Religiöse Gruppen in den Prärieprovinzen
Nordamerikas - Hutterer, Amische, Mennoniten
von Christoph Bremer
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Religion in den USA und Kanada 4
2.1 Die wesentlichen religiösen Gruppen 4
2.1.1 Die Anglikaner 4
2.1.2 Die Puritaner 5
2.1.3 Die Baptisten 5
2.1.4 Die Presbyterianer 5
2.1.5 Die Quäker 5
2.1.6 Die Methodisten 6
2.1.7 Die Mormonen 6
2.1.8 Die Lutheraner 6
2.1.9 Die Reformierten 6
2.1.10 Die Katholiken 6
2.1.11 Die Juden 7
3. Die Täufer 7
4. Die Mennoniten 8
5. Die Amischen 9
5.1 Glaube, Werte und Tradition 9
5.2 Kennzeichen und Lebensstil 10
5.3 Landwirtschaft und Erwerb 12
5.4 Beziehung zum Staat 13
5.5 Die Amischen als Wirtschaftsfaktor 14
5.6 Zukunftsperspektiven 16
6. Die Hutterer 18
6.1 Glaube, Werte und Tradition 18
6.2 Kennzeichen und Lebensstil 19
6.3 Landwirtschaft und Erwerb 20
6.4 Beziehung zu Staat und Nachbarn 20
6.5 Die Hutterer als Wirtschaftsfaktor 20
6.6 Zukunftsperspektiven 21
Literaturverzeichnis 23
1. Einleitung
Als Nationen der Einwanderer sind die USA und Kanada ein Schmelztiegel der Kulturen und verschiedenen Glaubensrichtungen. Während der letzten Jahrhunderte sind etliche Kulturkreise in diesen Staaten zusammengetroffen und haben sich vereint. Seit Beginn des 17. Jahrhunderts haben ca. 50 Millionen Europäer ihre Heimat in der ,,Neuen Welt" gefunden. Sie alle wurden der Theorie des ,,melting pot" gerecht, indem sie ihre eigene Identität aufgaben und sich im Sprach- und Kulturverhalten dem amerikanischen Volk anpassten. Doch einige Gruppen behielten ihre Individualität und tragen so zum kulturellen Pluralismus in Nordamerika bei.
In Nordamerika gibt es eine Unmenge an unterschiedlichen religiösen und ethnischen Gruppierungen, die im Gesamtbild Minderheiten oder sogenannte ,,utopian communities" darstellen. Auf kultureller oder religiöser Ebene verfolgen sie nicht alltägliche, aber traditionelle Weltanschauungen und werden trotz ihrer Andersartigkeit, zumindest rechtlich, toleriert. In Nordamerika herrscht seit jeher Glaubensfreiheit, eine Staatskirche existiert nicht. Viel Spielraum also für eine Mannigfaltigkeit verschiedener Glaubensrichtungen, Kirchen, Sekten etc.
Zu den Eingewanderten Glaubensgruppen gehören auch die Mennoniten, Hutterer und Amische. Insbesondere die Hutterer und Amischen, beide europäischen Ursprungs, haben ihre eigene, oder gar eigenwillige Lebensart erhalten können. Für die Mennoniten gilt dieses nur eingeschränkt. Die eigentümliche Tradition und Weltanschauung von Hutterern und Amischen zieht Wissenschaftler und Touristen gleichermaßen in ihren Bann. Verschiedene amerikanische Studien, wie zum Beispiel die des Professors für Anthropologie und Soziologie John A. Hostetler, geben Einblicke in die Gesellschaft dieser beiden Gruppen, deren ,,way of life" für Außenstehende nicht einfach nachzuvollziehen ist und der selbst innerhalb der Gemeinschaft verschiedene komplexe Tendenzen aufweist. Die folgende Arbeit wird einen Überblick über die Entstehungsgeschichte der Glaubensgemeinschaften, ihren Prinzipien und Lebensweisen liefern. Nicht zuletzt daraus werden Rückschlüsse auf die Situation, den Stellenwert und die Probleme mit der "Außenwelt" gezogen. Zunächst wird ein kurzer Überblick über das religiöse Leben Nordamerikas gegeben. Im Mittelpunkt steht die Fragestellung: Welche Gruppierungen sind wesentlich und in welchem Verhältnis stehen sie zum Staat. Im weiteren Verlauf wird besonderes Augenmerk auf Mennoniten, Hutterer und Amische gerichtet. Alle diese Gruppen (insbesondere die Hutterer) erschienen mir aufgrund ihrer bemerkenswerten Lebensweise von großem Interesse. Da alle drei beschriebenen Religionsgemeinschaften ihre konfessionelle Identität auf die Täufer zurückführen, kam ich nicht umhin, einen Einblick in die Geschichte der Täufer vorwegzustellen.
2. Religion in den USA und Kanada
[...]
Arbeit zitieren:
Christoph Bremer, 2000, Religiöse Gruppen in den Prärieprovinzen Nordamerikas - Hutterer, Amische, Mennoniten, München, GRIN Verlag GmbH
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