Unterweisungsentwurf zur Eignungsprüfung der Ausbilder
Inhaltsverzeichnis
1. Thema der Unterweisung 2
2. Ausbildungssituation 2
2.1 Auszubildende 2
2.2 Thema aus dem Ausbildungsrahmenplan 2
3. Lernziele 2
3.1 Richtlernziel 2
3.2 Groblernziel 2
3.3 Feinlernziel 2
4. Operationalisierung 2
4.1 kognitiver Bereich 2
4.2 affektiver Bereich 2
4.3 psychomotorischer Bereich 3
5. Ausbildungsmethode (4-Stufen-Methode) 3
5.1 Stufe 1: Vorbereiten 3
5.2 Stufe 2: Vormachen und Erklären des Arbeitsvorgangs
durch den Ausbilder 3
5.3 Stufe 3: Nachmachen und Erklären der Schritte durch
die Auszubildende. 4
5.4 Stufe 4: Üben und Erfolgskontrolle 4
6. Ausbildungszeit / -ort / -mittel 4
7. Unterweisungsablauf 5
8. Anlagen
8.1 „Chaosordner“
8.2 Ordner „Mustermann GmbH“
8.3 Ordner „ML GmbH“
Anke Tichy Dezember 2002 1
Unterweisungsentwurf zur Eignungsprüfung der Ausbilder
1. Thema der Unterweisung
Anlegen eines Kundenordners nach firmeninternen Kriterien
2. Ausbildungssituation 2.1 Die Auszubildende, Frau Arnold, ist 19 Jahre alt, hat einen s ehr guten Realschulabschluss und befindet sich im 8. Ausbildungsmonat des 2. Lehrjahres. Sie hat sich aufgrund ihres großen Interesses am gewählten Ausbildungsberuf bereits umfangreiche Kenntnisse und Fertigkeiten angeeignet. Ihre überdurchschnittliche Lernbereitschaft bildet eine gute Voraussetzung für eine schnelle Aufnahme und Verarbeitung des zu vermittelnden Lernstoffes. Die theoretischen Kenntnisse über die Ablage von Schriftverkehr sind ihr bekannt. 2.2 Der Ausbildungsrahmenplan für Industriekaufleute sieht unter Punkt 3 „Information, Kommunikation und Arbeitsorganisation“ vor, dass sich die Auszubildenden auch mit dem Thema „Daten und Informationen erfassen, ordnen, verwalten und auswerten“ ( §4 Abs. 1 Nr. 3.1 b) auseinandersetzen.
3. Lernziele 3.1 Richtlernziel
Das Aneignen aller notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten der Informationsverarbeitung
3.2 Groblernziel
Schriftverkehr Kunden zuordnen Schriftverkehr lochen Schriftverkehr ablegen
3.3 Feinlernziel
Die Auszubildende soll selbständig und fehlerfrei einen neuen Kundenordner nach firmeninternen Kriterien anlegen können.
4. Operationalisation
Das Ausbildungsziel ist erreicht, wenn die Auszubildende am Ende der Unterweisung Kundenordner so angelegt hat, dass der Kundenname und die Kundennummer auf dem Ordner sichtbar und leserlich zu sehen sind und der Schriftverkehr sinngemäß nach Datum abgelegt wurde.
4.1 kognitiver Bereich
Durch Ansagen der jeweiligen Arbeitsschritte des Ausbilders und des Auszubildenden soll das erlernte Wissen dauerhaft eingeprägt werden und jederzeit wieder abrufbar sein.
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Unterweisungsentwurf zur Eignungsprüfung der Ausbilder
4.2 affektiver Bereich
Das Verantwortungsbewusstsein, Genauigkeit, Ordentlichkeit und Sauberkeit beim Umgang mit Kundendaten soll beim Anlegen eines Kundenordners und der Ablage des Schriftverkehrs vermittelt werden.
4.3 psychomotorischer Bereich
Der Umgang mit den Arbeitsmitteln soll durch Üben und Nachmachen erlernt werden.
5. Ausbildungsmethode
Die Auszubildende soll nach der 4 -Stufen-Methode das Lernziel erreichen. Diese Ausbildungsmethode beruht im Kern auf dem Prozess des Vormachens und Nachmachens. Sie ist eine darbietende Methode, soweit der Ausbilder eine Arbeits-handlung vormacht, und sie ist eine verarbeitende Methode, soweit der Auszubildende die erlebte Arbeitshandlung des Ausbilders nachmacht und einübt. Die Auszubildende soll durch Nachahmen des Ausbilders mögliche praktische Verfahrensweisen erkennen und anwenden können. Später soll sie selbständig das Gesehene anwenden und verstehen. 5.1 Stufe 1 Vorbereiten
(siehe Punkt 7 „Unterweisungsablauf: Stufe 1“,Seite 5) - Der Arbeitsplatz muss übersichtlich geordnet sein. - Die erforderlichen Unterweisungsmittel müssen bereitliegen - Der Stoff muss vom Ausbilder sorgfältig vorbereitet sein. Er muss ihn aufbereiten, gliedern, planen und in sinnvolle Teilabschnitte unterteilen. - Der Auszubildenden sollen in einem lockeren Gespräch Hemmungen und Befangenheit genommen werden.
- Zur Vorbereitung gehört auch das Abfragen der Vorkenntnisse, an die der
-
Der Ausbilder sollte das Interesse der Auszubildenden wecken und sie motivieren.
5.2
- In maßgerechten Teilschritten stellt der Ausbilder das neue Thema an einem praktischen Beispiel vor.
- Er erklärt, zeigt und erläutert, was getan wird, wie es getan wird und warum es getan wird.
- Die richtige Größe der Lernschritte ist für den Erfolg entscheidend. Sind
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Unterweisungsentwurf zur Eignungsprüfung der Ausbilder
5.3 Stufe 3 Nachmachen und Erklären der Arbeitsschritte durch die
- Die Auszubildende soll das Erlernte selbst nachmachen. Dabei erläutert
- Der Ausbilder bleibt dabei, beobachtet, hilft und ermutigt. Auf diese Weise
- Hierbei können auch Kontroll- und Verständnisfragen durch den Ausbilder
5.4
- Wenn die eigentliche Unterweisung abgeschlossen ist, beginnt das Üben.
- Der Ausbilder muss sich aber nach wie vor um die Auszubildende und um ihre Arbeit kümmern.
- Er hat eine helfende, beratende und erzieherische Funktion. Wenn das
- Bei Fehlern hilft der Ausbilder mit einer sachlichen und ermunternden Kritik
6. Ausbildungszeit / -ort / -mittel
Den Zeitpunkt der Unterweisung zwischen 8.00 Uhr und 9.30 Uhr habe ich bewusst gewählt, da die Leistungsbereitschaft zu diesem Zeitpunkt bei einem Maximum liegt. Die Auszubildende befindet sich in der Abteilung Registratur. Dies ist der geeignete Lernort für die Unterweisung, da hier der gesamte Schriftverkehr der Firma abgelegt wird.
Die Auszubildende soll heute einen Ordner für einen neuen Kunden nach firmeninternen Kriterien anlegen.
Dazu benötigt die Auszubildende folgende Arbeitsmittel: - Korrespondenz - Ordner - Locher - Stift
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7. Unterweisungsablauf
Stufe 1 Vorbereiten: (siehe Punkt 5.1)
Arbeitsplatz zweckmäßig vorbereiten und die notwendigen Arbeitsmittel bereitstellen: Korrespondenz, Ordner, Locher, Stift
Begrüßung der Auszubildenden, Befangenheit abbauen, Kontakt herstellen: Wir kennen uns von früheren Unterweisungen. Ich begrüße sie freundlich. Ich frage, wie es in der letzen Woche in der Berufsschule war.
Anknüpfungspunkte herstellen und Vorkenntnisse ermitteln:
Ich frage, ob sie schon mal zugesehen hat, wie ein Kundenordner angelegt wurde, oder wie unsere Ablage strukturiert ist.
Interesse wecken und motivieren:
Die Auszubildende musste schon öfter für die Abteilungsleiter Unterlagen aus der Registratur holen. Daher sollte sie wissen, dass eine systematisch angelegte Registratur den Angestellten das Suchen nach kundenspezifischen Unterlagen erleichtert. Ich frage sie, ob sie sich vorstellen kann, wie eine Ablage aussehen würde, wenn einfach jeder seine Unterlagen in einen Ordner abheftet. Hierzu lege ich ihr einen von mir vorbereiteten „Chaos-Ordner“ vor und lasse sie ein Angebot suchen.
Außerdem werde ich sie darauf hinweisen, dass diese Vorgehensweise der Ablage auch für ihre privaten Unterlagen (Versicherungen, Rechnung, usw.) sehr nützlich sein kann.
Sinn und Zweck der Aufgabe erklären und Lernziel nennen
Die Auszubildende soll nach dieser Unterweisung in der Lage sein, selbständig und fehlerfrei Kundendaten ablegen zu können, um diese Daten für alle Abteilungen schnell und einfach zugänglich zu machen. Um das Prinzip zu erlernen, beginnen wir damit, einen neuen Kundenordner anzulegen.
Lernziel im Zusammenhang mit der Gesamtausbildung darstellen Im Rahmen der Ausbildungsordnung lernt die Auszubildende die Informationsbeschaffung und - verarbeitung in den verschiedenen Abteilungen.
Ich nenne nun nochmals das Thema der heutigen Unterweisung:
„Wir legen einen neuen Kundenordner nach firmeninternen Kriterien an.“
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Stufe 2 Vormachen und erklären durch den Ausbilder (siehe Punkt 5.2)
(Was?) 1. Arbeitsmittel vorbereiten Korrespondenz Wenn ich bereits alle
blick erläutern 3. Sichten der Unterlagen
4. Beschriften des Ordners Nachdem ich den Kunden-Ist ein Kundenordner nicht
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7. Ablegen der Unterlagen Die sortierten und Um die Kundendaten allen
Im Anschluss frage ich die Auszubildende, ob sie alles verstanden hat.
Stufe 3 Nachmachen und erklären lassen durch die Auszubildende (siehe Punkt 5.3)
• Ich stelle den ursprünglichen Zustand der Arbeitsmittel wieder her und fordere die Auszubildende auf, die vorgeführten Arbeitsschritte Schritt für Schritt selbst auszuführen.
• Sie erklärt dabei jeden der 7 Arbeitsschritte wie folgt:
• Bei evt. auftretenden Fehlern greife ich korrigierend und helfend ein und gebe evt. Lösungsvorschläge, um ein falsches Nachmachen und späteres falsches Einüben zu vermeiden.
• Nun leite ich zur Stufe 4 über: Selbständiges Üben
Anke Tichy Dezember 2002 Seite 7
Arbeit zitieren:
Anke Grökel, 2002, Anlegen eines Kundenordners (Unterweisung Industriekaufmann / -frau), München, GRIN Verlag GmbH
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