabt, da die zu versendeten Daten einfach eine andere Route durch das Netz genommen hätten. Man kann also festhalten, dass die Bedingungen an ein Netzwerk, welches auch in einem postnuklearen Amerika funktionsfähig sein sollte zwei Bedingungen zu erfüllen hatte. Diese Prämissen wurden von
Arbeit zitieren:
Diplom Online-Journalist Michael Johannes Manger, 2000, Die geschichtliche Entwickung des Internet (Stand 2000), München, GRIN Verlag GmbH
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