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Gliederung
Medizingeschichte
Vom Naturheilmittel zum Arzneimittel am Beispiel von Acetylsalicylsäure
Medizin im Wandel
Die Entwicklung neuer Medikamente
Tierversuche
Klinische Prüfung
Arzneimittelherstellung
Galenik
Biologische Verfügbarkeit
Pharmakokinetik
Liberation
Resorption
Distribution
Metabolisierung
Elimination
Pharmakodynamik
Dosierung
3 Medikamente im Rettungsdienst Entwicklung, Wirkung und Anwendung
Medikamente im Rettungsdienst
Arzneiformen im Rettungsdienst
Im Rettungsdienst eingesetzte Arzneimittelgruppen
Literaturnachweis
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Medizingeschichte
Medikamente in Einzeldosierungen wurden das erste mal im Papyrus Ebers im Jahre 1552 v.Chr. erwähnt. Vor dieser Zeit wurden ausschließlich Lösungen und Suspensionen verwendet, sowie wahrscheinlich Puderzubereitungen. Die Schrift gibt Zeugnis von über 700 verschiedenen Arzneimitteln, und beschreibt bereits die Anwendung von Suppositorien (rektal und vaginal), wie häufiger Tabletten und Salben sowie anderen Arzneiformen. Der arabische Arzt Rhazes (865 - 925 n.Chr.) erfand die überzogene Tablette, deren Wirkung aber wohl sehr schwankend war.
Avicenna, ein Perser (865 - 925 n.Chr.), erfand die verschönten Arzneimittel. Diese mit Gold oder Silber überzogenen Tabletten haben allerdings wohl zum größten Teil durch ihren Placeboeffekt Wirkung erzielen können und durch die Vorstellung der Alchimisten, die Edelmetalle steigerten die therapeutische Wirkung des Medikamentes. Ob die Silberbzw. Goldschicht überhaupt gelöst wurde und der Wirkstoff in den Körper gelangen konnte, ist bis heute nicht klar, da auch die Stärke der Edelmetallschicht nicht konstant stark war.
1837 - 1847 gelang das erste mal die Herstellung von gehärteten und gefüllten Gelatinekapseln, sowie von gepreßten Tabletten. Bei beiden neuen Darreichungsformen waren allerdings die Qualität sehr starken Schwankungen unterlegen.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fand ein Umdenken der Gesellschaft statt. Von nun an dachte man nicht mehr naturphilosophisch, sondern man begann naturwissenschaftlich zu denken. Durch diesen Wandel wurden Naturheiler nicht mehr als Ketzer oder Hexen verbrannt, es war nun vielmehr die Möglichkeit zum offiziellen Forschen und zur Veröffentlichung der Ergebnisse gegeben. Es kam zu einer raschen Vergrößerung der therapeutischen und diagnostischen Möglichkeiten und die Pharmakologie wurde eine zielstrebige Wissenschaft. Auch nahm die Zahl der bisher verwendeten Naturheilmittel ab, während der Anteil synthetisch hergestellter Arzneimittel mit Erweiterung der Fortschritte in der Forschung immer mehr zunahm. Allerdings vermutet man aus heutiger Sicht der Wissenschaft, daß viele Arzneimittel aufgrund der Kombinationen und der Trägerstoffe nur bedingt oder so gut wie gar nicht wirksam gewesen sind.
Die Entdeckung des Benzolringes, der Bestandteil vieler organischer Verbindungen ist, und die Möglichkeit diesen abzuändern, führte zu einer Verbesserung der Wirkung und der Verträglichkeit vieler Arzneimittel.
1890 gab es erste pharmazeutische Forschungslabors. Diese waren anfänglich meistens in Chemiefirmen untergebracht, in denen zu dieser Zeit arzneiwirksame Stoffe häufig nur durch Zufall in bis dahin unverwendbaren Reststoffen der bisherigen Produktion entdeckt wurden. So war zum Beispiel BAYER, heute eines der größten Pharmakonzerne der Welt, ein Unternehmen, das von der Farbenproduktion existierte. Die Entwicklungsgeschichte soll hier in Kürze aufgezeigt werden.
5 Medikamente im Rettungsdienst Entwicklung, Wirkung und Anwendung
1897 gelang das erste mal bei BAYER die synthetisch Herstellung von Acetylsalicylsäure in reiner Form.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckte Prof. Ehrlich die Substanz Salvarsans, durch dessen Einführung die Ära der Chemotherapie eingeleitet wurde. 1911 - 1934 wurden im Kampf gegen Tropenkrankheiten, wie zum Beispiel die Schlafkrankheit und Malaria, entscheidende Fortschritte durch Medikamentenentwicklung erzielt. 1935 wurde die Wirksamkeit von Sulfonamiden gegen Bakterien entdeckt. 1940 stellte man den ersten Blutflüssigkeitsersatz synthetisch her. 1949 kam der erste Impfstoff gegen Tuberkulose auf den Markt. 1955 begann die Forschung nach antidiabetischen Wirkstoffen.
1964 entdeckte man die Dihydropyridine, die noch heute zu den hoch potenten Calciumantagonisten zählen.
1975 ergaben sich durch den Einsatz von Adalat neue Möglichkeiten in der Behandlung von Angina Pectoris.
Diese Entdeckungen haben dieses Jahrhundert durch gewaltige medizinische Fortschritte gekennzeichnet und so konnten durch Hygiene und Antibiotika die meisten akuten Krankheiten abgewehrt werden, wodurch die Lebenserwartung stark gesteigert wurde. Die wichtigsten der heute gebräuchlichen Arzneimitteln wurden allerdings in den letzten 50 Jahren entwickelt. So zum Beispiel neue Antibiotika gegen bisher resistente Krankenhauskeime, Antihypertensiva, H 2 -Antagonisten zur Behandlung von Magen- und Darmgeschwüren, neue Antidiabetika, Infusionsmittel für die Unfallmedizin, neue blutzuckersenkende Medikamente und zu Beginn der sechziger Jahre die ersten oralen Kontrazeptiva. Auch der Ort der Pharmaproduktionen hat sich im Laufe der Zeit verändert. Anfänglich forschten ausschließlich die Naturheiler, die die Heilmittel einsetzten. Später wurden die Forschungen an Universitäten betrieben. Heute finden sie fast ausschließlich in den Pharmakonzernen selber statt.
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Vom Naturheilmittel zum Arzneimittel am Beispiel von Acetylsalicylsäure
Schon der Urvater aller Ärzte Hippokrates (460 - 377 v.Chr.) kannte die schmerzlindernde Wirkung des Weidenrindensaftes (Salix), der - wie heute bekannt ist - Salicylsäure enthält. Im Mittelalter kochte man aus der Rinde der Weiden einen Saft, der schmerzlindernde Wirkung hatte, bis das Brechen der Weidenzweige ausschließlich der Korbindustrie erlaubt und zu anderen Zwecken unter Todesstrafe verboten wurde. Von da an wurde Chinin aus Peru importiert. Dieses war für seine fiebersenkende Wirkung bekannt. Erst als Napoleon 1806 die Kontinentalsperre verhängte, erinnerte man sich wieder an die heilende Kraft des Birkensaftes.
1828 kochte der Münchener Pharmazieprofessor Johann Andreas Buchner eine gelblich Masse aus Weidenrinde und nannte sie Salicin.
1829 setzte der Französische Apotheker Leroux das Salicin in Kristalle um. 1838 veredelte der italienische Chemiker Raffaele Piria diese Kristalle zu Acide Salicylice. 1853 stellte der Staßburger Chemiker Frederic das erste mal Acetylsalicylsäure her, die allerdings nicht chemisch rein und dadurch auch nicht haltbar war. Die Struktur der Salicylsäure wurde von dem Marburger Professor Herrmann Kolbe aufgeklärt und 1874 begann man mit der Synthese und der industriellen Produktion. Da die Salicylsäure aber einen sehr schlechten Geschmack hatte und die Schleimhäute stark angriff, kam der richtige Durchbruch erst nachdem Dr. Fritz Hoffmann die Acetylierung gelungen war.
Asperin setzte sich zum bekanntesten Schmerzmittel der Welt durch. Am 09. Oktober 1985 wurde eine Langzeitstudie aufgrund sehr überzeugender Ergebnisse nach der Hälfte der ursprünglich angesetzten Zeit abgebrochen. Die amerikanische Ge-sundheitsbehörde veröffentlichte, daß ASS das Risiko eines Reinfarktes um ein Fünftel senke und das Herzinfarktrisiko, bei instabiler Angina Pectoris, sogar um mehr als die Hälfte reduziere.
Im Jahr 1999 feiert Aspirin 100. Geburtstag.
7 Medikamente im Rettungsdienst Entwicklung, Wirkung und Anwendung
Medizin im Wandel
Während zu Beginn des Jahrhunderts noch Infektionskrankheiten die Haupttodesursache waren, so sind es heute chronische Erkrankungen, die meistens das Herz betreffen; entweder die Koronargefäße oder den Herzmuskel. Diese Entwicklung ist auf gewaltige Fortschritte in der medizinischen Forschung und die geänderten Lebensbedingungen zurückzuführen. Viele der akuten Erkrankungen wurden durch bessere hygienische Bedingungen und den Einsatz von Antibiotika besiegt oder durch Präventivmaßnahmen wie Impfungen abgewehrt. Dadurch stiegen Lebenserwartung und Lebensqualität deutlich an.
WANDEL DER FÜHRENDEN TODESURSACHEN VON DER JAHRHUNDERTWENDE BIS ZUR GEGENWART. BEMERKENSWERT IST DER STEILE ANSTIEG DER HERZ-KREISLAUF-
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KRANKHEITEN. NEBEN DIESEN UND DEN KREBSKRANKHEITEN HABEN ALLE ANDEREN
3 KRANKHEITEN DEUTLICHEN RÜCKGANG ERFAHREN.
Die Fortschritte in der Wissenschaft kamen auch der Pharmaindustie zu Gute. Man lernte Pflanzeninhaltsstoffe zu isolieren und chemisch zu synthetisieren. Dadurch wurden Pflanzenextrakte und -tinkturen bei der Medikamentenherstellung immer weniger genutzt, da die chemisch hergestellten Produkte an Reinheit zunahmen. So kam es zu weniger Qualitätsschwankungen und die Sicherheit in der Anwendung nahm ständig zu.
Die Entwicklung neuer Medikamente
Heute sind die gesetzlichen Auflagen für Pharmafirmen sehr hoch und die Kontrollen sehr streng. Dadurch dauert die Entwicklung von neuen Arzneimitteln von Beginn der Forschungen bis zur Zulassung des fertigen Medikamentes 12 - 15 Jahre und kostet ungefähr 400 Millionen DM, die von dem entwickelnden Unternehmen selber getragen werden. In den extrem hohen Kosten liegt auch ein Grund für die Verschiebung der Forschung von Universitäten zu Pharmafirmen. Die sehr große Zeitspanne liegt an teilweise unvorhersehbaren Fakten, die aus der Forschung hervorgehen. Ungefähre Kostenverteilung bei neu entwickelten Medikamenten: 30 % der Kosten entstehen bei der Suche nach neuen Wirkstoffen, 38 % fließen in den Nachweis der Wirksamkeit,
15 % werden für die Untersuchungen zur Sicherheit des Stoffes verwendet, 5 % gehen in die Entwicklung der optimalen Darreichungsform, 12 % der Kosten entstehen bei der Erarbeitung des optimalen Produktionsverfahrens.
Entwicklung der optimalen
Untersuchung zur Sicherheit
des Stoffs
Von der Fertigstellung eines Produktes bis zur Zulassung vergehen noch mal ungefähr sechs bis neun Monate.
9 Medikamente im Rettungsdienst Entwicklung, Wirkung und Anwendung
Während der Entwicklung und der Herstellung (nach der Zulassung) muß die Qualität durch ständige Kontrollen gewährleistet sein. So muß jede einzelne Charge freigegeben werden, bevor sie die Produktionsstelle verläßt.
Die strengen Sicherheitsvorschriften sollen den Verbraucher genauso schützen, wie den Produktionsarbeiter. Es gibt genaue Vorschriften zum Produktions-, Verbraucher-, Verfahrens- und Anlagenschutz, sowie Arbeitssicherheit und Umweltschutz. Um den Firmen die Finanzierung der Produktentwicklung zu ermöglichen, können die Firmen sich ihre Produkte patentieren lassen. Dann hat die produzierende Firma für eine festgelegte Zeit ein Monopol für ihr Produkt und hinterher das alleinige Recht der Namensführung.
Trotz intensiver Forschung können von den etwa 30 000 Krankheiten heute nur 10 000 ursächlich behandelt werden. In vielen Fällen lassen sich nur die Symptome lindern.
TODESURSACHEN FÜR DIE USA, 1979 (GESAMTZAHL DER TODESFÄLLE 1979: 1913800) MIT ABWEICHUNGEN ENTSPRECHEN DIE ZAHLEN AUCH DENEN IN ANDEREN TECHNOLOGISCH FORTGESCHRITTENEN LÄNDERN
QUELLE: US. BUREAU OF THE CENSUS, SATISTICAL ABSTRACT OF THE US, 1982-83 Bei der Forschung nach neuen Wirkstoffen orientiert man sich auch heute noch stark an der Natur oder an bereits bekannten Wirkstoffen. Durch die Synthetisierung der Stoffe versucht man, die Reinheit zu steigern und die Massenproduktion zu ermöglichen. Auch ist es durch chemische Umwandlung der Stoffe teilweise möglich, deren Wirkung zu optimieren.
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Das Screening (Suche nach neuen Wirkstoffen) wird immer schwerer und die Erfolgsquote immer geringer. Während die Erfolgsquote in den 50er Jahren noch bei 1 : 1 200 lag, war sie in den 60er Jahren schon auf 1 : 3 000 abgefallen und liegt heute noch bei 1 : 4 000
-1 : 10 000. Für die Realisierung dieser Zahlen sind pro Jahr 40 - 60 akademisch ausgebildete Chemiker notwendig. Durch die Forschung ist es möglich zur Zeit ungefähr 8 000 verschiedene Verbindungen für medizinische Zwecke zu synthetisiert. Besonders im Bereich von Herz-Kreislauferkrankungen konnte eine hohe Sterblichkeit bis heute aber noch nicht verhindert werden.
Tierversuche
Auch wenn es viele Gegner von Tierversuchen gibt, kann man auch bei dem heutigen Stand der Forschung noch nicht ganz auf sie verzichten. Allerdings braucht man sie hauptsächlich, um neue noch unbekannte Stoffe und Stoffverbindungen zu erforschen. Die Tierversuche geben Informationen zur Verträglichkeit der Stoffe. So werden auf diese Weise verschiedene Eigenschaften der Stoffe getestet. Im ersten Versuchsblock sollen Erkenntnisse zur Verträglichkeit des Stoffes gewonnen werden. Um die Toxizität zu prüfen, werden Tiere über verschiedene Zeiträume und mit verschiedenen Mengen des Stoffes gefüttert. Durch die Entwicklung und das Verhalten der Tiere lassen sich Rückschlüsse auf die Verträglichkeit des jeweiligen Stoffes ziehen.
Klinische Prüfung
Die klinische Prüfung teilt sich in vier Phasen. Je nach gewonnenen Erkenntnissen können diese Phasen frühzeitig abgebrochen werden, sie sind zur Zulassung der Medikamente aber unbedingt erforderlich.
Phase I: Der Arzneistoff wird unter strenger Kontrolle an gesunden Personen getestet, die sich für diesen Versuch freiwillig zur Verfügung stellen müssen. Die aus diesem Versuch gewonnenen Ergebnisse werden mit den Ergebnissen der Tierversuche verglichen, um zu prüfen, inwieweit die Ergebnisse der Tierversuche auf den Menschen übertragen werden können.
Das Problem liegt darin, daß sich keine zuverlässigen Aussagen über das Medikament treffen lassen, da sich der Kreis der freiwilligen Testpersonen meistens von dem der späteren Patienten deutlich unterscheidet. Während die Testpersonen in dieser Phase jung, gesund und widerstandsfähig sein müssen, sind die späteren Konsumenten des Medikamentes krank und häufig alt.
Phase II: In diesem Stadium werden die Stoffe an kleinen Gruppen kranker Personen ge- testet. Dadurch kann die optimale Dosierung ermittelt werden. Hierzu nutzt man
11 Medikamente im Rettungsdienst Entwicklung, Wirkung und Anwendung
auch Erfahrungen von älteren, bekannten Medikamenten, die ähnliche Inhaltsstoffe haben oder ähnlich wirken.
Phase III: Die Versuchsgruppe der zweiten Versuchsphase wird vergrößert, um die bisher
gewonnenen Erkenntnisse statistisch absichern zu können. In dieser Phase ist es durch die Vergrößerung der Testgruppen möglich, daß bei dem getesteten Stoff bis dahin noch unbekannte Wirkungen festgestellt werden, da die Anzahl an Begleiterkrankungen und -symptomen mit Zunahme der erkrankten Testpersonen ansteigt. Diese neuen therapeutischen Erkenntnisse müssen dann nochmals zusätzlich zugelassen werden.
Während der ersten drei Phasen werden alle Konsumenten genaustens überwacht und alles wird dokumentiert und ausgewertet.
Phase IV: Zu dieser Zeit sind die Medikamente bereits auf dem Markt zugelassen. Die
Kontrolle der Entwicklung läuft in den ersten Jahren nach der Zulassung durch die Beobachtung der Patienten durch die Apotheker und Ärzte, die Rückmeldungen an die Pharmaunternehmen weiterleiten. Zuverlässige Erkenntnisse über die neuen Arzneimittel lassen sich erst in dieser Zeit sammeln. In dieser Phase ist es noch möglich, neue Aspekte über Wirkungen und Nebenwirkungen zu gewinnen.
Der Arzneistoff ist als Wirkstoff definiert. Der Wirkstoff ist eine chemische Substanz, die dem Organismus zugeführt wird.
Das Arzneimittel besteht aus pharmakologischer Substanz und Träger- bzw. Hilfsstoffen; die pharmakologische Substanz kann einen Rezeptor beeinflussen, der Trägerstoff bzw. die Trägerstoffe sind ausschlaggebend für die Darreichungsform des Medikamentes. Arzneimittel lassen sich in fünf verschiedene Bereiche aufteilen:
- diagnostisch,
- verhütend,
- vermindernd,
- lindernd und
- heilend.
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Galenik
Der heutige Wissenschaftszweig der Galenik ist nach dem Begründer Galenus von Pergamon, einem griechischen Arzt und Apotheker, der in der Zeit von 131 - 201 v.Chr. gelebt hat, benannt. Die Erkenntnisse des Galenus über die Zubereitung der Arzneimitteln sind bis heute prägend.
Die Zubereitung von Arzneimitteln war anfänglich die geheime Kunst der Apotheker, wurde dann zur Wissenschaft und ist heute eine Technologie.
Die Galenik beschäftigt sich mit der Zubereitung und Zusammensetzung von Arzneimitteln. Das wichtigste Qualitätsmerkmal in diesem Bereich ist die biologische Verfügbarkeit.
Biologische Verfügbarkeit
Die biologische Verfügbarkeit hängt nicht in erster Linie von der Wirkstoffmenge, sondern von der Kombination von Wirk- und Trägerstoff ab. Die chemischen und physikalischen Eigenschaften des Wirkstoffes und des Trägerstoffes sind für die Stabilität des Arzneimittels entscheidend. Von ihnen hängt der Lösungsort, die Lösungsgeschwindigkeit und das Verteilungsverhalten der arzneiwirksamen Substanz im Körper ab.
Die Pharmakokinetik beschreibt den Weg des Arzneimittels durch den Körper. Die entscheidenden Faktoren sind dabei die Liberation (Freisetzung) des Wirkstoffes, die Resorption (Durchdringung des Gewebes), die Distribution (Verteilung des Wirkstoffes im Körper), die Metabolisierung (Verstoffwechselung des Wirkstoffes) und die Elimination (Ausscheidung).
13 Medikamente im Rettungsdienst Entwicklung, Wirkung und Anwendung
Distribution: Je besser der Ort der Diffusion durchblutet ist, desto schneller wird der
Metabolisierung: Die Verstoffwechselung des Wirkstoffs findet in den Stoffwechselor-
Dieser Zweig der Pharmakologie beschäftigt sich mit dem Wirkungsort und der Wirkungsweise von Medikamenten. Dieser Bereich ist allerdings noch nicht soweit erforscht, daß zuverlässige Aussagen getroffen werden können. Deswegen stützt man sich sehr stark auf Theorien und Modelle.
In der Pharmakodynamik findet eine ganz grobe Einteilung der Medikamente in vier Gruppen statt.
Bei der ersten Gruppe geht man davon aus, daß Rezeptoren durch Stimulationen oder Blockaden von den Medikamenten in ihrer Funktion beeinflußt werden. Dabei unterscheidet man zwischen kompetitiver Hemmung, die reversibel ist, und nichtkompetitiver (irreversibler) Hemmung. Bei der kompetitiven Hemmung konkurriert ein (Pseudo-)Antagonist
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mit dem eigentlichen Agonisten um die Bindungsstelle am Rezeptor, ohne bei der Anheftung einen Reiz auszulösen. Bei der irreversiblen Antagonisierung wird der Rezeptor verändert und so zerstört. Funktionelle und physiologische Antagonisten wirken an anderen Rezeptoren agonistisch.
Die zweite große Gruppe wirkt an den Ionenkanälen. Diese Medikamente beeinflussen das Öffnen und das Schließen der Kanäle und wirken so bewegungsfördernd oder bewegungsunterbrechend auf den Ionenfluß in der Zelle. Dadurch wird auch der Elektrolyttransport beeinflußt.
Die dritte Gruppe beeinflußt die Enzyme je nach Beschaffenheit des Medikamentes positiv oder negativ in ihrer Aktivität und wirkt damit indirekt auf den Stoffwechsel des Organismus.
Die letzte Gruppe stört die Biosynthese von Mikroorganismen und macht sie so für den Organismus unschädlich.
Dosierung
Kein Medikament ist organspezifisch, da Rezeptorgruppen, Ionenkanäle, Enzyme und auch Mikroorganismen, auf die die Medikamente wirken, an vielen verschiedenen Stellen des Körpers vorkommen. Durch dieses weite Wirkungsspektrum kann es zu Nebenwirkungen des Medikamentes kommen. Diese Nebenwirkungen können sich bei jedem Patienten anders äußern, da verschieden empfindlich auf Medikamente reagiert wird. Begünstigende Faktoren für Nebenwirkungen können bestimmte Lebensphasen, Organfunktionsstörungen, genetische Defekte oder allergische Reaktionen sein.
Schon die alten Griechen kannten die Nebenwirkungen von Heilmitteln und nannten sie Pharmacon, das gleichzeitig soviel wie Arzneimittel und Gift heißt. Paracelus erkannte die therapeutische Breite der Arzneimittel und sagte: ,,Die Dosis macht das Gift.“ Zur Ermittlung der Idealdosis muß die therapeutische Breite, also der Bereich zwischen Wirkungseintritt und Beginn der Toxizität, ermittelt werden. Soll ein Patient mit einem Medikament über längere Zeit behandelt werden, so sollte darauf geachtet werden, daß der Blutspiegel weitestgehend stabil gehalten wird. Um möglichst schnell einen idealen Blutspiegel zu erreichen, wird häufig die Initialdosis höher gewählt als die folgende Erhaltungsdosis. Beides ist abhängig vom Zustand des Patienten. Die optimalste Darreichungs-form ist zum jetzigen Zeitpunkt der Forschung die Infusion, da der Blutspiegel relativ schwankungsfrei gehalten werden kann.
15 Medikamente im Rettungsdienst Entwicklung, Wirkung und Anwendung
DIE GEPUNKTETE LINIE STELLT DEN ARZNEISTOFFSPIEGEL IM BLUT NACH HERKÖMMLICHER ARZNEIVERABREICHUNG DAR. DIE PFEILE KENNZEICHNEN DIE APPLIKATIONSZEITPUNKTE. MAN ERKENNT AN DEM TYPISCHEN WELENFÖRMIGEN VERLAUF, DAß PHASEN DER ÜBERDOSIERUNG MIT SOLCHEN DER UNTERDOSIERUNG ABWECHSELN, UND DAß NUR FÜR EINE KURZE ZEIT EIN OPTIMALER ARZNEISTOFFSPIEGEL ERREICHT WIRD, SO WIE ER DURCH DIE AUSGEZOGENE KURVE (KONZEPT
KONTINUIERLICHER ARZNEISTOFFGABE) REPRÄSENTIERT WIRD.
Für die Zukunft wird an einem therapeutischen System geforscht, das über Pumpen den Wirkstoff direkt am Wirkungsort freisetzen soll und so lokal wirken könnte. Dadurch wäre die Konstanthaltung des Blutspiegels leichter und die Gefahr von Nebenwirkungen geringer.
Im Rettungsdienst ist es auf Grund der schwierigen Kontrollmöglichkeiten über den Abbau der Medikamente und die Höhe des Blutspiegels wichtig, daß die eingesetzten Medikamente eine große therapeutische Breite aufweisen und gut steuerbar sind. Wegen der häufigen Notfallsituationen und der nur relativ kurzen Zeit bis zur Übergabe in der Klinik sind ein schneller Wirkungseintritt und eine kurze Halbwertzeit wichtige Kriterien für die zum Einsatz kommenden Medikamente. Außerdem sollten sie möglichst keine allergische Potenz oder Nebenwirkungen, keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und eine unkomplizierte Lagerungsart vorweisen.
Der Rettungsassistent darf Medikamente nur im Rahmen der Notkompetenz verabreichen. Dazu muß er über die verwendeten Medikamente genau Bescheid wissen und immer über den aktuellen Wissensstand informiert sein, um die Verantwortung für sein Handeln tragen zu können. Es sollte in diesem Gebiet nie auf Kosten der Patienten gespart werden.
Arzneiformen im Rettungsdienst
Im Wesentlichen werden im Rettungsdienst drei Arzneimittelformen verwendet. Zu den meist verwendeten festen Formen zählen die Kapseln und Zäpfchen, an flüssigen Substanzen kommen Ampullen und Infusionen häufig zum Einsatz und als gasförmige Darrei-chungsformen werden Aerosole verwendet.
17 Medikamente im Rettungsdienst Entwicklung, Wirkung und Anwendung
Lokale und Sublinguale Applikation Durch die gute Durchblutung der (Schleim-)häute
Im Rettungsdienst eingesetzte Arzneimittelgruppen
Analgetika: Die Schmerztherapie ist heute fester Bestandteil des Rettungsdienstes, um dem Patienten Schmerzen zu ersparen und daraus folgende Streßreaktionen des Körpers zu vermeiden. In allen Geweben werden Schmerzimpulse von Noziorezeptoren weiter geleitet und in der Rückenmarksebene über den Thalamus und das lymbische System telweise schon verarbeite oder sie gelangen auf diesem Weg zum Gehirn. Durch die Ausschüttung von Prostaglandinen kommt es zu einer Sensibilisierung der Rezep-toren und so zu einem gesteigerten Schmerzempfinden. Dadurch wird eine sympatikusstimulierenden Reaktion ausgelöst und es kommt zur Freisetzung von Endorphinen (körpereigene Schmerzdämpfung) und Kathecholaminen. Außerdem steigen Puls und Blutdruck stark an, was zu einem erhöhten Sauerstoffbedarf am Herzen führt. Die psychische Belastung hat zudem einen negativen Einfluß auf die Organfunktion. Anfänglich wurden die Analgetika in zwei Gruppen aufgeteilt. Man unterschied die schwachen von den starken Schmerzmitteln. Als durch mehr Erfahrung bekannt wurde, daß die gewählten Begriffe zu allgemein und so nicht zutreffend waren, einigte man sich auf Grund des Standes der Wissenschaft auf die Einteilung in zentral und peripher wirkende Stoffe. Heute weiß man, daß der Wirkungsort nicht klar dem zentralen oder peripheren Nervensystem zugeordnet werden kann und daß die Wirkungsstärke vom Patienten und seiner Erkrankung stärker abhängt als vom gegebenen Medikament. Man unterscheidet heute nach den Inhaltsstoffen in opioide und nicht-opioide Analgetika.
Nicht-opioide Analgetika: Diese Gruppe umfaßt im Wesentlichen zwei Medikamente mit Relevanz für den Rettungsdienst.
Aspisol:
19 Medikamente im Rettungsdienst Entwicklung, Wirkung und Anwendung
Ben-u-ron:
Opioide Analgetika: Das Rohopium wird aus den unreifen Kapseln des Schlafmohns gewonnen und ist nach dem griechischen Wort opos (der Saft) benannt. Der Hauptalkaloid des Opiums ist Morphin und ist nach Morpheus, dem altgriechischen Gott der Träume benannt. Als Opioide werden die Stoffe bezeichnet, die dem Morphin in seiner chemischen Struktur ähnlich sind. Die opioiden Analgetika greifen analog zu den Endorphinen (körpereigenen Opioide) an den Opiatrezeptoren an. Aufgrund der vier pharmakologisch bedeutenden Rezeptoren: Delta, Kappa, My, Sigma kommt es zu verschiedenen Wirkungen wie Analgesie, Euphorie, Abhängigkeit und Atemdepression. Die Darreichung erfolgt bei schweren Schmerzzuständen und führt zu psychotropen Wirkungen. So wird nicht die Schmerz-Reiz-Weiterleitung gestört, sondern die Empfindung im Limbischen-System verändert. Das Schmerzhemmsystem in der Medula-Oblongata wird aktiviert. Der Schmerz kann auf diese Weise lokalisiert werden, wird aber weniger bedrohlich empfunden.
Nebenwirkungen wie Atemdepression kommen bereits unter der analgetischen Dosis zustande, da die CO 2 -Stimmulation abnimmt, so kann der wache Patient zum Atmen aufgefordert werden, während der bewußtseinseingetrübte beatmet werden muß.
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Außerdem kann es zu Übelkeit kommen, hierbei erreicht man jedoch bei wiederholter Gabe eine Blokade des Brechzentrums. Es kann zu Miosis bei Hypoxie oder Mischintoxikation auch zu Mydriasis kommen, sowie zu Bradykadie und Blutdruckabfall. Sympathomimetika: Durch die Steigerung des sympathischen Nervensystems kommt es zu einer zunehmenden Aktivität der vegetativen Organe dazu sind Neurotransmitter wie Adrenalin oder Noradrenalin erforderlich. Diese greifen an verschiedenen adrenergen Rezeptoren an und lösen so Reize aus. Die Sympathomimetika simulieren (lat. mimus) eine Symphatikusreaktion. Es kommt zu einer gesteigerten Durchblutung der Skelettmuskulatur und zu einer Minder-versorgung der Haut und Schleimhäute sowie der Niere, dadurch wird die Elektrolytausscheidung reduziert. Auf den Stoffwechsel wirken sich Symphatomimetika überwiegend durch eine Stim-mulierung der β-Rezeptoren aus. Dadurch kommt es zu einem
Anstieg des Blutzuckerspiegels, einer Lipolyse-Steigerung und einer Hemmung der Histaminsekretion, außerdem hat die Anre-gung der β-Rezeptoren einen positiv inotroben Effekt. Sie werden aus als β-Blocker oder Symphatische-Blocker be-Sympatholytika:
zeichnet und greifen an den β 1 - oder β 2 -Rezeptoren an. Sie wir-
ken hemmend auf Herz und Stoffwechsel und stimulierend auf die glatte Muskulatur. Die kardial wirksamen Medikamente grei-fen meist die β 1 -Rezeptoren an, die β 2 -Rezeptoren stimulieren
die Bronchialmuskulatur und können so einen Asthmaanfall auslösen. Man erkennt die Medikamente an der Wirkstoffnamenendung „-olol“. Sie führen neben der Senkung der Herzfrequenz und der Verminderung der Kontraktilität zur Herabsetzung der Erregbarkeit und der Verlangsamung der Erregungsleitung, dadurch kommt es zu einer Senkung des systolischen Blutdrucks und einer Reduktion des Myokardialen O 2 -Verbrauchs. Es kann allerdings auch zur Bradykadie und selten zum AV-Block kommen. Antiarrhythmika: Sie werden auch als Antifibrillanzien bezeichnet. Nach ihrem Hauptangriffsort und ihrem elektrolytphysiologischem Wirkung-sort werden sie in vier Gruppen unterteilt: Direkte Membranwirkung:
21 Medikamente im Rettungsdienst Entwicklung, Wirkung und Anwendung
Sympatholyse:
Zunahme der Repolarisationsphase:
Calcium-Antagonisten:
Antihypertonika: Sie senken den Blutdruck bei chronischer Hypertonie bei krisenhaftem Blutdruckanstieg und der hypertensiven Krise. In diesen Fällen sollte der Blutdruck so schnell und schonend wie eben möglich gesenkt werden. Die Antihypertonika setzen sich aus sehr unterschiedlichen chemischen und pharmakologischen Gruppen zusammen, haben aber eine gemeinsame Wirkung an zentralen und peripheren Angriffspunkten. Das geeignete Präparat sollte anhand des Allgemeinzustandes des Patienten ausgewählt werden. Parasympatholytika: Der Überträgerstoff im parasympathischen Nervensystem ist das Acetylcholin. Parasympatholytika werden auch als Vagolytika oder Acetylcholinerika bezeichnet. Sie hemmen durch kompetitive Antagonisten die Erregungsübertragung auf parasympathikusinervierte Organe. Da es im gesamten Körper mehrere Re-zeptoren der gleichen Art gibt, kommt es zu vielen verschiedenen Wirkungen. Es führt neben einer Steigerung der Herzfrequenz durch die Verbesserung der Reizleitung von den Vorhöfen in die Kammern zu einer Dilatation der Speichel-, Schleimhaut-und Bronchialmuskulatur. Dadurch kommt es zu einer Abnahme des Widerstandes an der Bronchialmuskulatur und so zu einem verbesserten Flow.
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Bronchenspasmolytika: Sie dienen der Sicherung der Atemfunktion und können sowohl inträvenös als auch inhalativ apliziert werden. Verwendung finden sie bei Asthma bronchiale und Intoxikation mit
Lungenreizstoffen. Gezählt werden sie zu den β 2 -
Sympathomimetika und führen schnell zu einer bronchodilatatorischen Wirkung. Cortison-Präparate eignen sich durch ihren langsamen Wirkungseintritt nur zur Prophylaxe und sind in Akutsituationen nur in Verbindung mit sympathomimetisch wirkenden Präparaten einsetzbar. Bei therapieresistentem Status Asthmatikus kann Ketanest zur Anwendung kommen. Antidote: Der Einsatz von Antidoten (Gegengiften) ist in keinsterweise unkritisch und sollte nicht als einzige Therapiemaßnahme erfolgen. Auch gehört sie im Rahmen der toxikologischen Notfälle nicht zu den Erstmaßnahmen. Der Giftstoff kann nur bei genauer Identifizierung gebunden und so für den Körper unschädlich gemacht werden. Durch Überdosierung kann es allerdings zu akuten Entzugserscheinungen bei Abhängigkeiten kommen oder zu Vergiftungserscheinungen durch das Antidot. Auch sind Antidottherapien bei Mischintoxikationen gänzlich kontrainiziert. Diuretika: Sie greifen in der Niere an und fördern die Harnausscheidung. Es gibt verschiedene Angriffspunkte in der Niere für diese Medikamentengruppe, die die Stärke und das Ausmaß der Haupt-und Nebenwirkungen bestimmen. Durch diese Entwässerung wird der linksventrikuläre Füllungsdruck gesenkt und die Herzarbeit reduziert. Diuretika dürfen nur bei intaktem Harnabfluß gegeben werden, da es sonst zu einem Urinstau kommen kann. Die ausgeschiedene Menge an Flüssigkeit muß zur Kontrolle des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes dokumentiert werden. Sedativa: Sie sind chemisch sehr heterogen (inhomogene) Medikamente, die beruhigend wirken. Dabei ist der Übergang zwischen Sedativa, Hypnotika und Narkotika fließend. Es handelt sich hierbei um rein quantitative Definitionen. In der Notfallmedizin werden diese Substanzen zur Ruhigstellung des Patienten, bei Epilepsie und psychischen Erkrankungen eingesetzt. Die im Rettungsdienst am häufigsten verwendeten Vertreter dieser Gruppe sind Dormicum und Valium. Infusionen: Plasmaersatzmittel:
23 Medikamente im Rettungsdienst Entwicklung, Wirkung und Anwendung
Kristalloide Infusionslösungen:
Pufferlösungen:
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Literaturnachweis
1. Kühn, Luxem, Runggaldier, Rettungsdienst, Urban & Schwarzenberg, München, 1998, Seite 123-152
2. Bayer AG, Innovation und Verantwortung, Lübbe GmbH, Bergisch Gladbach, 1992, Seite 44-57, 61-73, 88-95
3. Heilmann, Technologischer Fortschritt und Risiko, Knaur Verlag, München, 1985
4. Heilmann, Arzneimittel der Zukunft, Ebner Verlag, Ulm, 1991
25 Medikamente im Rettungsdienst Entwicklung, Wirkung und Anwendung
Benzol
DDT - Dichlordiphenyltrichlorethan
Aufnahme von ca. 300-500 mg treten erste Symptome auf (Schweißausbrüche, Parästhesien an Lippen und
Zunge, Kopfschmerzen, Übelkeit), jedoch erst nach Dosen von über 1 g kommt es zu Gleichgewichtsstörun-
gen, Verwirrtheit, Tremor, Krämpfen, Rhythmusstörungen. Vergiftungen mit 18 g sind überlebt worden.
Die Erkrankungen an Malaria, Fleckfieber, Typhus u. Cholera konnten durch die wirksame Bekämpfung der
die Erreger übertragenden Mücken, Läuse u. Fliegen drastisch reduziert werden.
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Folie 1
Arbeit zitieren:
C Haas, 1999, Medikamente im Rettungsdienst - Entwicklung, Wirkung und Anwendung, München, GRIN Verlag GmbH
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Kritisch-analytischer Vergleic...
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Piercing in Deutschland: Eine historisch-analytische Betrachtung
Diplomarbeit, 111 Seiten
Inszenierung und Soziale Repräsentation durch Körperzeichen - Die Täto...
Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
Magisterarbeit, 93 Seiten
Körperschmerzen männlicher und weiblicher Musiker
Befragung zur Meidung von Arzt...
Medizin - Gesamtmedizin, allgemeine Grundlagen
Wissenschaftliche Studie, 18 Seiten
Analyse der deutschen Apothekenbranche
Hausarbeit (Hauptseminar), 30 Seiten
Safer Use im Rahmen der Akzeptanzorientierten Drogenarbeit
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Diplomarbeit, 105 Seiten
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